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Biggi
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BeitragThema: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 12:35    © Biggi
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Mahlzeit ihr Lieben,
wie steht ihr zu dem Thema Organspende?

Durch die Missbräuche in letzter Zeit, wird dieses Thema ja derzeit heiss diskutiert. Die Zahl der Spender ist seit dem wohl auch rückläufig. Jetzt verschicken die KK Ausweise an Mitglieder ab 16 Jahre, die dann entscheiden können, ob sie ihn ausfüllen oder nicht.

Ich selber habe schon über 30 Jahre so einen Ausweis in meiner Geldbörse. Ich stehe auch weiterhin 100 % dahinter, da ich denke, dass die armen Kranken nichts dafür können, wenn es ein paar schwarze Schafe gibt, die die gesetzliche Reihenfolge umgehen.

Liebe Grüsse
Biggi






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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 12:45    © Rita
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Liebe Biggi,

ja, das ist wirkich ein heikles Thema.
Solange man noch darüber bestimmen kann und einen Organspenderausweis bei sich tragen kann ist es ja ok, weil damit bestimmt man selber "ich will spenden".
Wo ich aber nicht einverstanden bin ist, dass im Ausland es so ist dass, wenn man einen Unfall hat oder was auch immer, und die Aerzte der Meinung sind man ist nun Gehirntot, sie das RECHT haben einen Organe zu entnehmen, sofern man keinen Ausweis bei sich trägt der dies verbietet.
DAS finde ich absolut nicht ok.

Jeder sollte selber entscheiden ob er Organe erhalten oder spenden will oder nicht.
Wir haben uns damit auch befasst, und es ist nicht schön was wir gefunden haben.
google mal unter Renate Greinert.

Ich weiss nicht, aber ich bin gegen Organspenden. Wie gesagt, das ist persönlich. Jeder hat seine eigene Meinung.
Ich finde es unnatürlich Organe zu erhalten oder zu spenden, also habe ich einen Ausweis, einen Organspendeausweis auf dem ausdrücklich erwähnt wird dass ich keine Organe erhalten will, und auch bei mir keine entnommen werden dürfen.

Ich finde es toll dass es Leute gibt die Organe spenden wollen, aber ich könnte keines entgegen nehmen oder geben.

Es heisst ja, wenn man tot ist ist man tot.
Ist man das wirklich?
Laut verschiedenen Berichten sieht das nicht immer so tot aus wie's scheint. Wir wissen so wenig über den Tod.
brrr.... um ehrlich zu sein, will lieber gar nicht weiter drüber nachdenken.

Aber wie gesagt, ich bewundere diejenigen die Organe spenden wollen und können.
Etwas anderes ist es für mich, wenn z.B. jemand aus der Familie eine meiner Nieren brauchen würde, oder Knochenmark oder etwas dass bei mir entnommen werden kann solange ich lebe. Ich jedoch im Gegenzug könnte nicht etwas entgegen nehmen von andern, auch wenn's aus der Familie käme.

Rita
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Paula
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 12:54    © Paula
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Hallo Biggi,

das Thema Organspende ist eine wichtige Sache. Jeder sollte darüber nachdenken. Einige KK versenden wohl jetzt Infos an ihre Mitglieder. Ich konnte mich bisher nicht dafür entscheiden. Doch genau so ein Thema ist die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Wir hatten jetzt in der Nachbarschaft einen Fall, da sträuben einem die Nackenhaare. Er war Krebspatient, hatte 5 Chemos und es ging im nach der letzten so schlecht, daß seine Frau ihn ins KK einweisen musste. Meine Schwester hat sie begleitet. Es sah sehr sehr schlecht aus. Im KK angekommen hat die Ehefrau die Patientenverfügung angesprochen, die ihr Ehemann nicht unterschreiben wollte, die sie seit der OP mit sich herumtrug. Der Ehemann war nach der OP sehr ungehalten und aggresiv. Er brauche das alles nicht. Und der aufnehmende Arzt meinte auch, daß sei absolut nicht nötig, obwohl er den Zustand schon erkannt hat. Die ersten Untersuchungen haben gezeigt, daß es keine Heilung mehr gibt. Nieren- und Kreislaufversagen drohte. Aber man brauch keine Patientenverfügung, nein, ist doch unnötig.
Erst zwei Tage später, hat die Ehefrau die Caritassozialstation um Unterstützung gebeten. Sie haben dem Ehemann verständnisvoll erzählt, daß die Aussichten auf eine Besserung schlecht sind, und es zu seinem Wohl ist, wenn er die Verfügung unterschreibt. Er tat es dann. Am frühen Morgen verstarb er, ohne weitere Maßnahmen.
Wir haben für unsere Eltern die Patientenverfügungen unterschreiben lassen, und damit haben sie ihre Entscheidungen getroffen, und nicht wir müssen im Fall der Fälle entscheiden.
Genauso ist es mit dem Organspendeausweis.

Liebe Grüße
Paula
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 13:15    © Biggi
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Natürlich sollte jeder so entscheiden,wie er es mit sich vereinbaren kann. Für mich ist es halt selbstverständlich, wenn ich nicht mehr bin, dass ich anderen evtl. noch helfen kann. Wir haben einen Kunden, der ist heute so alt wie ich. Er hat vor 15 Jahren endlich eine neue Niere bekommen. Das war damals sein zweiter Geburtstag, und er lebt noch wunderbar damit und ist sehr dankbar, dass ihm das ermöglicht wurde. Das stärkt mich auch in meiner Entscheidung.

Ob man wirklich tot ist, wenn man tot ist, weiss wohl niemand... Ich muss dazu sagen, dass ich nicht sehr gläubig bin, weil ich das Wort Christ für mich anders definiere. Fest steht doch, dass der Körper (die Hülle) nichts damit zutun hat. Bei uns gilt halt der Hirntod. Und ich denke, dann ist das Leben am Ende. Aber das ist halt meine eigene Meinung.

@ Paula, der Vergleich mit der Patientenverfügung ist gut. Es sollte doch jeder, was ihn betrifft, im Leben entscheiden dürfen, was mit ihm geschieht.

LG Biggi






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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 13:24    © dirtsa66
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Hallo ihr Lieben,

Bei uns ist es so wie Rita sagt, man muss einen Ausweis haben in den eingetragen ist, das man NICHT Orgenspender ist. Ansonsten gilt man automatisch als Spender.

Alles Liebe

Astrid






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und erleichtert das Unglück - Marcus Tullius Cicero
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptySo 04 Nov 2012, 16:46    © sylvia
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Moin Ihr Lieben,
also ich fülle diesen Ausweis nicht aus, habe da ein ungutes Gefühl. Wenn mein Mann damals bei seiner Gehirnblutung es anderst gelaufen wäre, wer weiß Rolling Eyes So denkt er auch selber.
LG Sylvia








Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu  viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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Ann
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptyMo 05 Nov 2012, 08:41    © Ann
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Hallo ihr Lieben,

bei uns stand das Thema gerade erst am Wochenende zur Diskussion.

Mein Mann und ich haben entschieden, dass wir den Ausweis nicht ausfüllen werden.
Aber wir haben in unserer gegenseitigen Generalvollmacht bzw. Patientenverfügung festgelegt, dass unsere Organe gespendet werden sollen.

Vielleicht ein bisschen albern aber wir fühlen uns sicherer wenn der Partner vorher noch mal "ein Blick drauf werfen kann" Embarassed






Liebe Grüße
Ann Organspende Smilie_girl_087

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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptyMi 07 Nov 2012, 12:42    © Ehemaliges Mitglied
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Liebe Biggi, du hast es auf den Punkt gebracht, denn auch für Christen ist der Körper nur eine Hülle. Ich denke wenn man durch den Tod noch anderen das Leben retten kann, ist es sehr Christlich. Denn auch Jesus tat es, nur etwas anders.Organspende 728442

Ich hatte mal so ein Ausweis ausgefüllt, muss ich wieder neu tun, mein Sohn trägt auch einen bei sich.

LG UlliOrganspende 190348
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptyMi 07 Nov 2012, 15:25    © bibo50
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Ich trage schon seit meiner Schulzeit einen Organspenderausweis bei mir. Ich war und bin davon überzeugt, dass wenn ich auch nur einem Menschen z.B. sein Augenlicht wiedergeben kann oder ihm mit einem anderen Organ helfen kann, dann ist es das wert. Ich brauche es eh nicht mehr.






Ärgere dich nicht, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich, dass der Dornenstrauch Rosen trägt.
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptyFr 09 Nov 2012, 11:25    © Eisi
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Bei mir stellt sich das Thema nicht. Als jemand, der einmal an Krebs erkrankt war, kommt man als Organspender nicht mehr in Frage. Ich bin, ehrlich gesagt, froh, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss - bin da sehr zwiegespalten. Ich denke immer an Missbräuche etc. - man hört einfach zuviel Negatives. Dabei ist es ein Segen, wenn man jemandem ein neues Leben schenken kann, wenn man eh tot ist...
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BeitragThema: Re: Organspende
Organspende EmptyDi 20 Nov 2012, 16:04    © beate58
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Ich sehe das Thema aus persönlicher Betroffenheit heraus. Vor 27 Jahren starb mein Mann, weil es für ihn kein Spenderherz gab. Vor 12 Jahren konnte mein damals 18jähriger Sohn nur mit einem neuen Herzen überleben. Dafür bin ich dankbar und betreibe seither Aufkläörung zum Thema Organspende. Ich denke, wenn man die Hintergründe nicht kennt, so kann man sich auch nicht für oder gegen was entscheiden. So ist es z.B. nicht so wie Ann sagt, dass bei Vorliegen eines Organspendeausweises einfach Organe entnommen werden. Immer werde trotz allem noch die Angehörigen gefragt. Es ist halt nur einfacher, wenn man sich in der Trauer nicht mit der Frage auseinandersetzen muss, sondern der Ausweis dokumentiert, dass ich Organspender bin. Ich könnte jetzt mit vielen Vorurteilen aufräumen, aber das führt zu weit.
Ich halte die Widerspruchsregelung einfach deshalb für besser, weil viele Organspender wären, wenn sie denn darandenken würden einen Ausweis auszufülloen. Will man nicht, so kann man es ja dokumentieren (oder denkt man daran auch nicht?)

Lieben Gruß
Beate
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