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 Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist

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BeitragThema: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 10:50    © Gast
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Hallo
Ich bin Silvia 45 Jahre alt, 5 Kinder (3 noch zuhause, zwei in --gg-- Außenwohngruppe) bei mir selber wurde vor 8 Jahren MS festgestellt und durch den Verlauf habe ich jetzt Pflegestufe 1, 80% aG/B und EU Rente.
Seit einem Jahr wohnt meine Großmutter bei uns die geistig noch top ist nur körperlich Hilfe benötigt. Vor einem halben Jahr standen wir plötzlich vor der Entscheidung meine Schwiegermutter zu uns zu nehmen, da sie nach Streitigkeiten mit ihrer Tochtertotal aus der Bahn geworfen war.
Nach und nach stellte sich eine Demenz und beginnende Alzheimer heraus. Da sie schon immer sehr eigen war in ihrem Ablauf war es schwer für uns dies an zu nehmen. Behandlung mit Axura
So und nun stehe ich da, gott sei Dank habe ich eine Haushaltshilfe.
Mit einigen Sachen komme ich aber einfach nicht klar.
- sie geht nachts im Haus umher ... klopft ... durchwühlt Schubladen, steht bei den Kindern im Zimmer, fängt nachts putzen an usw.
- sie kann nicht schlafen
- sie hat ständig Hunger, behauptet immer sie bekäme nix zu essen
- ihr ist es zu kalt oder zu warm
- zu hell oder zu dunkel
- ruft ihre Schwester oder Tochter an schimpft da über mich, wenn ich sie anspreche dann stimmt das nicht sie wäre froh dazu sein.
Man kann oft ganz klar mit ihr sprechen, dann geht sie wieder umher und betet stundenlang.

Deshalb Frage:
- Ist es normal diese riesen Unruhe und Schlaflosigkeit??
- sind das Schübe??
- wie kann ich sie dazu bringen die anderen nachts schlafen zu lassen
- sie redet oft davon dass sie sterben will .......... wir sollen sie umbringen was kann man dagegen tun
- sie redet sich ein dass sie körperlich schwach ist obwohl ihre ganze körperlichen Werte spitze sind.


Ich weiß ich schaffe es aber es ist schwer, ich möchte ihr ein menschenwürdiges Altern ermöglichen ohne selber drauf zu gehen.
Wie habt ihr das geschafft


grüßle

silvi
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sylvia
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 12:29    © sylvia
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Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist 53190 liebe Silvia (Namensvetterin),
Du selber hast schon ein schweres Schicksal.

Du mußt Dich mit der Demenz auseinandersetzen. Es ist normal, das Demente unruhig sind und nachts umherwandern, war bei meinem Papa auch so.
Das mit dem Hunger ist auch auf diese Krankheit zurück zuführen. Drauf achten, das sie nicht zuviel ißt, wegen Übergewicht oder falls sie Diabeties hat.
Ältere Menschen frieren leicht, das hab ich bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Seniorenstift sehr schnell erkannt.
Das sie über Dich schimpft, darfst Du nicht ernst nehmen, sie meint es nicht so. Auch funktioniert bei Dementen das Gedächnis nicht mehr so, wie bei einem Gesunden. Sie vergißt genauso schnell, wie sie es hörte. Auch das mit dem "Umbringen" versuchen ein anderes Thema anzuschneiden, davon ablenken.
Wie alt ist sie denn? Hat sie noch Hobbys - Musik oder basteln - kneten - kochen - Garten!

Ich denke auf dauer wirst Du es nicht bewältigen, Du hast schon die Oma, bist selber krank und Deine Krankheit wird ja nicht besser.

Vielleicht probierst mal eine Kurzzeitpflege für sie. Hat sie schon ne Pflegestufe und ist die Demenz festgestellt?

Diese Menschen sind oft ganz klar, war mein Papa auch. Ich mußte gottseidank nicht miterleben das er mich nicht mehr erkannte. Aber es tut heut noch weh, 1 1/2 Jahre ist er nun nicht mehr da.

Menschenwürdig altern, wollen wir alle. Es ist nur nicht immer so leicht umzusetzen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke - paß auf Dich auf. Schreib, wann immer Dir danach ist,wir hören zu.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 13:03    © Gast
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Danke Sylvia Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Icon_redface
Seit gestern hat sie Pflegestufe 2, es wurde schwere Demenz und beginnende Alzheimer bei einem Neurologen festgestellt.

Es hört sich sehr barsch an was ich schreib........... im Hintergrund höre ich sie jammern ............ obwohl ich grad oben war.

Sie weigert sich Tempos in Abfall zu schmeissen, da man sie trocknen kann.
Heute hat sie zweimal schon in die Hosen gemacht, sieht aber nicht ein, dass man sie und die Kleider waschen muss.
Ich bin froh, dass ich viele Kinder habe, da ich sie oft wieder ein Kund betrachte und mir denk hab Geduld, sie weiß nicht was sie tut. Wenn sie sich in einer aggresiven Phase befindet, dann kratzt sie oder zieht mich an den Haaren, da sie früher schon immer bös zu mir war, weiß ich immer nicht in wie weit sie das vorschiebt oder was echt ist.
Ja, ich glaub dass ist mein größtes Problem, dass ich früher schon keinen Zugang zu ihr hatte und immer die Böse war. Emotionell regeln wir das so, dass ich sie zwar versorge, aber mein Mann für die Wärme zuständig ist. Ich übernehm meine Oma.
Ich begreife die Krankheit noch nicht, ich weiß es theoretisch, jedoch fällt es mir schwer, dies in die Praxis um zu setzen.
Meine Schwiemu akzeptierte meine Krankheit nie, auch nicht als ich im Rollstuhl sass ........ jetzt merk sie immer wieder mal dass ihr Verstand auf Reisen geht und verzweifelt fast daran in ihren klaren Momenten. kann aber nicht nachvollziehen, dass ich nicht 100% geben kann
Ich komm mir vor, als ob ich nur am strampeln wäre, aber noch nicht schwimme, gestern habe ich den Bescheid bekommen über Pflegestufe somit wird das finanzielle mal leichter wird.
Im Moment ruft sie wieder:" Silvia ...Silvia helf mir ... bring mich um ........" es tut so weh dass zu hören ............ ihre Tochter lässt sich nur blicken, wenn sie Geld braucht, im Moment müssen wir uns freie Stunden klauen, obwohl wir ja die Verwandte da haben die vorerst hilft.
Jetzt schaue ich erstmal nach einer Tagesbetreuung, so dass wir einen Tag in der Woche frei sind.
Sie war schon immer sehr schmerzempfindlich, aber nun artet es zum Teil extrem aus.
Hilft eigentlich Baldrian oder Johanniskraut??
Ich fühle mich allein ........... wer sagt mir wie ich es machen muss, unsere Hausarzt lobt mich da sie viel besser beieinander ist, wie sie gekommen ist. Wie sieht es aber in ihr aus .......... kann sie wieder ein wenig Glück empfinden??
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 13:28    © sylvia
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Liebe Silvia,
es hört sich nicht barsch an. Es wird viel verlangt. Jeder hat hier seine eigene Geschichte. Ich wurde 2007 ins kalte Wasser geworfen als ich hörte per Telefon Mutter ist tot. Nun konnte ich nach 10 Jahren meinen Papa wiedersehen - alles weitere steht hier niedergeschrieben.

Ich denke, da sie Dich schon vorher nicht mochte wird es einfach zu schwer für Dich, ist auch der viele Streß und Ärger nicht gut für Dich. Meine Schulfreundin hat auch MS.

Sie meint es gewiss nicht so. Keiner weiß wie es in diesen Menschen aussieht. Ich habe meinen Papa schon glücklich gemacht, wenn ich nur da war. Aber ich bin auch die einzige Tochter und er liebte mich so sehr. Bei Dir ist es etwas anderst. Sag mal, wie alt ist denn ihre Tochter, so ein Verhalten ist das Letzte.

Du solltest auch an Deine Kinder denken, das alles mitzuerleben ist vielleicht nicht so schön, denke mal so gross und erwachsen sind die 3 anderen noch nicht.

Meine Jungs sind 29 und 27 Jahre und dem Kleinen fiel es sehr schwer seinen Opa oft so hilflos zu sehen. Ich dachte nicht, das es ihm so nahe ging. Als ich dann im Krankenhaus war und ihn bat nach Opa zu schauen und ihm Obst zu bringen, ging es ihm sehr nahe, als sein Opa nicht so gut "drauf" war. Die Schwester erzählte mir später er hatte einen Weinkrampf und seine Freundin, die auch dabei war, versuchte ihn zu trösten. Da dachte ich dann nach. Als mein Papa dann Aug. 08 im sterben lag stand ich das allein durch. Die Jungs wollten ihn in Erinnerung behalten, wie er war.

Du kannst es ja mit Baldrian und Johanniskraut versuchen, ist ja pflanzlich. Vielleicht kann Dir aber auch der Neurologe einen Tipp geben oder andere hier im Forum.
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/depression4c.html


LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 14:07    © Gast
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Meine "Kleinen 3 " sind 18,14 und 7 sie müssen auch gerade eienn Weg finden damit um zu gehen.
Ihre Tochter ist 50, sie war ja der Auslöser des ganzen Dramas. Da ihr Sohn sie nicht in seiner Wohnung wollte zog sie zu meiner schwiegermutter. Wir waren froh, dann ist sie nicht allein. Bis zu jenem Anruf" Hilfe ... helft mir Veronika sperrt mich ein und ich darf nicht telefonieren"
Nachdem mein Mann rein fuhr und meiner Schwägerin half zum ausziehen ging es danach stetig bergab mit meiner Schweimu. Zuerst kam sie wegen Unterernährung ins KH, danach kurzfristig in ein Pflegeheim, da sie sich da aber absolut nicht wohlfühlte nahmen wir sie zu uns. Das klappt auch soweit. Ich überlasse ihre Pflege hauptsächlich der Helferin und halte meinem Mann denRücken frei so dass er sich abends um sie kümmern kann. Für mich bleibt das bürokratische übrig und die Organistion unserer "privaten Seniorenresidenz" mit Außenwohngruppe für jugendliche Studenten( 20 und 24).
Noch bin ich am planen wie wir dass alles regeln, vom Wohnraum klappt das da wir durch meine Krankheit größer und behindertengerecht gebaut haben und somit 3 WG im Haus haben.
Wie kann sich ein Neurologe so sicher sein dass es Demenz und nicht Depressionen sind??
Mir tut sie leid ............ auch dass ich ihr nicht die Wärme entgegen bringen kann wie meiner Oma ........ die Kinder gehen ihr aus dem Weg da sie immer will, dass sie ihr helfen sich um zu bringen, oder für die Jungs ein "peinliches" Verhalten an den Tag legt. Der mit 18 lernt einen sozialen Beruf und ist mir eine große Hilfe.
Ich muss Regeln festlegen da wir viele sind, aber wie soll ich sie ihr rüberbringen??
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 15:17    © sylvia
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Liebe Silvia,
das sind schwierige Fragen. Ein Neurologe macht den Uhrentest. Ich weiß aber, das Demenz meist auch mit Depressionen einher gehen.

Es muß Dir nicht leid tun Silvia. Du machst schon eine Menge, hast ein gr. Herz.

Ich verstehe aber auch Deine Kinder, versetzt Dich doch mal in Ihre Lage - Oma will das sie ihr helfen sich umzubringen - ich glaube nicht das das für die Psyche Deiner Kinder gut ist. Ihre kleinen Seelen sind noch jung.

Regeln Deiner Schwiegermutter rüberbringen wird nicht gehen, jede Veränderung wie Krankenhaus.... verschlechtern den Zustand eines Dementen. Ich kenne es von meinem Papa. Ich brauchte 4 Wochen, bis er wieder der "Alte" war. Oft bleibt etwas zurück, sie werden zurückgeworfen. Man kann mit ihnen nur von einer auf die andere Minute leben. Sich freuen, wenn es mal gut läuft.

Ich Aufgaben, die Du und Deiner Familie sich da stellen sind sehr gross und schwer. Du wirst Deinem Mann auf die Dauer nicht den Rücken freihalten können, weil es Dir über den Kopf wächst.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 15:28    © Biggi
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Hallo Silvi, willkommen im Forum. Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist 746561

Sylvia hat schon das Wesentliche geschrieben. Du hast ja wirklich eine Menge an Problemen auf einmal zu bewältigen. Das ist sicherlich sehr schwer.

Was du beschreibst, sind typische Erscheinungen bei der Demenz, war am Anfang bei unserer Mutter auch. Kann natürlich zusätzlich mit anderen Dingen zutun haben. Das müsste ein Neurologe mal abklären.
Mich macht nur stutzig, dass sie ständig davon redet sich umzubringen. Könnt ihr einschätzen, ob sie es nur so dahersagt, um Aufmerksamkeit zu erlangen? Oder hat sie tatsächlich eine Tendenz dahin? Dann würde ich das umgehend dem Arzt mitteilen, damit er der Sache auf den Grund gehen kann.

Menschenwürdiges Altern denke ich, hat viele Möglichkeiten. Manche Menschen wären besser in einem Seniorenheim aufgehoben, wo die häusliche Pflege nicht gewährleistet ist. Andere wiederrum werden zuhause gepflegt, weil das Umfeld stimmt und die Menschen das so entscheiden.
In deinem Fall sehe ich das auf Dauer als sehr schwierig, dass ihr sie zuhause lasst, da du selber krank bist und ja noch genug andere Sachen zu bewältigen hast.
Es ist immer eine Frage, inwieweit man es selber kann und möchte. Es ist keine einfache Aufgabe zuhause zu pflegen und sehr zeitaufwendig.

Wenn du mal die Zeit hast, dann stöber doch einfach mal hier im Forum rum, da sind viele interssante und lehrreiche Themen, die besser verstehen lassen, dann kann man vieles auch besser umsetzen.

Alles Gute und weiter viel Kraft. Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Icon_smile

LG Biggi






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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 15:48    © Gast
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Danke Biggi für deine Worte.

Ja, ich denke meine Zweifeln, ob dass so okay ist klingeln durch.
Sie hat ja eine vollständige Wohnung bei uns, kann jederzeit zu uns kommen. Mein Mann schaut am Abend immer nach ihr, da freut sie sich auch riesig darüber.
Unsere Hilfe ist bei ihr in der Wohnung, somit hat sie 24 Stunden Gesselschaft. Auch meine Großmutter steht im Haus noch als Kontakt bereit.
Sie will in kein Heim, sie fühlt sich wohl ---sagt sie--- ich laufe dauernd mit einem schlechten Gewissen rum.

Ach ich weiß nicht wie ich das erklären soll .... ich hab Angst vorallem ............. schaffen wir dass??? Mein Männe sagt ..klar wir haben noch alles geschafft, ist total lieb zu mir, geht mit mir ins Musical und Theater.

Wir sind eigentlich Optimisten ........... sie ist eher schon immer pessimistisch eingestellt ........... ich habe Probs unsere Lebensweisen unter einen Hut zu bringen.
Ach mann ........ irgendwie schreib ich selber Mist ............ ich muss mit mir selber erstmal ins klare kommen
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 16:47    © Biggi
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Liebe Silvi,
du schreibst KEINEN Mist. Du gibst nur deine Gedanken wieder, die jetzt verständlicherweise strubbelig sind! Aber das Schreiben hilft, glaube mir.
Toll ist, das dein Mann so lieb ist, das ist finde ich schon die halbe Miete. Geteiltes Leid ist halbes Leid.. Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist 745450

Die Lebensweise deiner Schmutter wird sich auch weitergehend von euch unterscheiden. Diese Krankheit alleine wird dazu beitragen.
Solange sie noch so ist, darfst du dir bloss nicht deinen Optimismus nehmen lassen. Der hilft schon in vielen Sachen alles besser zu verarbeiten.

Wie Sylvia schon schrieb, melde dich hier wann immer dir danach ist. Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Icon_smile

LG Biggi






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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyDo 04 Feb 2010, 17:18    © sylvia
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Liebe Silvia,
ich kann mich da den Worten von Biggi nur anschließen.

Du kümmerst Dich seit 1 Jahr um die Oma, nun noch die Schwiegermutter. Schön einen verständnisvollen Mann zu haben. Auch das Du Optimistin bist, also es positiv siehst, kann auf die Dauer, wenn es eine Pflegefall wird wohl nicht klappen.

Du hast Familie und möchtest auch noch leben vergiß das bitte nicht.

Vorallem, wenn die Absichten Deiner Schwiegermutter mit den Tötungs.... sie wirklich mal in die Tat umsetzt Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Confused . Würde darüber umgehend mit dem Arzt reden.

Ein schlechtes Gewissen mußt Du nicht haben, sondern die TOCHTER.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyFr 05 Feb 2010, 09:19    © Admin
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Liebe Silvia

Auch von mir als erstes ein Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist 53190

Du hast schon viele gute Antworten bekommen. Nun möchte ich mich diesen anschliessen.

Innere Unruhe und Tag/Nachtumkehrung gehört sehr oft zu den demenziellen Symptomen. Schon alleine desshalb, weil eine Demenz am Anfang der Erkrankung beim Betroffenen viele Ängste und nicht selten auch Depressionen auslöst. Einerseits werden vom Betroffenen ganz klar die Defizite wahr genommen und andererseits löst die Tatsache was eine diagnose Demenz beinhaltet oft eine Verteidigungshaltung hervor. Weil einfach bei jedem Menschen im Hinterkopf die Meinung herrscht - Demenz = Bevormundung und nicht mehr ernst genommen zu werden u.s.w. Diese Tatsachen, aber auch die Tatsache das bei einer Demenz immer weniger gute Argumente (Wortfindung) vorhanden sind, lässt auch ein bisschen besser verstehen, wieso körperliche, agressive Reaktionen vermehrt vorkommen können.

Da der Umgang deiner Schwiegermutter, dir gegenüber schon früher nicht gut war, macht es das Ganze für dich (vorallem Emotional) noch schwieriger, ja eigentlich sogar fast unmöglich. Da ist deine Entscheidung, das dein Mann für Streicheleinheiten und Wärme zuständig ist sehr verständlich. Dennoch erschwert gerade diese Tatsache den Umgang zwischen dir und deiner Schwiegermutter zusätzlich. Weil jegliche Pflege wesentlich schwieriger wird, wenn dabei keine Wärme und Liebe vermittelt werden können.....Irgendwie wird es so zum Teufelskreis, da sich bei deiner Schwiegermutter die Annahme von wegen - lieber Sohn und böse Schwiegertochter unweigerlich zusätzlich verstärken. Wiederum von deiner Seite her, ihr gegenüber ein besseres Verhältnis gänzlich unmöglich macht.....Ich wage also mal fast zu behaupten, das eure Situation niemandem von euch wirklich gut tut. Es wäre also ernstlich zu überlegen, ob nicht eine Pflege von "neutralen" Personen doch wesentlich besser wäre. Auch wenn sich deine Schwiegermutter in einem Heim erst einleben müsste und jeder Wohnwechsel für Demente generell sehr schwer ist, so frage ich mich dennoch, ob nicht dies für euch alle die besser Lösung wäre? Ihr sie dann dort regelmässig besuchen könntet und vorallem wärend den Besuchen ihr ungeteilte Aufmerksamkeit schenken könntet? Leider kann euch diese Entscheidung aber niemand abnehmen, wir können dir nur unsere Gedanken mitteilen, in der Hoffnung das diese dabei helfen können für euch einen möglist guten begehbaren Weg zu finden.

Bitte vergiss nicht: Für eine bestmögliche Entscheidung müssen immer alle Komponenten mit berücksichtigt werden. Dazu gehört auch die emotionale Vorgeschichte, die sich selbst im Falle einer Demenz nicht einfach ausklammern lässt. Niemand von uns hat übermenschliche Fähigkeiten und dazu darf man und soll man auch stehen.

Nun noch ein bisschen Sachliches zu deinen Fragen.
Ich finde es rein medizinisch gesehen immer Sinnvoll, erstmals verschiedenen Symptomen mit natürlichen Mitteln zu begegnen. Baldrian, oder Johanneskraut gehören da für mich dazu. Allerdings ist auch zu beachten, das nur ein aktiver Tag, mit ausreichend Beschäftigung (Bewegung) für einen besseren Schlaf nachts sorgen können. Wenn das alles nichts hilft, gibt es auch noch andere, aber nur durch Ärzte verordnete medizinische Möglichkeiten.

Auch Demente können durchaus Glück und Freude empfinden. Bedinungung, es wird ihnen dort begegnet wo sie gerade stehen. Bedingung es werden ihre aktuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten so umgesetzt, das es für sie zu einem Erfolgserlebnis werden kann. Ob Dement oder nicht, es ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen, ein sinnvolles Dasein zu haben und für etwas "nützlich" zu sein. So hatte ich z.B unseren lieben Erik (solange körperlich möglich) in alles mit einbezogen. Wir sind gemeinsam einkaufen gefahren, haben gemeinsam gekocht und wenn es ums Wäsche waschen ging, hatte er mir den Wäschekorb getragen. Wir haben gemeinsam musiziert oder getanzt, wenn das Wetter zu schlecht für Spaziergänge war. Ich durfte nur eines nie - nämlich, ihn alleine lassen. Er musste mich immer im Blickfeld haben. Auch bei uns waren die Nächte oft sehr schwierig und so musste ich meistens zwischen 2 - 5 mal aufstehen und mich zum Teil auch recht lange wach halten. Einfach weil für Demente aufwachen = Morgen ist und Müde = Abend bedeutet. Irgendwann kommt der Punkt, wo jegliche auf Einsicht hoffende Erklärung zu Abstrakt würde und somit lediglich für mehr Verwirrung und dementsprechend für destruktive Reaktionen sorgen täte. Also besser lange Diskussionen bleiben zu lassen und dafür mit Körpersprache und Mimik zu Kommunizieren und sich jeweils auf den Augenblick einzustellen......Sicher wir hatten nicht nur gemeinsame Freuden erlebt, sondern auch Trauer, Wut und Agressionen und alles was dazu gehört. Oft hatten wir uns auch einfach in den Arm genommen und geweint. Dennoch, auch wenn wir uns sehr nahe standen, so gab es viele Augenblicke wo ich nicht wusste was ich tun soll und wo ich mich gänzlich Ratlos fühlte.
Manchmal war ich über die Vergesslichkeit wo eine Demenz "schenkt" dankbar - auch wenn mich diese oft zum verzweifeln brachte......Ich hatte gezwungenermassen gelernt einen Tag nach dem anderen zu nehmen und immer wieder neue Prioritäten zu setzen - je nach aktueller Situation, die sich manchmal von einer Minute auf die Andere ändern konnte.....Du siehst liebe Silvia, Demenz krempelt jegliches Alltagsleben für verantwortliche, pflegende Angehörige um. Dies ist selbst für diejenigen schwer zu tragen, wo gegenseitige tiefe, innige Verbundenheit und Liebe vorhanden ist. Für deine Situation jedoch wo diese Verbundenheit fehlt, fürchte ich das alles zu einem übermenschlichen Kraftakt führen könnte und eventuell in einer Katastrophe endet, wenn nicht rechtzeitig eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden wird.

Vergiss bitte nicht, auch du hast Familie die dich braucht. Was MS beinhaltet und wie schwer das sein kann damit umzugehen weiss ich aus meinem Freundeskreis. Bitte vergesse dich selber im Ganzen nicht, es hilft niemandem wenn du zusammenbrichst. Du wirst ohnehin noch sehr viel Kraft brauchen um mit deiner Krankheit leben zu können, aber auch für deine Familie, die dich noch lange in ihrer Mitte haben möchten und dich ebenfalls braucht.

Zum Schluss noch ein paar kleine Tips für den Umgang mit Dementen:

1. Möglichst nicht auf Defizite oder Fehlverhalten hinweisen. Dies wird meist so empfunden als ob jemand noch seinen Finger in die Wunde steckt. Unter den Defiziten leiden Betroffene selbst schon genug, auch wenn sie es nicht zugeben würden.

2. Klare Anweisungen helfen schwere, eventuell unmögliche Entscheidungen selbst zu treffen und können somit demente Entlasten.

3. Wenn "Pannen" geschehen, möglichst diese Beseitigen ohne gross Worte zu verlieren. Dies hilft dabei etwas ansich schon Peinliches nicht noch Peinlicher zu machen indem man noch darauf hinweist. Die Person darauf hin zu waschen (wenn es sich um Urin handelt) funktioniert leider nicht immer, aber die Wäsche zu wechseln weil sie Nass und unangenehm ist meist schon. Für das Waschen an sich geht es manchmal nicht anders, als dies je nach Tagesform anzupassen und etwas zu verschieben. Die Hauptsache ist aber, das der Popo danach wieder trocken ist. Sollte es sich aber um Kot handeln, dann hilft es manchmal zu sagen "komm wir sorgen dafür das es nicht brennt - ich weiss selber wie unangenehm dieses Brennen sein kann". Sprich, sowas kann jedem passieren, aber das Brennen danach möchte niemand haben - darum muss man was dagegen tun.

Betreffend Tempos trocknen lassen. Ich vermute das hat damit zu tun, das man früher Stofftaschentücher benutzte und mehrmals nach dem Schneuzen wieder trocknen liess bevor sie dann wieder gewaschen wurden. Jetzt macht sie es so mit Tempos. Lass sie diese zum trocknen auslegen und beseitige du sie dann ohne grosse Worte.

4. Möglichst viel Loben, wenn auch für Kleinigkeiten. Es stärkt das Selbstwertgefühl und nimmt den Gedanken vonwegen nur noch eine Last für andere zu sein.

5. Nicht auf die Defizite hinweisen, sondern versuchen das was noch funktioniert im Alltagsleben zu integrieren und zu fördern.

6. Fragen die mit JA oder NEIN beantwortet werden können, sind für Demente einfacher zu Hantieren als Fragen, die mehrere Worte zur Beantwortung brauchen.

7. Zurechtweisungen werden meist als Kränkung wahrgenommen, oder als nicht ernstgenommen werden der eigenen Person und des eigenen Willen. Dies bewirkt sehr schnell Trotz und Gegenreaktion zur eigenen Verteidigung. Darum sind auch da kurze Anweisungen - und keine grossen Diskussionen die auf Einsicht hoffen - leichter von Dementen anzunehmen.

Es gäbe noch viele Punkte zu erwähnen. Dies sind einfach mal so die Wichtigsten. Vielleicht vermag es dir ein bisschen zu Helfen. Ansonsten einfach Fragen und bitte deine Gedanken weiterhin niederschreiben, auch wenn sie dir noch so "verworren" vorkommen. Bei mir hatten sich oft Gedanken überhaupt erst wärend des schreibens angefangen so langsam zu sortieren.

Ich wünsche dir viel Kraft, davon wirst du noch eine ganze Menge brauchen.

Nochmals liebe Willkommensgrüsse

Ursula






Liebe Grüsse
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Ursula 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyFr 05 Feb 2010, 11:00    © sylvia
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Moin,
unsere Ursula hat es treffend auf den Punkt gebracht.

Ich möchte noch etwas zum waschen sagen, oft schrecken sie zurück weil der Waschlappen kalt ist, ich habe dann warmes Wasser genommen.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptyFr 05 Feb 2010, 22:51    © maxmoritz
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Hallo Silvia,
auch von mir ein herzliches Willkommen von mir.
Meine Vorschreiberinnen haben Dir schon alles wichtige mitgeteilt.
Nutze uns wenn Dir danach ist.
Viel Kraft un Stärke
LG Moni Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist Icon_flower






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flower Ich grüße alle Foris flower
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptySa 06 Feb 2010, 10:48    © Gast
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Danke für eure lieben Worte, gestern hatte ich einen riesen langen Beitrag geschrieben aber irrtümlich in eine PM und konnte sie nicht rüberkopieren.

Was gab euch von Anfang an die Sicherheit, dass ihr das schafft ........... dass kann doch keiner wissen. Wie seid ihr mit euren Zweifeln umgegangen?
Ich hab mir alles noch mal durchgelesen, man könnte meinen ich will das nicht mit meiner Schwiegermutter. Das stimmt nicht. Mein Problem ist ich will es perfekt machen. Ihr müsst euch das so vorstellen bei uns.
Wir haben ein 3 Familienhaus im UG wohnt meine Oma in einer 2 Zimmer Wohnung, im Eg wohnen mein Mann und ich mit unsere, Kleinen 7. Im Og wohnt Mamika(meine Schwiemu) mit meinem 18 jährigen und der Helferin. In einem Nebenraum wohnt noch mein 14 jähriger, das Zimmer ist aber auserhalb der einen Wohnung. Wir haben ihre Möbel von zuhause dahingestellt um es ihr gemütlich zu machen.
Tagelang ist es super, keine Angriffe nix, dann aus heiterem Himmel kommen ihre Angriffe, körperlich und verbal.
Heute werden wir uns mit der Helferin zusammensetzen und ihr die goldenen Regeln erklären ... die ich mir auch noch verinnerlichen muss.
Ist es falsch gewisse Regeln aufzustellen?? Mamika geht viel daneben auf der Toilette, deswegen möchte ich nciht dass sie die Toilette benutzt die unserer Kleiner und ich benutzen. Wir haben nebenan ein Gäste WC.
Es ist schwer die Kinder am Tisch ruhig zu halten wenn Mamika ihr Gebiss raus nimmt und es bei anderen auf den Teller legt.
Sie weiß es wenn wir sie anschauen nimmt sie es vom Tisch.
Bei euch hört sich dass so an als ob man einer Dementkranken alles erlauben und duchgehen lassen soll, dass kann ich nicht nach voll ziehen, ich vergleiche sie mit einen Kind dem ich 1000 mal das gleiche sagen oder zeigen muss.
Ich unterscheide die Tage in Gewittertage und Sonnentage, habe ihr ein Schild gebastelt wo sie selber so drehen kann wie sie meint dass sie drauf ist.
Zweifel über die Machbarkeit bleiben ...........
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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptySa 06 Feb 2010, 13:36    © sylvia
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Liebe Silvia,
es gab keine Sicherheiten, vieles habe ich über die Krankheit erlesen und auch aus dem Bauch raus entschieden. Mir half auch meine ehrenamtliche Tätigkeit im Seniorenstift. Ich wollte nicht, das mein Papa in dem gr. Haus stürzt, da er auch in den Keller ging. Ein Oberschenkelhalsbruch wirft Demente noch weiter zurück als "normal Kranke". Also holte ich ihn in einen Seniorenstift in meiner Nähe und ich habe es nie bereut. Man muß Prioritäten setzen. Alles unter einen Hut geht nun mal nicht. Ich hatte auch nie Zweifel, das eine was ich will, das andere was ich muß.

Es klingt aus Deinen Zeilen nicht, das Du es nicht willst, sondern es ist bei Dir einfach nicht machbar. Das gespannte Verhältnis und Deine Krankheit.

Man kann Deiner Schwiegermutter keine goldenen Regeln erklären, sie vergißt es mal schneller mal langsamer. Sie vergißt auf welche Toilette, sei froh, wenn sie noch eine findet und vorher die Hose runter zieht, manche setzen sich so drauf, klappen nicht mal den Deckel hoch.

Es hat nichts damit zutun einem Dementen alles zu erlauben, sondern es ist eine andere Welt, ihre eigene Welt in der sie leben. Sie verstehen nicht was Du willst. Willst Du es trotzdem durchsetzen können sie wütend werden.

Weißt ich ging mit dieser Krankheit wohl auch darum etwas anderst um, weil mein Papa 51 Jahre von seiner Frau, meiner Mutter, alles vorgeschrieben bekam, er durfte nichts selbstständig und als er mit über 80 Jahren nicht mehr tanzen konnte mit ihr (sie sind gleichalt) sagte sie zu den Nachbarn: der kann weg, ist zu nix mehr nütze.

So habe ich meinen Papa nie zu etwas gezwungen, ihm jeden Wunsch von den Augen abgelesen, aber wir hatten auch nach der langen Trennung von 10 Jahren ein gutes Verhältnis. Das ist auch etwas ausschlaggebend bei dieser Krankheit. Man kann mit Liebe, sanften einfachen Worten, wie es Ursula oben schon beschrieben hat, sehr viel bewirken.

Sie ist auf keinen Fall ein Kind und möchte auch nicht so behandelt werden. Ich hoffe das Schild liegt auf einem Tisch und hat sie nicht um den Hals.

LG Sylvia








Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu  viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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BeitragThema: Re: Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist
Ich brauche Hilfe und wenns nur zum reden ist EmptySa 06 Feb 2010, 15:42    © Biggi
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Hallo Silvi,
die Sicherheit, dass man es schafft, kann einem niemand geben, wie auch? Es gibt Menschen die fast alles schaffen und nichts umhaut,
dann gibt es andere, die bei der geringsten Belastung resignieren.
Das musst du ganz alleine mit dir ausmachen, inwieweit du da gehen möchtest oder kannst.

Genausowenig kann man Demente nicht wie Kinder erziehen und Regeln aufstellen. Wenn du dich mit der Krankheit auseinandersetzt, wirst du es feststellen. Es ist halt eine Krankheit, die fortschreitet und nicht beherrschbar für die Kranken ist.
Danebenpullern auf der Toilette, freche Antworten, nur einige Beispiele, gehören dazu, weil sie es nicht wissen!! Kein Dementer macht so was aus Boswilligkeit.

Wenn du dir das alles nicht verinnerlichst, sehe ich kein harmonisches Zusammenleben, MIT den Problemen eines Dementen, umsetzbar.

Ich will dir keinesfalls zunahe treten, aber vielleicht gehört sie tatsächlich in eine Umgebung, in der sie verstanden wird und dementsprechend gefördert wird.
Ist eure Helferin denn mit Dementen vertraut? Dann kann sie die ja bestimmt auch genug darüber erzählen, damit für dich vieles klarer wird.

Ich hoffe für dich, dass ihr eine patente Lösung für BEIDE Parteien findet.

LG Biggi






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