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 Ich kann nicht mehr

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mignon33
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BeitragThema: Ich kann nicht mehr
Di 24 Dez 2013, 13:41    © mignon33
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Ich bin neu und ich würde so gerne Menschen um mich haben, die verstehen, wie es mir geht!
Meine Oma ist mein ein und alles, meine Seelenverwandte, meine Liebe!
Und sie hat seit vielen Jahren Demenz! Es wird nun immer schlimmer und ich komme gar nicht damit zurecht! Es tut mir in der Seele weh zu sehen wie sie mir entgleitet!
Hat sie mir früher Geschichten aus meiner Kindheit erzählt, ist es jetzt umgekehrt!
Ihr müsst wissen, ich bin bei meinen Großeltern mehr oder weniger aufgewachsen, sie waren wie Eltern für mich!
Wir wollten heute Weihnachten bei ihr feiern und dann kam heute morgen der Anruf bei meiner Mutter. Oma sei so verwirrt und bösartig. Sie ist eigentlich ein herzensguter und wunderbare Mensch!
Dann kam der Notarzt, der nichts machen konnte. Meine Mutter ist zu ihr, sie war so bösartig, dass meine Mutter wieder gegangen ist, weil sie so wütend war.
Jetzt sieht es so aus, dass ich nachher alleine hingehe, ich habe solche Angst! Was ist, wenn sie auch so böse ist. Ich habe das noch nie erlebt, bin ich doch ihr Goldschatz!
Ich kann sie einfach nicht loslassen! Der Gedanke, dass sie irgendwann nicht mehr da ist, macht mich so unendlich traurig! Es ist wie ein langsames Sterben, unerträglich!
Ich versäume so viel in meine, eigenen Leben, ist doch alles abhängig von ihrem Zustand! Ich kann einfach nicht mehr!
Ich würde mi einfach freuen über ein paar liebe Antworten oder Beiträge aus dem eigenen Leben!
Danke!
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schlabbe
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BeitragThema: oh ja
Di 24 Dez 2013, 14:08    © schlabbe
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ich weiß so gut, wies dir gerade geht:-( So gings mir am Freitag auch.
Meine Mama hat nach mir geschlagen und mich beschimpft. Es tut so weh, sie so zu sehen.
Meine Mama ist im Heim und zur Zeit in der Psychatrie, damit die Tabletten richtig eingestellt werden.
Heute gings ihr soweit gut. Keine Anzeichen von Aggressionen. Wenn alles so bleibt, kann sie Freitag wieder ins Heim.
Ich kann dir leider keine guten Ratschläge geben, wie du dich verhalten sollst gegenüber deiner Oma.  Wenn Mama so reagiert, wein ich mir jedesmal danach die Augen aus dem Kopf.
Ich sag mir dann immer, es ist die Krankheit, die sie so verändert. Sie selbst ist in dem Moment nicht anwesend. Nur die Krankheit. Wenn sie "klar" wäre, würde sie so nicht sein wollen. Sie selbst kann da nix dafür. Morgen ist es wieder anders.
Ich wünsch dir viel Kraft
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Mignon33
Gast



BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Di 24 Dez 2013, 14:19    © Mignon33
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Vielen Dank für deine Worte!
Das tut mir leid mit deiner Mutter! Es ist einfach so traurig! 
Was ist das nur für eine schreckliche Krankheit!
Der Mensch ist nicht mehr der, der er einmal war!
Ich wünsche dir auch viel Kraft!
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Biggi
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Di 24 Dez 2013, 14:38    © Biggi
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Liebe Mignon,
ich verstehe auch, wie du dich fühlst. Und gerade jetzt in der Weihnachtszeit übermannen uns die Gefühle vermehrt. Ich drück dich mal  umarmung 

Versuche die guten Zeiten besonders zu geniessen. Sie geben uns Kraft für weniger gute Tage.

Ich wünsche dir, dass ihr trotzdem einen schönen Abend verbringen könnt. Doch bei allem Kümmern solltest du dich nicht vergessen, das ist ganz wichtig.

Hat sich ihrem Umfeld etwas verändert, oder wurde an den Medikamenten was geändert?

Wenn du magst, kannst du dich anmelden. Dann hast du noch mehr Bereiche zu Beiträgen von Gleichgesinnten, die ähnliche Sorgen haben. Wir würden uns freuen.

Viel Kraft und Kopf hoch
Biggi







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Mignon33
Gast



BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Di 24 Dez 2013, 22:00    © Mignon33
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Liebe Biggi,

Danke für deine Antwort!
Ja, die Medikamente wurden tatsächlich geändert! Ich werde mal die Schwester darauf ansprechen! Danke für den Hinweis'
Und ich melde mich gern hier an, ich wollte mir vorhin nur alles mal von der Seele schreiben! 
Aber jetzt, wo ich etwas zur Ruhe gekommen bin, kann ich auch das ins leer Ruhe machen!

Liebe Grüße
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Rita
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Mi 25 Dez 2013, 08:25    © Rita
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Liebe Mignon,

das tut immer weh, wenn ein geliebter Mensch so ist.
Wie Biggi schon sagte, wollte dich auch fragen wie's mit Medikamenten aussieht.
ich würd da auf jeden Fall nachfragen und dem Arzt erzählen wie's vorher war und wie's jetzt ist, und drum bitten, die Sache nochmals zu überdenken und sehen was man ändern kann.
Denn wenn's an den Medikamenten liegt, kann man auf jeden Fall etwas tun.

Ich wünsch dir noch viel Kraft, und geniess die Momente wo die Oma "gut drauf" ist.
Wie hier mal jemand total treffend sagte : das sind Momente, die sind wie Wärmflaschen für die Seele.
Das ist wohl wahr.

lass dich lieb  trösten  trösten  trösten 

Rita
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soda1964
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Mi 25 Dez 2013, 14:45    © soda1964
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Hallo Mignon,

es ist schmerzlich zu erleben, wie die Demenz einen vertrauten Menschen verändert.
Viele Angehörige erleben das, was ihr gerade durchmacht.

Doch im Herzen drin bleibt deine Oma deine Oma. Wenn es dir gelingt, ruhig und verständnisvoll zu bleiben, den Moment einfach so zu nehmen wie er gerade ist, im Hier und Jetzt, wird deine Oma dies spüren.

Liebe Grüsse






Therese

Die wichtigsten Dinge im Leben sind keine Dinge.
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Die wahre Lebenskunst besteht darin, im alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
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stellanne
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Mi 25 Dez 2013, 17:39    © stellanne
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Hallo Mignon!

Auch wenn die Weihnachtszeit fast vorbei ist, so möchte ich Dir doch noch schöne Stunden wünschen. 

Du schreibst von Deiner Oma und Deiner Mutter und ich denke, Du bist noch jung?! 

Schau Mignon, wir alle haben den Weg durchlebt, den Du jetzt erfährst. Manche von uns sind noch am Anfang, die Krankheit des Angehörigen akzeptieren zu lernen und andere widerum sind mittendrin. Ich selbst sage von meiner Mutter, dass sie auf dem Weg des Endes dieser Odyssee ist und ich mit ihr.
Es ist unendlich tragisch, unfassbar, sich vorzustellen, wie Menschen sich in und mit dieser Krankheit verändern. -----------Und während sie in ihrer Welt leben und toben, so werden die Angehörigen vom Anderssein des Erkrankten stumm und hilflos, verzweifelt und verwundert zugleich.

Weine, wenn Dir danach ist, denn es ist zum Weinen und zum Schreien! Dennoch verliere Dich nicht in der Krankheit, sondern sage Dir immer das, was es ist, eine Krankheit! Denke an die GUTEN STUNDEN mit Deiner Großmutter, schau Dir Photos aus dieser Zeit an. All das gehört dazu, um verstehen zu lernen.
Wird Deine Oma böse, verdächtigt Euch schlimmer Sachen so bedenke, es ist nicht wirklich sie, Deine Oma, die aus ihr spricht. Es ist die dementielle Erkrankung. Du wirst mit ihr wachsen, ganz sicher!

Die besten Grüße an Dich!






Stellanne
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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
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Mignon33
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 12:03    © Mignon33
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Ihr Lieben, 

Vielen Dank für die lieben Worte! Das hat gut getan! 
Leider hatte ich gestern einen Nervenzusammenbruch! 
Ich war den ganzen Morgen bei Oma, und es hat mich so unendlich viel Kraft die letzten beiden Tage gekostet, dass ich nicht mehr konnte!

Meine Oma hat schon viele Jahre Demenz, aber diese Zustände sind neu. . Es fällt mir in all den Jahren so schwer, diese Krankheit zu akzeptieren und auch, dass sie so hilflos dort im Pflegeheim in ihrem Gitterbett liegt! Sie hast es, aber wenn ich gehe, muss ich es immer wieder hochmachen und dann weint sie und fehlt mich an, ihr diese kleine Freiheit in dem Zimmer nicht zu nehmen!

Mit fehlt alle Lebensfreude, weil ich in Gedanken immer bei ihr und ihrem Leid bin! 
Ich habe mich von allen Freunden abgewendet, weil ich einfach keine Energie dafür habe,
Wie schafft ihr das, zu trennen? 

Liebe Grüße
Mignon
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Marie
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 12:17    © Marie
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Liebe Mignon,

das sind weniger schöne Nachrichten aber ich denke, Du mußt etwas ändern. Die Krankheit Deiner Oma und ihren weiteren Verlauf kannst Du nicht beeinflussen. Gestern hast Du schon gemerkt, daß Deine Kraft kaum noch zum "Zuschauen" ausreicht. Das bedeutet, daß Du jetzt erst mal was für Dich tun mußt. Du brauchst einfach auch mal ein wenig Freude.

Ich habe im letzten Lebensjahr meines Vaters, in dem ich jede Nacht bei ihm sein mußte, nicht mehr viel Zeit gehabt für mich. Mit Hilfe des Pflegedienstes habe ich es aber geschafft, jeden Tag ein paar Stunden für mich "freizuschaufeln". Das mußt Du für Dich auch schaffen. Nur wenn Du etwas für Dich selbst tust, kannst Du auch wieder Kraft schöpfen. Deine Oma wird ja offensichtlich versorgt, so daß das nicht auch noch Deine Aufgabe ist. Unter Umständen solltest Du professionelle Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen, wenn Du allein oder mit Hilfe von Freunden und Familie nicht aus dem Tief herauskommst.

Ich wünsche Dir für das neue Jahr, daß Du wieder Kraft schöpfen und ein wenig Freude haben kannst - und natürlich besser akzeptieren, daß die Krankheit Deiner Oma eben wirklich eine Sch...Krankheit ist, gegen die man (noch) nichts machen kann.

Denke bitte auch daran, daß Deine negative Grundstimmung sich auch auf Deine Oma übertragen kann. Sie würde sicher nicht wollen, daß Du so traurig bist. Demente sind oft feinfühliger als man denkt.






von Marie
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Biggi
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 15:43    © Biggi
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Liebe Mignon,

Zitat :
dass sie so hilflos dort im Pflegeheim in ihrem Gitterbett liegt! Sie hast es, aber wenn ich gehe, muss ich es immer wieder hochmachen und dann weint sie und fehlt mich an, ihr diese kleine Freiheit in dem Zimmer nicht zu nehmen!

ist sie denn komplett bettlägerig, oder wird sie auch noch mal mobilisiert?

LG Biggi







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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 16:36    © Mignon33
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Hallo Biggi,

Sie hat noch einen Rollator. Und sie kann auch noch einen langen Flur vor und zurück laufen!
Aber sie ist im August nachts aus dem Bett gefallen und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen und bekam ein neues Hüftgelenk. Als sie wieder zurück ins Pflegeheim kam, wollten die Scheetsern diesen Beschluss vom Notar? Eben wegen dem Gitter. 
Und nun ist es so, dass wenn sie in ihrem Zimmer ist, sie immer im Bett liegen muss. Sie hat Tag und Nacht das Gitter oben. Wenn sie auf Toilette muss, muss sie natürlich klingeln, aber sie vergisst das und vor lauter Verzweiflung macht sie dann ins Bett!
Ich hab die Schwester mal gefragt, ob man das Tagsüber wenigstens unten lassen kann, aber sie möchten das nicht!
Kann man da was machen?
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 16:40    © Mignon33
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Liebe Marie,

Vielen Dank für deine Mail!
Wahrscheinlich ist es am besten, mir einen Psychologen zu suchen!
Ich kann mir zwar Zeit freischaufeln, aber diese Zeit dann nicht sinnvoll nutzen. Ich bin dann wie gelähmt in meiner Wohnung und bekomme nichts zustande!

Ich werde jedenfalls deinen Rat befolgen und im neuen Jahr jemanden suchen!es fällt mir zwar schwer zu Glauben, dass es jemand schafft, mir zu helfen, aber ich muss was tun!

Alles Liebe  
mignon
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Do 26 Dez 2013, 17:02    © Marie
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Liebe Mignon,

ich wünsche Dir viel Erfolg!






von Marie
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 09:14    © dirtsa66
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Liebe Mignon,

Mir tut das Herz weh wenn ich lese dass deine Oma, die ja noch mobil ist tagsüber im Bett mit hochgestelltem Gitter bleiben muss  Sad . Ich kann so gut verstehen wie du dich fühlst, du hast sie doch lieb und es muss unendlich schmerzen sie so zu sehen.

Ich versteh nicht warum man sie nicht im Heim in den Aufenthaltsbereich holt wo man sie im Auge hat anstatt sie allein in ihrem Zimmer im Bett zu lassen (es kann doch nicht sein, dass man darauf hin steuert, dass sie bettlägrig wird !). Wenn sie Angst haben dass deine Oma aus dem Bett fällt: vor dem Bett meiner Mama liegt eine Klingelmatte und darauf eine weiche Sturzmatte. Sobald sie einen Fuss drauf stellt klingelt es beim Pflegepersonal und sie kommt gar nicht dazu allein aufzustehen.

Ja, jetzt verstecken die sich hinter dem Gerichtsbeschluss und machen es sich leicht. Nr weil sie von gerichtswegen die Erlaubnis haben die Gitter hoch zu machen,heisst das noch lange nicht, dass das ein Freibrief dafür sein muss, die arme Frau. Praktisch hinter Gittern liegen zu lassen und sie darf nur raus, wenn Besuch da ist.

Ich finde das wirklich schlimm. bei Mama in der HG (Heim mit einzelnen Hausgemeinschaften) gibt es keine "freiheitsentziehenden Massnahmen", aber die Pfleger haben ein Auge auf die Leute und die Bewohner untereinander schauen auch und schlagen Alarm, wenn mal jemand alleine aufzustehen versucht, der das eigentlich alleine nicht mehr sollte. Sicher kommt es auch mal vor, dass jemand stürzt, das geb ich zu. Ist auch Mama schon zwei mal passiert (jetzt kann sie wirklich nicht mehr alleine aufstehen, sie wird immer steifer und kommt ohne Hilfe nicht mehr hoch) und sie hat sich auch weh getan, aber ganz ehrlich, das ist mir lieber so als wenn sie "ständig hinter Gittern" leben müsste.

Es tut mir so Leid liebe Mignon, pass auf dich auf, dass du nicht unter die Räder kommst.

Alles Liebe
Astrid






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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 15:17    © Biggi
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Liebe Mignon,
unsere Mutter hatte damals auch einen Oberschenkelhalsbruch im Heim. Doch das ist für mich noch lange kein Grund, um solche Massnahmen zu ergreifen. Wenn sie sogar noch laufen kann, geht das für mich überhaupt nicht, dass sie grundlos im Bett gehalten wird. So baut der Körper auch viel schneller ab, wenn sie nicht mobilisiert wird. Ach man, das tut mir leid für sie, aber auch für dich.  trösten 

Hat sie einen Betreuer?

LG Biggi







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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 16:01    © Mignon33
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Hallo Biggi,

sie hat keinen Betreuer! Letztendlich sind es Mama und ich, die uns um sie kümmern!
Meinst du, ich sollte noch mal mit der Oberschwester morgen sprechen? Sozusagen als Sprachrohr für Oma? Ich hab es zwar schon mal versucht, da hat sie gemeint, es wäre eben zu Omas Sicherheit! Ich kann das schon verstehen, aber ich verstehe meine Oma viel besser!
Sie holen sie natürlich auch als in den Aufenthaltsraum, aber da möchte sie gar nicht gerne sein! Sie will gerne in ihrem Zimmer sein und Fernsehen und selbst auf das Klo, wenn sie muss! 
Sie ist allerdings nicht in der Demenz-Wohngruppe, vielleicht wäre es dort anders? 
Hach, ich würde alles für die Liebe tun,wenn ich nur könnte!
Es war so schlimm, das Haus die letzten Monate auszuräumen! Alles was ich in die Hand genommen habe, hatte Erinnerungen! 
Nun redet natürlich auch keiner mehr von Freunden oder Familie davon, das Thema ist ja sozusagen abgehakt! Aber für mich ist es wie ein Trauma und ich liege oft da und bin so traurig, dass es das Haus mit Oma nicht mehr gibt! Es war auch mein zu Hause, weil ich dort in meiner Kindheit unendlich viel zeit verbracht habe!
Ich will auch nicht mehr mit anderen darüber reden, weil die erstens ja nichts ändern können und das Leben ja weiter geht! 
Aber in mir sieht es einfach traurig aus! 
Ich bin aber auch unendlich dankbar für die lieben Beiträge hier!

Mignon
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 16:14    © Biggi
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Liebe Mignon,
ich würde auf jeden Fall noch mal mit der Schwester sprechen. Teil ihr deine Sorgen und Nöte mit. Und auch, dass dieser Zustand deine Oma sehr traurig macht. 

Unsere Mutter wäre im Heim sicher auch schon lange bettlägerig, doch wir mobilisieren sie noch täglich in einen Pflegerolli. Früher habe ich sie mit einem weichen Schal festgemacht, so dass sie nicht selbständig aufstehen konnte.

Ich finde es sehr schade, wenn noch einigermassen mobile Kranke die Tage im Bett fristen müssen, wenn es auch anders ginge.

LG Biggi







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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 16:16    © Mignon33
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Vielen Dank für deinen Zuspruch Biggi!
Das tut gut!
Ich werde es morgen dann noch mal ansprechen!
Liebe Grüße
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 16:30    © dirtsa66
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Liebe Mignon,

ja, sprich es noch einmal an. ich finde es schlimm. Sie kann sogar noch selbst auf die Toilette gehen ! Und nicht einmal das darf sie ! Das muss für sie wirklich entwürdigend sein.

Es tut mir so Leid.

Alles Liebe
Astrid






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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 16:39    © Mignon33
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Liebe Astrid,

Ich versuche mein Bestes! 
Hoffentlich kann ich was machen!
Vielen Dank für deine lieben Worte!!!
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stellanne
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 17:08    © stellanne
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Hallo Mignon---------die Ratschläge Biggis und Astrids kann ich nur gutheißen. Es ist nicht recht, wie sich das Pflegepersonal verhält und Du solltest strikt dagegen vorgehen!
Unsere Heimleiterin damals hätte so ein FEHLVERHALTEN des Pflegepersonals niemals tolleriert!

An oberster Priorität steht immer die Persönlichkeit selbst, die Selbstständigkeit und nach wie vor hat Deine Oma ein Recht auf ein halbwegs normales Leben. So wie es für sie erträglich ist und eben ihrer "Selbstständigkeit" förderlich!

Das in einer Einrichtung nicht auf alle einzelnen Belange der Pflegebedürftigen eingegangen werden kann, ist akzeptierbar aber was hier geschieht, dem sollte Einhalt geboten werden!

Die besten Grüße!






Stellanne
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 17:11    © Mignon33
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Meinst du nicht, dass das Pflegepersonal das macht, weil sie dank des unterschriebenen Wisches dazu verpflichtet sind?
Ich hab auch etwas Sorge, dass die dann sagen, dass sie es auf meine Verantwortung machen. Aber was ist, wenn dann doch was passiert? Da werd ich mir dann für immer Vorwürfe machen!
Puh...
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stellanne
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 17:28    © stellanne
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Ich habe 32 Jahre gepflegt, ich weiß, wie gemobbt wird, nicht nur gegen Arbeitskollegen, auch gegen Angehörige, ich weiß, das Papier geduldig ist, heute mehr als früher - aber Mignon, wenn Deine Oma Deines Wissens und auch ohne Deine Zustimmung, oder jener Deiner Mutter, nicht korrekt behandelt wird, dann müßt Ihr etwas tun!
Deine Oma kann das nicht mehr aber Du und Deine Mutter, Ihr könnt handeln!



Liebe Grüße!






Stellanne
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BeitragThema: Re: Ich kann nicht mehr
Fr 27 Dez 2013, 18:05    © dirtsa66
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Liebe Mignon,

ich glaube die richterliche Verfügung "berechtigt" die zwar zu freiheitsentziehenden Massnahmen (wobei ich glaube, dass diese Verfügung oft viel zu leichtfertig ausgestellt wird und von Menschen, die keine Ahnung haben), aber sie verpflichtet sie nicht dazu.

Und ganz ehrlich: als meine Mama damals fiel und sich die Schulter brach, ich hätte nie jemandem Vorwürfe gemacht. ich wusste, dass sie beim gehen etwas unsicher war, aber ich hätte es viel schlimmer gefunden wenn man sie irgendwo hinter ein Rollstuhltischchen geklemmt oder ins Gitterbett gedeckt hätte. Man redet oft von Verletzungsgefahr, aber auch diese Verletzung ihrer Seele ist eine Verletzung und die wird bewusst in Kauf genommen.

Ich weiß, es ist nicht einfach. Vor dem Gesetz handeln sie richtig und es will keiner die Verantwortung tragen, wenn etwas passiert. trotzdem, ich würde es so für meine Mama nicht wollen - nie und nimmer.

Alles Liebe
Astrid






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