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 Anfangsstadium und doch schon so tragisch

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kimba
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BeitragThema: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 12:52    © kimba
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Hallo zusammen,

wo fange ich am besten an:

Es geht um meinen Opa, er ist 76Jahre alt und lebt in seiner Wohnung alléine, da meine Oma vor knapp 4Jahren verstorben ist. Sie hat viels für ihn geregelt, die Finanzen etc. Damit hatte er nie was zu tun. Als meine Oma gestorben ist, haben wir meinen Oma gestützt wo es geht.Wir haben versucht ihn aufzubauen, ihn zu Therapie zu bringen weil wir gemerkt haben, dass er durch ihren Tot an einer Depression erkrankt ist, ihn abzulenken.Er hat alles von Anfang an abgeblockt, er wollte alleien sein und vor sich hinleiden!

Meine Eltern haben die Finanzen, seine Briefe, das Putzen der Wohnung, das Einkaufen, die Gänge zum Arzt, seine Versorgung weitestgehen übernommen (sie füllen die Medikamente auf, bringen ihm 2x/Tag ein warmes Mittagessen, am Wochenende geht er Mittags zum Essen zu meinen Eltern). Er braucht sich um nichts kümmern, hat somit jeden TAg den gleichen Ablauf. Er steht Morgens auf, frühstückt, wartet bis meine Mama ihn Morgens um 9uhr anruft, wartet dann auf das Mittagessen, fährt zum Friedhof und geht in seine Stammkneipe.Dann startet der nächste Tag....

Seinen Nachbarn und Bekannte stößt er regelmäßig vor den Kopf, abgesehen von uns, seiner Familie. Es ist soweit, dass ihn niemand mehr anruft, er vergault alle Menschen um sich herum. Meine Eltern werden angesprochen, wie verbittert er geworden ist. Es meldet sich niemand mehr bei ihm, weil er so unverschämt reagiert.

Seine Verhaltensveränderung ist sehr extrem. Er legt keinen WErt auf Körperpflege(sehr extrem), er ist mit allem überfordert, es ist ihm alles zuviel. Als Beispiel: es ist ihm egal, wenn sich sein Geschirr im Wohnzimmer stapelt, wenn Eierschale auf den Boden fällt (bleibt sie eben liegen), bis meine Eltern vorbei kommen und aufräumen, sauber machen. Er nutzt seine Schlafmaske nicht zum schlafen, er hört nicht auf das, was ihm die Ärzte sagen (keinen Alkohol). Wenn man ihn auf solche Themen anspricht, ist er gereizt, schaut weg und will von allem nichts wissen. Er will ganz schnell seiner Frau in den Himmel folgen. Jedoch liegt es nicht in seiner Hand, er versucht zwanghaft etwas an dieser Situation zu ändern.

Die Ärztin sagt, es ist der Anfang einer Demenz. Nachdem ich einiges darüber gelesen habe, passt das auch 100% zu ihm, seine Agressivität, seine damalige Depression, sein Desinteresse an sich und seinen MItmenschen.

Ich bin davon nur indirekt betroffen, da ich letztes Jahr 400km weit weg gezogen bin. Aber ich bekomme mit, wie fertig meine Eltern mit den Nerven sind. Sie bitten ihn um KLeinigkeiten, "zieh dir bei dem Weter eine dicke Jacke an", und er macht grundsätzlich das GEgenteil.

Es ist fast unmöglich ihn für eine Weile aus den Augen zu lassen. Meine Eltern können mich nicht besuchen kommen, weil sie ständig Angst um ihn haben. Zu oft ist es vorgekommen, dass er aus seiner Kneipe kam, die Jacke eines anderen Gastes angezogen und mit genommen hat, sich wundert, wieso der Schlüssel nicht in die Haustür passt. Meine Mutter hat für sowas ein Gespühr, fährt bei ihm vorbei und sieht ihn dann verzweifelt vor der Tür stehen. Dann nimmt sie die Sache in die Hand, tauscht die Jacken aus, entschuldigt sich für ihn. Der Alkohol spielt dabei sicherlich auch eine große Rolle. Am nächsten Tag lacht er darüber und will nichts mehr davon wissen. Dann hätte er auf der Straße geschlafen, ist seine Antwort, wenn er drauf angesprochen wird. Logisch, das meine Eltern ihn nicht komplett für ein Wochenende alleien lassen wollen. Er weigert sich ein altengerechtes Handy zu nutzen, so wäre er ja kontrollierbar...

Im Sommer werde ich heiraten, gefeiert wird dort wo ich lebe. Meine Eltern haben alles arangiert, dass ein Freund ihn Morgens zu Hause abgholt, zur Hochzeit fährt und Abends wieder zu Hause absetzt (er möchte über Nacht nicht von zu Hause weg bleiben, das akzeptieren wir). Jetzt sagt er zwischendurch, dass ihm das zu viel Stress ist und er nicht zur Hochzeit kommen kann. Würde bedeuten, meine Mutter könnte nicht dabei sein, wenn wir standesamtlich heiraten, da sie sich nicht traut, ihn 2.5 TAge alleine zu lassen.(STandesamt und Kirche sollen innerhalb zwei Tage statt finden)

Über einen Pflegedienst brauchen wir nicht sprechen, da wirft er den Hörer auf oder steht auf und geht. Auf der einen Seite will er lieber heute als Morgen sterben, auf der anderen Seite meint er, er wäre noch nicht so alt.

Er kann kaum noch laufen, weigert sich einen Rolator oder Stock zu nutzen. Sieht ja blöd aus in der Kneipe....Wenn meine Mama seine Sachen wäscht, kann sie ahnen, ob er gestürzt ist oder im Gebüsch lag...so wackelig wie er auf den Beinen ist.

Beim schreiben merke ich, dass die Geschichte für einige sicher harmlos erscheint. Jedoch ist es mir sehr Ernst.

Opa hat mir das Laufen beigebracht, er war mein bester Freund. Heute mache ich mir Sorgen und kann ihn nicht verstehen.

Ich mache mir Sorgen um meine Eltern, sie tun alles für ihn. Er tritt sie mit Füßen, droht mit Polizei wenns für ihn unangenehm wird.

Vielleicht habt ihr Tipps, Anregungen für mich....

Lieben Dank
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Ann
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 13:40    © Ann
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Hallo Kimba,

herzlich Willkommen hier in unserer Runde! rose

Ich hoffe du wirst dich hier wohl fühlen und kannst dir hier ein wenig deine Ängste und deinen Frust
von der Seele schreiben!







Liebe Grüße
Ann Anfangsstadium und doch schon so tragisch Smilie_girl_087

Anfangsstadium und doch schon so tragisch Smilie_tier_305   Leben heißt nicht zu warten, dass der Sturm vorüber zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen.    Anfangsstadium und doch schon so tragisch Smilie_tier_305
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kimba
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 13:56    © kimba
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ich möchte nochmal hinzufügen, dass mein Opa früher ein Mensch war, der immer auf sein Äußeres geachtet hat. Bevor ich geboren wurde, hat er sich sogar geschminkt, kein Haar durfte verrutschen, 2x am Tag umziehen und ständig in den Spiegel schauen. Heute müssen wir ihn bitteln und betteln, dass er zum Frisör geht, das rasieren funktioniert schon lange nicht mehr, Unterwäsche wird widerwillig 1-2x die Woche gewechselt, am liebsten mit Anziehsachen schlafen gehen, damit man am nächsten Tag keine Arbeit hat....Bezüglich Körperhygiene hat er ein Abkommen mit meinem Papa, alle zwei Wochen wird er von ihm gebadet, aber auch immer mit wilden Diskussionen.

Ich komme damit klar, dass er älter wird und auch, dass er nicht mehr der beste Freund ist, der er mal für mich war. Das gehört zum Leben nun mal dazu. Jedoch ist es schlimm zu sehen, wie ihm einfach alles egal ist.

Wenn ich alle paar Wochen mal zu Besuch bin und zu ihm fahre, sitzt er auf der Couch und liest die Zeitung. Es ist ihm alles schnurz.

Ist dieses Verhalten wirklich normal, vorallem im Anfangsstadium?
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Biggi
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 15:32    © Biggi
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Liebe Kimba,
herzlich Willkommen bei uns. Anfangsstadium und doch schon so tragisch 87394 Schön, dass du uns gefunden hast, und dich so lieb um deinen Opa und deine Eltern sorgst.

Deine Geschichte ist keinesfalls harmlos, sondern schon ernst zu nehmen.

Bei den Dingen, die du schilderst, kann es ein Beginn von Demenz sein. Vielleicht aber auch nur eine ausgeprägte Form von Depression. Möglich wäre auch beides, das hängt sehr oft zusammen. Aber das muss ein Facharzt durch verschiedene Tests und Untersuchungen feststellen.

Hat sich denn die Ärztin nicht weiter dazu geäussert? Im Frühstadium kann man sehrwohl mit Medikamenten noch einiges verzögern und die Lebensqualität verbessern.

Vor allem könnt ihr, wenn die Diagnose steht, eine Pflegestufe in den Angriff nehmen. Dann hätten deine Eltern auch Möglichkeiten der Entlastung. Aber erst mal einen Schritt nach dem anderen.

Stöber hier mal ein wenig, da findest du bestimmt das eine oder andere Thema, was dich besser verstehen lässt. Jetzt wünsche ich dir ersteinmal, dass du dich bei uns wohlfühlst.

LG Biggi






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kimba
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 16:14    © kimba
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Ich find es super, wie ihr hier untereinander und vorallem mit den "neuen" umgeht: Kompliment!

Danke schon mal für die zwei Beiträge.



Ich muss meine Mama mal fragen, ob er nicht vielleicht sogar schon Medikamente zum verzögern bekommt. Es ist glaub ich in seinem Fall wirklich schwierig heraus zu finden, ob es "nur" eine Depri ist oder doch Demenz. Vielleicht beides?

Zum Thema Pflegestufe gibt es zwei Meinungen. Seine Hausärztin ist der MEinung, man sollte diese beantragen. Die 1 bekommt er sicherlich sofort. Seine Lungenfachärztin sagte, man sollte das lieber noch heraus zögern, denn wenn man freiwillig eine Pflegestufe beantragt, kommt man in der Regel in die 1.Stufe und es sei sehr schwierig, in die zweite Stufe aufzusteigen. So nach dem Motto, wenn man das schon freiwillig macht, ist er vielleicht nur lästig für die Familie (Blödsinn)Besser wäre es wohl, wenn er irgendwann mal ins Krankenhaus kommt, warum auch immer...dann würde er ratz fatz sofort die zweite Stufe bekommen.

Es ist so schwierig für meine Mama, sie möchte nicht das Zünglein an der Waage sein.Opa hat doch nur noch sie (+meinen Papa und mich).

Und Sprüche wie: "ihr steckt mich eh in ein Heim" reißen einem den Boden unter den Füßen weg....Crying or Very sad
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Betty007
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 16:29    © Betty007
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Liebe Kimba!

Auch von mir erstmal ein Anfangsstadium und doch schon so tragisch 53190!

Toll wie ihr euch alle kümmert! Die Aussage der Lungenfachärztin kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Ja klar bekommt man die zweite Stufe nicht so leicht - die Voraussetzungen müssen schon stimmen... A B E R :
Wenn man erstmal die 1 hat, kann man sich doch schon Hilfe holen, man bekommt doch eine finanzielle Unterstützung. Ich meine Ihr solltet das schnellsten beantragen - es dient doch zur Entlastung deiner Eltern!!! Wenn die Stufe anerkannt wird, kann man auch Betreuungsangebote nutzen, die ja für Euch im Sommer - und nicht erst dann hilfreich sein könnten Anfangsstadium und doch schon so tragisch 377636

Alles Gute erstmal und viel Kraft - du wirst hier sicherlich noch den ein oder anderen Tip bekommen!!






      Anfangsstadium und doch schon so tragisch Nice_day_0008                               Anfangsstadium und doch schon so tragisch Katze09


Bettina



Lächeln ist die eleganteste Art einem Gegner die Zähne zu zeigen.
Werner Finck
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mysunny
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 16:55    © mysunny
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hallo Kimba

Willkommen bei uns. Hier findest du jederzeit offene Ohren und Herzen wie du es sicherlich bereits festgestellt hast.
Ich wünsche dir viel Kraft, Zuversicht und Geduld.

Alles Gute für euch.
lG
Janine
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 19:20    © Admin
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Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum liebe Kimba Anfangsstadium und doch schon so tragisch 87394

Schwere Depressionen an sich, verursachen schon ziemlich genau die Symptome wo du beschrieben hast. Kommt noch eine Demenz dazu, dann macht es das Ganze leider auch nicht einfacher. Dennoch würde ich dringendst empfehlen mit dem Arzt darüber zu sprechen. Denn gegen Depressionen lässt sich doch einiges Medikamentös machen. Jede Aufhellung der Depressionen, würden deinem Opa selber gut tun, ihm wieder ein stückchen Lebensmotivation zurück geben. Gleichzeitig würde es dann auch für deine Eltern, im Umgang mit ihm, alles ein wenig erträglicher machen. Denn je entspannter die Situation werden kann, je besser wird es allen Beteiligten gehen. Ich fürchte ohne Medikamente wird dies kaum möglich sein.

Die Aussage der Lungenfachärztin kann ich auch nicht nachvollziehen. Genauso wie Bettina schon geschrieben hat.

Ich finde es toll wie du dich mit dem Thema auseinander setzt und sowohl deinen Eltern wie auch deinem Opa helfen tust. Trotz der grossen wohnlichen Distanz Anfangsstadium und doch schon so tragisch 987477

Fühle dich wohl in unserer Runde. Mit herzlichen Willkommensgrüsse Anfangsstadium und doch schon so tragisch 87394






Liebe Grüsse
Anfangsstadium und doch schon so tragisch Ursula 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptyFr 03 Feb 2012, 19:39    © kimba
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ich bin fast gerührt, wie lieb, ehrlich und offen mir gegenüber tretet. Anfangsstadium und doch schon so tragisch 728442

Ich habe schon mit meiner Mama gesprochen, sie wird das Thema nun mit anderen Augen sehen und sich auch nochmal mit der Ärztin auseinander setzen und weitere Schritte besprechen.

Dank eurer Hilfe und Unterstützung kann ich meiner Mama Mut geben. So schlimm die Lage ist, hilft es ungemein, wenn man weiß, dass man doch nicht alleine ist. Allein dieses super Forum zeigt, wie viele Menschen davon (leider) betroffen sind.

Wir fragen uns, ob es Sinn macht mit Opa drüber zu sprechen. Jedoch kann ich mir schon fast denken, wie er reagiert. Er spielt alles runter, Hilfe brauch er schon gleich gar nicht, sondern nur Ruhe vor uns.
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptySa 04 Feb 2012, 08:26    © bibo50
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Guten Morgen Kimba,

erst einmal ein herzliches Willkommen hier. Ich hoffe, du fühlst dich wohl hier.

Ich kann mich in allem meinen Vorschreiberinnen anschließen.
Bei meiner Mutter war es ähnlich. Die ersten zwei Jahre nach dem Tod meines Vaters waren der Horror. Ich erkenne einiges wieder von dem was du geschrieben hast.
Sie hat sich auch standhaft geweigert, zu einem Arzt zu gehen.
Dann hatte ich das Glück, dass sie wegen einer Blasenentzündung im Krankenhaus war und ich so lange auf die Ärzte eingeredet habe, bis sie einen Neurologen zu ihr geschickt haben. Und dann kam das Ganze ins rollen.
Nachdem sie ein Medikament gegen Angstzustände und Depressionen bekommen hatte, ging es aufwärts.
Versucht irgendwie ihn zum Arzt zu bekommen, denn auf die Ärzte hören sie doch eher als auf uns.
Und eine Pflegestufe würde ich auf jeden Fall beantragen.
Deine Eltern brauchen Hilfe und das ganz dringend. Sonst geht man an der Situation zugrunde.
Ich weiß wie schwer das ist zu akzeptieren, dass eine Person, die einem das Leben beigebracht hat, jetzt so zu sehen. Das hat bei mir auch lange gedauert, ehe ich das akzeptieren konnte.
Ich wünsche dir und deinen Eltern viel Kraft und hoffe, ihr könnt in naher Zukunft einiges bewegen.
Lg Birgit






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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptySa 04 Feb 2012, 12:13    © Susel
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Liebe Kimba auch von mir ein herzliches Willkommen.Ich finde viele Dinge in Deinen Schilderungen wieder,die mir sehr bekannt vorkommen.Ich denke auch,dass eine Pflegestufe beantragt werden sollte.Wenn Dein Opa die erstmal hat,können Deine Eltern auch entlastende Angebote nutzen, wenn Dein Opa sie zulässt.
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Shali
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptySa 04 Feb 2012, 13:27    © Shali
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Hallo kimba und Herzlich Willkommen,

auch Ich bin ganz neu hier und habe hier schon sehr viel gelesen,was mir in meiner Situation schon ein wenig geholfen hat.

Einen Arztbesuch ist sehr wichtig,mein Vater wollte auch erst nicht"Bin doch nicht Bekloppt,gehe zu keinem Neurologen" bekam ich immer zur Antwort.Musste mir dann irgendetwas einfallen lassen,damit er mitgeht.

Ich find es gut das Du auf diese Weise deine Eltern versuchst zu unterstützen!

Ich wünsche Dir und deinen Eltern viel Geduld und Kraft.
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Biggi
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BeitragThema: Re: Anfangsstadium und doch schon so tragisch
Anfangsstadium und doch schon so tragisch EmptySa 04 Feb 2012, 14:21    © Biggi
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Liebe Kimba,
sorry, aber so einen Blödsinn mit den Pflegestufen habe ich ja noch nie gehört. Pflegestufen gibt es, wenn man eine bestimmte Anzahl von Minuten dem Kranken bei den Dingen des täglichen Lebens helfen muss. Dabei spielt der richtige Zeitpunkt der Beantragung überhaupt keine Rolle.

Ich würde euch dringend raten, dass mit der Stufe 1 ganz schnell in den Angriff zu nehmen.
Unterstützung gibt es dann rückwirkend ab Antragstellung. Eine "vorläufige" Diagnose habt ihr ja von der Hausärztin schon.

Die Pflegestufe O würde ich auf jeden Fall auch direkt ansprechen. Schau mal ins Lexikon, da steht es beschrieben.

LG Biggi






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