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 Hallo ihr Lieben

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Christine70
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BeitragThema: Hallo ihr Lieben
Mi 13 Jan 2016, 21:55    © Christine70
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Nach ber einem halben Jahr melde ich mich wieder. Es ist seitdem wieder sehr viel passiert Sad

Für alle, die nicht wissen um was es geht, hier mein letzter Beitrag
https://www.demenzforum.net/t6231-nach-langer-zeit-melde-ich-mich-mal-wieder

Meine Mutter wohnt noch immer im betreuten Wohnen, aber jetzt merken die Betreiber selber auch, daß mit ihr nicht mehr viel anzufangen ist. Die Demenz schreitet voran und das läßt sich nicht mehr überspielen.
Momentan liegt sie seit Mitte Dezember im Krankenhaus, weil sie einen Nabelbruch hat, der operiert wurde. Wieder drei OPs unter Vollnarkose, was gar nicht gut ist.

Ich war paarmal bei ihr, aber sie weiß nichtmal, warum sie im Krankenhaus liegt. Sie meint, wir haben sie abgeschoben, weil sie uns sonst weihnachten nur zur Last fällt. Wieder die alte Laier. Immer diese Vorwürfe, die nicht stimmen.
Bei unserem letzten Besuch waren meine Kinder dabei. Sie kannte sie nicht mehr. Meinen großen Sohn hat sie für meinen Mann gehalten. Und am schlimmsten war, sie wollte nach Hause. Konnte sie aber nicht, weil sie an lauter Infusionen usw hing.

Sie hat dann nach Weihnachten einige Male angerufen, bis zu 10 Mal am Tag, sogar mitten in der Nacht. Und immer das selbe, daß ich sie abgeschoben habe, und wenn sie wieder zuhause ist, will sie nix mehr mit mir zu tun haben. Ich kenne meine Mutter so gar nicht. Sie wird richtig böse und teilweise sogar obszön. Mich macht es fertig.

Ich bin jetzt in einer SHG für Angehörige von Demenzkranken, aber irgendwie hab ich den Eindruck, bei den anderen ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Sie verstehen gar nicht, warum ich mich so über meine Mutter aufrege. Entweder haben sie wirklich Glück im Unglück und ihre Demenzkranken sind friedlich und nur ich hab Pech Sad
Auf jeden Fall versteht mich dort keiner so recht. Immer hör ich nur, ich soll nicht widersprechen.


Nein, den Kontakt will ich nicht abbrechen zu ihr, aber momentan brauch ich mal eine Auszeit.
Dann kam heute wieder meine Schwester, die auch ihr Betreuer ist. Sie hat alles an sich gerissen. Sie hat alle Kontovollmachten, regelt das mit der Krankenkasse, der Wohnung usw.. Sie bekommt dafür das Pflegegeld. Damit haben wir keinerlei Probleme, aber wir haben halt auch keinerlei Mitspracherecht, sie läßt das nicht zu.

Es ist endgültig der Wurm drin. Jetzt zofft auch noch der Rest der Familie und das ist nicht gut. Nur soll ich mir alles gefallen lassen? Wenn ich seh, wie andere Familien mit Demenzkranken zusammenarbeiten, werd ich richtig neidisch.

schreiweinend

Das war jetzt mal ein Update von uns. Leider nichts Gutes. Es tut nur noch weh.
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Kathra
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BeitragThema: Re: Hallo ihr Lieben
Do 14 Jan 2016, 22:38    © Kathra
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Hallo Christine,

meine Mutter hatte mich in der Vergangenheit auch oftmals zum Platzen gebracht, weil sie entweder unglaubliche Geschichten über mich erzählte oder behauptete, das ich sie bestohlen hätte. Den Demenz-Test, den sie mir zum Beweis, das sie ja nicht bekloppt und somit im Recht wäre, hatte sie bestanden.
Diese ganze Geschichte mit meiner Mutter führte mich in dieses Forum und kann, nach dem ich etliche Antworten auf meine Fragen bekam und sehr sehr viel darüber nachdachte, sehr viel besser mit ihr um gehen.

Ich bin tatsächlich relaxter/entspannter, weil ich mir klar machte, das sie krank ist und das sie im Normalfall niemals solche bösen Sachen über mich denken bzw. verbreiten würde.

Die Mitglieder deiner SHG haben bestimmt nicht mehr Glück im Umgang mit ihren an Demenzerkrankten Angehörigen. Sie haben sicherlich nur gelernt mit ihnen umzugehen und versuchen dir das nun zu verklickern. Wenn sie z.B. hören, das deine Mutter deinen Sohn mittlerweile als deinen Mann wahrnimmt oder hören, das deine Mutter dich bis zu 10x am Tag anruft, also wenn man es echt so versteht, das deine Mutter wirklich krank ist und nichts dafür kann das sie so ist wie sie ist, ja dann tun sich evtl. ein paar Fragezeichen bei ihnen auf, warum du dich immer und immer wieder über das Verhalten deiner Mutter so aufregst.
Natürlich muss man Dampf ablassen...aber das ist eine andere Art von Dampf. So ungefähr wie: "Das war ja heute absolut nervig." oder: "Das war kaum auszuhalten....". Der Grundtenor ist aber und bleibt: Mutter ist krank, sie ist normalerweise so nicht!

Ja und zu deiner Schwester... Das ist schwierig etwas zu ihrer Vorgehnsweise zu schreiben, weil man die Hintergründe ja jetzt auch nicht genau kennt. Vielleicht triffst du dich mal mit ihr zum Kaffee und sagst ihr wie toll du das finden würdest, das sie sich kümmert. Ich glaube, das sie dann schon ein bisschen was erzählen wird.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute
Kathra
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Hallo ihr Lieben

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