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 Demenz magenlos...

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Madita
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BeitragThema: Demenz magenlos...
So 21 Jan 2018, 20:10    © Madita
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Hallo Zusammen, ich habe mal eine Frage. Mein Vater (86 Jahre) ist seit 11 Jahren ohne Magen und somit ist Gewichtsauffbau seit dem immer schwierig. Seit seiner demenzerkrankung hielten wir ihn immer auf 51-52 kg. Natürlich ist das Essen immer weniger geworden.. Heute war ich dann doch sehr erschrocken...Nur noch knapp über 47 kg. Finde es schon sehr erschreckend. Wie sieht es bei euren Angehörigen aus? Viele Grüße Madita
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BeitragThema: Re: Demenz magenlos...
Mo 22 Jan 2018, 05:22    © Aggi
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Liebe Madita,

das Dein Vater seit 11 Jahren ohne Magen lebt, hattest Du noch gar nicht erwähnt. Aber gerade im Umgang mit Demenz wären solche Infos hilfreich, denn das Gewicht Deines Vaters oder allein der Umstand so einer grossen OP samt Folgewirkungen sind wichtig in Belangen wie Medikation, Ernährung, aber auch psychischer Begleiterscheinungen.

Gewichtsverluste bei Demenz sind nicht ungewöhnlich, können vielfältige Ursachen haben und müssen nicht zwangsläufig etwas Schlimmes sein. Sollten aber notfalls fachlich abgeklärt werden, wenn es sich um abrupte Gewichtsverluste (hohe Kilozahlen in kurzem Zeitraum) handelt.

Was würdest Du selbst sagen, wie es Deinem Vater geht? Geht es ihm gut? Isst er gern? Gab es einen Vorfall, weshalb er vielleicht schlechter isst? Es kann auch an den Zähnen liegen...

Aber anhand Deiner drei Zeilen kann ich von hier aus nur raten.

LG,
Aggi

https://www.demenzforum.net/t1582-essen-und-trinken
(aus dem Forums-Lexikon - gute Tipps zu Essen und Trinken!)






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Madita
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BeitragThema: Re: Demenz magenlos...
Mo 22 Jan 2018, 06:09    © Madita
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Liebe Aggi,
es war mir gar nicht wirklich bewusst das ich es nicht erwähnt habe.
Es mag natürlich daran liegen das es für uns "normal" geworden ist das
er keinen Magen mehr hat. Wir und somit auch er haben uns seiner Zeit viel
damit beschäftigt und gelernt das es durchaus möglich ist ohne zu leben.
Das bedeutete auch alle zwei Stunden etwas zu sich zu nehmen da es sonst schnell zu
Schmerzen kommen kann. Es bildet sich ja so etwas wie ein "Ersatzmagen".
Und auch sein Gewicht haben wir aufgepäppelt und gehalten.
Das ist in den letzten zwei Jahren weniger geworden. Er hat auch immer sehr gerne
Süsses gegessen, welches auch weniger geworden ist.
Die Menge der Portionen die er zu sich nehmen kann sind ja generell kleiner.
Aber morgens, zum Kaffee und abends isst er ganz ordentlich. Nur mittags ist es wenig.
Allerdings sieht und hört man immer das ältere Menschen weniger essen.
Er bekommt regelmäßig (einmal im Monat) eine Vitamin B12 Spritze, da dieses Vitamin nur
über den Magen aufgenommen werden kann.
Die ersten Jahre bekam er diese Spritze sogar drei bis viermal im Monat.
Meine persönliche Meinung ist das diese Tatsache ihn auch bei seiner Demenz unterstützt hat.
Ich glaube schon das es mit dem Vitamin zu tun hat das die Demenz im großen und ganzen bei ihm sehr schleichend ist.
Nun zu Deiner Frage wie es ihm geht...es wird natürlich immer weniger, aber im großen und ganzen empfinde ich es als nicht ungewöhnlich in seinem Alter. Isst er gerne...manchmal ja...manchmal nein...manchmal hat man den Eindruck er ist zu faul (weiss nicht wie ich es sonst beschreiben soll) dann macht es den Eindruck er will gefüttert werden...
So das waren jetzt schon viele Worte am frühen Morgen.
Wünsche einen schönen Start in die Woche...
Viele Grüße
Madita
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BeitragThema: Re: Demenz magenlos...
Mo 22 Jan 2018, 06:25    © Aggi
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Liebe Madita,

ich danke Dir für Deine offenen Worte!  I love you

So, wie ich Deine Zeilen lese, wäre dann aber schon alles im sog. "grünen" Bereich. Bleibst Du Dir unsicher, kannst Du immernoch einen Arzt zu Rate ziehen:

Mit zunehmender Demenz wird das Essen selbst schon problematischer für den Betroffenen, angefangen damit, dass die Geschmackssinne sich verändern, das "Erkennen" von Essen schwieriger wird bis hin zu Kauen und Verdauen. Das alles liest sich sehr gut ja auch in dem Lexikon-Link "Essen-und-Trinken" mit zahlreichen, hilfreichen Tipps.

Die Vitamin-B12-Spritze für Deinen Vater ist natürlich richtig und wichtig nach der Magen-OP. Aber Deine Beschreibung, wie Dein Vater isst, gibt mir das Gefühl, dass er ein ganz "gesunder" dementer Mensch ist: Vieles wird mit der Zeit schwerer, eben auch das Essen. Auch meine Mutter hat inzwischen Kilos verloren, weil sie nicht mehr wie früher essen kann - bei ihr fehlt einfach auch die Kraft.

Du/Ihr könnt Euren Vater liebend gerne unterstützen, indem ihr ihm z.B. Fingerfood anbietet, lasst ihn mit den Fingern essen, wenn das besser geht, füttert ihn, wenn er das mag - oft ist ja eher, dass eine Schamgrenze überwunden werden muss, bis ein Betroffener das Füttern akzeptiert.

Nach meiner Erfahrung leiten Herz, Bauchgefühl und gesunder Menschenverstand da schon sehr gut.

Ich hab auch gelernt, dass Pauschalaussagen wie "Man muss XY-Menge an Flüssigkeit täglich trinken" nicht helfen, weil meine Mutter ihre eigene Trinkmenge bestimmen muss und darf. Würde ich bei ihr bei Essen und Trinken auf Gramm oder Litermengen achten, liefe es auf Zwangsernährung hinaus.

Wenn Du selber meinst, trotz dieses Gewichtsverlustes ist es zu vertreten, ist es das auch.

Und notfalls gibt es ja auch als Getränke einiges an hochkalorischem, was Deinem Vater vielleicht lecker schmeckt und weiterem Gewichtsverlust vorbeugen könnte? Kakao mit Schlagsahnehaube ... however...

LG,
Aggi






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