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 Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?

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Traumsuse
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Do 24 Jan 2013, 11:04    © Traumsuse
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Hallo Tina, das mit den mechanischen Mitteln hat Astrid ja sehr gut beschrieben. Die Sache mit den Sedierungen sind richtig, ich wollte euch nur nicht zu viele Fachbegriffe um die Ohren schlagen.

Rein rechtlich gesehen ist es ja sogar eine freiheitsentziehende Maßnahme, wenn man bei einem Bewohner die Bremse des Rollstuhls feststellt. affraid

Liebe Astrid, deine Mutter muss sich ja in dem Heim sehr wohl fühlen. Was du da beschrieben hast, sind ja sehr schöne Wohnumstände. Da fällt es ja gar nicht so ins Gewicht, dass ihr keine Demenzbetreuer habt.






Engel können fliegen,
weil sie sich selbst nicht so schwer nehmen.
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Do 24 Jan 2013, 11:31    © dirtsa66
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Liebe Traumsuse,

ja, es ist wirklich sehr schön dort.

Die Betreuer sind so engagiert, ich hätte mir nie gedacht, dass es so etwas gibt. Kommen im Urlaub zum Christbaum Aufputzen oder an freien Tagen zum Keksebacken oder schauen nach zwei freien tagen am Abend noch einmal vorbei wenn sie am nächsten Tag Frühdienst haben um zu schauen was so los war. Sie würden den Spätdienst vom Vortag ja nicht treffen.

Mama kann das alles leider nicht mehr so nachvollziehen, aber ich glaube schon, dass sie sich wohl fühlt. Bei manchen der noch fitteren Bewohner ist es halt so, dass sie mit nichts so recht zufrieden sein können, weil sie einfach mit dem Schicksal hadern, daheim nicht mehr alleine zurecht zu kommen - andere wiederum sind glücklich nicht mehr allein zu sein. menschen sind halt verschieden. ich glaube jedenfalls, dass ich für meine Mama nichts Besseres hätte finden können.

Auch die bettlägrige Dame, die schon gar nichts mehr kann hat zum Beispiel keine Magensonde, man bemüht sich den ganzen Tag über immer kleinweise ihr etwas zu geben und es funktioniert auch. Meine Mama hat ja als sie ins Heim kam so gut wie gar nichts mehr gegessen. Ein paar Löffel Suppe vielleicht. Jetzt isst sie wieder, keine Unmengen, aber sie hat sogar zugenommen und sie trinkt auch genug. Das war zuhause ein Riesenproblem.

Demenzbetreuer wären natürlich super und eine Entlastung für die Pfleger und Alltagsmanager, die jetzt alles machen aber es geht auch so.

Es werden vom Heim ja auch Aktivierungen und Aktivitäten angeboten (Singen, gebastelt wird in den HGs, Gedächtnistraining, Gesprächsrunden, und so einiges mehr.

Alles Liebe

Astrid






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Tina
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Do 24 Jan 2013, 14:39    © Tina
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Astrid, die Unterbringung deiner Mutter hört sich geradezu paradisisch an. Von diesen Einrichtungen müsste es mehr geben.

Sei froh. Denn wenn es so gut läuft, lässt es sich bestimmt entspannter mit dem Gedanken leben, seine Mutter in eine Betreuungseinrichtung geben zu müssen.






Schöne Grüße von Tina sunny
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Do 24 Jan 2013, 19:07    © dirtsa66
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Liebe Tina,

Ja es ist wriklich gut - trotzdem gibt es auch hier solche die unzufrieden sind, das liegt wohl in der menschlichen Natur zwinker

Alles Liebe

Astrid






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Micha_59
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Do 24 Jan 2013, 20:40    © Micha_59
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Tina schrieb letzens,
Zitat :
"Das war auch genau der Grund, weshalb ich mich so
krass ausgedrückt habe. Es hatte wirklich nichts mit Mißverständnis zu
tuen, sondern jeder soll sich mal bewusst werden, was ein sog.
"geschützter" Bereich in der Praxis ist. In den meisten Fällen bedeutet
dies: eingeschlossen sein, um das hinweglaufen zu verhindern. "

Liebe Tina,
Ich weiß ja nicht, was du in obiger Hinsicht schon erlebt hast und welche Heime du kennst.
Aber deine Aussage kann ich so nicht einfach stehen lassen.
Soweit ich weiß und in meiner Ausbildung auch gelernt habe sind freiheitsentziehende Maßnahmen nur möglich nach richterlicher Anordnung (dies auch nur für einen bestimmten Zeitraum). Meist geschiet dies, wenn die eigene Person oder fremde Personen in Gefahr geraten können!
Ich kann mir jetzt wirklich nicht vorstellen, das in der Mehrzahl der Heime gegen diese Rechtsnorm verstoßen wird - und auf's Gratewohl die Dementen in ihrer Freiheit beschnitten werden.
Zumal der MDK und die Heimaufsicht seit einiger Zeit unangemeldete Kontrollen machen.

Damit will ich (für mich) dieses Thema hier abschließen.

mlG Micha






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Chris0604
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
So 27 Jan 2013, 17:20    © Chris0604
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Ich habe in meiner Ausbildung mal ein Praktikum in einer Dementen WG gemacht und war nur begeistert. Dort waren neun Bewohner jeder mit eigenem Zimmer und Bad. Es gab einen großen Gemeinschaftsraum und eine große Küche. Es wurde zusammen der Essensplan für die Woche erstellt jeder durfte sich was wünschen. Dann zusammen einkaufen und auch kochen. Alle Bewohner wurden gefordert, jeder nach seinen möglichkeiten. Jeden Tag wurden Gesellschaftsspiele gespielt, gebastelt, Handarbeit oder spazieren gegangen. Es war sehr familär dort, einfach nur toll. Nicht so ein Stumpfsinn wie in Heimen, dort habe ich keine guten Erfahrungen gesammelt. I
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Micha_59
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
So 27 Jan 2013, 19:47    © Micha_59
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Sei lieb gegrüßt Chris ... ,

Auch ich habe von ähnlichen Erfahrungen der positiven Art gehört ... und wenn du so etwas erleben durftest ... so ist das doch schön!
Ich "beneide" dich um diese Erfahrung.

Ach, übrigens flower ... ein herzliches Willkommen auf dieser Plattform.

Ich selber bin erst seit einiger Zeit hier .. fühle mich aber wohl und (was den Meinungsaustausch angeht) gut aufgehoben.

Micha






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HELGA Burkhardt
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BeitragThema: Heimrecht bei Demenzkranken
Fr 18 Nov 2016, 09:53    © HELGA Burkhardt
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Ich habe meinen Mann lange vor der Eröffnung in einem Heim mit geschützten Bereich f.Demenzkranke Therapie nach Böhm)angemeldet u.Zimmer reserviert.Nun wurde er nach 4 Wochen, weil er nicht mehr läuft auf eine normale Station gebracht.Dort sind 30 Bewohner, im geschützten Bereich 15 Bewohner.DieAngehörigen der neu in den geschützten Bereich gezogenen mußten sogar unterschreiben, daß demente Bewohner bei Verschlechterung des gesundheitszustandes ( nicht mehr laufen können) den geschützten dementenbereich verlassen müssen.Ist das Vorgehen rechtens und Demente nicht besonders geschützt? Wer weiß Rat, bin sehr verzweifelt, denn im geschützten Bereich war es für meinen Mann sehr ruhig und es fanden viele Aktivitäten statt, die auch für ihn noch möglich waren, im normalen Bereich steht er in einer Art Babyschale an die Seite geschoben ( mit Magensonde).
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gisela
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BeitragThema: Re: Wie sieht ein opetimales Heim für Demenzkranke aus?
Sa 19 Nov 2016, 14:30    © gisela
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liebe helga
für dementenbereiche gibt es eigene konzepte, die auch die kriterien
beinhalten, die die zu betreuende person erfüllen muss.
bei uns z.b. steht im dementenkonzept............diagnostizierte demenz mit auffälligkeiten, 
die auf einer normalpflegestation nicht tragbar sind, der bewohner muss mobil sein, und
pflegestufe zwei haben (in ausnahmefällen auch pflegestufe eins)
natürlich verlieren demente bewohner mit zunehmender demenz an mobilität und es tritt mehr
der rein pflegerische aufwand in den vordergrund.
darunter leiden dann die bewohner, die einen erhöhten betreuungsaufwand haben, da das personal
mehr und mehr mit pflegerischen aufgaben wie decubitusprophylaxe, kontrakturenprophylaxe, pneumonieprophylaxe ect ect
zu tun hat und dem eigentlichen sinn einer dementenbetreuung nicht mehr nachkommen kann.
auch bei uns ist es so, dass bew die keine auffälligkeiten mehr aufweisen, immobil geworden sind
und u.ä. mit einverständnis der betreuer und angehörigen auf die normalpflege verlegt werden.
natürlich ist das weder für die angehörigen, noch für das personal schön, denn es bauen sich beziehungen auf, 
und man lässt liebgewonnene bewohner nicht gerne gehen, und auch bei uns wurde das verlegen
lange diskutiert, aber pflege und dementenbetreuung sind zwei verschiedene bereiche.
ich hoffe, ich konnte dir ein bissl weiterhelfen
lieben gruß
gisela






    lieben gruß

                           gisela                        

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.


Ralph Waldo Emerson, US-amerik. Philosoph, 1803 – 1882
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