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 Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz

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Hewilewi
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BeitragThema: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyDo 23 Feb 2012, 14:34    © Hewilewi
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Ich muß momentan bei meiner Mutter (80Jahre alt) wohnen weil es unverantwortlich wäre, sie alleine zulassen. Das dachte ich wenigstens und alle anderen auch (Hausarzt, Krankenhauspersonal, Kurzzeitpflegepersonal). Höchstens 2 Std. kann man sie alleine hieß es. In 2 Wochen hat sie sich jetzt aber so erholt, daß sie sich wieder frisch machen kann und auch anziehen und auch wieder Interesse daran hat. Sie hatte schon immer einen stark ausgeprägten Ordnungssinn, nervig. Jetzt wäscht sie das Geschirr wieder selbst ab und will auch alle anderen Bereiche ihrer Wohnung wieder kontrollieren. Allerdings macht sie viel Unsinn. Räumt frische Sachen aus dem Kühlschrank, will frisches Brot und Kuchen wegschmeißen. Verlegt ihr Zahnputzzeug oder MakeUp. Abends bekommt sie Angst, und spricht vor sich hin und tut so als ob sie mit Ihrem Bruder telefoniert.Oder wenn wir uns gut verstehen, wird sie auf einmal feindseelig. Ich würde sie gerne wieder alleine lassen und in meine Wohung zurück. Und sie von einem ambulanten Dienst betreuen lassen. Habe aber kein so gutes Gefühl dabei. z.B. schließe ich immer die Haustür ab, wenn ich sie alleine in der Wohnung lasse und auch nachts. Sie mag das nicht. Aber ich glaube, es besteht die Gefahr das sie raus geht und nicht mehr zurückfindet. Oder auch nachts die Wohnung verläßt. Kann man so jemanden alleine lassen mit ambulanter Betreuung? Oder wird sie wieder fitter. Ist das möglich bei der Diagnose "vortschreitende Demenz". Irren sich die Ärzte? Eine Sache ist auch komisch. Sie isst gut. Nimmt aber nicht zu und sieht auch wie ein Knochengestell.
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Betty007
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BeitragThema: Re: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyDo 23 Feb 2012, 14:52    © Betty007
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Hallo Hewilewi

Du hast deine Anfrage im falschen Bereich gepostet.... Dieses ist nur ein Lexikon .... zum nachlesen eben ....
Demenz allgemein wäre der richtige Platz gewesen, aber vielleicht kann unsere Admine das ja verschieben....

So wie du es schilderst, würde ich sie nicht allein lassen... Kühlschrank ausräumen, Sachen verlegen etc deutet doch schon auf eine fortgeschrittene Demenz hin... auch wenn Besserung eingetreten ist, diese ist meist nur kurzzeitig,
Ich denke sie kann ihren Alltag zwar noch einigermassen meistern, aber was wenn der Herd anbleibt... elektrische Geräte allgemein sind eine große Gefahr... Vielleicht suchst du Hilfe in bei einem Pflegedienst, die können dich auch beraten...
Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld






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Bettina



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mysunny
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BeitragThema: Re: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyFr 24 Feb 2012, 07:29    © mysunny
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hallo Hewilewi

auch von mir Willkommen im Forum und fühle dich hier bei uns wohl. Lese dich ein und du wirst schon da viele gute Tipps und Ratschläge finden.

Ich wünsche dir viel Kraft, Geduld und Zuversicht.

lG
Janine
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BeitragThema: Re: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyFr 24 Feb 2012, 07:33    © Admin
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Liebe Hewilewi

Das Gemeine bei einer Demenz ist, das es gute Phasen geben kann, wo man glaubt das es Aufwärts geht und jemand plötzlich sein Leben wieder alleine bestreiten kann. Leider kann dies sehr trügerisch sein, denn ein "schlechter Tag" kann schon einiges an Verwirrung schaffen.

Nach deiner Beschreibung scheint deine Mutter an der Grenze zwischen, Selbständig und Beaufsichtigt sein zu müssen, zu sein. Aber ich denke mit gewisser Aufsicht und Kontrolle wird sie ihren Alltag noch soweit gut meistern können. Dennoch würde ich dein, "kein gutes Gefühl haben" sehr ernst nehmen, schliesslich hast du dies nicht ohne Grund. Eine ambulante Betreuung würde ich auf jeden Fall empfehlen, denn diese wird dich so oder so um einiges Entlasten. So aus der Ferne ist es auf Anhieb schwer zu sagen, wieweit deine Mutter jedoch noch alleine Wohnen kann. Dazu weiss ich einfach zu wenig. Wie sieht es denn z.B mit selber Kochen aus? Denn die Gedanken von Bettina in Bezug auf die Gefahr von Haushaltsgeräten - speziell Herd - sind schon sehr berechtigt.

Leider sind diese Grenzen zwischen, noch gut Funktionieren können und doch nicht mehr, mitunter die schwierigsten, um zuverlässige Entscheidungen zu treffen. Für uns waren solche Phasen immer diejenigen wo wir am flexibelsten jeden Tag aufs Neue eingehen mussten - je nach Tagesform. Verlasse dich da wirklich auf dein Bauchgefühl, denn dieses hilft dir dabei deine Sensoren sensibilisiert zu belassen.

Jetzt aber erstmals einfach auch von mir liebe Willkommensgrüsse und fühle dich so richtig wohl in unserer Runde Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz 87394






Liebe Grüsse
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz Ursula 

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BeitragThema: Re: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyFr 24 Feb 2012, 07:54    © Ann
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Hallo Hewilewi,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Very Happy

Ich hoffe du wirst dich hier wohl fühlen !






Liebe Grüße
Ann Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz Smilie_girl_087

Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz Smilie_tier_305   Leben heißt nicht zu warten, dass der Sturm vorüber zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen.    Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz Smilie_tier_305
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BeitragThema: Re: Unterschiedliche Geisteszustände bei Demenz
Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz EmptyFr 24 Feb 2012, 16:46    © beate58
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Unterschiedliche Geisteszustände bei  Demenz 53190 Hewilewi,
ich bin auch noch nicht so lange hier und habe lange nicht geschrieben (wird nachgeholt). Deine Probleme mit Deiner Mutter kommen mir sehr bekannt vor, mit dem Unterschied, dass bei uns Ärzte und das übrige Umfeld die Situation nicht sooooo schlimm sieht, wie ich sie manchmal empfinde. Meine Mutter ist am Beginn einer Altersdemenz, sie war in der Gedächtnissprechstunde, bekommt Medikamente und Ergotherapie (für Körper und Geist). Zu Hause erweckt sie den Anschein, ziemlich authark leben zu können. Sie wäscht sich, zieht sich an, wechselt regelmäßig die Kleidung, ist immer wie aus dem Ei gepellt.... Ihr Problem liegt darin, dass sie wenn auch sehr kurzzeitig (also nur für Augenblicke) die Orientierung verliert. Sie legt nach dem Telefonieren nicht den Hörer auf( wenn sie ein altes Telefon mit Hörer hätte, täte sie es vermutlich, aber der rote Knopf???), lässt in einem von zehn Fällen den Herd brennen (aber das eine Mal kann halt schon einmal zu viel sein). Nun habe ich mit der Therapeutin besprochen, dass ich meine Mutter, sie ist Gott sei Dank sehr lieb und kooperativ, in alles ein beziehe. Das heißt: Wenn mein Vater nicht im Hause ist (er lebt noch und entlastet mich sehr)s, bin ich da. Wenn ich abends gehe, sage ich ihr, dass ich den Schlüssel mitnehme und abschließe, da dies für sie sicherer ist. Schließt sie selbst ab und lässt den Schlüssel stecken, komme ich im Notfall nicht rein. Das akzeptiert sie, weil sie das Gefühl hat, ich nehme sie ernst und will nur Gutes.
Das Gleiche gilt für das Kochen: Meine Mutter ist 86 und ich habe ihr gesagt, dass sie weiß Gott genug gearbeitet hat, jetzt sind andere dran,(also nicht, Du kannst das nicht mehr), entweder ich bringe ihr das Essen oder wir kochen gemeinsam, wenn Zeit dazu da ist. Damit ist sie einverstanden. Sie betätigt nur noch den Wasserkocher, die Mikrowelle und die Kaffeemaschine. Der Herd ist aus,(Sicherung raus) wenn ich gehe. Auch das ist o.k. für sie.

Ich habe gemerkt, dass es immens wichtig ist, auf die Bedürfnisse eines Demenzkranken einzugehen( wenn es noch geht) ihn ernst zu nehmen und in Entscheidungen ein zu beziehen. Das erfordert viel gegenseitiges Vertrauen, stimmt das , ist alles viel leichter.
Ich habe meiner Mum in einem Moment, in dem sie Angst davor hatte, was wird, wenn ich nicht mehr kann, versprochen, dass nichts passiert, was ihr schadet. Dafür werde ich sorgen.
Wenn also unsere Lieben noch in einem Stadium sind, in dem die Demenz spürbar, aber noch nicht zu weit fortgeschritten ist, alles mit ihnen gemeinsam regeln und Entscheidungen nicht über ihre Köpfe hinweg treffen. Das ist meine bescheidene Erfahrung nach fünf Monaten mit der Diagnose Demenz.
LG Beate
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