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 Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??

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sylvia
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Di 07 Sep 2010, 18:53    © sylvia
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Schön mal wieder was zu hören Kämpfer.

Wir haben oder hatten Angehörige, daher ist auch dieses Forum entstanden. Um zu helfen, besser zu verstehen. Schreiben hilft da auch.

Schön so eine Partnerin zu haben.

Hier mal ne kleine Erklärung zu Morbus Pick


http://flexikon.doccheck.com/Morbus_Pick

Alles Gute.


LG Sylvia








Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu  viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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Biggi
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Di 07 Sep 2010, 20:28    © Biggi
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Lieber Kämpfer,
ich freue mich sehr, wieder von dir zu lesen.

Dass du jetzt die evtl. Diagnose hast ist schlimm, aber hilft bei der Form vielleicht besser zu verstehen, bzw. zu reagieren.

Dadurch, dass du deine jetzigen Defizite wahrnimmst, kannst du darauf eingehen. Z.B. beim Kochen, nimm dir die Zeit und die Ruhe, und geniesse es. Obwohl es mit Sicherheit alles sehr weh tut...

Danke für deine Offenheit. Du bist für mich der erste Betroffene, der darüber spricht, was ihn in ihm vorgeht und was er sich wünscht. Das finde ich sehr wichtig, auch für Angehörige, die dadurch besser verstehen lernen.

Ich bewundere deine Art, offen darüber zu reden und hoffe, noch ganz, ganz viel von dir zu lesen!

Mehr kann ich dir leider nicht mitgeben, ausser meine Hochachtung vor deiner Art, sich anderen dabei mitzuteilen.

Alles Liebe
Biggi







--- Wenn du anfängst, an dir selbst zu zweifeln, haben schlechte Menschen gute Arbeit geleistet ---

                        
                           
  
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mi 08 Sep 2010, 11:10    © Admin
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Lieber Kämpfer

Hab lieben Dank, das du uns hier an deinem Leben teilnehmen lässt. Ich weiss nicht, ob du dir wirklich bewusst bist, welch grosse Hilfe du mit deiner Offenheit für andere bist. Du leistest einen enorm grossen Beitrag zum besseren Verständnis. Was dies bedeutet, lässt sich nicht in Worte fassen.

Leider kann auch ich, genau so wie Biggi schreibt, dir nichts anderes mitgeben als meine volle Bewunderung und Hochachtung.

Hab ganz, ganz lieben Dank dafür

Alles Liebe und in Gedanken verbunden

Ursula






Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Immer weniger - aber kämpfe weiter
Mo 28 Feb 2011, 18:53    © Kämpfer
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Hallo zusammen,

Morbus Pick ist jetzt definitiv bei mir. Baue weiter ab. Versuche das zu beschreiben: Habe früher Menschen mit komplexen Themen beraten. Die Ansätze von früher weiß und kann ich noch - aber es hat sich viel verändert. Gesetze usw. Und mein Kopf. Meine Erfahrungen und Kenntnisse von früher kann ich einbringen - alles andere ist mir zuviel. Habe noch so viel Intelligenz, daß ich das gemerkt habe. Aber das hat mich auch nervlich fertig gemacht. War nach Neujahr wieder für 2 Wochen im Krankenhaus, weil ich total fertig war. Aber es hat mich auch weitergebracht: habe den Mut gehabt, eine Betreuung für mich zu beantragen für amtliche und finanzielle Dinge. Meine Lebensgefährtin hatte da auch gute Kontakte und so habe ich jetzt einen Betreuer von der AWO, der neben seinem Amt als Betreuer auch noch vom Hauptberuf Jurist ist. Und der ist total nett und so fühle ich mich bei ihm in besten Händen.

Habe immer noch Spaß am Kochen und Backen. Brauche aber viel mehr Zeit dafür als gesunde Menschen und absolute Ruhe, damit das Ergebnis meinem Perfektionsbedürfnis entspricht. Meine Lebensgefährtin weiß das und nimmt sich dann einfach für die Zeit etwas anderes vor, z.B. die Pferdeboxen auszumisten. Wenn ich koche oder backe, laden wir auch eine Bekannte oder Bekannte ein. Das, was ich noch machen kann, hat bisher allen super gut geschmeckt. Das tut mir dann auch gut.

Für die Freizeit habe ich ein altes Kindheitshobby neu entdeckt: eine Modelleisenbahn. Da wir ein Zimmer frei haben, kann ich mir da eine Märklin-Anlage aufbauen. Mit der Technik von früher. Einerseits ist die noch so, daß ich das verstehe, andererseits sind die Teile dafür viel günstiger zu kaufen, als der ganze digitale Kram von heute.

Und immer begleiten mich unsere Hunde. Zuvorderst meine Colliehündin (8J), die seit Krankheitsbeginn mit mir zusammen ist. Und dann die Berner Sennenhündin (3J) meiner Lebensgefährtin. Und Dez. letzten Jahres kam ein geplagtes Hundekind aus schlechtester Haltung zu uns (Appenzeller Sennenhündin). Alle drei vertragen sich super untereinander und zeigen mir/uns auf ihre besondere Weise ihre Dankbarkeit.

Sodele, das waren mal wieder meine Gedankengänge.

LG
Euer Kämpfer


PS: Bei der Bundeswehr hatte ich mich in Jugendzeiten mal beworben für die Offizierslaufbahn. Beim IQ-Test bekam ich den Quotienten von 143 mitgeteilt und sollte kostenlos auf Kosten der Bundeswehr ein Studium machen dürfen. Und heute? Naja, Morbus Pick kann man auch mit folgendem übersetzen: DBDDHKP (doof bleibt doof, da helfen keine Pillen). Ist halt so. Und über diesen Spruch grins ich auch mal gerne - hat viel Wahres, denn leider gibts für Morbus Pick keine Pillen wie bei Alzheimer. Und noch weniger Ärzte, die das verstehen.
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Biggi
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mo 28 Feb 2011, 20:20    © Biggi
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Lieber Kämpfer,
ich kann dir heute wieder nur sagen, dass ich mich sehr freue deine Zeilen zu lesen. nickend

Es ist für mich erstaunlich und gleichzeitig auch sehr bemerkenswert, wie du über deine Krankheit und die Vergleiche, früher und heute, offen schreibst.

Das mit der Modelleisenbahn ist eine klasse Idee, wir haben auch eine. Allerdings zur Zeit leider nicht aufgebaut.

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber in deinem Fall sieht man wieder, dass auch sehr gebildete und voll im Leben stehende Menschen diese Krankheit bekommen können. Es ist wirklich nicht abgrenzbar.

Es freut mich von Herzen für dich, dass deine Freundin so toll auf dich eingeht. Das ist bestimmt ein grosser Halt für dich. Genau wie deine treuen vierbeinigen Begleiter. Tiere sind immer auch was ganz Besonderes.

Ganz, ganz liebe Grüsse und ich hoffe, bald wieder von dir lesen zu dürfen.

Alles Gute
Biggi







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sandra
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Di 01 März 2011, 09:03    © sandra
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Lieber Kämpfer !

Schön, mal wieder was von Dir zu hören (lesen).
Kann mich Biggi nur anschließen, bewundernswert, wie offen du mit der Krankheit umgehst und danke, daß du uns daran teilnehmen lässt.

Es freut mich sehr, daß du soviel Unterstützung erhälst (zweibeinig sowie auch vierbeinige).

l. G. Sandra
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Fr 18 März 2011, 09:45    © Gabika
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Lieber Kämpfer!

143 ist tatsächlich ein sehr hoher Wert. Wer weiß, vielleicht hilft Dir das, noch lange aktiv am Leben teilzunehmen. Immerhin hast Du sehr viel, von dem Du zehren kannst. Die Hälfte der Menschen kommt ja mit weniger oder gleich 100 aus und führt dennoch ein zufriedenes Leben. Mir fällt auf, dass Du gut schreibst: komplexe Sätze, guter Stil. Das liegt wohl auch an Deiner Intelligenz. Würdest Du es nicht geschrieben haben, käme man nicht auf die Idee, dass Du Demenz haben könntest.
Ich finde es toll, dass Du drei Hunde hast und Du auch in Deiner schwierigen Situation auf einen Hund nicht vergisst, dem es nicht gut gegangen ist. Ich meine, gute Taten und Liebe sind das Einzige auf unserer Welt, das für immer bestehen bleibt - das ist die solideste Währung, weil sie immer ihren Wert behält und wenn man sie auf seinem Konto hat, wird es immer größer und reicher und nichts davon kann jemals mehr verloren gehen. Meine Hochachtung dafür! sunny

lg,
Gabika
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mo 05 Sep 2011, 21:55    © DatKätchen
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Bist du noch hier Kämpfer?
Ich bin neu hier und les mich so nach und nach durch dieses Forum und heute bin ich bei diesem thread gelandet und ich bin beeindruckt von dir. Was Morbus Pick bedeutet weiß ich gar nicht, aber was immer es bedeutet, es ist sicher nichts Gutes. Um so mehr beeindruckt es mich wie du schreibst, deine eigene Situation analysierst und auch kämpfst.
Es gibt mir als Neuling bzw. plötzlich neu betroffene Angehörige eine andere Sichtweise (mal dahinter zu blicken) und ich glaube, das wird mir in der Zukunft helfen mehr zu verstehen.

Du hast dir selbst den Namen Kämpfer gegeben. Kämpf!
VlG.
Petra
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