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 Inkontinenz

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Paula
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BeitragThema: Inkontinenz
Fr 28 Sep 2012, 14:12    © Paula
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Inkontinenz ist heute noch immer ein großes Tabuthema. Für pflegende Angehörige ist es wichtig, sich fachlich beraten zu lassen. Es gibt verschiedene Arten der Inkontinenz. Die häufigsten sind die Belastungs- oder auch Stressinkontinenz genannt, und die Dranginkontinenz. Bei älteren Menschen ist es oft die Dranginkontinenz, die viele Betroffene ans Haus fesselt, und keine sozialen Kontakte mehr zulässt. Viele machen deshalb auch den Fehler, und trinken einfach zu wenig. Wer also unter Dranginkontinenz leidet, sollte trotzdem 1,5-2 L am Tag trinken. Kaffee sollte nur in Maßen getrunken werden. Tee und Wasser ist am besten. Auch sollte man abends nicht mehr so viel trinken, damit man in der nächtlichen Ruhe nicht so oft raus muß. Wer einen Angehörigen pflegt, sollte regelmäßige Toilettengänge machen. Z.B. morgens nach dem Aufstehen, eine Std. nach dem Frühstück usw. Nutzt die richtigen Vorlagen oder Höschenwindeln. Auch für das Bett gibt es Inkontinenzspannbettlaken. Für den Lieblingssessel oder Stuhl gibt es Inkontinenzauflagen. Es gibt auch schöne Inkontinenz- Unterwäsche. Wichtig ist auch die Kleidung. Hosen mit Gummizug sind von Vorteil, wenn es schnell gehen soll. Die richtige Intimpflege ist bei Inkontinenz besonders wichtig. Nur parfümfreie Waschlotion verwenden. Und auf warme Füße achten. Kalte Füße können zu einer Blasenentzündung führen.

Zum Schluß möchte ich auch alle ansprechen, die jemanden pflegen. Es ist wichtig auf sich selbst zu achten. Möglichst nicht schwer heben. Einen Lifter nutzen. Besonders Frauen sind besonders gefährdet durch schweres heben, eine Stress/Belastungsinkontinenz zu bekommen. Ich habe eine Ausbildung zur Beckenboden-Kursleiterin, und habe in meinen Kursen überwiegend ältere Frauen, und Frauen die einen Angehörigen pflegen.

Paula
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Fr 28 Sep 2012, 14:34    © Paula
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Einen kleinen Nachtrag hätte ich noch:

Achtet darauf, daß ihr selbst, aber auch die Angehörigen, wenn ihr sie zur Toilette begleitet, aufrecht und nicht nach vorn gebeugt, auf der Toilette sitzt. Kein Pressen. Es ist hilfreich, bei Problemen beim Wasserlassen, wenn ihr ein Liedchen (klingt komisch, hilft aber) singt, oder den Angehörigen singen lasst. Den Wasserhahn aufdrehen ist auch hilfreich.

Vielleicht fällt mir später noch was ein.

Paula
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Netti
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BeitragThema: Ich mache sauber
Fr 18 Sep 2015, 16:38    © Netti
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Sauberkeit ist nicht gleich Sauberkeit
Das aufsuchen der Toilette ist im laufe der Erkrankung nicht mehr gegeben und es kommt vor das dies auch mal vor der Toilette oder woanders erledigt wird und nun wird sauber gemacht mit oder ohne Papier aber es muss weg Finger voll Tür dreckig wand dreckig
alles schön breit geschmiert.
Es ist so sauber gemacht wurden wie sie es in ihrer momentanen Lage möglich war.
Sollte das mal geschehen ruhig bleiben Hinweis Schilder anbringen
Farblich gut markiert .

Ich hoffe es hilft jemanden
Bis bald Netti sonne
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Nadine
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Fr 18 Sep 2015, 21:04    © Nadine
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Vielleicht kann ich hier was hinzufügen!

Bei uns passieren manchmal (nicht regelmäßig) kleine Unfälle. Als das es erste mal passierte war meine Tante völlig entrüstet kurz vorm Weinen und versuchte mir das Missgeschick zu erklären. Irgendwie konnte man merken (oder vielleicht bilde ich mir das nur ein) dass sie sich geschämt hat. Die Stimmung war am Boden, dann lief der Hund rein. Ich weiß nicht ob es richtig ist was ich gemacht hab. Aber ich fing an "Vincent (so heisst unser Hund) du kannst doch ned einfach auf Tantes kleider und am Boden hin machen, Tante des muss er getan haben als du noch geschlafen hast, und du hast es wohl einfach nicht gesehen, anders kann ich mir das nicht erklären, gib mir das und ich trag es zu wäsche". SIe gab mir die Klamotten ich wischte den rest weg sagte der Vincent ist noch ein Baby der macht des nicht absichtlich er wird's schon nicht mehr in den Garten geschafft haben. Da stimmte sie mir völlig zu meinte man darf ihn nicht schimpfen er weiß es ja nicht besser.

Ich fand das eine gute Lösung ich wollte nicht dass sich meine Tante bloß gestellt fühlt. Ich glaube nämlich dass das für die Betroffenen Anfangs eine ganz blöde Situation ist.
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Rita
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Fr 18 Sep 2015, 21:08    © Rita
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Liebe Nadine,
das finde ich ein gute Idee. Bloss stellen würd ich auch niemanden.

Man muss sich einfach in ihre Lage versetzen, uns würde es auch sehr weh tun wenn sie uns auf die Defizite aufmerksam machen würden.
Find deine Lösung super. sunny

Rita
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Netti
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Sa 19 Sep 2015, 12:22    © Netti
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Liebe Nadine
Deine Tante kann sich sehr glücklich schätzen das du für sie da bist .
Demenzerkrankte suchen nach Halt und Sicherheit  sie fühlst sich wohl bei dir und du gehörst zu ihrem leben.

Liebe Grüße Netti
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hansilein
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Mi 07 Jun 2017, 00:16    © hansilein
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Die Drang-Inkontinenz bei Männern läßt sich sehr gut, ohne schneiden, mit Medikamente behandeln! Durch weibliche Hormongaben wird die Prostata "ausgehungert", wenn er das Mittel verträgt, d.h. wenn ihm keine Brüste wachsen, ansonsten muß nach einem Monat abgesetzt werden, weil das Wachstum dann nicht mehr umkehrbar ist. Ziel ist, auf um die 30 gr. soll die Prostata zurück schrumpfen, dann ist ein erneutes Wachstum größtenteils ausgeschlossen. In 3 Monaten ist meine von 40 gr. auf 33 gr. geschrumpft und die Drang-Inkontinenz ist deutlich zurück gegangen.
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chrilu
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BeitragThema: Re: Inkontinenz
Sa 29 Jul 2017, 12:56    © chrilu
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Tja, das ist wirklich ein heikles Thema. Vor allem am Anfang, wenn der Betroffene das noch selbst merkt.
Mir ist das nun auch schon einige Male passiert nachts. Mal mehr, mal weniger hefitg, aber beim ersten Mal wars echt derbe für mich.
Ins Bett machen - das verbindet man doch nur mit Kindern..... Embarassed 
Nein, es gehört zum Krankheitsverlauf. Und je eher der Kranke das erfährt und möglichst auch noch begreift, desto leichter wirds auch für die Angehörigen.
Ich habe nun lange Zeit schon Ruhe davor, aber ich weiß, es kommt wieder. Und in diesem Denken sollten bitte auch eure Angehörigen leben - das es in gewissem Maße "normal" ist, weil eben zur Kranheit gehörig.
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