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 WÜRDE !!

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greenwood.66
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BeitragThema: WÜRDE !!
Mi 08 Feb 2017, 15:48    © greenwood.66
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Grundsatz im allg.Umgang für mich und meine demente Mutter.
Meine Mutter befindet  sich schon lange  im 3´ten Stadium der Demenz,wie ich hier nochmal nachgelesen habe.
Sie bestimmt,was und wie es geschieht.
Ich kann nur erklären,bitten ,betteln,beobachten und muss sehr kompromissbereit sein.
Aber:Die  Würde des Menschen ist unantastbar.
Ich akzeptiere keine Medikamente,die mir das Leben erleichtern ,aber ihr schaden.
Sie erfreut sich" bester" Gesundheit ,wir konnten ihren Blutdruck normalisieren,Gleichgewicht wiederherstellen,aber,bedingt durch ihr Schlafbedürfnis ,versorge ich sie mit Vitamin D3,da sie jetzt zu wenig draussen ist.

Den dementen Menschen in Plegeabläufe gegen seinen Willen zu pressen. ist nach meiner Auffassung eine Straftat.
Schwierig wird es bei Körperpflege und Ernährung.Aber es gibt Zeitfenster im Laufe eines Tages oder einer Woche,wo es klappt.
Bespiel :Meine Mutter wird vom DRK 1`mal die Woche von 9.30Uhr bis10.15Uhr  für die gr.Toilette besucht.
Die Pflegerinnen haben mehrmals die Grenzen meiner Mutter überschritten,als ich die Zeit zum Einkauf oder Haushalt nutzte und nicht anwesend  war.
Sie setzten mir eine verheulte,in sich zurückgezogene alte Frau aufs Sofa.
An diesen Fehlern haben wir monatelang zu knappern.
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
Do 09 Feb 2017, 06:03    © Admin
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Lieber Greenwood

Ich habe mir das Recht genommen, dieses Thema zu verschieben. So wichtig und auch gut deine Erfahrungen diesbezüglich sind, so sind sie dennoch nicht unbedingt als Allgemeinunterstützung fürs Tipplexikon zu sehen. Denn sonst müssten wir eigentlich fast alle Erfahrungen hier im Tipplexikon aufnehmen, weil jede Erfahrung und jedes Erleben gleichzeitig auch immer etwas zur Hilfe für Andere beinhaltet. Tut mir leid, das ich da immer auch in bisschen Diffrenzieren muss - und hoffe auf Verständnis. Aber schliesslich ist ja auch dieser Bereich unersetzlich für Menschen wo sich intensiver mit Demenz befassen möchten rose






Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Übereinstimmung!
Do 09 Feb 2017, 08:16    © greenwood.66
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Da gebe ich dir Recht,ich wußte nur keinen besseren Ort,wo ich diesen Beitrag platzieren konnte.
Es sind halt unsere Erfahrungen,die es mir schwer,wenn nicht gar unmöglich gemacht haben,die Verantwortung für meine Mutter zu deligieren?.
Ich trage mich mit dem Gedanken,ein Lehrbuch für musiktherapheutisches Arbeiten mit Dementen zu verfassen.
Gibt es da schon Literatur?
Was ich bisher gesehen habe,war so schlecht,das es mich erschreckt hat.(Die ausführenden Personen)
Erwartungsvoll
Andreas Grünewald
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
Do 09 Feb 2017, 08:46    © gisela
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lieber Andreas
Zitat :
Ich trage mich mit dem Gedanken,ein Lehrbuch für musiktherapheutisches Arbeiten mit Dementen zu verfassen.
Gibt es da schon Literatur?
ja gibt es, und sogar nicht wenig, aber du schreibst es ja schon..........es kommt immer auf den
Anwender an.
ich für meinen teil kann sagen, dass wir in unseren Einrichtungen äußerst gute
musiktherapeuten haben, die nur wenig bis gar nicht nach Lehrbüchern arbeiten, sondern sich an biografien
der Bewohner, musikalischen vorlieben ect orientieren.

lieben gruß
gisela






    lieben gruß

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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
Do 09 Feb 2017, 09:24    © Admin
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Lieber Andreas

greenwood.66 schrieb:
Ich trage mich mit dem Gedanken,ein Lehrbuch für musiktherapheutisches Arbeiten mit Dementen zu verfassen.
Gibt es da schon Literatur?
Ich habe bis jetzt ehrlich gesagt noch nichts über gute Literatur darüber gesucht. Aus dem Grund heraus, das aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sich immer wieder gezeigt hat, dass nur wenn jeweils auch der passende Musikgeschmack von betroffenen Personen getroffen wird, sich auch tatsächlich das Herz dabei öffnen lässt. Ich muss auch ehrlich sagen, das mir das Wort "Therapie" dabei etwas sauer aufstösst, denn es geht doch im Endeffekt nur darum einen gemeinsamen musikalischen Nenner zu finden, wo das gemeinsame geniessen Voraussetzt. Wärend "Gesunde" sich die Musik selber wählen können, sowie auch die Menschen zu dessem Teilen dazu, gilt es, für unsere lieben Dementen, diesen aufgrund ihrer Reaktionen jeweils zu spühren, erfühlen und finden. Und an diesem Punkt ist für mich gaaanz viel Flexibilität gefragt und nur wenn man diese auch hat, kann es für Demente auch wirklich zu einem "Wohlfühl-Miteinander" werden....

Manchmal braucht es aus meiner Sicht keine Literatur, sondern lediglich ein mitfühlendes Herz wo immer wieder dazu bereit ist und den Wunsch verspührt, einen gemeinsamen Nenner zur "türöffnenden Kommunikation" der Musikwelt zu finden. Selbst wenn es sich für einen dabei selber um Bähh und Buhhh-Musik handelt  scharmant-zwinkernd  Auch hier gilt es für mich, das sich die "Gesunden" den demenziellen Begebenheiten anpassen müssen und nicht umgekehrt. Musik ist dabei ein ganz grosser Segen. Bedingung, man kann sich dort treffen wo es unsere Dementen auch im Herz erreicht. Und man vermag dabei selber auch über den musikalischen Generationenkonflikt hüpfen u.s.w






Liebe Grüsse
 

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BeitragThema: Lerngrundsatz
Do 09 Feb 2017, 09:47    © greenwood.66
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Einmal die Woche 1std. Musiktherapie ist für mich kein lernen .
Lernen heisst wiederholen,das bedeutet ,ich würde nur im Team arbeiten wollen.
Ein Erkrankter und eine Begleitperson,die miteinander lernen und das Erlernte mit nach Hause nehmen,um es in den Alltag zu integrieren.
Eine Gruppe sollte also, im Idealfall, aus 10 Erkrankten und 10 Begleitern bestehen,die gemeinsam versuchen,Musik in ihr Leben zu holen und sie für körperliches und geistiges Training zu nutzen.
Nach diesem Konzept habe ich in der musik.Früherziehung gearbeitet und vertrete es überzeugt.
Um Informationen aufzunehmen ,braucht es einen Begleiter,der am besten täglich mit dem Dementen "musiziert".
Nur so lassen sich Erfolge erzielen.Alles andere ist fröhliche Beschäftigungstherapie,die auch ihren Sinn hat,aber keine Zielsetzung erreichen kann.
Das Ziel ist der Kampf gegen diese Krankheit und ihre Symptome,wobei man nicht gewinnen kann,aber an einigen Fronten Erfolge erzielt.
M.f.G.
Andreas Grünewald
P.S.
Ich würde es auch nicht Therapie nennen.Jeder kann Musik machen.Mit seinem Körper,mit Hilfe von Instrumenten,oder als "aktiv Hörender.
Man lernt am besten,wenn Ding positiv,emotional belegt sind,das bedeutet der Lehrende muss als erstes herausfinden,wie seine Schüler zu packen sind.(zum Thema "Musikgeschmack")
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gisela
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
Do 09 Feb 2017, 13:11    © gisela
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lieber Andreas
Zitat :
Einmal die Woche 1std. Musiktherapie ist für mich kein lernen .
unsere musiktherapeuten sind täglich für mehrere stunden in der Einrichtung........und..........
haben nicht als ziel unseren dementen etwas "beizubringen" oder zu lehren, sie sind
im Team, um auf musikalischer ebene Erinnerungen zu wecken, Wohlbefinden zu erzeugen,
ein lächeln aufs gesicht zu zaubern, sich an wünschen, vorschlägen und ihren Beobachtungen zu
orientieren.
demente alte menschen haben meist noch sehr viel zu sagen, verbal, nonverbal, mit und ohne musik.
Zitat :
Nach diesem Konzept habe ich in der musik.Früherziehung gearbeitet
wo es sicherlich auch seine Berechtigung hat, innerhalb der arbeit mit dementen menschen
geht es aber weniger um Erziehung als um Begleitung, um Verständnis, um Empathie, darum
denjenigen dort abzuholen, wo er steht, ihn in seiner welt zu besuchen ohne ihm etwas
aufdrängen oder beibringen zu wollen.
Zitat :
der Lehrende muss als erstes herausfinden,wie seine Schüler zu packen sind.
ich habe auf meinem Wohnbereich........keine "schüler"..........sondern erwachsene, leider kranke, menschen,
die auch als solche behandelt werden wollen.
und ehrlich gesagt.............sind die dementen eher MEINE Lehrer, und das ist auch gut so.

lieben gruß
gisela






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Marie
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
Do 09 Feb 2017, 14:45    © Marie
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Ich möchte das mal von meiner Warte aus sagen: Wenn es sich um Demente handelt, die in ihrem vordementiellen Leben (egal bei welcher Gelegenheit) gesungen oder ein Instrument gespielt haben oder um Demente, die zumindest öfter Musik konsumiert haben, dann ist es sicher sinnvoll und schön für den Dementen, sich auch weiterhin damit zu beschäftigen - sei es aktiv oder passiv. So viel habe ich hier aus den diversen Berichten der anderen schon mitbekommen.

Für meinen Vater und mich wäre das sicher gar keine Option gewesen. Keine Ahnung ob er in seinem Leben jemals ein Lied gesungen hat. Ganz selten hat er mal volkstümliche Musik gehört. Mit Singen oder Musik allgemein hätte man ihn sicher nicht hinter dem Ofen vor locken können. In der Kurzzeitpflege oder den wöchentlichen Betreuungsstunden hat er sich auch niemals an den gängigen gemeinsamen Aktionen beteiligt. (Da stand im wesentlichen aber seine Körperbehinderung im Wege, sein gelähmter Arm/Hand.) Seinem Hobby aus ganz frühen Zeiten - malen - konnte er nicht mehr nachgehen, weil er kaum noch etwas sehen konnte. Von Beschäftigung im Garten konnte schon gar keine Rede mehr sein.

Er hat also den Fernseher laufen gehabt - Tiersendungen aller Variationen und Boxen. Hatte dabei aber meist die Augen geschlossen. Vielleicht hat ihm der Fernseher nur das Gefühl gegeben, nicht ganz allein zu sein.

Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, daß er sich nicht wohl fühlt oder etwas vermißt. Aus seinen Gedanken konnte man ihn ohnehin nicht so ohne weiteres "herausholen".

Was ich sagen will ist, daß man wirklich genau die Biografie - soweit zugänglich - beachten sollte. Nicht jeder Demente will immer wieder beschäftigt werden.

Meine Mutter dagegen hat sich in ihrem dementen Stadium stets selbst beschäftigt: Alles, was sich in Schränken befand, immer wieder an einen neuen Platz geräumt - außer in der Küche.






von Marie
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felixx
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
So 12 Feb 2017, 10:24    © felixx
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Hallo Andreas!

ich habe deinen Beitrag und auch die anderen Beiträge hier im Forum von dir bereits in der vergangenen Woche gelesen und lange überlegt, ob und wie ich dir antworten soll. ( Ich bin mir auch nicht sicher, dass das hier die richtige Form ist, ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel!)

Es fällt mir schwer, meine Reaktionen auf deine Posts in Worte zu fassen: einmal ist es sicher grenzenlose Bewunderung für das, was du da leistest. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe das ( als Jugendliche) für meine an Alzheimer erkrankte Oma getan und zuletzt jahrelang für meine Mutter ( Parkinson + Demenz). Sehr ähnlich und manchmal noch viel schlimmer, ergeht es den meisten hier im Forum ( sonst wären wir ja auch nicht hier!)
Aber da ist auch ein wenig Unbehagen beim Lesen, versteh mich bitte nicht falsch!
Du schreibst so, sicher aus den besten Motiven heraus, als hättest du den alleinigen Wahrheitsanspruch, wie, wann und wo man mit seinen dementen Angehörigen umgehen soll / muss.
Aus meiner Erfahrung heraus muss ich da sagen: Ja, ich habe gekämpft bis zum köperlichen und seelischen Zusammenbruch, um meine Mutter vor dem Pflegeheim zu bewahren - es ging nicht mehr. Ich habe mich bewusst, und doch stets mit schlechtem Gewissen, für die professionelle Pflege im Heim entschieden und - für ein eigenes Leben.

Du erwähnest, dass ihr ( deine Mutter und du) sozial isoliert und finanziell in einer schwierigen Situation seid. Bitte bedenke, dass es in absehbarer Zeit,ein Leben ohne deine Mutter geben wird - dein Leben - und wie immer du das auch gestalten wirst und möchtest, die ausschließliche Konzentration auf die Bedürfnisse deiner Mutter erscheinen mir als Gratwanderung.

Zum Thema : Würde, was ja hier im Thread das eigentlich Diskussionsthema war, möchte ich hinzufügen:
Meine Mutter lebt in ihrer eigenen Welt, in der nur ihre Bedürfnisse und Ansprüche gelten, und mehr und mehr merke ich, dass diese sofort erfüllte werden müssen und keinerlei Aufschub dulden. Wie bei einem Kleinkind treten da Dinge wie Rücksichtnahme und Toleranz völlig in den Hintergrund.
Mittlerweile finde ich es angemessen, dass das Pflegepersonal zwar reagiert, ihr aber auch klar zu verstehen gibt: Frau ....., kleinen Moment bitte, ich helfe jetzt Frau / Herrn XYZ, dann bin ich bei Ihnen!
Auch ich selbst könnte keine 24H Rund-um-die-Uhr- Betreuung leisten.
In meinen Augen verletzt es nicht die Würde einer Person, wenn diese in einen geregelten und für sie durchdachten Alltag eingebunden wird.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft.

felixx







Nur weil es gerade schwer ist, darfst du nicht gleich aufgeben.
Es wird nicht einfacher, wenn du davor wegläufst.
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greenwood.66
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BeitragThema: Es gibt komische Zufälle im Leben.
So 12 Feb 2017, 11:48    © greenwood.66
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Hallo Felix!
Gerade nach dieser Nacht habe ich mich entschieden,dass ich doch einiges in unserem Leben verändern muss.
Ich werde ein Teil der Betreuung deligieren? müssen ,da ich gewisse Kämpfe nicht mehr verkrafte.
Aber ich kann nicht ganz loslassen ,da wir mit halt sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Gerade aktuell wurde festgestellt,dass meine Mutter während ihres Krankenhausaufenthaltes einen Schlaganfall hatte,der weder erkannt noch behandelt wurde. Evil or Very Mad 
Ich will erst einmal  einen Teil der pfl. Arbeiten abgeben,um mich um andere Dinge kümmern zu können.
Habe jetzt viel gesehen und gelesen über Musiktherapie.
Ich bin der Überzeugung ,dass mann mit guter Anleitung bei einigen Dementen viel mehr erreichen kann,um den "Verfall" zu verzögern,körperlichen Defiziten entgegen zu wirken.
Früher habe ich für sehr reiche Menschen,etablierte Künstlern,Musicals und Produzenten Musik gemacht.
Das will  ich nie wieder tun.
Ich werde versuchen,das,was ich durch meine Mutter gelernt habe ,weiter zu geben.
Danke für dein Schreiben.
Andreas
P.S. Meiner Idee des Trainings für die Toilette ist hinzu zu fügen,das Naseputzen einen gleichen Effekt hat.
Diese Übung würde ich z.B. in eine "Musiktherapie "integrieren.
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kamia
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
So 12 Feb 2017, 12:07    © kamia
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»Wir verletzen tagtäglich die Menschenwürde von Demenzkranken«, sagt der Bonner Gerontopsychiater Rolf Hirsch. Schätzungen zufolge ist jeder dritte Pflegeheimbewohner in Deutschland von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen: An ihren Betten werden Gitter angebracht, ihre Türen werden verschlossen, oder man stellt sie mit Psychopharmaka ruhig. Überall fehlt es an Geld und an Personal. Doch wer die Demenz nur auf ein Pflegeproblem reduziert, der redet am eigentlichen Notstand vorbei.
Hallo Andreas,
ich habe schon viele solcher Nächte hinter mir. Aktuell könnte ich eine Anleitung, zum Nase schnäuzen ,sehr gut gebrauchen, leider versteht m. M. deinen Tipp nicht mehr.
Auch ich verspüre "ein wenig Unbehagen beim Lesen, versteh mich bitte nicht falsch!
Wie steht's denn mit deinem Konzept für deine WG die du gründen wolltest?
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greenwood.66
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BeitragThema: Nase schnäuzen!
So 12 Feb 2017, 12:38    © greenwood.66
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Dahinter steckt die Idee,Druck über das Zwerchfell auf zu bauen ,um auf Deutsch gesagt,besser kacken zu können.
Meine Mutter hat bei all meinen Übungen Probleme,da sie schon sehr weit in der "anderen"Welt ist,so das ich auch nur ausprobieren kann,was geht.Hier war es der Zufall,dass sie auf Toilette sass,die Nase lief, ich ihr ein Taschentuch hielt,die Nase etwas verschloss und Schwupps,war das Geschäft gemacht.
Ich versuche halt mit meinen Ideen,Fähigkeiten so lang es geht zu erhalten und trainiere mit ihr,bis es irgendwie ins Unterbewusstsein geht.
Zu meiner Wohnidee,die aber überall in pers. Gesprächen auf Ablehnung stiess ,sodass ich sie erstmal verwarf.
Vor ca.4 Monaten kam mir der Gedanke,dass ich gerne mit meiner Mutter in eine Pflegeeinrichtung ziehen würde,um die Verantwortung zu behalten,ein besseres Umfeld zu finden,Unterstützung zu erfahren und zu geben und  die Krankenkassen  Twisted Evil aus zu nehmen.
Quasi das Pflegende und Demente zusammen in einer gemeinschaftl.Einrichtung wohnen und alle,auch der Pflegende Vorteile daraus ziehen kann.
Man könnte z.B. GbR's  gründen und sich gegenseitig Rechnungen stellen,sei es zum Mindestlohn.aber das wäre schon mehr als ich jetzt bekomme.
Sehr komplexes Thema,stiess bis jetzt aber auf wenig begeisterung.
Liebe Grüsse
Andreas
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
So 12 Feb 2017, 12:45    © kamia
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greenwood.66 schrieb:

Vor ca.4 Monaten kam mir der Gedanke,dass ich gerne mit meiner Mutter in eine Pflegeeinrichtung ziehen würde,um die Verantwortung zu behalten,ein besseres Umfeld zu finden,Unterstützung zu erfahren und zu geben und  die Krankenkassen  Twisted Evil aus zu nehmen.
 Warum machst du das nicht?


"aber das wäre schon mehr als ich jetzt bekomme" Du bekommst Gehalt von deiner Mutter?

"Man könnte z.B. GbR's  gründen und sich gegenseitig Rechnungen stellen,sei es zum Mindestlohn.aber das wäre schon mehr als ich jetzt bekomme.
Sehr komplexes Thema,stiess bis jetzt aber auf wenig begeisterung."

Oh, oh....................
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BeitragThema: Pflegende und Demente zusammen?
So 12 Feb 2017, 13:08    © greenwood.66
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Hallo kamina    Soweit ich weiss,gibt es sowas nicht?
Im Augenblick null Einkommen,fast alle Instrument verkauft,von  einer Band,für die ich gearbeitet habe,steht noch die Abrechnung aus und am 24.02.2017 wird die letzte CD-Produktion ,bei der ich mitwirken durfte ,veröffentlicht.
Taiga Taxi,Vol.2,lohnt sich,tolle Musik,wenn manns mag,Nischenprodukt
 Oh ne ,oh ne ,oh ne
greenwood.66
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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
So 12 Feb 2017, 13:39    © kamia
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Wohnen im Alter in Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist mit rund 1,8 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Altenpfleger finden eine große Anzahl an Pflege-Jobs in Hamburg. Mit einem von der Sozialbehörde initiiertem "Bündnis für Altenpflege" beweist die Stadt ihr Engagement im Bereich des seniorengerechten Wohnens. Ziel des Bündnisses ist es, angesichts der demographischen Entwicklung mithilfe von Umschulungen und mehr Ausbildungsplätzen ausreichend Fachkräfte zur Altenpflege für die Zukunft zu sichern. Neben einem umfangreichen Netz an stationären Pflegeeinrichtungen wie Altenheimen und Pflegeheimen finden sich zahlreiche Einrichtungen zum Betreuten Wohnen und ambulante Dienste in Hamburg.

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BeitragThema: Re: WÜRDE !!
So 12 Feb 2017, 21:13    © felixx
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Hallo Andreas!
Nur ganz kurz vom Handy aus.
Danke für deine ehrliche Antwort
Ich weiß, wie es ist, Verantwortung abzugeben und irgendwie doch nicht los lassen zu wollen oder zu können
Ich bin heute noch, nach über einem Jahr noch jeden Tag im Heim, helfe beim Reichen des Abendessen, auch bei der Tischnachbarin, gehe mit meiner Mutter im Rollstuhl spazieren, habe die zwei kleinen Gemüsebeete der Stationen (!) in Pflege.....Und und und
Ich gebe offen zu: Einen Rhythmus, der mir und meiner Mutter gerecht wird, muss ich auch noch finden.
Aber das werde ich - und du auch.
Viel Glück dabei, das brauchen wir manchmal.
Wir hören voneinander!

Feluxx
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WÜRDE !!

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