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 NDR Sendung Pflege-Check

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Ann
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BeitragThema: NDR Sendung Pflege-Check
Di 14 Jan 2014, 14:57    © Ann
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Liebe Grüße
 
Ann 


                                      Leben heißt nicht zu warten, dass der Sturm vorüber zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen.   
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Biggi
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Di 14 Jan 2014, 16:12    © Biggi
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danke  liebe Ann. Werde ich mir am WE in Ruhe anschauen.







--- Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet. ---

                        
                           
  
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Di 14 Jan 2014, 17:13    © Fussel
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Sehr interessant zum Thema Pflegebedürftigkeit sind auch die Studien von Angelika Abt-Zegelin:
http://grid.bb-trier.de/bk_trier/Medizin-Pflege/pflege/Pflegekongress_2010/Herausforderung-Bettlaegerigkeit-Zegelin.pdf?WSESSIONID=90d3732e247b79305c5b8101662c5be1

Die meißten bettlägerigen Patienten sind einfach irgendwann liegen geblieben, als es ihnen wegen irgendeiner Erkrankung
gesundheitlich schlecht ging, aber auch weil man sie nicht mehr aus dem Bett geholt hat bzw. diese nicht mehr aus dem Bett
wollten.

Man kann auch Pflegefälle basteln in dem man zu wenig fordert, oder zuviel abnimmt.



Liebe Grüße Fussel
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Biggi
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Di 14 Jan 2014, 20:10    © Biggi
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Danke auch dir, liebe Fussel. Werde es sicher lesen, da sich unsere Mutter auch auf diesem Grat befindet. Doch wir sind da ganz konsequent und mobilisieren noch jeden Tag, außer Sonntags.

LG Biggi







--- Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet. ---

                        
                           
  
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 08:52    © Fussel
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Prof. Angelika Abt- Zegelin hat zu dem Thema Bettlägrigkeit etliches publiziert, daß man im Net nachlesen kann, aber
auch zu anderen Themen wie Inkontinenz .


Ich finde es immer schlimm, wenn man in der Klinik nach dem Frei oder Urlaub erst einmal
nachforschen muß: Warum liegt dieser oder jener Patient im Bett? Ist das überhaupt notwendig?

Ich möchte nicht ständig auf den Pflegenotstand herumreiten, aber alleine kann man manche
Patienten wirklich nicht mobilisieren. Das ergibt sehr große Qualitätseinschnitte.

Technische Hilfsmittel wie Lifter usw. sind oftmals nicht vorhanden, weil eher ein neues MRT Gerät für
ein paar Millionen angeschafft wird, als ein Lifter oder Hilfsmittel.

Natürlich lernt das Pflegepersonal Kinaesthetik und Techniken, wie man Patienten bewegt , rückenschonend
arbeitet usw.

Dennoch haben die meißten nach einigen Jahren große körperliche Probleme, vor allem
weil die Patienten immer widerwilliger mit den Techniken arbeiten, oder zuhause anders bewegt wurden.

Etliche schimpfen natürlich wenn sie aus dem Bett sollen, Schmerzen haben und natürlich auch, wenn sie
nicht sofort wieder ins Bett zurückgelegt werden können, weil andere Arbeiten in dem Moment wichtiger sind.

Am Schlimmsten finde ich allerdings das Problem, daß die erlernte Technik boykotiert wird, mit denen man
seine Gelenke schonen kann.

Sehr oft finde ich Verwandte vor, die mir vorschreiben wie SIE den Patienten zuhause
heben.

Ein kinaethetischer Transfer vom Bett in den Rollstuhl ist kaum mehr anwendbar, weil kaum
ein Patient mitspielt.
Ohne diese kinaesthetischen Techniken mag ich aber keinen Patienten mehr bewegen, weil die
Folgen nach etlichen Jahrzehnten Krankenpflege für den Körper des Pflegepersonals ( auch für
den der Verwandten) ernst sind, und eigentlich sind diese auch für den Bewegungsapparat der
pflegenden Angehörige ernst. Nur bewegen diese meißtens einen Patienten über einen begrenzten
Zeitraum. Würden diese die Mengen Patienten über 30 -40 Jahre bewegen müssen, dann
kämen sie ebenfalls sehr schnell an die Grenzen ihrer körperlichen Möglichkeiten.

Der Kraftaufwand einen Patienten nach kinaesthetischen Grundsätzen zu bewegen ist relativ
gering. Kinaesthetik ist aber mit einem Patienten der dagegen arbeitet unmöglich und sogar
gefährlich.
Eigentlich müßten diese Kinaesthetikkurse obligatorisch für pflegende Angehörige sein,
als auch für das Pflegepersonal.
Auch hier stelle ich große Defizite beim Pflegepersonal ( vor wenn die Ausbildung nicht in Deutschland stattgefunden hat)
fest.
Wenn der Patient es gewöhnt ist mit reiner Körperkraft gehoben zu werden, dann bekommt man
die nötigen Handgriffe nur noch sehr schwer vermittelt.
Nicht selten macht dieser innerhalb der fließenden Bewegung Abwehrbewegungen und es
kommt zu sehr schweren Schädigungen beim Pflegenden.

In der Klinik erlebt man kaum einen Pflegefall, der eingeliefert wird und der einen Kinaesthetik-Transfer
kennt.

Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=JgAbEz559QU


( Das muß nicht schwer sein und kann in 1 Minute erledigt sein. Du findest auch noch andere Videos zum Thema Kinaesthetik im Net und auf der angegebenen Seite.)


Auch wenn Dir diese Griffe schon bekannt sind, dann helfen diese Filme evtl. anderen pflegenden Angehörigen.

Es vergeht leider kaum ein Tag , an dem mir nicht ein Verwandter beibringen möchte wie ich zu heben habe.)

Das ist in Deutschland fast eine Unart geworden mit der "Diskusionsfreudigkeit" in der Pflege( man könnte das fast
auch Streitsucht und Besserwisserei nennen), bei der ich mich frage
woher dieses Phänomen kommt.


Mit Hilfe der Kinaestehtik könnte ich einen Patienten mit einer Hand und einer Bewegung im Bett
drehen ohne mir weh zu tun.


In dem Film sieht man aber schon, daß der Transfer nicht funktioniert, wenn der Patient sich
wehrt oder dann mitten in der Bewegung Abwehrbewegungen macht, oder sich dagegen stemmt.

Dann zieht der Patient einem die "Gräten" auseinander.

Auch die Rollstühle müssen so "fit" sein,
daß die Seitenteile abnehmbar sind. Hier hapert es meist daran, daß Jahrhunderte altes Material
zur Verfügung seht oder nicht ausreichend Platz zur Pflege vorhanden ist.

Mit eingeschobenen Betten in einem Patientenzimmer geht das schon gar nicht.



Liebe Grüße Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 10:17    © Ehemaliges-Mitglied
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Hallo Fussel,

ich lese deine Berichte sehr gerne, weil sie oft den Punkt treffen. Was das mobilisieren im Krankenhaus betrifft , habe ich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Da die Pflegenden aus sehr unterschiedlichen Kulturen kommen, unterschiedliches Pflegeverständnis haben, sich auch oft hinter Sprachschwierigkeiten verstecken, sehr oft wechseln,  ist es sehr schwierig einen Standard zu erarbeiten und erhalten.
Sehr oft erlebte ich bei der Übergabe : Herr M. wollte übers Wochenende nicht aufstehen ... usw

Meine jetzige Station hat einen strengen ausgearbeiteter Standard und meine Vorgesetzte achtet sehr darauf, dass danach gearbeitet wird. Aber das ist harte Arbeit und leider eine Ausnahme.
Die Schwierigkeiten mit den Angehörigen erlebe ich so ausgeprägt nicht, eher , dass die Ansprüche steigen, nach dem Motto : erst komme ich, dann lange nichts. Oder ich höre Sätze wie : jeden Monat zahlen wir xxxx € in die Krankenkasse, dann steht mir das .....zu.

liebe Grüße

Maria
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 11:00    © dirtsa66
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Liebe Fussel,

Danke für die tollen Infos ! Ich hab mir grad das Video angeschaut. So hab ich das noch nie gesehen - ind ich toll und schaut auch nicht schwer aus.

Dann allerdings hab ich mir das bei meiner Mama vorgestellt, die doch sehr steif ist und vor allem auch Angst bekommt wenn sie nicht weiss was geschieht (und es nicht mehr versteht wenn man es ihr erklärt).

Ich kann mir schon vorstellen, dass es dem Pfleger da nicht gelingen würde sie so vom Bett auf dem Stuhl zu bringen.

Bei ihr geht es zwar hauptsächlich um das "vom Stuhl aufstehen" oder "von der Bettkante aufstehen" bei dem Sie Hilfe braucht, aber an manchen tagen, wenn sie nicht "steht" was auch vorkommt muss man sie von der Bettkante in den Rolli bringen und da wäre das schon brauchbar. Allerdings hab ich noch nie gesehen, dass ein Pfleger oder ein Pflegerin das probieren - und ich rede sicher nicht drein,wie sie etwas machen sollen.

Ich weiß auch gar nicht ob solche kinesiologischen Transfers bei uns unterrichtet werden - also eher nicht, hätt ich mal gesagt....

Alles Liebe
Astrid






Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 13:19    © Fussel
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Das sind leider meißtens teure Sonderfortbildungen, deren Kosten auch von
den Kliniken und Pflegeheimen nicht oft übernommen werden. ( kaputt gibt neu (es Pflegepersonal ;-)).).

Meißtens erhält man ja innerbetriebliche Fortbildungen, die ausschließlich
dafür da sind Kosten zu sparen.



In Rehabilitation wird soetwas nahezu immer angewendet und auch
gelernt, vom Pflegepersonal, aber auch von den Patienten.

Nicht alle Griffe sind für alle Patienten möglich, aber es gibt auch
andere kinaesthetische Tricks, die dann zur Anwendung kommen können.

Du wirst im Internet wenn Du Kinaesthetik eingibst etliche Erklärungen und auch
Filme zu dem Thema finden, von denen man einiges sicherlich anwenden kann.

Sicherlich werden einige fündig, daß etwas passendes für ihren Pflegefall dabei ist und schonen
ihre Gelenke und ihre Wirbelsäule dabei etwas mehr.

Wenn die Praxisanleitung diese Kinaesthetikausbildung hat, dann profitieren natürlich 
die Schüler davon. Die meißten Dozenten in den Kranken/ Altenpflegeschulen sind
schon so lange aus der Praxis heraus, oder haben kaum mehr praktische
Erfahrung, sodaß das leider total untergeht.



Liebe Grüße Fussel
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Tina
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 13:34    © Tina
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Den Film konnte ich mir leider nicht ansehen.
Aber wir hatten letztens eine Fortbildung, bei der Kinaesthetik vorgestellt wurde, auch anhand von praktischen Beispielen.
Ich hatte noch nie in meinem Leben von so was gehört und ich war schwer beeindruckt. Diese Bewegungsabläufe sind für das Personal absolut rücken- und kräfteschonend, der Patient empfindet sie als angenehm. Es gibt kein Herzumgezerre und keine Gewaltakte, so wird Abwehrverhalten von Anfang an vermieden.

Mir ist es unverständlich, warum die Kinaesthetik nicht überall angwendet wird. Auch ein Arbeitgeber profitiert davon, wenn sein Personal weniger ausfällt. Dies hat man wohl durch Studien belegt.

Die Kinaesthetik wird bei uns an den Pflegeschulen gelehrt. Man sagte allerdigns, dass diese Wissen, und auch das Verständnis dafür sehr schnell verloren geht, wenn es im Alltag nicht praktiziert wird.






Schöne Grüße von Tina sunny
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Paula
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 13:51    © Paula
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Hallo Fussel und Astrid,

während der Ausbildung meines Sohnes zum exam. Altenpfleger, gehörte
das Thema Kinaesthetik zum Unterrichtsstoff.
Wie, und ob die Pflegekräfte dieses dann, im Pflegealltag um- und einsetzen,
mag ich zu bezweifeln. Genauso sehe ich den Einsatz von Umsetzliftern.
In vielen Einrichtungen stehen diese, obligatorisch auf dem Flur, aber werden
sie oft genutzt?

Gerade der Transfer, ob vom Bett in den Sessel oder Rollstuhl, oder wieder ins
Bett, stellt pflegende Angehörige vor große, meist körperliche Probleme.
Viele haben doch nie einen Pflegekurs besucht, oder werden von den behandelnden
Ärzten auf Hilfsmittel ausreichend hingewiesen.


Liebe Grüße
Paula
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BeitragThema: NDR Sendung
Mi 15 Jan 2014, 14:52    © Lichtblick
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Einige Wohlfahrtsverbände bieten den Kurs Kinaesthetik an.
Zahl der Teilnehmer ist wichtig,denn dann übernehmen die
Krankenkassen die Kosten.Habe diesen Kurs selbst gemacht obwohl
ich nichts mit Pflege zu tun hatte.Zuerst war ich verunsichert,doch
auch den anderen im Kurs gings nicht anders.Aber schnell merkten wir
wie einfach manche Handgriffe und Bewegungen umgesetzt werden
können.Die Angehörigen sollten meiner Meinung nach zuerst immer einen
Kurs für die Pflege besuchen,bevor sie pflegen dürfen.
Es gibt soviele Kurse die man besuchen kann und die meisten sind
kostenlos.Aber nur weinge nutzen diese Angebote.Einfach schade.
Die Erfahrungen die Fussel geschrieben hat,zeigen den wirklichen
Alltag in der Pflege.
LG
Lichtblick
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 15:30    © dirtsa66
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Liebe Lichtblick,

Zitat :
Die Angehörigen sollten meiner Meinung nach zuerst immer einen
Kurs für die Pflege besuchen,bevor sie pflegen dürfen.

Da musste ich jetzt ein bisschen lachen. Ja, wenn ich rechtzeitig gecheckt hätte, was auf mich zukommt, dann hätte ich das sicher gemacht, aber das hab ich nicht. Man wird von der Situation überrumpelt und plötzlich muss man - grad gingen die Dinge noch selbst, auf einmal braucht der Angehörige Pflege.

Ich hab erst mit Mama zusammen Papa gepflegt und dann Mama. Als ich bemerkt habe, dass ich eigentlich schon "pflege" war es für einen Kurs zu spät - ich hatte einfach nicht die Zeit und die Möglichkeit (konnte ja Mama nicht alleine lassen...).

Mit dem was ich jetzt weiß würde ich so einen Kurs sofort machen (Kinesiologie hab ich bei uns aber noch nie gesehen) - aber meistens erwischt es einen mit der Pflege so kalt, dass es schon zu spät ist. Mir ging es halt so, leider....

AllesLiebe
Astrid






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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 16:14    © Paula
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Hallo Astrid,

ich glaube es geht vielen so, wie es dir ergangen ist.
Man steht, ohne Vorahnung, vor dieser pflegerischen Situation.
Immer mehr alte Menschen sind alleine, ohne Angehörige,
und immer mehr Ehepartner und/oder Kinder werden mit
dieser Situation überrascht.

Wir wurden nie von behandelnden Ärzten angesprochen,
wer z.B. nach OP`s der Eltern, oder nach Krankenhausaufenthalten,
die Versorgung und Pflege sichert, geschweige jemand hätte danach
gefragt, ob wir das können, oder Hilfe benötigen.
Auch nach der Diagnose "Demenz" bei meiner Mutter, durch den
Neurologen, haben wir keinerlei Empfehlungen oder sonstiges erhalten.

Wer sich nicht auskennt, und speziell nachfragt, was man als Angehöriger
tun kann, den läßt man im "Regen" stehen.

Zum Glück habe ich schon vor 10 Jahren einen Pflegekurs besucht,
und vor 3 Jahren einen Kurs für Angehörige mit Demenz.
Zwar habe ich damals diese Kurse mehr oder weniger, aus beruflichen
Gründen besucht, aber heute bin ich froh über das, was ich weiß.


Liebe Grüße
Paula
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 16:50    © Fussel
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Mit der Kinaesthetik kann man einen Patienten bis zu einem gewissen Gewicht
nahezu alleine bewegen, ohne viel Kraft einsetzen zu müssen.

Manche Pflegekräfte in der Klinik befürchten, daß sie sich damit selbst wegrationalisieren,
und andere krempeln schon mal die Ärmel hoch und stürzen sich besonders mutig auf das "Gezerre", als
wäre das besonders fleißig, je mehr man hebt und stemmt....
( Das erlebe ich häufig bei Pflegekräften aus dem Ostblock).


Ich würde mal vermuten, daß einer der Gründe ist, daß die Ausbildungen in den verschiedenen
Ländern total von einander abweichen, aber auch der Aufgabenbereich des examinierten
Pflegepersonals.


In den meißten Ländern packt das examinierte Pflegepersonal überhaupt nicht alleine zu, sondern
delegiert Arbeiten ausschließlich an Hilfspersonal.


Lediglich in Deutschland ist das examinierte Pflegepersonal für alles selbst zuständig.

Oftmals herrscht die Auffassung vor: Die Ausbildungen in anderen Ländern sind
qualifizierter, was ich nun eigentlich nicht kommentieren und beurteilen möchte.

In anderen Ländern erwirbt man mit dem Examen gleichzeitig sein Abitur oder der schulische
Anteil der Ausbildung umfaßt dann 2 Jahre Vorschule, die der Ausbildung zugerechnet
werden.

In einigen Ländern handelt es sich bei der Ausbildung zur Krankenschwester um ein Studium.

Auf einen Nenner bringt man das nur schwer, auch wenn die Politik das gerne so sehen würde.

Im Moment reicht für die Ausbildung in Deutschland ein Schulabschluß der mittleren Reife, oder
eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Allerdings wurden bis vor einigen Jahren hauptsächlich/nahezu ausschließlich
Krankenschwestern/Pfleger mit Abitur ausgebildet.


Das ergibt je nach Land aus dem das Krankenpflegepersonal stammt, die verschiedensten
Diskusionen und Problematiken.
Meißtens weil sich die Schwester im Ausland die Finger
nicht selbst schmutzig machen muß, die deutsche Schwester jedoch selbstverständlich.


Eigentlich sind das jeweils 2 verschiedene Paar Schuhe, über die sich Diskusionen nicht
lohnen.

Fakt ist : Der Job muß von irgendwem gemacht werden und alle paar Jahre
taucht ein Pflegenotstand auf, der mit Pflegekräften aus dem Ausland ausgeglichen werden
soll.


In den 70/80 er Jahren wurde mit Personal aus den USA und Korea aufgestockt. Das war
sehr gut ausgebildetes Personal.
Danach folgte Pflegepersonal von den Phillipinen.

Hier merkte man in der Praxis einen großen Qualitätsunterschied zwischen den Ausbildungen die auf dem Festland
oder auf den Inseln stattgefunden hatten.

Danach war dann der Ostblock dran mit dem
Auffüllen der deutschen Defizite und Deutschland profitierte vom flüchtenden Pflegepersonal
aus dem ehemaligen Jugoslawien um den Pflegenotstand der 90 er Jahre auszugleichen.


Den Pflegenotstand zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollen nun Inder und Pflegekräfte aus
Portugal, sowie Pflegekräfte die von der EU Regelung 2013/14 aus Rumänien/Bulgarien
profitieren ausgleichen, die vor der Armut in ihrem Land flüchten.

Dahin gehend sollte der Personalmangel nun mit " billigem " Personal, aus den Deutschkursen ausgeglichen
werden.
Mit anderen Worten war die Idee: Solange diese Schwestern/Pfleger Deutsch
lernen müssen, kann man diese dann günstig einkaufen und kostenlos mitarbeiten lassen.


Leider verstehe ich kein Wort, und ich weiß auch nicht wie ich
als Praxisanleiter Lernaufgaben ausführen soll, wenn man mich nicht versteht und ich
nicht mehr als "Bahnhof und Kofferklauen "verstehe.


Diese Pflegenotstandsgeschichte schaue ich mir nun das 4. Jahrzehnt lang an.


Das Rad wird immer wieder neu erfunden.


Anstatt für das ausgebildete Personal Grundlagen zu schaffen, daß diese gerne im Beruf
bleiben und das auch gesundheitlich so lange aushalten, wird ganz Europa und der Rest
der Welt verschlissen....

Aber warscheinlich bin ich zu dumm um das zu verstehen und werde einfach immer dümmer
je älter ich werde, und je länger ich mir das anschaue.


Die Arbeitsbedingungen und die Situation wird allerdings immer unschöner,
und es macht kaum noch Spaß, wenn man sich den ganzen Tag zeternde Menschen anhören
soll.


Vor einigen Jahren lächelte einen so mancher Patient noch freundlich an.



Heute haben wir eine Beschwerde- und Anspruchshaltung, die einfach nicht mehr schön
ist, und an den einfachsten Umgangsformen mangelt es, und das nicht nur bei unserer Jugend.

Seitdem Patienten Kunden sind, ist das bedeutend schlimmer geworden.



Natürlich zielt die Pflege von Kunden auf den Profit einer Firma ab und Schwester Stefanie
hat ausgedient.

Man kann sich also nicht einmal mehr vormachen, daß man etwas besonders Gutes oder menschen-
freundliches arbeitet.



Liebe Grüße Fussel
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quid.novi
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Mi 15 Jan 2014, 20:47    © quid.novi
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Hallo ihr Lieben hier,

mein PC geht wieder. Er will wieder, wie ich will. Hurra

Ich habe viel verpasst. War auf Dienstreise ohne Laptop. PC zu Hause ging nicht und beim Dienst-Laptop Bildschirm hin. Ging auch mal ohne. Die Entspannung tat gut.
 Waren zwei Tage a 12 Stunden, von daher bin ich sehr müde.

Zum Glück konnte ich das mit der Kinaesthetik jetzt hier lesen. Das werde ich weiter verfolgen und noch genau "einsaugen".
Werde ich bestimmt irgendwann brauchen.

Jetzt muss ich aber ins Bett, der Tag war lang genug.

LG

Anita






("Augen AUF und durch" , denn mit "Augen zu und durch" ist einem nicht geholfen, man muss schon gucken, gegen welche Wand man rennt)
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Do 16 Jan 2014, 09:39    © Fussel
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Es gibt sehr viele interessante Pflegetechniken, die für demente Patienten anwendbar
und erfolgsversprechend sind, wie zb. auch die basale Stimulation.

In den Kliniken ist die Durchführung nahezu unmöglich. Es gibt überhaupt keine Möglichkeit
mehr damit zu arbeiten und das geforderte Pensum in der Arbeitszeit zu schaffen.

Das ist in der Pflege wie früher, wenn man als Kind ein besonderes Schaufenster zu Weihnachten angeschaut
hat. Sieht alles fein und vielversprechend aus, aber man darf sich all die tollen Dinge nur von außen
betrachten.
Und anstatt sich mal ein paar Minuten für solche Arbeiten zu" stehlen", kocht man besser für Verwandte
und Besucher Kaffee, damit diese auch außerhalb der Cafeteria gut versorgt sind und begeistert
sind welcher Service ihnen geboten wird.


Liebe Grüße Christina
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stellanne
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
Do 16 Jan 2014, 14:55    © stellanne
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In zahlreichen Fortbildungskursen erlernten wir das Heben und Lagern und ebenso den Transfer Bett Stuhl und umgekehrt.

Alles super! Aber ------niemand bringt dem Pflegepersonal bei, wie es sich schonen soll, arbeitet der zu Pflegende gegen die pflegende Person. Zb.: mit Handgreiflichkeiten, sich wehren und schlagen?!

Immer ist bei allen Fortbildungskursen nur von "gut geratenen" und "lieben" Pflegenden die Rede.


Liebe Grüße an Euch!






Stellanne
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
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Silvi
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
So 19 Jan 2014, 05:48    © Silvi
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Tja leider wird in der Pflege nur noch im Akkord gepflegt , weil einfach zuwenig Personal da ist ! 

Was ich auch erschreckend finde ist, es werden die Heime ja BENOTET , vor ein paar Jahren lagen die meisten Einrichtungen noch bei einer 3 ,heute hat fast jedes Heim eine 1, ! 

Man kann also nicht mehr daraus erkennen welches Heim nun tatsächlich gut ist ! Nur weil alles hübsch angestrichen ,dekoriert , eingerichtet und es angeblich auch beschäftigungsangebote gibt ! 

In der Realität sieht doch alles anders aus ! Habe gestern noch mit einer Kollegin gesprochen die bei uns in der Jungen Pflege als HEP  ,zur Betreuung eingestellt worden ist , um eben mit unseren Bewohnern sich zu beschäftigen , erzählte mir das sie Gekündigt hat ,weggeht ! 

Leider ! Weil sie fast nur noch in der Pflege ist , sie hat von Oktober bis jetzt gerade mal 15 mal Betreuung machen können ! 

Das ist ein Witz , bei uns sind die Bewohner ja noch relativ Jung und viele sitzen auf ihren Zimmern und wissen nicht was sie machen sollen ! Langweilen sich zu Tode ! O Ton einer Bewohnerin ! 

Leider gibt es zu wenig junge Leute die diesen Beruf lernen wollen , einfach zu schlecht bezahlt ,zu wenig Zeit ! Viele kommen ja und wollen eben nicht nur Akkord Pflegen ,sondern wollen sich auch für den Bewohner Zeit nehmen ! Dann kommt die Ernüchterung ! 

Ganz Ehrlich , Ich habe jetzt schon  Angst davor wenn ich mal Pflegebedürftig werde ! Wie soll das in 15-20 Jahren mal aussehen ?
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
So 19 Jan 2014, 09:25    © Fussel
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Die wenigsten Jugendlichen mit passendem Schulabschluß sind wild auf eine Pflegeausbildung.
( in der Krankenpflege ist ein Abschluß der mittleren Reife (mindestens) die Zugangsvorrausetzung
zur Ausbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.)

Von denen die den Beruf gewählt haben, möchten wiederum die wenigsten in der Pflege bleiben, sondern die
möchten sich weiter qualifizieren um aus der Pflege heraus zu kommen.

Mein Sohn hat Krankenpfleger gelernt, ( seine Intensivausbildung und PDL Ausbildung gemacht, arbeitet nun als PDL und
ist gerade dabei sich selbstständig zu machen.

Als er mit der Ausbildung begann, wurde er von den Kollegen und auch deren Eltern ausgelacht, daß er die Hintern
abwischen wollte und in den Windeln wühlen.

Die Pflegeberufe sind überhaupt nicht attraktiv für die Schüler mit den passenden Noten und der passenden Qualifikation.

Wenn ich mich hinsetze um mein Brötchen zu essen, dann finden sich in der Regel zig Patienten, Besucher und Angehörige,
die sich mokieren, daß ich mein Pausenbrötchen esse.
Die Station kann ich aber dazu nicht verlassen, weil immer 2 Schwestern auf dieser Abteilung bleiben müssen.
Die Pause wird wie in anderen Berufen nicht bezahlt. Wenn ich über 9 Stunden im Dienst bleiben muß, dann zieht man mir von
der Arbeitszeit eine 2. Pause ab, die ich nicht gemacht oder bekommen habe.
Du beißt in kein Butterbrot ohne daß das Telefon geht oder ohne daß einer den Pausenraum stürmt, weil er denkt:
Prima, jetzt sitzt die Schwester und kann nicht weg. " Ich will einen Löffel, brauche dies oder jenes usw.
Zwischen den Bissen ins Brötchen soll man am besten Thrönchen tragen gehen.
Ich kann mittlerweile wie eine Eierschlange ganze Kartoffeln ungekaut schlucken.
( Nur macht das die gesundheitliche Verfassung ab irgendeinem Alter nicht mehr mit und hinter läßt körperliche Schäden.)

Auf der Station arbeitet der Kollege ja weiter und ist evtl. gerade in einem Patientenzimmer.
Man wechselt sich mit den Kollegen ab um sein Brötchen essen zu können, oder auch mal etwas zu trinken.

Ich erinnere mich an einen Beitrag in einem dieser "Bewertungsportale." Da schrieb ein Patient eine Beschwerde über einen Arzt.
Der hätte sich eine Tasse Kaffee und Pommes geholt, anstatt ihn sofort zu behandeln.
Den Arzt kenne ich. Der war 26 Stunden im Dienst und hat zwischendurch auch einmal etwas Nahrung und Flüssigkeit zu sich
nehmen müssen.
Was nutzt einem denn ein Arzt, der kollabiert?

Als recht junger Mensch kann man das noch gut körperlich durchhalten.

Mit zunehmendem Alter merkt man, daß diese Art zu arbeiten, zu essen und zu trinken /bzw. nicht zu trinken,
Venenentzündungen, Hämorrhoiden. Magenprobleme  ( bishin zu einem Zwerchfellbruch) und etliche andere Erkrankungen
macht.

Ich mußte letztens noch über meine Kollegin lachen. Die ißt gewohnheitsmäßig auch schon wie eine Eierschlange .
Sie war in Kur und wurde dort im Eßsaal einem Tisch zugeordnet.
Sie berichtete:" Du ich habe mich vielleicht geschämt. Was machen wir da überhaupt?"

Als sie im gewohnten Tempo zu essen begann, meinte ein Herr an dem Tisch:
"Boah! Sie hatten aber einen Hunger....."
Der war das Schlingen nicht gewohnt. Meine Kollegin schon...

Du bekommst auch wenn man am Schreibtisch oder den Kurven arbeiten muß, nicht einen Satz
am Stück geschrieben ohne daß man unterbrochen wird.

Wenn man am Stationsarbeitsplatz Untersuchungen in den Rechner eingibt, dh. überall den entsprechenden
Click hinsetzen mußt, ( das können für eine Aufnahme gut 100 / auch mehr, an verschiedenen Stellen sein, bei denen verschiedene für den Patienten durchaus existenziell sein können, jeder bedeutet einen Untersuchungsauftrag oder eine Bestellung. für einen Patienten. Das sind keine Computerspielchen die da stattfinden.) , dann schaffst Du das nicht ohne
etliche male unterbrochen zu werden.

In den Arztpraxen stellen sich die Patienten am Arbeitsplatz an, warten bis die Sprechstundenhilfe,
den Vorgang abgeschlossen hat.
In der Klinik ist es so, daß auf einem losgestürmt wird und daß der Patient/ Angehörige /Besucher zu 99 %
sofort loszetert wenn man konzentriert arbeiten muß/ sollte.

Auch bei den Eintragungen in die Doku. ( als wären das keine wichtigen Dokumente, schreibst Du keinen Satz zu Ende.)
Wenn man sich das nachher durchliest, dann sind das kaum mehr zusammenhängend Sätze die man zustande
gebracht hat.

Laßt die Leute ihre Sätze zu Ende schreiben, zu Ende telefonieren und auch die Eingaben in den Rechner
am Stück zu Ende arbeiten.

Man kann sich nachher gut beschweren, daß etwas fehlt, wenn man hunderte mal von vorne beginnen muß.
Unter den Voraussetzungen arbeitet kein anderer Arbeitnehmer.

Und vor allem: Wenn jemand nach einem Arztgespräch verlangt, dann ist der Vorgang in der Regel, daß man dies dem Arzt
telefonisch mitteilt. Der kommt dann sowie er mit der Untersuchung, oder OP fertig ist.
Alternativ macht man sich einen Termin beim Stationsarzt.

Es hat keinen Sinn, wenn man den Doc 100 mal anrufen und in der Tätigkeit unterbrechen muß. Der wird dadurch
nicht schneller sondern langsamer fertig, wenn er ständig unterbrochen wird, und im Op kann er nicht das Messer
aus der Hand legen.
Gespräche am Wochenende und Feiertage sind meißtens zwecklos. Die funktionieren, wenn der Stationsarzt zufällig im Dienst
ist. Der diensthabende Notarzt kennt den Vorgang und den Fall nicht. Der muß sich darin erst einlesen.
Er kann den Vorgang auch nicht parat haben. Er kennt seine Patienten und seine Fälle, aber nicht die der Kollegen.
Der kann sich auch nicht in die Maßnahmen des Kollegen einmischen oder zu den geplanten Entlassterminen äußern.
Damit greift er in die Behandlung des Stationsarztes ein.

Was ebenfalls nicht funktioniert ist nach einer OP sofort den Operateur sprechen.
Die stehen oft 8-10 Stunden und ziehen eine Op nach der anderen durch. Die legen das Messer nicht
aus der Hand und haben nach der Op des Angehörigen Feierabend mit Operieren.
Der Patient verläßt den Op Saal nicht halb operiert, oder unfertig operiert.
Der Doc läßt den Patienten in der Regel nicht aus dem Op ohne daß er den geplanten Op Erfolg
erreicht hat, bei einem Routineeingriff.

Ein anderes Verhalten bringt die Patienten regelrecht in Gefahr, daß ich jeden Tag
erlebe.
Der Patient ist operiert, liegt noch im Aufwachraum und die Angehörigen laufen Amok:
" Warum ist der Patient noch nicht auf der Station?"
Man soll dann alle 5 Minuten im Aufwachraum anrufen.
Das ergibt dann folgende Situation.
Der Aufwachraum gibt den Patienten ab, an die Station, weil ein Verwandter da ist
der neben ihm sitzt und Auffälligkeiten anzeigen wird. Der Patient wird von den Monitoren
abgenommen und auf die Normalstation verlegt.
Nicht zuletzt würde das Personal im AWR nur noch am Telefon hängen statt seine Patienten
versorgen können.
Es dauert besser so lange wie es dauert, und was kann der Verwandte dem Patienten denn in der Zeit
real helfen, wenn er die Sache in die Hand nehmen möchte?
Dem einzigen dem geholfen ist, ist nicht der Patient, sondern dem "gesunden" Angehörigen.


Dieser schaut : Aha. mein Verwandter schläft. Nun dann gehe ich besser nachhause.;-)

Oops, und dann haben wir einen Patienten auf der Normalstation, der von den Monitoren abgenommen wurde,
bei denen ich z.b. Schmerzmittel ganz anders  dosieren könnte, als wenn er mit Monitor liegt
und der zudem ohne Überwachung des Aufwachraums liegt. Was macht das für einen Sinn?

Damit tut man seinen Angehörigen nichts Gutes.

( Nicht böse sein, aber ich hoffe, wenn einige die Zusammenhänge der Abläufe kennen,
daß sich diese "Unarten" in Zukunft etwas reduzieren könnten.)

Das ist kaum auszuhalten, wenn man unter diesen Voraussetzungen ständig seinen Dienst tun muß.

Wenn man sich mit seinem Getränk und seinem Butterbrot  in den Aufenthaltsraum verzieht,
weil man die Station zum Essen und zur "Pause" nicht verlassen kann, man aber dringend ein
paar Minuten völlige Ruhe haben möchte. dann ist die Regel.
Der nächste Besucher/Angehörige erscheint. " Ich will ja nicht stören, aber..." Es wird sich
der Stuhl neben einem geschnappt und es wird ununterbrochen auf einen eingeredet, denn es
ist ja gerade Pause.

Die Kollegen und selbst der Chefarzt möchten sich wenn sie nachhause kommen, meist nur noch
in den Sessel setzen mit dem Kopf wackeln wie ein Wackeldackel und " wawawa" stammeln.


Allerliebste Grüße Fussel
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Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
So 19 Jan 2014, 10:38    © Fussel
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Was kann jeder einzelne dazu beitragen, daß die Situation entschärft wird?

In erster Linie ist Geduld von beiden Seiten notwendig.


Wenn der Angehörige in die Klinik muß, dann benötigt er einen ausgestatteten
Klinikkoffer mit Waschutensilien, bei Männern Rasierapparat, Kamm
oder Haarbürste Handtüchern, Waschlappen,  Mund- und Zahnpflegeutensilien, Nagelschere,
Feile, Nachtwäsche, passendem
Schuhwerk, sowie Kleidung und Socken, die der Patient auch bei Untersuchungen tragen kann
zb. einen Jogginganzug.

( Kugelschreiber, evtl. ein Nackenhörnchen.)
Bei Notfällen kann man das über kurze Zeit in der Klinik ausgleichen.

( Ich habe meiner Mom zum letzten Geburtstag einen voll ausgestatteten
kleinen Koffer geschenkt, der wie bei einer Entbindung immer griffbereit im
Schlafzimmer steht).

Zudem benötigt man einen Zettel mit verschiedenen Angaben, der zb. in dem Köfferchen
liegen kann

-alle aktuellen Medikamente, die der Patient einnimmt.
-Allergien
-Adresse und Telefonnummer der Person die im Notfall
 benachrichtigt werden muß. ( eine Ansprechperson reicht aus, das Telefonregister
 muß nicht kopiert werden.
- Angaben über eine Patientenverfügung oder Vorsorgebetreuung
- Welche Grunderkrankungen und Operationen hat/te der Angehörige ?
- Wer ist der behandelnde Hausarzt? ( der den Entlassbrief erhalten soll).
- Adresse und Name des Pflegedienstes ( falls vorhanden)
- Kopie des Organspendeausweises oder Allergiepaßes.

Alle Medikamente und auch das Insulin ( falls verordnet) sollten
für den ersten Kliniktag mitgegeben werden. - Viele Medikamente
müssen erst in der Apotheke bestellt werden. Die Lieferung mancher Medikamente
kann auch in der Klinik bis zu 3 Tagen dauern, insbesondere am Wochenende.

Das erleichtert die Aufnahme in einem Krankenhaus enorm und man
kann die Zeit, die man als Detektiv für diese Dinge benötigt in die Pflege
investieren.


Desweiteren sollte man der Klinik EINEN Ansprechpartner benennen, der die
Angehörigen informiert. Es ist unerquicklich, wenn 100 Ansprechpartner
täglich erscheinen.

Ja, es ist notwendig wenn telefoniert werden soll, das Patiententelefon anzumelden.

Der Stationsapparat kann nicht für Privatgespräche benutzt werden.
Wenn 40 - 50 Patienten täglich nur 5 Minuten telefonieren wollen, ist die Station
von der Außenwelt in der Zeit abgeschnitten. Zudem bleibt es bei den kurzen Gesprächen
nicht bei wenigen Minuten. Nicht selten wird der Apparat dann 20-30 Minuten beschlagnamt.

An den Arbeitsplätzen und in den Arbeitsbereichen darf sich kein Patient alleine
aufhalten.
Das heißt also, jemand müßte daneben stehen bleiben und sich in der Zeit langweilen,
statt seine Patienten zu versorgen.

Für Gespräche mit dem behandelnden Arzt sollte man sich einen Termin geben lassen.
In der Regel wird der dem angegebenen Verwandten auch telefonisch Auskunft geben, aber
nicht während er im OP steht.

Man wartet zunächst die Untersuchungsergebnisse ab, um ein erneutes Gespräch mit dem
behandelnden Arzt zu führen. Liegt eine Operation vor, dann lohnt es sich bis
zum Tag nach der Op mit dem Gespräch zu warten, bis die erste Untersuchung nach
der OP stattgefunden hat. Alles andere wäre Hellseherei.
Diese Gespräche vereinbart man mit dem behandelnden Arzt.

( Nicht selten erlebe ich Angehörige die außer sich sind, weil der Doc ins Zimmer kam und
ihren Angehörigen nicht untersucht oder behandelt hat. Das war dann unter Umständen
der Gynäkologe oder ein Arzt einer Fachrichtung, die mit dem Nebenpatienten nichts zu tun
hat, weil dieser nicht von ihm behandelt wird. Besser man fragt: Wer das gerade im Zimmer war, bevor
die Tirade losgeht.)

Die Stationen werden in Bereiche aufgeteilt. Das bedeutet, das Pflegepersonal versorgt einen bestimmte
Bereich. Für die vielleicht 30 Patienten des anderen Bereichs erhält das Pflegepersonal nur selten eine
Übergabe und dafür ist es in der Regel auch nicht zuständig, und kann keine näheren Angaben zu Patienten
der anderen Bereiche machen.
Es hat wenig Sinn, sich dann über die Dummheit und Inkompetenz der Pflegepersonals auszulassen und
dieses zu beschimpfen. Die Bereichspflege kann dazu Angaben machen.
Es geht allerdings nur selten, daß man auch noch Patienten des anderen Bereichs mit versorgen soll, weil
das zeitlich nicht funktioniert.
Das hat also damit nichts zu tun, wenn man Sr. A angesprochen hat und diese den Bereich B nicht einfach
mal nebenher mitversorgt, sondern ihre Arbeiten weiter verfolgt, den Wunsch an die Pflegeperson für den
Bereich B weiter gibt.

Die meißten Mißverständnisse entstehen, weil das System natürlich nicht durchblickt werden kann.

Wenn ein weißer Kittel über die Station läuft, muß das nicht zwingend heißen, daß der überhaupt zur
Abteilung gehört.

"Ich hab das schon einem gesagt." kann auch bedeuten, daß man sein Anliegen dem Malermeister erzählt hat, was man
wünscht. Nicht alles was einen weißen Kittel trägt ist Pflegepersonal.

In dem Fall schellt man besser und wartet, bis der zuständige Pfleger für den Bereich erscheint.
Dann hat man den passenden Ansprechpartner.

Die Hausordnung der Krankenhäuser beinhaltet fast in allen Kliniken, daß die Rufanlage nicht mißbraucht wird.
Ein Tipp: Ich würde die Wünsche zusammenfassen und möglichst nicht alle 5 Minuten unnötig schellen.
Denn im Notfall muß das System auch noch funktionieren und das Personal muß für die Rufanlage sensibel
bleiben.

Keine Klinik darf irgendwelche Lebensmittel in den Kühlschränken lagern oder horten.
Das möchte das Gesundheitsamt nicht haben.
Es dürfen auch keine Lebensmittel neben Medikamenten gelagert werden.
Außerhalb der Essenszeiten befindet sich kaum ein Lebensmittel auf der Station.
Wenn eines vorhanden ist, dann ist das prinzipiell gegen die Vorschriften.
Das bedeutet in der Praxis, daß man außerhalb der Essenszeiten Früh- Mittag und Abendessen
über keinerlei Reserven verfügt, die man einem Patienten der hungrig ist anbieten könnte.
Das Essen wird meißtens von Cateringfirmen geliefert und der Essenswagen darf
laut Gesundheitsamt nur kurz vor dem Austeilen geöffnet werden um die Kühlkette nicht
zu unterbrechen.

Die Frage, was mit Diabetikern passiert ist angebracht, aber eine Klinik hat andere Möglichkeiten
den Blutzucker eine Patienten zu beeinflussen, als mit einer Mahlzeit.
Es ist also kaum möglich für einen Patienten, der schon seit morgens zu Ärzten unterwegs
ist sofort ein Essen zu organisieren.
Ein Abstecher während der Wartezeiten in der Ambulanz zum Kiosk oder in die Cafeteria um ein Brötchen
zu holen ist nicht das Schlechteste was einem einfallen könnte, sofern der Patient essen darf.
Auch das war in den Kliniken früher anders.

Ein Diabetiker sollte nicht ohne sein Insulin unterwegs sein und auch nicht ohne Keks oder
Traubenzucker in der Tasche. Ich hatte bei meinen Papa immer beides dabei, auch wenn ich mit
ihm zum Hausarzt fuhr.  Davon ist man total abgekommen.

Das alles würde den Umgang miteinander und die Pflege entschieden vereinfachen und dazu
führen, daß man für andere Aufgaben in der Pflege wieder etwas Zeit aufbringen könnte.

Die meißten Patienten erscheinen auch bei geplanten Operationen mit nichts zur Aufnahme
außer, daß sie sich selbst mitbringen. " So hier bin ich, nun macht mal..."
Oder aber für einen inkontinenten Pflegefall, wird 1 Nachthemd oder Schlafanzug mitgeliefert,
der schon bei der Aufnahme " hinüber " ist.


Ich frage mich immer: "Wie haben die bloß ihren Koffer für den Urlaub oder eine Kur gepackt?"
oder ob das an der Region liegt deren Einzugsgebiet die Klinik bedient.

Letzlich sehen die Patienten und Angehörigen etliche Menschen, die sie für Pflegepersonal halten.

Allerdings gehören die wenigsten, die auf so einer Station herumlaufen zum examinierten
Pflegepersonal. Meißtens sind nur 1 oder 2 vollexaminierte Pfleger/innen im Dienst.

Alles andere sind oft Aushilfen, Schüler, Praktikanten, die nicht alles ausführen dürfen.

Sicherlich sollten die den Wunsch an die examinierte Pflegekraft weitergeben, aber mit Zwischenschritten, Übermittlungen ect.
ist das immer so eine Sache...

Last not least findet man in vielen Kliniken seinen Angehörigen nur noch, wenn man
die Station und die Zimmernummer des Patienten kennt.
Wenn man beides nicht genau weiß, so hat der Pförtner die Möglichkeit nachzusehen,
wo genau sein Angehöriger liegt. Es macht wenig Sinn einfach in eine Etage zu laufen und
dort eine Zimmernummer zu suchen.  Wegen der Brandschutzordnung und auch in einem Haus,
daß nach Lufthansastandard arbeitet, haben alle Etagen Zimmer mit den gleichen Zimmernummern.
Der Herr an der Pforte besitzt ein Computerprogramm in dem er alle Patienten
aufrufen kann, die in der Klinik liegen.
Auf irgendwelchen Stationen  auf die man sich verirrt
hat schimpfend Suchaktionen starten zu lassen, macht kaum Sinn.
Sicherlich hat eine Station eine Suchfunktion, aber das Personal einer anderen
Station ist nicht befugt Daten an Fremde herauszugeben. Es kann nicht
einsehen, ob es irgendwelche Sperrvermerke für diesen Patienten gibt.
Das weiß nur der Pförtner oder das Personal, das den Patienten betreut.

Das sind leider alles keine Einzelfälle, sondern das ist mittlerweile das tägliche und ständige
Brot in der Krankenpflege, die dazu führen, das man kaum mehr ein Bein los bekommt und die
überhaupt nichts mit den Arbeiten am Patienten zu tun haben für die man eingestellt wurde.


Die Situation in den Pflegeheimen sieht nicht viel anders aus, aber die leiden eher unter anderen
Problematiken.

In erster Linie geht es nur, wenn alle Betroffenen: Die Patienten/Kunden; Angehörigen und die Pflege an einem Strang ziehen.

Der Auftrag einer Klinik ist ein anderer als der eines Pflegeheims.
Beim Pflegeheim kommt die Beschäftigung und Unterhaltung dazu.
Allerdings finde ich es bedenklich, wenn der Bedarf nach einem 24 Stunden Entertainment
für alle besteht.
Man kann auch mal ruhig da sitzen und es passiert einmal gar nichts um sich herum, sodaß
man zur Besinnung kommen kann oder die Ruhe genießen.
( Das bedeutet nun nicht, daß alle nur noch stumpfsinnig herumsitzen sollen. Aber das Verhältnis
muß ausgeglichen sein. Schaue ich meine Mama an, dann hatte die gerade 5 Leute zu Besuch, die sich gekümmert
haben,

und mäkelt: Nichts würde um sie herum passieren. Keiner kümmert sich ausreichend um sie
und nicht wenige erwarten die 24 Stundenpräsens für sich kontinuierlich.
Das kann weder die Pflege heute noch in der Zukunft leisten.

Ich denke wir brauchen neue innovative Ideen und Wege, die beschritten werden müßten.

Und wir müssen auch von dieser Beschwerde-Anspruchshaltungskultur weg, die sich in
Deutschland breit gemacht hat, damit man miteinander ordentlich arbeiten und umgehen kann, anstatt
wertvolle Zeit damit zu vergeuden, sollte diese sinnvoll den Menschen zukommen
für die sie gedacht ist.
Das Pflegepersonal ist nicht zur Unterhaltung einzelner gesunder Menschen da, sondern für die Kranken
und Pflegefälle.

Wenn man davon ausgeht, daß das Einzelfälle sind, mit denen man sich mal im Dienst beschäftigen muß, dann
wäre das kaum erwähnenswert.
Das ist aber mittlerweile das tägliche Brot und eine große Mitschuld haben die Medien, wie sie die Pflege und auch die Medizin
in ihren Serien ,Arztromanen usw. darstellen.
Die Leute glauben, das wäre der geforderte und erwartete Ablauf was sie in Emergency-Room und wie die Serien alle heißen zu sehen bekommen.

In der Schwarzwaldklinik sortiert die Oberschwester wie eine Floristin die Blumen der Patienten. ( ????)

Es kann nicht sein, daß man einen Patienten gar nicht oder nur noch 5 Minuten pro Schicht zu Gesicht bekommt,
weil man an Arbeiten erstickt, die mit Kranken überhaupt nichts zu tun haben sondern damit daß jeder die ihm
genehme und eigene Organisation vorstellt und diese möglichst lautstark durchsetzen möchte.

Natürlich möchte keiner mehr in dem Beruf arbeiten, wenn er ihn erlebt hat.






Allerliebste Grüße Fussel
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
So 19 Jan 2014, 13:39    © Biggi
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Liebe Fussel,
ich bin immer wieder über deine ernüchternden Berichte erstaunt und lese sie mit viel Aufmerksamkeit.    Dass da sehr wohl Verständigungsprobleme auftauchen, kann man sich bei deinen Schilderungen gut vorstellen. 

Zitat :
Und wir müssen auch von dieser Beschwerde-Anspruchshaltungskultur weg, die sich in
Deutschland breit gemacht hat, damit man miteinander ordentlich arbeiten und umgehen kann, anstatt
wertvolle Zeit damit zu vergeuden, sollte diese sinnvoll den Menschen zukommen
für die sie gedacht ist.
Das Pflegepersonal ist nicht zur Unterhaltung einzelner gesunder Menschen da, sondern für die Kranken
und Pflegefälle.

Genauso sollte es sein. Das sollten sich alle Beteiligten immer wieder vor Augen halten.

Und ja, dieses schöne Klischee der "Schwarzwaldklinik"...  unschuldig  Haben wir sie nicht alle geliebt?..  scharmant-zwinkernd 

LG Biggi







--- Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet. ---

                        
                           
  
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BeitragThema: Re: NDR Sendung Pflege-Check
So 19 Jan 2014, 17:29    © Silvi
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Liebe Fussel du hast den Nagel auf den Kopf getroffen !
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NDR Sendung Pflege-Check

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