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 Gute Nacht

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Paula
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BeitragThema: Gute Nacht
Gute Nacht EmptyFr 12 Apr 2013, 09:51    © Paula
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Hallo,

manche Dinge im Alltag sind für uns so selbstverständlich, daß man eigentlich nicht darüber nachdenkt. Man fragt sich nur im Pflegealltag, warum ist gerade die Situation so, was kann man ändern.

Viele Demenzerkrankte haben bereits zu Beginn der Erkrankung Schlafstörungen. Sie können schlecht ein- und durchschlafen, stehen immer wieder auf. Wir sprechen hier im Forum häufig, wenn es um das Thema Demenz geht, von der Biographie. Wie und wo hat der Erkrankte gelebt, wie war seine Kindheit usw. Doch kaum einer kennt die "Schlafbiographie"

Rituale zum "ins-Bett-Gehen"
Welche Uhrzeiten sind angenehm? Einteilung in Tag- und Nachtmenschen (Lerchen und Eulen)
Essen und/oder Trinken vor der Bettruhe (Obst, Schokolade, Tee, heiße Milch)
Entspannung noch vor dem Fernseher, bei Musik
Entkleiden und Anlegen von Nachtwäsche evtl. mit Hausmantel und Nachtschuhen
Welche Nachtwäsche (Jersey, Satin, Baumwolle, Nachthemd oder Schlafanzug)
Toilettengang vor oder nach dem Gang ins Bad
Zähneputzen, Hände und Gesicht waschen - in welcher Reihenfolge, kaltes oder warmes Wasser

Einschlafrituale und Schlafumfeld
Gibt es noch ein Glas Wasser am Schlafplatz? Ist ein Nachtgebet oder stille Zeit angenehm? Benötigt man eine Geräuschkulisse zum Wohlfühlen, da man den überwiegenden Teil seines Lebens z.B. Fahrzeuggeräusche, Nachbarn ...gewöhnt ist oder man gerne mit Radio schläft?
Bleibt ein kleines Nachtlicht an, oder ist der Schläfer absolute Dunkelheit gewöhnt? Ist die Tür offen oder geschlossen? Bevorzugt man einen alleinigen Schlafraum, oder ist man ein gemeinsames Schlafzimmer gewohnt? (Doppel- oder Einzelzimmer) Welche Temperatur sollte der Schlafraum haben? Fenster auf oder zu? Bett an der Wand, oder mitten im Zimmer? Einstieg rechts oder links?
Zusätzliche Schlafbekleidung
Bettschuhe oder Socken für warme Füße? Wärmflasche oder warme Brustauflage? Bettjäckchen, Fellchen oder Schal?
Bettausstattung
Werden Gerüche bevorzugt z.B. Lavendelsäckchen? Hohes oder flaches, weiches oder festes Kopfkissen, Kuschelkissen, Nackenrolle und/oder Kuscheltier? Leichte oder schwere Zudecke, sehr wärmend oder eher kühlend? Zusätzliche Decke, z.B. nur über den Beinen? Welche Matratze ist angenehm? Feste oder weiche?
Bettwäsche
glatt und kühl, oder weich und warm (Biber, Satin, Damast, Jersey) Unifarben, gemustert
Schlafposition
Welche Position ist die Einschlafposition? (Seitenlagerung rechts, links, Schlafhaltung) Ist man sich bewusst, oder ist bekannt, wie die Schlafposition dann während der Nacht überwiegend eingenommen wird? (Rücken- oder Seitenlage)?
Aufwachrituale und Gewohnheiten:
Bitte nicht wecken. Aufwachen nach dem eigenen Rhythmus (Tag- Nachtmensch, nach eigener Biographie) Aufwachen mit Licht, Radio... Den Start in den neuen Tag individuell gestalten.
Wenn möglich, sollte die Schlafbiographie schon vor Beginn der vollständigen Pflegebedürftigkeit erstellt werden.

Liebe Grüße
Paula
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