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 Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?

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Lavendula
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BeitragThema: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMi 09 Jan 2013, 20:15    © Lavendula
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Hallo liebe Gemeinde,

ich war vor ca. 2,5 Jahren schon mal hier, damals wegen meinem dementen Vater. Er wurde recht schnell, ca. ein halbes Jahr nach "Ausbruch" seiner Demenz, von seinen Leiden erlöst. Das war Anfang 2011.

Im Sommer 2011 bin ich zu meiner Mutter ins Haus gezogen, wo ich seitdem wohne. Das erste Jahr nach Vaters Tod war nicht einfach für uns, zumal ich selbst auch chronisch krank bin (u.a. Fibromyalgie und ME/CFS) und bei geringen Belastungen an meine Grenzen komme und geistig wie körperlich schnell überfordert bin.
Ich mache zwar alles notwendige wie Behördengeschichten, mich um die Organisation der Haushaltsführung kümmern, Arztbesuche mit meiner Mutter usw. usw. - aber schon Kleinigkeiten belasten mich enorm und ich bin danach für Tage oder Wochen völlig am Boden. Trotzdem schaffe ich es bisher immer, Kraftreserven zu mobilisieren um das zu erledigen, was getan werden muß.

Bisher war/ist meine Mutter auch noch relativ fit. Sie geht 1 bis 2 mal am Tag mit meinem Hund spazieren, ist körperlich nicht so desolat wie manch andere in dem Alter (bald 83), liest viel, und kann sich mit anderen auch noch ganz gut unterhalten.
Doch was mir zunehmend auffällt ist, daß sie in den letzten paar Monaten zunehmend abbaut, geistig. Ich habe fast den Eindruck, als würde es von Woche zu Woche schlimmer.
Wenn ich ihr etwas sage sagt sie oft nur "hmm", und oft weiß ich nicht ob sie es wirklich mitbekommen hat oder das Gesagte quasi an ihr vorbeigezogen ist. Immer wieder kommen Äußerungen wie "das wußte ich nicht!", "daran kann ich mich aber nicht erinnern", "das hast du mir aber nicht gesagt", usw.

Ich muß sagen, daß sie sich damals, kurz nach dem Tod meines Dads, sehr reingesteigert hat in diese Demenz-Phobie. Bei jedem kleinsten (nichtigen!) Anlass rief sie "da, jetzt ist es soweit, ich habe Alzheimer!". Irgendwie wußte ich aber, daß sie nicht wirklich dement ist sondern kleinste Vergesslichkeiten die jeder mal hat überbewertet, und als ich ihr das mal nachdrücklich sagte ging es plötzlich eine Zeit lang gut und sie schien förmlich aufzublühen und sie sagte das auch nur noch ganz selten.
Im Winter hatte ich dann den Eindruck, sie sei depressiv, was ich auf den nahenden Todestag meines Vaters schob. Und komischerweise wurde meine Mutter an dem Tag auch "krank", wollte nicht mit zum Friedhof, und am Abend ging es ihr wieder gut.
Dafür bekam ich dann am späten Abend eine heftige Magen-Darm-Sache und übergab mich die ganze Nacht und brauchte Tage, um wieder auf die Beine zu kommen. Shocked
Ich denke mal, daß uns beiden das sehr nahe ging und wir im Jahr davor gar keine richtige Trauerarbeit leisten konnten (es war vor allem für mich auch ein sehr turbulentes Jahr mit vielen sehr anstrengenden, belastenden Situationen).

Ab dem Frühjahr 2012 ging es dann wieder besser, meine Mutter war auch den Sommer über relativ gut drauf letztes Jahr. Und nun, seit dem späten Herbst etwa, geht es irgendwie den Bach runter.
Nun ist allerdings auch seit ca. 3 Monaten jemand aus der Familie sehr krank und wird wohl bald von uns gehen. Natürlich ist das ebenfalls sehr belastend und deprimierend, ganz klar.

Ich weiß mir im Moment irgendwie keinen Rat und grüble drüber nach, was ich tun soll. In zwei Wochen habe ich mit meiner Mutter einen Termin bei ihrer Hausärztin, wo ich das Thema mal ansprechen möchte.
Kurz bevor es losging hat sie auch neue Medikamente bekommen - vielleicht hängt es ja damit zusammen?

Was soll ich denn nun machen? Soll ich meine Mutter zum Neurologen "schleifen", obwohl sie sich eh schon immer wehrt wegen irgendwas zum Arzt zu gehen und ich immer auf sie einreden muß wie auf einen lahmen Gaul (sorry, aber ist doch so)?
Könnte man überhaupt etwas unternehmen mit Medikamenten, wenn Demenz in einem früheren Stadium erkannt wird? Oder hätte es eh keinen Zweck, weil der Abbau unaufhörlich weitergeht?
Ich hätte auch Angst davor, daß meine Mutter diese Diagnose bekommt und davon weiß - denn ich glaube, dann würde sie sich komplett aufgeben und käme aus dem Grübeln und der Depression überhaupt nicht mehr raus und würde sich total hängen lassen und gar nichts mehr tun.

Das klingt jetzt vielleicht gemein mit dem "hängen lassen", aber so ist es wirklich oft. Sie will vieles einfach nicht mehr, noch nicht mal meinen Wasserkocher benutzen wo sie nur einen Hebel umlegen muß. Nein, sie beharrt darauf, ihren ollen umständlichen Boiler weiter zu benutzen.... Ich hab immer den Eindruck sie will vieles einfach nicht mehr und klinkt sich aus, wenn ich mich z.B. in ihrer Anwesenheit mit meinen Geschwistern unterhalte.
Das ist aber vielleicht auch wegen ihrer Schwerhörigkeit - letztes Jahr habe ich mir stundenlang den Hintern platt gesessen mit ihr beim Hörgeräteakustiker und Ohrenarzt, weil sie Hörgeräte brauchte. Die trug sie nur ein paar Wochen, dann hatte sie täglich neue Ausreden parat warum sie sie nicht tragen konnte, und das war's dann. Ihr ist alles zu viel und man kann noch so sehr versuchen sie zu animieren - es prallt komplett an ihr ab, sie bleibt stur und will es absolut nicht.

Sie mag auch nichts mehr unternehmen, wenn sie mal zusagt für z.B. einen eh schon seltenen Stadtbummel, dann kann man drauf gehen, daß sie plötzlich "Herzrasen" oder "Knie" bekommt und hofft, daß man drauf eingeht und sie daheim bleiben "darf". Die Nummer hat sie jetzt auch öfter gebracht und ich habe ihr gesagt daß sie das konstruiert weil sie keine Lust hat. Wenn sie nicht möchte solle sie es sagen - aber nicht immer mit ihren Wehwehchen ankommen. Da war sie dann auch plötzlich wieder "fit" und hat sich doch drauf eingelassen und war ganz munter und froh, daß sie weg war.

Ist es denn so vermessen von mir wenn ich denke, daß vieles bei ihr am "hängen-lassen" liegt? Oder will ich einfach nur, daß es so ist, aus Angst vor der Wahrheit?
Das frage ich mich oft, und dann fühle ich mich hundeelend. Ich fühl mich irgendwie so hilflos, überfordert, aber hab doch irgendwie Verantwortung für sie und muß mich da kümmern. Und wenn ich nicht das richtige oder genug für sie tue, dann läuft mir das ewig nach.
Es ist ein so besch***** Situation für mich ... meine Geschwister sind in ihre Arbeit eingebunden und die älteren kümmern sich außer ihren Pflichttelefonaten nicht wirklich um sie. Nur einer hilft uns hier und beschäftigt sich auch mal mit ihr. Aber was diese Themen betrifft sind alle ratlos und wollen davon eigentlich nichts hören und sich nicht damit auseinandersetzen.
Also bleibt es wieder mal an mir hängen, und obwohl ich selber viele Baustellen habe fühle ich mich da in der Pflicht. Ich könnte gar nicht so tun, als ginge es mich nichts an. Wie auch, wenn ich hier jeden Tag mit meiner Mutter zusammenlebe?

Ohwei, jetzt sülz ich Euch so viel vor. Embarassed Wollte eigentlich gar nicht sooo viel schreiben, aber es kam grad alles so raus. Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 984444

Also, zur Ursprungsfrage zurück: macht es Sinn, das alles intensiv abklären zu lassen? Kann es auch "nur" eine Depression sein? Habt ihr da persönliche Erfahrungen?

Vielen Dank, wer bis hierhin gelesen hat ...
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Paula
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyDo 10 Jan 2013, 10:01    © Paula
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Hallo Levandula,

herzlich willkommen zurück im Forum. Da hast du ja schon einiges mitgemacht. Bevor du dich in die Diagnose Demenz hineinsteigerst, solltest du mit deiner Mutter einen Termin beim Hausarzt machen. Wenn sie dort regelmäßig in Behandlung ist, müßte der Hausarzt ihren Gesundheitszustand kennen. Vielleicht kann er dir weiterhelfen. Du kannst dann immernoch einen Neurologen aufsuchen. Schildere dem Hausarzt die Auffälligkeiten, denn oftmals wissen die Ärzte nicht, wie sich Patienten zu Hause verhalten, in der Arztpraxis geht es ihnen immer gut.

Liebe Grüße

Paula
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyDo 10 Jan 2013, 10:10    © Lavendula
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Hallo Paula,

Danke für Deine Antwort. Smile
Ja, ich denke auch, daß wird das beste sein, mit der HÄ zu sprechen. Sie kennt leider meine Mutter erst von zwei Besuchen her, da ich es vor kurzem erst geschafft habe sie zu einem Arztwechsel zu bewegen. (ihr alter HA war unmöglich, mit dem hatte ich mich schon wegen meines Dads oft gefrackt, weil er da auch einiges versäumt hat und sich nicht wirklich um seine Leute kümmert).
Aber sie ist sehr nett, nimmt sich auch Zeit mit einem zu reden und ist sehr zugänglich für Fragen und Probleme. Und zu den Medikamenten und Nebenwirkungen wird sie ja auf jeden Fall schon was sagen können.

Viele Grüße,
Lavendula
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyDo 10 Jan 2013, 11:35    © Admin
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Willkommen zurück liebe Lavendula Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 190348

Nicht alle schaffen es in dem Alter deiner Mutter einen neuen Lebensabschnitt zu finden, der sowohl Motivation wie auch neue Lebensfreude gibt. Depressionen sind da schon nicht ungewöhnlich, wie auch das irgendwie aufgeben und einen Tag zum Anderen schleifen zu lassen. Nicht umsonst ist es oft sogar auch so, das nach dem Tode eines Lebenspartners der andere Teil innert kürzerer Zeit nachfolgt. Mit 83 Jahren hat man einfach auch nicht mehr die Lebenskraft wie man sie mit 40 oder 50 Jahren noch hatte. Das Bewusstsein das es sich um den letzten Lebensabschnitt handelt ist oft dafür einfach zu Präsent. Aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sind da nicht zu Unterschätzen. Darüber sollte die Hausärztin auf jeden Fall informiert sein und gegebenenfalls neu Einstellen.

Eine genauere medizinische Abklärung würde ich in diesem Fall aber auch schon alleine deshalb empfehlen, weil eine Depression noch recht gut behandelbar wäre und deine Mutter dadurch an Lebensqualität gewinnen würde. Sollte es sich aber wirklich um eine Demenz handeln, dann könnte auch diese eventuell noch etwas gebremst (hinausgezögert) werden. Du weisst ja, jeder Tag an Qualität ist ein guter Tag und von dem her auch sehr wichtig. Nicht nur für deine Mutter, sondern auch für dich im Umgang damit.

Ich hoffe sehr das es sich bei deiner Mutter nicht um eine Demenz sondern lediglich um eine Depression, oder Medikamentennebenwirkung handelt Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 87394






Liebe Grüsse
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? Ursula 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyDo 10 Jan 2013, 13:32    © Lavendula
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Auch Dir vielen Dank für Deine liebe Antwort und Begrüßung, Ursula Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 190348

Ich weiß, es ist kein wissenschaftlich anerkannter Indikator - aber mein Gefühl sagt mir irgendwie, daß es sich eher um Depression als Demenz handelt. Unerfreulich wäre eine Depr. natürlich auch, aber wie Du sagst - es gibt da doch größere Chancen, daß eine Behandlung greift und man das noch recht gut therapieren kann.
Natürlich hoffe ich, daß man meiner Mutter, egal was es ist, irgendwie helfen kann,
damit für sie das Leben wieder ein Stück lebenswerter wird.
Wenn es mir
gut ginge, dann könnte ich sie sicher auch noch mehr fördern und unterstützen, in welcher
Weise auch immer. Aber ich packe es halt nicht so, wie ich es gerne
würde. Das erzeugt wieder ein Schuldgefühl und schlechtes Gewissen, was
mich natürlich noch mehr runterzieht...

Im Moment fühlt sich irgendwie alles so verkorkst und verfahren an, und ich habe selber oft regelrechte "Depri-Flashs", wie ich sie nenne. Ich muß jeden Tag mit meiner eigenen Krankheit umgehen und bin an vielen Tagen zu kaum irgendwas in der Lage vor Schmerzen oder Erschöpfung. Und wenn man da noch ein Stück weit Verantwortung für einen anderen Menschen tragen muß und selbst keine Unterstützung hat von einem Partner oder so ... aber das werden viele von Euch ja sicher auch kennen.

Was mir oft hilft ist der Gedanke, daß auf jede schlechte Phase auch wieder eine gute folgt. Das Leben ist meiner Erfahrung nach eben nicht durchgehend supergut oder grottenschlecht. Und ich weiß, daß es immer noch schlimmer hätte kommen können. Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 24890
Also werde ich dieses Tal durchschreiten und es irgendwann auch wieder hinter mir lassen.
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 09:55    © Lavendula
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Hallo liebe Gemeinde,

ich wollte mich noch mal zum Thema melden, denn vielleicht ist es für den ein oder anderen ja von Interesse Smile

Irgend ein Gefühl hat mich davon abgehalten, meine Mutter durch die Instanzen zu schleifen. Embarassed Denn meine Geschwister und ich sind der Meinung, daß damals bei meinem Vater das ganze Elend erst anfing, als wir seinen Arzt involvierten und man ihn zur "Abklärung" in die Geriatrie eines KHs eingewiesen hatte. Dort bekam er ja viele neue Medikamente, und von da an wurde alles erst so richtig schlimm - er war noch verwirrter, bekam eine Schluckstörung, dadurch Lungenentzündung, Antibiose, was in einer ewig lang anhaltenden weil unerkannten Clostridieninfektion endete...
(ich hatte damals hier darüber geschrieben, es war eine sehr schlimme Zeit für ihn, uns, und vor allem meine Mutter).
Solch eine Prozedur will ich meiner Mutter nur im allerhöchsten Notfall zumuten, und ihr ein ähnliches Schicksal ersparen.

Langer Rede kurzer Sinn: da diese Verschlechterung bei meiner Mutter vor dem (zweiten) Todestag meines Vaters auftrat und wir in der Zeit noch einen schweren Krankheits- bzw. dann Todesfall in der Familie hatten, ging ich doch sehr von einer Depression aus und wagte einen Versuch. Ich besorgte ihr ein Johanniskrautpräparat, das mir mal ein Arzt empfohlen und welches mir damals auch geholfen hatte. Dies nimmt sie nun seit einigen Wochen, und es geht ihr inzwischen deutlich besser!
Zum einen ist sie von der Stimmung her sehr viel positiver drauf, ist nicht mehr so niedergeschlagen und lacht auch wieder. Und ihre "Aussetzer" sind auch sehr viel weniger geworden! Natürlich vergisst sie schonmal was, aber es ist nicht mehr so beängstigend "demenzartig", eher so, wie jeder mal was vergisst oder es für alte Leute "normal" ist.
Zu ihrem 83. Geburtstag vorletzte Woche bekam sie ein paar Sachen zum anziehen geschenkt, über die sie sich sehr gefreut hat, und heute zeigte sie mir ein Foto in einer Zeitschrift und fragte mich, ob sie sich so die Haare schneiden lassen soll. Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 390377

Ich bin so unheimlich erleichtert, daß sich ihr Zustand so gebessert hat, und hoffe sehr, daß dies auch noch lange so bleibt.
Euch möchte ich für Eure Beiträge herzlich danken - es ist wirklich schön, wenn man in Momenten der Ratlosigkeit und Sorge Zuspruch findet und Tipps bekommt. Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 87394 Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 87394

Euch allen alles Gute,
herzliche Grüße von
Lavendula
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 10:17    © Marie
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Liebe Lavendula,

das ist doch mal eine Mitteilung, über die man sich mitfreuen kann.

Mein Vater hat übrigens nie einen Psychiater gesehen. Nach einem Sturz war die Demenz so deutlich (und im Nachhinein habe ich auch einige Einzelereignisse, die Jahre zurück lagen, dem zugeordnet), daß ich gleich die Pflegestufe beantragt habe, die er auch anstandslos bekommen hat. Zu dieser Zeit war er allerdings 10 Jahre älter als Deine Mutter und schon 15 Jahre verwitwet.

Ich wünsche Dir und Deiner Mutter, daß es noch recht lange ohne größere Probleme so weiter gehen kann.






winke-winke  Grüsse von Marie
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 11:15    © Lena
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Liebe Lavendula, das freut mich für deine Mutter und auch für dich, das es ihr besser geht. Manchmal muß man einfach auf den Bauch hören!!
Weiterhin viel Erfolg. Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 728442






Liebe Grüße Lena.
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 14:48    © Biggi
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Liebe Lavendula,
das freut mich zu lesen. Und ich drücke die Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 3289093653, dass es lange so bleiben darf.

LG Biggi






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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 15:14    © Michi66
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Liebe Lavendula,



das sind ja mal feine Nachrichten:cheers:ich drück die Daumen das es so weitergehtDemenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? 987477
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BeitragThema: Re: Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun?
Demenz im Frühstadium behandelbar? Was tun? EmptyMo 18 März 2013, 16:50    © Lavendula
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Ich danke Euch, ihr Lieben Smile
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