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 Meine Mutter verweigert eine Behandlung

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AutorNachricht
Timo7931
Gast



BeitragThema: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Mi 14 Jan 2015, 19:01    © Timo7931
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Hallo,

meine Mutter ist jetzt 75 Jahre alt und seit ca. 1 1/2 Jahren beobachte ich eine Verschlechterung ihres Gedächnisses.
Nun habe ich mit ihrem Hausarzt gesprochen, der mir verraten hat, dass er das bereits vor einem 3/4 Jahr bemerkt hat, meine Mutter aber auf eigenen Wunsch die Behandlung abgebrochen hat. Wenn ich das Thema jetzt bei ihr anspreche, blockt sie wie ein kleines Kind ab. Ich habe keine Chance anständig mit ihr über das Thema zu sprechen. Langsam weiß ich nicht mehr weiter.
Freue mich über jeden Tipp.
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Ulli
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Mi 14 Jan 2015, 22:38    © Ulli
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Hallo Timo,

welche Behandlung hat deine Mutter abgebrochen ?
Eine nachlassende Gedächnisleistung muß nicht zwingend notwendig gleich Demenz sein .

Kannst du uns genaueres erzählen ?

Liebe Grüße - Ulli
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Timo79
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Do 15 Jan 2015, 01:01    © Timo79
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Hallo Ulli,

der Hausarzt durfte mir eigentlich gar nichts sagen. Hat sich sehr knapp ausgedrückt. Quasi "Aufgefallen. Verdacht auf Demenz.
Und ihre Mutter hat die Tests dann aber abgebrochen auf eigenen Willen."

Sie weigert sich jetzt halt noch mal zum Arzt zu gehen.
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Ulli
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Do 15 Jan 2015, 08:36    © Ulli
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Hallo Timo,

also hat deine Mutter "nur" die Tests abgebrochen. Eine Behandlung hat es noch nicht gegeben.
Was ist dir denn sonst noch aufgefallen, außer dass ihr Gedächtnis nachläßt ?
Lebt sie allein ? Wie kommt sie im allgemeinen klar ?

Vermutlich hat sie bei dem Test gemerkt, dass sie nicht alle Fragen beantworten kann. Dann kommt schon mal so etwas wie "Ach. laß mich damit in Ruhe ! "

Warum machst du dir sonst noch Sorgen ?

Liebe Grüße - Ulli
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
So 18 Jan 2015, 02:05    © lucky
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Bewundere die Weisheit Deiner Mutter.
Es gibt keine Behandlung.
Und wenn man sich nicht testen lassen möchte, braucht man das nicht.

Sei für sie da, wenn sie Hilfe benötigt aber dräng Dich nicht auf.
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Timo79
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Mo 19 Jan 2015, 23:55    © Timo79
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Hallo Ulli,

entschuldige bitte meine späte Antwort.

Ja es waren "nur" die Tests. Und ja meine Mutter lebt alleine. Sie hat einen Lebensgefährten, der sie fast jeden Tag zum Mittagessen abholt. Sie ist noch sehr fit und benötigt bis jetzt keinerlei Hilfe.

Wir waren auch mittlerweile erfreulicher Weise noch mal zusammen bei ihrem Arzt.
Da hat sie dann in meiner Anwesenheit diese ersten Tests gemacht. Sprich sie sollte das Ziffernblatt einer Uhr zeichnen, Zahlen als Worte schreiben und umgekehrt, Zahlenfolgen rückwärts wiedergeben und sowas.

Die Tests waren leider nicht so positiv. Gerade das Ziffernblatt der Uhr hat mich ein wenig erschrocken.
Der Arzt hat ihr dann noch Blut abgenommen und wir haben einen Termin für eine Kernspintomographie bekommen, um den Kopf einmal zu checken. Ist das eine "gängige" Vorgehensweise?

Wenn du nach meinen Sorgen fragst, dann die, dass es meiner Mutter schnell schlechter gehen könnte, wenn ihr jetzt nicht richtig geholfen wird. Sie hängt sehr an ihrer Unabhängigkeit und ich möchte als guter Sohn alles tun, was in meiner Macht steht, um ihr diese zu erhalten.

Ich sag jetzt schon mal Danke für deine/eure Aufmerksamkeit und Zeit.
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Timo79
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 00:05    © Timo79
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Vielen Dank lucky.

Ich bin auf jeden Fall für sie da. Aufdrängen kann ich mich gar nicht, da wir ein wenig entfernt voneinander leben.

Aber was meinst du mit "Es gibt keine Behandlung"? Gibt es nichts, was einen Prozess verlangsamt oder ähnliches?
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Liara
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 00:20    © Liara
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Hallo Timo,

ich kann deine Sorge gut verstehen, sicher hat deine Mutter auch schon bemerkt, dass sie vergesslicher geworden ist, das verunsichert sie und macht Angst.




Auch wenn es für dich kaum auszuhalten sein wird, versuch ihr Zeit zu geben.

Ich muss und will es auch gerade lernen, meinem Vater Zeit zu geben, mit der bestehenden Diagnose klar zu kommen.

Vielleicht hilft es dir erstmal hier zu schreiben.

Zu deiner Frage

Zitat :
Ist das eine "gängige" Vorgehensweise?
Bei meinem Vater sind die Untersuchungen ebenfalls gemacht worden.

Ich wünsche dir viel Kraft, du bist für deine Mutter da, allein das zählt.



Liebe Grüße, Liara






"Momente scheinen keine Ahnung zu haben, wie wichtig sie zuweilen sind."
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Liara
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 00:28    © Liara
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Hallo Timo,

die Beiträge kamen jetzt während meines Schreibens unmittelbar hintereinander, warte erst einmal alle Untersuchungsergebnisse ab.
Es ist gut, dass deine Mutter nun doch eingewilligt hat und ihr gemeinsam zum Arzt gehen konntet um die ersten Tests zu machen.


Gruß Liara
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 07:57    © lucky
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Timo79 schrieb:

Der Hausarzt durfte mir eigentlich gar nichts sagen. Hat sich sehr knapp ausgedrückt.


Welche Personen hat Deine Mutter denn vorgesehen, die später ihre Angelegenheiten für sie regeln könnten?

Eine Vorsorgevollmacht ist dringend notwendig.

Je nach dem, an welchen Arzt man gerät, erfährt man nämlich sonst wirklich nichts mehr.
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 08:05    © lucky
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Timo79 schrieb:


Ich bin auf jeden Fall für sie da. Aufdrängen kann ich mich gar nicht, da wir ein wenig entfernt voneinander leben.

Aber was meinst du mit "Es gibt keine Behandlung"? Gibt es nichts, was einen Prozess verlangsamt oder ähnliches?

Davon verspricht man sich mehr als tatsächlich möglich ist.

Leider.

Sehr wichtig ist, auf einen zukommende Veränderungen nicht abzuwarten sondern ihnen tätig vorzugreifen.

Für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, was Wohnumfeld, Pflege, Betreuung (rechtlich und persönlich) angeht.

Ganz wichtig finde ich Dinge wie Biographiearbeit, Ergotherapie, Physiotherapie.

Medis sind immer zwiespältig zu sehen.
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Timo79
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 15:41    © Timo79
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Hallo Liara,

vielen Dank für deine lieben Worte. Ich wünsche dir auch viel Kraft und alles Gute für deinen Vater!

Viele Grüße
Timo
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 15:44    © Timo79
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Recht herzlichen Dank für deine Anregungen lucky. Ich werde sie beherzigen.

Viele Grüße
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Ulli
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 20 Jan 2015, 20:43    © Ulli
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Hallo Timo,

wie Lucky schon geschrieben hat - eine Vorsorgevollmacht ist  j e t z t  wichtig damit ihr später mal keine Probleme habt.
Sollte deine Mutter unvorhergesehen ins KH eingeliefert werden (z.B. Sturz, Herzinfarkt ....) wird immer nach einer Vollmacht gefragt.
Wenn du Pech hast erfährst du sonst nichts ! Und mitbestimmen kannst du erst Recht nichts.

Liebe Grüße - Ulli
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Mo 11 Mai 2015, 22:34    © Timo79
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Hallo ihr Lieben,

ich konnte mit meiner Mutter in letzter Zeit wichtige Schritte gehen. Sie hat jetzt Pflegestufe 0 anerkannt bekommen.
Wir waren zusammen beim Notar und haben mich generalbevollmächtigt. Sie bekommt jetzt mehrmals die Woche Hilfe im Haushalt und verweigert sich auch nicht mehr den Arztbesuchen. Danke an alle hier, die mich auf den richtigen Weg gebracht haben.
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Lena
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Mo 11 Mai 2015, 23:44    © Lena
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Das ist schön Timo....das es bei dir so gut läuft und deine Mutter die Alltagshilfen akzeptiert.






Liebe Grüße Lena.
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 12 Mai 2015, 11:59    © Timo79
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Danke Lena. Ich freu mich auch darüber. Es ist leider nicht alles rosig. Die Bank meiner Mutter erkennt die Generalvollmacht nicht an. Meine Mutter wird bei Ihren Bankbesuchen immer wieder so verunsichert, dass sie mündlich bei der Bank die Vollmacht zurück genommen hat. Dass sie das nicht einfach kann, weiß ich aber es ärgert mich sehr. Zumal wir ja zusammen beim Notar waren und dafür auch eine Menge Geld bezahlt haben. Von den zeitintensiven Gesprächen im Vorfeld mal ganz abgesehen. Alltägliche Sachen, die ich für meine Mutter übernehmen muss, werden mir jetzt von der Bank erheblich erschwert. Hab da jetzt ein Gesprächstermin am Freitag mit dem Chef der Filiale. Ich hoffe, dass sich da eine Lösung findet.
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Lena
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 12 Mai 2015, 14:47    © Lena
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Hallo Timo,
soweit ich das weiß....gilt eine Generalvollmacht...bis sie widersprochen wurde....schriftlich. Mündlich zählt nicht!!
Ich gehe mal davon aus, dass deine Vollmacht auch über den Tod deiner Mutter hinaus geht. Sonst bekommst du, sorry, wenn ich das jetzt schreibe, nach dem Tod deiner Mutter Schwierigkeiten. 
Ihr habt es notariell auch beglaubigen lassen, von daher verstehe ich die Reaktion der Bank nicht.
Ich denke auch, das der Filialleiter dir weiterhelfen kann.
Ich hatte auch mal Probleme mit einer Kontovollmacht....und die nette Dame am Schalter sagte....sie bekommen kein Geld mehr...erst wenn der Kontoinhaber hier erscheint und sie das mit dem Filialleiter neu...beantragen.
Also hatte ich einen Termin mit dem Filialleiter gemacht...und bin dort mit dem Kontoinhaber erschienen....der fragte uns, wieso wir hier erscheinen??? Wäre doch alles klar...Kto.vollmacht wäre vorhanden. Da hätte die ...nette Dame am Schalter mir was falsches gesagt. Tja...viel Zeit verplempert für nix, aber Hauptsache mal was sagen. Hat mich damals sehr geärgert!!

Viel Erfolg Timo!!






Liebe Grüße Lena.
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BeitragThema: Re: Meine Mutter verweigert eine Behandlung
Di 12 Mai 2015, 22:43    © lucky
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Banken erkennen leider nur Bankvollmachten an und kein notariellen Generalvollmachten.
Guck, dass sie Dir die Bankvollmacht unterschreibt.
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