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 Die jüngsten Pflegebeschlüsse

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BeitragThema: Die jüngsten Pflegebeschlüsse
Fr 02 Feb 2018, 13:25    © Aggi
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Falls jemand dergl interessiert, m.E. lesenswerter Artikel zum jüngsten Pflegebeschluss:

http://www.deutschlandfunk.de/pflegebeschluesse-das-ist-noch-nicht-mal-ein-kleiner-wurf.769.de.html?dram:article_id=409682

Zitat :
Pflegebeschlüsse
"Das ist noch nicht mal ein kleiner Wurf"

Mit sofortiger Wirkung sollen 8.000 Pflegekräfte eingestellt werden. Zudem sollen
Tarifverträge erwirken, dass dabei auch die Gehälter flächendeckend stimmen.
Mit ihrer Absichtserklärung hat die Politik "die Dramatik der Situation nicht wirklich
erkannt", sagte Stefan Sell, Professor an der Hochschule Koblenz, im Dlf.

Stefan Sell im Gespräch mit Katja Scherer

"Das heißt noch nicht mal eine Stelle für jedes Heim zusätzlich." (...)

LG,
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BeitragThema: Re: Die jüngsten Pflegebeschlüsse
Mo 05 Feb 2018, 15:27    © Aggi
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Unser Zeitungsbote macht grad Pause, deshalb bekommen wir momentan die Tageszeitung erst mittags mit der Post.

Während mein Mann noch die Titelseite liest, schaut er auf und fragt mich: "Wieviele Pflegekräfte wollte die Regierung nochmal einstellen? - 8.000? - Hier ist ein Artikel, landesweit fehlen bis zu 52.000 Altenpfleger ... ist doch ein Witz..."

Bezieht sich jetzt auf Niedersachsen, hier ein Link zum Artikel:

https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article173176199/Altenpflege-bis-zu-52-000-Mitarbeiter-fehlen-landesweit.html
NIEDERSACHSEN & BREMEN
Altenpflege: bis zu 52 000 Mitarbeiter fehlen landesweit
Stand: 04.02.2018

Zitat :
Hannover (dpa) - In Niedersachsen fehlen in der Altenpflege bis 2030 zwischen 21 000 und 52 000 Mitarbeiter. Diese Zahl an Stellen müsste in den kommenden Jahren neu besetzt werden, wie eine Prognose des Sozialministeriums ergab, die sich auf den Landespflegebericht 2015 stützt.

Weil viele Pflegefachkräfte in Teilzeit arbeiten und schon jetzt eine Lücke besteht, wird eher die größere Anzahl an Nachwuchskräften benötigt. Rund 112 000 Menschen arbeiteten 2013 und damit laut den aktuellsten erhobenen Daten in Niedersachsen in Pflegeberufen. Demgegenüber standen 288 000 pflegebedürftige Menschen. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird laut Prognosen steigen. 2030 dürften es landesweit knapp 379 000 sein - ein Plus von gut 30 Prozent.

«Es gibt schon jetzt immer mehr Berichte von Engpässen bei Pflegediensten», sagt Sandra Mehmecke, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Niedersachsen. Das bedeute, dass Patienten oder Pflegebedürftige keinen Pflegedienst finden, wenn sie einen brauchen.

Das steht m.E. in krassem Kontrast zu dergl Äußerungen:

20180130 - Bildschirmtext WELT
Zitat :
"Ethisch nicht zu rechtfertigen"

Kanzlerin Angela Merkel hat umstrittende Diesel-Schadstofftests scharf verurteilt.
"Diese Tests an Affen oder sogar an Menschen sind ethisch in keiner Weise zu
rechfertigen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Die Empörung vieler
Menschen ist absolut verständlich." Den Aufsichtsräten der Auftraggeber der Tests
komme nun eine besondere Verantwortung zu, kritische Fragen auch zur Zielsetzung
des Tests zu beantworten. Die Autokonzerne müssten Schadstoffemissionen begrenzen
und nicht die vermeintliche Unschädlichkeit von Abgasen beweisen.

... solange Tierversuche ein größeres Echo finden als die extreme Problematik des "Pflegeskandals" - wenn ich den Pflegenotstand mal so nennen darf -
werden hilf- und wehrlose Betroffene wie Menschen mit Demenz immer die schlechteren Karten haben...

... und ich schreibe das als Tierfreund, meine letzte Hündin, die leider verstarb, während ich Mutti pflegte, war eine sog. Aggressionshündin, für die ich gekämpft habe, damit sie maulkorbfrei leben darf ...

nachdenkliche
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BeitragThema: Re: Die jüngsten Pflegebeschlüsse
Mo 05 Feb 2018, 17:10    © kamia
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...... und, was tun WIR dagegen?

.... der Wähler hat gesprochen...... alles beim Alten.... und ich habe gehört... die Alten seien in der Mehrzahl...
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BeitragThema: Re: Die jüngsten Pflegebeschlüsse
Di 06 Feb 2018, 06:15    © Aggi
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Liebe kamia,

kamia schrieb:
...... und, was tun WIR dagegen?

nicht aufhören, wach zu bleiben.

Meine einzige Möglichkeit ist das Gespräch mit denen, denen ich begegne. Zufallsbegegnungen also. Aber ich glaube, steter Tropfen höhlt den Stein und ich erlebe seit Jahrzehnten, dass mein hartnäckiges Wiederholen von Begriffen, die andere nicht hören wollen, Kreise zieht.

Früher ging um "psychisch krank sein" - was ich nun mal bin - und ich erlebte und erlebe immernoch, wie Menschen "abrücken" (wie in einem "igitt"), dann aber doch interessiert wieder nach vorne kommen und sogar noch interessierter Fragen stellen. So versuche ich schon seit Jahrzehnten, das "psychisch krank" sein in meinem Mikro-Kosmos normaler zu machen. Und es funktioniert.

Inzwischen geht es um "Demenz". Und um "hilf- und wehrlos". Und um "stell-Dir-vor-dass-könntest-Du-in-wenigen-Jahren-sein". Hier weniger ein Abrücken, eher ein erstes Verniedlichen (als wenn's harmlos wäre - schließlich sind wir doch alle ein bißchen Bluna... oder tüdelig... oder vergesslich). Naja, aber ich schaffe oft, dass es ein Verstehen gibt. Ein Aha-Effekt. Oder noch besser ein Outing, wo ich dann erfahre, dasselbe Schicksal, nur nicht der Mut, über Demenz in der Familie und die Belastungen zu reden.

Dergl ohne Aufwand, passiert mir z.B. beim Einkaufen, wenn ich Wildfremde oder Bekannte treffe. So wie neulich vor der geschlossenen Arztpraxistür.

Einer Vereinigung anschliessen - soll ich zu den grauen Panthern gehen? Gibts die überhaupt noch? - Ist nicht mein Ding. Pack ich nicht. Würde mich überfordern. Politisch engagieren noch weniger.

Aber ich glaube an die Macht der Mundpropaganda. Und wenn jeder...

Keine Ahnung, kamia, es wird alles noch lange brauchen, bis es besser wird. Aber sogar wir hier im Forum sind ja schon aktiv. Und es kann sogar eine Hilfe sein, mal nachzufragen, wie es unserer Admin Ursula geht, die uns diese Chance hier gibt. Ich hoffe, es geht ihr gut!

LG,
Aggi






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