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 Mollchen - Update: Betreuungsgericht, Wohnungsauflösung...

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Mollchen
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BeitragThema: Mollchen - Update: Betreuungsgericht, Wohnungsauflösung...
Mo Sep 14, 2015 9:45 am    © Mollchen
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Hallo an alle,

hier mal ein Update der momentanen Situation, vielleicht interessiert es ja jemanden...

Ich habe mittlerweile den Antrag ans Betreuungsgericht abgeschickt, mit der Anregung, einen Betreuer zu stellen.
Auch wenn ich selbst immer wieder sehr verunsichert bin, ob das die richtige Entscheidung ist.
Aber da die Launen meiner Mutter nicht wirklich vorhersehbar sind, denke ich, es ist doch richtig so.
Außerdem habe ich eine Beratung beim Caritas-Betreuungsverein in Anspruch genommen, die mir auch etwas geholfen hat.
Wichtiges Thema auch dort war, wie ich mich abgrenzen kann.

Mein Seelenzustand geht auf und ab. Zwischendurch ging es mir so schlecht, dass ich nochmal ein Fax ans Amtsgericht geschickt habe, mit der Bitte, meinen Antrag dringend zu bearbeiten.

Ich war jetzt mal einige Tage nicht bei meiner Mutter im Pflegeheim. Gestern war ich wieder mal dort, sogar fast 3 Stunden. Ich hatte vorher angekündigt, dass sie sich bitte in den Rollstuhl setzen lassen soll und ich mit ihr in das Heim-Cafe gehen will. Das hat auch soweit geklappt, außer, dass sie noch im Bett lag, wie ich kam und beklagte, die Pflegerinnen wären schuld, die hätten wieder keine Zeit...
Dann kam aber doch ziemlich schnell eine Pflegerin, eine neue ganz junge Frau, über die meine Mutter sagte, die wäre super!
Na, immerhin...

Wir hatten also dann wirklich einen ziemlich entspannten Nachmittag, inklusive Kaffee und Kuchen und Rundgang im netten Innenhof des Heimes. Bei Kaffee und Kuchen habe ich auch alle aktuellen Formulare unterschreiben lassen (Heimvertrag, juchhhuuuu!), das wäre also endlich mal erledigt.
Wir sprachen auch über ihren Besuch beim Neurologen (der auch auf Demenz testen wollte), meine Mutter meinte, es wäre alles super gewesen, ihr Gehirn wäre topfit - naja, mit den Zahlen und der Mathematik würde sie immer schon auf Kriegsfuß stehen (Uhren-Test?????). Ich war nicht dabei, bin also gespannt, was ich von den Ärzten an Infos bekommen werde.
Gestern dachte ich so, eigentlich ist sie geistig ja noch recht fit... aber zwischendurch kamen so kleine Ereignisse, dass ich wieder zweifelte. Wir sprachen beispielsweise über die Möbel in der Wohnung und ob meine Mutter etwas davon ganz dringend behalten möchte. Da meinte sie: ja aber das Pflegebett, das will ich doch gerne behalten, das brauche ich ja dringend, wenn ich dann in eine neue Wohnung ziehe!
Da meinte ich dazu: ja aber das kannst du doch nicht behalten, wo soll das denn hin?
Ich habe dann geschafft, umzuschwenken und darauf hinzuweisen, dass das Pflegebett ja vom Sanitätshaus geliehen ist und sie jederzeit ein neues bekommt, wenn sie wieder eines braucht...Situation umschifft.

Als wir in den Innnenhof gingen (fuhren), meinte sie, ach hier wären doch die Ziegen irgendwo?
Da merkte ich, sie hatte das mit dem Pflegeheim verwechselt, wo sie die Kurzzeitpflege begann, die hatten nämlich Ziegen in einem Gatter...sie war also schon etwas desorientiert?

Überhaupt ist sie immer noch davon überzeugt, dass sie im Heim sehr schnell wieder fit wird und dann wieder eine eigene Wohnung beziehen kann. Ich versuche, dazu keine Kommentare abzugeben...

Gestern ist mir wieder aufgefallen, dass sie ihre Inkontinenz nicht mal merkt...und als die Pflegerin sie fragte, ob sie sie mal auf die Toilette setzen soll, meinte sie, ach nee, jetzt nicht...

Ich finde es sehr schwierig, zu solchen Vorgängen dann zu schweigen und zu sehen, dass meine Mutter sich selbst etwas vormacht in punkto zukünftige Selbstständigkeit.

hops Break: Gerade hat jemand vom Betreuungsgericht angerufen, der die kommenden Tage meine Mutter im Heim besuchen will! Es hat also doch was genutzt, dass ich nochmal geschrieben habe.


Mollchen
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