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 Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...

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BeitragThema: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:28    © Admin
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Von: lovely3869 Gesendet: 04.04.2005 17:54

In der Zeitschrift : ,,Psychologie heute " habe ich einen interessanten Bericht gelesen, Gern möchte ich Euch hier in groben Zügen daran teilhaben lassen und natürlich auch Eure Meinung dazu hören. (lesen)

Wenn alte Eltern Hilfe brauchen,brechen häufig Konflikte aus der Kindheit auf. Emotionale Verstrickung und Schuldgefühle ebnen dann den Weg zu Überforderung und Burn -out.
Niemand sieht gern zu,wie Eltern körperlich und geistig abbauen. Der anstehende Rollentausch ist für beide Seiten sehr schwierig. Wenn die Beziehung zwischen den Eltern und Kindern belastet ist,fällt es sehr schwer,,sich für eine geeigente Pflege zu entscheiden. Gerade die erwachsenen Kinder sollten sich frühzeitig um eine gesunde innere Distanz zu den Eltern bemühen.
Der Grund für eine belastete Beziehung zu den Eltern ist ein ,,System gegenseitiger unausgesprochener Erwartungen und Forderungen ", schreibt eine Erziehungswissenschaftlerin. Tragisch ist weiterhin ,das beide Seiten davon überzeugt sind,der andere schulde ihm noch etwas.
Eltern klammern häufig,sind eifersüchtig auf das erfüllte Leben ihrer Kinder. Oft sind es Töchter und Schwiegertöchter die Eltern pflegen. Dies führt häufig zu Konfliktsituationen in der eigenen Beziehung.

In unserer Familie gibt es auch über so etwas und ähnliches zu berichten,,,,dazu aber später.

Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:28    © Admin
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Von: palousunny2 Gesendet: 04.04.2005 19:13

Hallo Lovely

Ich kann nur für mich sprechen. Die Beziehung die ich zu meinen Kindern habe ist so, dass ich nicht will, dass sie einmal für mich sorgen, ich werde ganz sicher von selbst in einem Heim gehen und zwar frühzeitig.Ich will keinesfalls die Familie die meine Kinder aufgebaut haben in irgend einer Weise belasten. Hilfe nehme ich dann von auswärts...das schon.Nun so denke ich eben und meine Kinder wissen das genau. Ich habe bewusst bei beiden nicht geklammert, bin aber jederzeit für sie da wenn sie mich brauchen, das ist meine Pflicht als Mutter auch wenn die Kinder erwachsen sind bleibe ich die Mutter. Sie haben keine Pflichten mir gegenüber, ausser mit mir "anständig und normal"umzugehen und wenn sie mehr machen, dann freut es mich sehr.

Unausgesprochene Erwartungen sind ja bei uns Menschenkinder ja da weil man zu wenig miteinander kommuniziert und Forderungen von Eltern an die Kinder die erwachsen sind oder an die Eltern wenn man als Kind schon erwachsen ist, dürften nicht sein und somit ist keinem dem anderen etwas schuldig, finde ich.

liebä gruäss
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:29    © Admin
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Von: LillNalle2 Gesendet: 05.04.2005 08:23

Liebe Lovely

Als erstes möchte ich dir für den tollen Beitrag danken. Die Frage wenn Kinder ihre Eltern pflegen, beschäftigt mich schon längere Zeit. Lange galt es für mich mehr auf andere bezogen, bis ich gemerkt habe, das es Zeit wird mich für mich und unsere Situation ganz konkret damit auseinander zu setzen. Bei "anderen erwachsenen Kindern" habe ich beides gesehen oder erlebt. Von sich bis zum Burn-out aufopfernd bei den einen, und bei anderen - es geht mich nur soviel an wie ich auch Nutzen davon ziehen kann. Lange habe ich mich damit nicht gross Beschäftigt weil unsere Eltern immer dasselbe gesagt haben wie Janine. Nämlich, das sie eher in ein Heim gingen, als das sie wollten das wir uns um sie kümmern müssten......Mir ist aber bei unseren Eltern aufgefallen das je älter sie jetzt werden und je mehr sie abbauen, diese Aussage erstens immer weniger kommt und zweitens zum Teil doch Unterschwellig meist nicht Ausgesprochen gewisse Erwartungen vorhanden sind. Spätestens da, wurde mir bewusst, das wir uns doch vermehrt Gedanken darüber machen müssen was erstens eine "gesunde" Distanz zu den Eltern beinhaltet und zweitens wie`s mit unserer steht und drittens, können wir für uns Grenzen ziehen, wen Erwartungen ihrerseits stärker werden, so das uns nicht immer wieder ein schlechtes Gewissen später plagen muss u.s.w.

Die Kinder Eltern beziehungen haben eigentlich immer einerseits mit der Kindheit zu tun, aber auch wie das Verhältnis geworden ist als Kinder erwachsen wurden. Ist die Beziehung dann wirklich Freundschaftlich geworden, oder hat sie doch nur mehr mit Verantwortungsgefühl oder Abhängigkeit von der einen oder anderen Seite her zu tun? Das gesündeste Verhältnis wäre doch wen Kinder und Eltern sagen könnten, wir wären auch befreundet wen du nicht meine Mutter, Vater oder Kind wärest und dann wäre auch die Gefahr von wegen Burn-out oder Gleichgültigkeit kaum eine Diskussion weil beide Seiten für das andere nur das Beste möchten und man würde versuchen sich zumindest irgendwo in der Mitte zu treffen. Wen aber Kinder nur Kinder und Eltern nur Eltern verbleiben, vorbelastet, abhängig oder nur Verantwortlich. Was wäre da eine gesunde Distanz, wen man ja nur an sich selbst arbeiten kann, aber nicht an seinen Eltern? Wie lebt sich da in der Praxis eine gesunde Distanz? Können wir das überhaupt schon im Voraus wissen oder gehört das zu den Dingen unseres Lebens wo man dann erst im Nachhinein weiss.....?

Ich hoffe das wir über dieses Thema noch viel diskutieren werden, weil es für die meisten irgendwann ein brennendes Thema werden wird, wen es das nicht schon ist.

Liebe Grüsse an euch alle

Eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: lovely3869 Gesendet: 05.04.2005 19:03

Hallo ihr Lieben,,,

erst einmal vielen Dank für eure Antworten. Sie lassen erkennen,das es immer wieder ein Thema zur Diskussion ist,auch hier im Internet. Unsere Einstellung unserer Tochter gegenüber ist auch so wie Eure,,also das wir lieber in ein Heim gingen,,,ja aber wie ihr es so schön sagt,,noch sind wir nicht in dieser Situation.
Von meinem Mann die Oma wird von meiner Schwiegermutter,also ihrer Tochter , gepflegt . Da ist es elider so,das sie sich ,meiner Meinung nach,von einander abhängig gemacht haben. Manchmal denke ich auch,das die Oma ,,benutzt " wird für eine Art helfersyndrom meiner Schw.-mutter. Ist es etwas vorgefallen beklagt sie sich bei mir und will Bestätigung,,,,,Die Oma widerum gönnt meiner Schw.-mutter nichts mehr. Wollen sie verreisen oder irgend etwas unternehmen geht das Theater los.Meiner Meinung nach hat die Oma
Depressionen ,Orientierungsschwierigkeiten ,wenn nicht gar schon eine leichte Demenz. Oft merke ich,das ihr Kzg (Kurzzeitgedächtnis) versagt.Auch streitet sie alles ab und versucht peniliche Situationen zu überspielen. Es ist jetzt alles schwer zu beschreiben, so nach und nach fallen mir da sicherlich ein paar gute Beispiele ein.
Ich denke,da hat meine Schw.-mutter keine Distanz aufgebaut . Man sollte auch Grenzen aufzeigen,das man als Kind später auch ein eigenes Leben hat,trotz das man Eltern pflegt.Wo hört Pflege auf und fängt Unterdrückung an? Sicher denkt man oft,man ist in der Schuld der Eltern . Nur Eltern hatten auch ein schönes Leben und sollten es ihren Kindern gönnen. Oft sind Eltern eifersüchtig, haben Angst vor dem Alleinsein.Ihr beschreibt es richtig,je nach Verhältnis ,was man in all den Jahren aufgebaut hat,werden die emotionalen Bindungen später sein.
Da ich zur Zeit in der Gerontopsychiatrie bin,habe ich meiner Schw.-mutter klar und deutlich gesagt,das ich Momentan selbst viel verarbeiten muss und ich mit ihr nicht über jede Kleinigkeit der Oma betreffend unterhalte. Klar,sie braucht auch jemanden zum Reden aber wie erwähnt,,,sehe ich da andere Hintergründe. oft hab eich schon überlegt,,mich hier in meinem hemiatort mal wegen einer Selbsthilfegruppe umzuhören. Wo Betroffene sich austauschen können.Es belastet oft die ganze Familie,bei jeder Feier o.ä. gehen die Diskussionen los. Auch habe ich schon gemerkt,das meine Schw.-mutter dadurch auch immer weniger Besuch bekommt,,,,,,,was verständlich ist.
Ich bin der Meinung,es ist im Alter wie mit einem Kind,,man muss Regeln und Grenzen aufzeigen,,,auch unsere Eltern merken schnell,mit wem sie was machen können.

Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 06.04.2005 16:19

Hallo ihr Lieben

Ja es stimmt, das dieses Thema immer wieder ein Thema zur Diskussion sein wird. Für mich persönlich ist es noch hilfreicher, die Gedanken und Überlegungen zu schreiben. So gibt es immer wieder die Möglichkeit mal nachzulesen, von neuem zu überlegen und zu überdenken. Manchmal kommen auch erst etwas später, wieder neue Aspekte dazu und ausserdem hilft es mir selbst auch sehr, um für mich persönlich einen möglichst klaren Weg zu finden.

Liebe Lovely

So wie du die Situation zwischen Oma und Schwiegermutter beschreibst, könnte es ohne weiteres eine beginnende Demenz bei eurer Oma sein. Da es aber wen, dann erst eine beginnende ist, scheint es mir gegenüber deiner Schwiegermutter wirklich eher mit Unterdrückung als mit Pflege zu tun zu haben. Wen deine Schwiegermutter, spätestens jetzt nicht die Bremse zieht und sich anfängt klar abzugrenzen......Wird sie es da später tun, wo es nur noch schwerer wird?

Zu dem warum deine Schwiegermutter dies alles mit sich machen lässt, kommen mir verschiedene Möglichkeiten in den Sinn. Das erste könnte wie du selbst schreibst eben ein Helfersyndrom sein. Ein weiterer Gedanke der mir noch so kommt wäre auch, das sie so mit ihrer Mutter umgeht wie sie sich die Hilfe später mal in Bezug auf sich selbst erhofft wen sie mal.......Eine dritte Variante wäre, das sie ihr gegenüber einfach noch nie gelernt hat, in viel einfacheren Situationen nein zu sagen und es ihr in diesem Fall daher unmöglich erscheint. Vielleicht bedeutet für sie ein nein der Mutter gegenüber, von ihr nicht mehr geliebt zu werden und schliesslich ist auch Verlustangst sehr mächtig. Das sind einfach mal so meine spontanen Gedanken dazu.

Aber so oder so glaube ich das es gut ist und sehr wichtig wen du ihr, für dich und sie selbst Grenzen setzt wie viel sie bei dir jammern darf, solange sie selbst nichts wirklich verändern möchte. Irgendwie sehe ich in deiner Erzählung auch stark die Mutter meines Mannes. Seit ich sie kenne und das sind jetzt schon mehr als 20 Jahre. Hat sie immer wieder gejammert wie schwer sie es mit ihrem Mann, der Alkoholiker ist hat. Lange hat sie uns auch aus verschiedenen Gründen sehr leid getan. Bis wir gemerkt haben, das sie erstens nichts wirklich ändern möchte und zweitens sie auch ihren Teil zu dieser dauernden Misere beiträgt. Im Grunde genommen war es bei ihr sogar so, das umso mehr Mitleid sie bekam je weniger wollte sie was ändern. Ein sogenanntes Opfer da sein kann ja auch etwas positives haben, alle sehen nur die Fehler des Täters. Nun kommt bei ihr sogar noch die Komponente dazu: Meine Kinder sollten mir Dank erweisen, schliesslich habe ich so viel für sie getan und was wäre aus ihnen ohne mich geworden u.s.w. Dieses würde sie sich zwar hüten direkt aus zu sprechen, aber es ist gerade das wo alle zu spüren bekommen, durch ihre Reaktionen der Enttäuschung ihrer Vorstellungen oder Wünsche. Sollten wir da wirklich noch glauben können das sie es ernst meint mit dem später ins Heim zu gehen um ihre Kinder ja nicht zu belasten? Genau so wie bei deiner Schw.-mutter ist es bei meiner so, das sie sehr einsam geworden ist und bei beiden ist es auch verständlich. Wer will sich schon dauernd mit schweren Depressionen auseinandersetzen die durch dauerndes eigenes Verschulden nur genährt werden? Ich für meinen Teil habe angefangen mich bei ihr soweit abzugrenzen das ich zwar immer noch für sie da bin, aber ich auch Gespräche abblocke wo nach meiner Meinung nur destruktiv wirken weil sie daran kaum was ändern wird.

Ich denke schon, das leider in den meisten Fällen im Alter wieder Regeln und Grenzen aufgezeigt werden müssen wie bei Kindern - das auch unsere Eltern schnell merken mit wem sie was machen können. Und in beiden Fällen muss an sich selbst gearbeitet werden um sich mit diesen Grenzen und Regeln so auseinander zu setzen, damit wir auch klar dahinter stehen können, um möglichst später kein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Liebe Grüsse

eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: lovely3869 Gesendet: 08.04.2005 16:59

Hallo ihr Lieben,,,

ja also das Verhältnis zwischen Schwiegermutter und ihrer Mutter ist ein Fall für sich. Immer wieder frag ich mich ,was die beiden noch zu klären haben - wer macht wem mehr Vorwürfe über Vergangenes.
Ich denke,man entzieht sich als Kind nicht einfach der Verantwortung,wenn man sagt,das man sich bestimmte Dinge nicht bieten lassen muss und noch ein eigenes Leben hat.
Anfangs hat meine Schw.-mutter noch versuche gestartet ,die Oma mal mit ,,raus" zu nehmen,,in Garten,Geburtstage von uns usw.,,,,jetzt lässt sie es aber erfindet geschichten ,wenn sie mal weg will. sie tut ja etwas für sich selbst,fährt weg ,geht raus,,,aber macht sich schon Tage lang vorher fertig,was sie der Oma erzählt. Da fehlt meiner Meinung nach die Konsequenz,die Bestimmtheit und vor allem die Ehrlichkeit bei dem was gesagt wird zwischen den beiden.
Meine Gedanken waren auch schon bei dem was ihr gesagt habt,das wir vielleicht das selbe mit ihr erleben,,,,,sie sagt allerdings,,sie möchte ihren Kindern mal nicht so zur Last fallen,weil sie spürt wie man sich dabei fühlt , ,,,naja,,man wird sehen,,zum Glück gibt es ja noch Geschwister von meinem Mann,,wobei ich sagen muss,,das mein Mann und sein älterer Bruder auf jeden Fall auch ungelöste Konflikte mit Schw.mutter austragen würden.
Sicher kommen auch Fragen bei mir auf,was meine Eltern betrifft,obwohl ich da weniger Angst hätte ,was meine Mutter angeht, mein Vater wäre da schon problematischer,,auch der Umgang mit ihm.
Ich muss dazu sagen ,das ich adoptiert bin und nur für meine jetzigen Eltern so zu sagen etwas tun würde. Bei meiner leiblichen Mutter,die ich vor Jahren mal ausfindig gemacht habe ,würde ich sehr konsequent und ohne zu Überlegen eine Absage erteilen.Klingt jetzt hart aber hat seine Gründe.
Ja liebe Ursula,,so wie du die Sache mit deiner Schw.-mutter beschreibst ,kann man auch sagen ,sie ist der Co-abhängige ihres Mannes. Es gibt ja Co-therapeuten,die Anleitungen bei einer Suchttherapie von Angehörigen bekommen,wie sie mit ihnen dann zu Hause umgehen usw.,,,,und so gibt es auch Co-abhängige,,die sich nicht trennen von einem Suchtkranken. Vielleicht ist deine Schw-mutter sonst eine schwache Person und fühlt sich ihm gegenüber ,wenn er schwache Momente hat,einfach überlegen. Manche genießen es dann,wenn sie dem Partner drohen,sie wegen ihrer Sucht zu verlassen,angefleht zu werden ,das sie bleiben sollen. Ja und wie du noch schreibst,,will sie dann auch ständig Anerkennung von anderen haben,wie schwer sie es doch mit ihm hat und was sie alles aushalten muss.Meine Antwort wäre da immer,ja dann geh doch,,du musst es ja nicht aushalten,es zwingt dich niemand.Sicher hat man auch gemeinsame,schöne Zeiten erlebt und es ist nie einfach jemanden nach etlichen Jahren zu verlassen,,,aber so ein Leben,,,,,,
Viele Suchtkranke müssen erstmal ganz unten sein,,allein auf weiter Flur stehen,um munter zu werden.Solang deine Schw-mutter noch bei ihm ist,hat er immer die Bestätigung das sie ihn nimmt wie er ist. Ich geh sogar soweit zu sagen,wenn er in einer Klinik wär und mal Ausgang hätte,würde sie ihm noch Alk besorgen .
Es gibt trockene Alkoholiker ,die es nur geschafft haben,weil sie ganz unten angekommen sind und niemand hatten,,,aber ich hab selten welche gesehen,die es schaffen,wenn sie soviel Rückenhalt haben wie der Mann deiner Schw.-mutter.Ich kenne einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis,das sag ich immer,,die Frau landet eher in einer psychiatrischen Klinik wie ihr Mann als Alkoholiker. Alkoholkrankheit ist bei uns anerkannt,aber das berechtigt Betroffene nicht ,andere Leben zu zerstören.Nur am Ende entscheidet auch hier wieder jeder selbst was er mit sich machen lässt.

Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:32    © Admin
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Von: LillNalle2 Gesendet: 11.04.2005 18:04

Hallo ihr Lieben

Nun entlich wieder mal ein paar Zeilen von mir. Habe diese Woche noch einen Gast zu Besuch und bin desswegen im Moment zeitlich etwas eingeschränkt.

Liebe Lovely

Ich denke auch, das man unbedingt seine Grenzen erstens erkennen muss, zweitens auch dazu stehen und diese auch durch setzen sollte. Sonst zerreisst man sich selbst und da wäre es auch für niemanden eine wirkliche Hilfe. Die Gefahr die Geduld zu verlieren wird sonst einfach zu gross und ist man selbst gereizt und dauernd am Anschlag, so wird zuletzt sogar die Pflege für die demente Person zur qual. Es ist auch eine Tatsache, das je nachdem um wen man sich kümmern muss die eigenen Grenzen auch unterschiedlich liegen. Hatte ich z.B im Umgang mit meiner Schwiegermutter schon sehr viele Probleme in all ihren gesunden Jahren, so würde sich dies wohl kaum durch eine Demenz ändern. Also würde ich sie schon desswegen nur sehr begrenzt pflegen, weil in ihrem Fall vermutlich jemand aussenstehender besser mit ihr umgehen könnte als ich. Da ich auch aus verschiedenen Gründen ihr gegenüber nicht sehr viele Gefühle habe, würde auch kaum ein schlechtes Gewissen entstehen. Das weiss sie aber auch, weil ich eben sage was ich denke. Mein Mann vertritt die gleiche Meinung - aber ob er es auch durchsetzen könnte ist eine andere Frage. Aber er ist dran für sich selbst seine Grenzen reifen zu lassen. Auch wen er auch noch Brüder hat, so ändert es ja nichts daran, das er sich für sich selbst, ganz persönlich damit auseinander setzen muss.

Was meine Mutter und ihren jetzigen Freund betrifft (mein Vater ist schon gestorben als ich noch Kind war), wird es wohl etwas schwieriger für mich werden, um meine Grenzen klar zu sehen - und zwar bei beiden. Ehrlich gesagt ich weiss es einfach noch nicht. Aber ich bin dran mich auch damit auseinander zusetzen und ich bin mir ziemlich sicher das spätestens wen es soweit sein sollte, ich auch konsequent sein werde. Immerhin weiss ich in der Zwischenzeit doch schon ziemlich viel was ich nicht machen würde und das ist schon mal ein guter Anfang.

Ganz liebe Grüsse an euch alle

Eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:32    © Admin
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Von: palousunny2 Gesendet: 12.04.2005 08:49

Hallo Ihr Lieben

Es ist schon sehr gut dass man sich hier all diese Gedanken macht und es hilft einem sehr an Dinge zu denken die man sonst lieber "noch nicht" oder "am liebsten gar nicht" machen möchte.

Meine Eltern sind längstens nicht mehr und sie waren es nur dem Namen nach. Meine Schwiegermutter und ich haben keinen Draht zu einander und ich würde ihr nicht auf dem Hals stehen, entschuldigt bitte das krasse Bild, aber auch nicht näher kommen wollen.Bei mir bleibt also mein Mann der an Demenz erkrankt ist,sich gegen allem wehrt was von mir kommt, egal was es ist und da ist es für mich sehr schwierig geworden Gefühle zuzulassen weil sie zertrampelt werden.Ich fühle mich natürlich verpflichtet und ich denke auch nach über die berühmten Grenzen...die einfachste Lösung " für mich "wäre, ihn und seine Mutter zusammen zu tun....aber das ist ja natürlich nicht realistisch, nur ein Wunschdenken Ist er nicht verletzend geht alles aber ich muss weiter denken was wird und wann und wie und ich habe mühe mit mir selbst nicht fähig zu sein über die Dinge zu stehen und so zu funktionieren wie ich es von mir selbst erwarte und wie ich es für mich auch gerne hätte.... schon wieder unrealistisch

Wir haben alle unser Rucksack zu tragen und manchmal ist es besser man trägt es (einfach) und guckt nicht rein sonst sieht man auch noch was fehlt.

Liebä gruäss
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 14.04.2005 07:57

Liebe Janine

Zu deinem Satz:

"Meine Schwiegermutter und ich haben keinen Draht zu einander und ich würde ihr nicht auf dem Hals stehen, entschuldigt bitte das krasse Bild, aber auch nicht näher kommen wollen"

Ich finde es überhaupt kein krasses Bild wie du meinst, sondern sehr neutral. Es zeigt doch einfach das du deiner Schwiegermutter gegenüber keine Gefühle hast die den Wunsch wecken könnten ihr näher zu kommen - aber du ihr trotzdem nichts böses möchtest oder wünschst. Nach meiner Meinung ist dies das optimale (Hut ab), für eine Situation in der gelinde gesagt alles andere als eine Freundschaft gepflegt werden kann....

Da Valentin sehr viel mit ihr telefoniert und sie es krankhaft geniesst für ihn im Mittelpunkt zu stehen, möchte ich auch nicht wissen, wie sehr sie an seinem negativen Verhalten mitbeteiligt ist. Von daher verstehe ich mehr als genug, wie schön es für dich wäre wen er zu ihr ziehen würde. Aber eben, wie du auch selbst sagst - die Realität sieht anders aus.

Nun, zur Zeit geht euer Zusammenleben im grossen und ganzen noch recht gut - ausser den immer kehrenden verbalen Verletzungen die sicherlich sehr weh tun. Also ist erst mal das Wichtigste für dich, da einen Weg zu finden damit du anders damit umgehen kannst. Damit eure Situation auch für dich etwas leichter wird. Dazu musst du dir folgende Fragen stellen:

In welchem Zusammenhang kommen diese Verletzungen am meisten vor. Was will er damit bezwecken und vorallem wie sind deine Reaktionen darauf. Wie müssten deine Reaktionen darauf sein, um ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen, da es für ihn nicht den gewünschten Effekt hätte u.s.w.

Ich weiss du hast schon mehrmals gesagt das du keine Diplomatin bist. Leider zwingen uns aber gewisse Umstände immer wieder mal dazu, etwas zu lernen wo wir glaubten, es nicht zu sein oder zu können. Spätestens wen man in nächster Nähe mit Demenz zu tun hat, wird man immer wieder erleben das man über seinen eigenen Schatten springen muss. Z.B wird ein temperamentvoller Mensch, der leicht hat aufzubrausen, sein Temperament oft zügeln müssen, um Ruhe zu bewahren und nicht dadurch noch zusätzliche Probleme zu schaffen. Ein chaotischer Mensch wiederum muss lernen mehr geordnet und planend zu leben u.s.w. Oder je ungeduldiger man selbst ist und alles immer sofort erledigt haben möchte, je mehr wird man an seiner eigenen Geduld arbeiten müssen. Dies sind nur ein paar Beispiele von vielen. Aber so oder so, sind diese für einen selbst sehr schwere Lernprozesse und das man bei solchen auch immer wieder mal versagt gehört dazu. Niemand erreicht solche grossen Veränderungen von Heute auf Morgen, aber wen man bereit ist das eine oder andere auszuprobieren und man bemerkt dabei das es sich positiv auswirkt, bekommt man Motivation es weiter zu probieren. Darum sollte man sich auch mehr über das freuen wo man geschafft hat, anstatt an dem zu verzweifeln wo man seinen eigenen Erwartungen noch nicht entspricht.

Da ich aber selbst weiss, das es manchmal schwer ist seine eigenen positiven Veränderungen überhaupt wahr zu nehmen, wen man mitten in einer schwierigen Situation steckt. Oft meint man trampe immer nur an der gleichen Stelle und lernt überhaupt nichts, sage ich es dir von einer etwas grösseren Distanzbetrachtung her das du liebe Janine sehr viel gelernt hast, immer wieder auch an dir selbst arbeitest und ich finde es einfach klasse was du alles unter einen Hut bringst in deinem Leben.

Ganz liebe Grüsse an euch alle

Eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:37    © Admin
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Von: palousunny2 Gesendet: 18.04.2005 16:50

Liebe Ursula

Ich bitte Dich um Entschuldigung, dass ich bis jetzt nicht auf Deine Zeilen reagiert habe. Heute werde ich es auch noch nicht tun... ich bin zu müde.....

Seit dem 12.4. bin ich täglich, ausser am letzten Wochenende für 26 Std nicht, am babysitten. Meine Tochter hat ein kleines Mädchen am 13.4. bekommen, sie heisst Lindsey, das zweite, und so helfe ich wo ich kann und ein kleines Geschöpf von 22 Monaten, voller Energie und Tatendrang...na ja.... das schlaucht... eine Nana wie mich. Ist auch normal und ich tue es sehr gerne, muss mich aber zwischendurch erholen und in meinem eigenen Bett schlafen können.... zu hause habe ich auch noch was zu tun und teilweise zu ertragen, also läuft es rund im Moment.

Ich werde aber in den nächsten Tagen gerne darauf zurückkommen und lasse alle in der Zwischenzeit lieb grüssen.

Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:38    © Admin
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Von: LillNalle2 Gesendet: 18.04.2005 17:42

Liebe Janine

Eins nach dem anderen. Ich weiss das du zur Zeit sehr viel um die Ohren hast und dabei sollst du bitte, bitte, auch ja nicht dich selber vergessen. Erhole dich erst mal so gut wie es eben geht. Das du müde bist wen du nach Hause kommst kann ich mehr als gut verstehen und dann musst du auch noch die schlechte Laune von Valentin ertragen......Aber wenigstens kannst du jetzt wieder in deinem eigenen Bett schlafen, so wird wenigstens deine Nachtruhe hoffentlich etwas besser werden.

Es ist auf jeden Fall sehr beruhigend zu wissen, dass alles mit deiner Tochter und Lindsey o.k ist und beide wohlauf sind. Es freut mich auch sehr das Lindsey nebst einer älteren Schwester auch noch eine Super-Nana bekommen hat.

Ganz liebe Grüsse an dich
Deine Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:38    © Admin
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Von: palousunny2 Gesendet: 21.04.2005 10:02

Liebe Ursula

Ich danke Dir herzlich für Deinen Beitrag und Deine ausführliche, klare Erkennung der Situation hilft mir schon sehr indem ich weniger das Gefühl bekomme ich spinne langsam, alles ist mein Fehler.

Ja ich bin immer daran zu lernen einfacher, besser und möglichst ohne böse Absicht zu reagieren. Wenn ich die verbalen Attaken von Valentin an den Kopf bekomme sehe ist meisten rot und verteidige mich, mit Ausnahmen....aber die sind es wirklich...leider noch Ausnahmen. Ich bin auch müde mich immer wehren zu müssen auch was ich für unsere Enkelkinder tue, egal was, muss ich verteitigen, Anteil an der Familie wird keines genommen von Valentin, nur reklamiert...na ja gut...er kann nicht anders, er ist krank etc etc etc und ich kann nicht anders als möglichst eine gute Nana für unsere 2 Kleinsten zu sein, ich liebe es und die sind meine Prioritätnatürlich wird es nicht gut geheissen von Valentin.

Ich ruhe mich nicht aus, versuche jeden Tag, mit Rückschlägen und Traurigkeit wie das so ist im Leben, zu lernen es besser zu machen und zu akzeptieren und Du hilft mir sehr liebe Ursula so auch das Forum an dem ich einfach so viel anvertrauen kann und mich ausheulen... in der Hoffnung ich belaste niemanden dadurch.

Lieben Gruss an alle
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: palousunny2 Gesendet: 21.04.2005 10:10

Liebe Ursula

ich danke Dir für den schönen Blumenstrauss und Deine Zeilen.

Ja Lindsey ist ein sehr süsses Baby und die kleine Alison hat sie auch schon in's Herz geschlossen und schaut jeweils ihr nach ob es auch den Nuggi hat oder schön schläft....oder essen möchte. Sie selbst hat eine Babypuppe bekommen gleichzeitig wie s'mami Lindsey bekommen hat, das ist sehr positiv und es ist süss zu sehen wie Alison sich um ihr baby kümmert und schon mütterliche Gefühle zeigt.

Ich bin einfach begeistert na ja ist ja klar oder ?

lieben Gruss
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
Wenn Kinder ihre Eltern pflegen... EmptyFr 16 Nov 2007, 10:40    © Admin
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Von: LillNalle2 Gesendet: 22.04.2005 10:32

Liebe Janine

Ich denke die Enkelkinder tun dir sehr gut und sie geben dir einen gewissen Ausgleich. Nicht umsonst sagt man das Kinder einen jung halten. Wen du über sie schreibst, sieht man so richtig wie du aufblühst und ich freue mich aus ganzem Herzen mit dir mit. Auf vieles darfst du erst recht stolz sein, weil du auch daran mittbeteiligt bist und aktiv Anteil nimmst.

Da Valentin ein grosses Defizit hat was das Soziale betrifft und eher zu den "ein Mensch" beziehung haben gehört, ist ihm dies ein grosser Dorn im Auge. Wie alles andere auch, was einen für ihn "normalen" Tagesablauf stört......Aus verschiedenen Gründen, finde ich es aber sehr gut, das du dich in gewisser Hinsicht auch durchsetzt und deine Grenzen ziehst. Was seine verbalen Verletzungen darauf betrifft, hätte ich eine Frage, die du für dich beantworten sollst.
Wie sieht nach einem solchen Angriff das Schlussergebnis aus wen du dich wehrst und verteidigst? Wie sieht das Schlussergebnis aus wen du dich nicht darauf einlässt und ihm einfach klar signalisierst, das es einen Unterschied gibt zwischen - über etwas reden wollen, oder einfach nur verletzen um seinen Willen zu erzwingen? Welche von beiden Varianten kostet dich mehr Kraft? Welche von beiden Varianten bringt Valentin eher dazu sich den Ton eines Gespräches zu überlegen (wen überhaupt)?

Ich denke je klarer du dir, die eine oder andere Frage beantworten kannst, je einfacher wird es für dich, an deinen Reaktionen zu arbeiten. Das beste Ergebnis wird vermutlich zwar nur begrenzt Lösung bringen, aber es könnte für euch beide das Zusammenleben zumindest um einiges erleichtern.

Sorry das ich soviele Fragen stelle. Aber die meisten und besten Antworten hast du schon in dir selbst und ich kann dir nur dabei helfen, sie für dich selbst klarer zu sehen.

Keine Angst liebe Janine das du jemanden zu sehr belastest. Schliesslich ist dieses Forum gerade dazu gedacht. In der Situation wo du steckst, hast du es selbst am schwersten. Niemand kann dir deine Traurigkeit und deinen Schmerz abnehmen. Auch das an dir selbst arbeiten (die schwerste Aufgabe) kann dir niemand abnehmen. Wir können dich nur begleiten, dir zeigen das du nicht alleine bist und dir das Gefühl oder die Angst nehmen vonwegen das du anfängst zu spinnen. Ich kenne dieses Gefühl leider selbst nur allzu gut und weiss das man gerade darum andere Menschen braucht. Menschen denen man ob Sorgen, Trauer, Frust, Wut oder Freuden, dies mitteilen kann, weil sie verstehen können was Demenz beinhaltet und darum wissen, wie schnell man an Grenzen des Verstehens stossen kann. Oftmals ist es leichter auf die Probleme das "anderen" einzugehen als das klar zu sehen wo man gerade selbst drin steckt. Gerade darum braucht es Freunde und ein darüber reden können.

Darum möchte ich eigentlich alle hier im Forum dazu motivieren sich mitzuteilen. Weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie wichtig es für einen ist begleitet zu werden, auch wen es nicht immer auf alles eine Antwort gibt.

Ganz liebe Grüsse an euch alle

Eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: Polarzwo Gesendet: 22.04.2005 10:47

Ja, liebe Ursula, das werde ich auch gerne tun, mich mitteilen zu euren interessanten Beiträgen. Du kennst mich inzwischen so gut, und du weisst ganz genau, was jetzt für ein Satz kommt: "Alles zu seiner Zeit".

Ich fühlte mich von deiner letzten Mail an Janine angesprochen, und auch ihr möchte ich sagen: "Hallo Janine, winkewinke, ich bin da, lese dich und habe dich längst in mein Herz geschlossen.

Einige von euch sind neu hier in der Gruppe. Ich möchte endlich die Gelegenheit nützen, euch zu grüssen, soweit ich es nicht schon getan habe. Ursula und ich haben in ihren relativ schwierigen Zeiten Freundschaft geschlossen. Darum weiss ich auch, dass sie durch ihre sehr praktischen Erfahrungen mit Alzheimer zu einer recht potenten Persönlichkeit geworden ist. Ihre Gedanken können ganz gewiss auch für andere Menschen, seien es Betroffene oder Angehörige, eine grosse Hilfe sein.

Auch wir selbst, Flora und ich, sind ja inzwischen von dem Thema Alzheimer in der eigenen Familie eingeholt ...

Jedenfalls wollte ich wenigstens mal grüssen!

Bis denne
Peter
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: lovely3869 Gesendet: 23.04.2005 11:17

Hallo ihr Lieben,,

heut mal wieder ein paar Zeilen von mir. habe nun mein Praktikum in der gerontopsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie beendet.Momentan bin ich gerade dabei ,alles Revue passieren zu lassen. Ihr kennt ja sicher dne Ausdruck Reflexion und so wie ich täglich meine Arbeit dort relflektiert habe,möchte ich es auch jetzt mit mit der ganzen an sich tun. Vormittags war ich wie bereits mal erwähnt,,immer auf einer gerontopsychiatrischen Station unseres Krankenhauses,nach dem Mittag habe ich dann in die Erwachsenenpsychiatrie der selben Klinik gewechselt.Ich bin froh,die Möglichkeit gehabt zu haben,mit vielen Klientel arbeiten zu können. Erlebt habe ich leichte Formen der Demenz bis hin zum Extremfall von Alzheimer. natürlich auch viele andere psychische Krankheiten aber ist sicher eher unwichtig in diesem Forum.
Und weil es hier auch oft um die Angehörigen geht ,die Menschen aufopferungsvoll pflegen ,möchte ich euch bitten, wirklich auch mal an euch selbst zu denken. Ich kann nicht so über Patienten erzählen,das wisst ihr ja selbst ,,aber ich habe in der Zeit wo ich auf den beiden Stationen war, mehr als einen Fall erlebt,wo Angehörige behandelt werden mussten. Nur in groben Zügen mal ein Beispiel.Da war der Mann in der Geronto wegen Alzheimer und die Frau bei den Erwachsenen,,,,,durch ihre lange aufopferungsvolle Pflege.Sie hat nix mehr für sich getan,ist kaum noch weg gegangen usw....ich möchte das jetzt auch nicht detallieren,,ihr erlebt es ja selbst bei eurer täglichen Arbeit ,wie Angehörigen an ihre Grenzen stoßen und eigentlich auch dringend Hilfe bräuchten.Es ist schwer ,jetzt zu sagen ,sowas passiert mir nicht mal,wenn meine Eltern pflegebedürftig sind. Die Grenzen zwischen Pflege und Aufopferung ist schnell überschritten,,oft merken es nur andere.

Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 23.04.2005 17:47

Hallo ihr Lieben

Ich denke Lovely du hast vollkommen recht damit, das pflegende Angehörige auch an sich denken sollten. Wie schnell pflege in Aufopferung übergeht, oder wie schnell man über seine eigenen Grenzen gehen kann, kenne ich aus eigener Erfahrung. Nur - und jetzt kommen Probleme die leider nicht immer so einfach zu lösen sind und jedes für sich hier seine Gedanken darüber machen kann.....Wen es um Eltern geht die für sich selbst wohnen und leben, merken das sie immer weniger klar kommen und die Kinder wohnen an einem anderen Ort, haben ihre Arbeit und eventuell Familie. Da sind es oft schon mal äussere Umstände die einiges verhindern können und von daher die Heimfrage schon relativ früh zur Sprache kommen muss. Darum denke ich ist da die Gefahr schon mal etwas geringer und die chance sich besser abzugrenzen zumindest grösser. Wo es aber nach meiner Meinung oft leichter gesagt als getan ist, mit dem sich selbst Abgrenzen. Ist bei jemandem wo unter dem selben Dach wohnt und am allerschwersten bei Ehepartnern. Vorallem wen sie z.B 30- oder noch mehr Jahre glücklich verheiratet sind und jetzt erkrankt der eine an Demenz. Da ist es oft so, das die Entscheidung zwischen von wegen Heim und schlechtem Gewissen, oder Pflege und sich Aufopfern für seinen Partner, die Wahl eher auf das zweite fallen würde. Erst recht wen für diese Person der Partner sein ein und alles ist. Wie würde ich mich da verhalten?

Warum habe ich unseren lieben Freund so lange gepflegt, bis ich über meine Grenzen gekommen bin und sogar mein Körper schon reagiert hat? Nun, einerseits sicherlich wegen den Umständen die vorangingen und ausschlaggebend waren, das er schlussentlich bei uns wohnte. Der zweite Grund war sein liebevoller Charakter und der dritte Grund, das wir ihm einfach noch ein paar schöne Jahre ermöglichen wollten. Da wir einen Teil des Jahres in der Schweiz und den anderen Teil des Jahres in Schweden lebten, konnte ich kaum ofizielle Hilfe beantragen. Schlussentlich war es kaum noch möglich Besuche zu machen, weil es für ihn, und dadurch auch für mich nur noch eine unnötige Strapaze gewesen ist.......In dieser für mich schwersten Zeit ist dieses Forum entstanden und wie Peter schon sagte sind wir in dieser Zeit auch zu Freunden geworden. Peter, Flora, Jette Jürgen und Janine um mal ein paar beim Namen zu nennen. Ich glaube nicht, das ich untertreibe wen ich sage, das sie alle dazu beigetragen haben, das ich nicht in einer Psychiatrie endete.

Wen ich jetzt im Nachhinein zurückschaue, dann hat mir diese Zeit sehr viel Kraft genommen aber auch sehr viel gegeben. Obwohl meine einstmalige Energie immer noch nicht da ist und ich mich auch Heute noch viel schneller ausgelaugt fühle, so bin ich froh, das es so gekommen ist, wie es ist. Bin froh, das ich so lange mit dem letzten schweren Entscheid gewartet habe. Bis ich zwar wieder regeneriert bin wird wohl noch ein weilchen dauern - aber ich habe zumindest kein schlechtes Gewissen mehr und fühle mich soweit wohl, das ich jetzt weiss das richtige getan zu haben. Ich glaube, das es für mich um einiges einfacher ist mit einer gewissen Zeit ausgelaugt zu leben, wen ich aber dafür weiss das richtige getan zu haben. Dieses gute Gefühl dabei, wir das beste Medikament zu meiner Genesung sein. Ausserdem war es auch für mich notwendig - auch wen es lange gedauert hatte, für mich selbst ein stückweit abzuschliessen - oder vielleicht besser gesagt abschied zu nehmen.

Darum ist die Frage von wegen wie weit man im einzelnen Fall mit der Pflege gehen soll sehr individuell und ich würde meinen von Fall zu Fall auch anders zu entscheiden weil eben so viele verschiedene Faktoren mitspielen, die mitberücksichtigt werden müssen. Es gäbe dazu noch viel zu schreiben - aber ich belasse es für dieses mal dabei und sage wie Peter: Alles zu seiner Zeit!

Es ist ganz klar liebe Lovely das du nicht über Patienten erzählen kannst. Aber nur schon das was du schreiben darfst, deine Gedanken sowie dein Wissen, sind sehr wertvoll für uns alle hier. Danke dir dafür

Ganz liebe Grüsse an euch alle

eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: lovely3869 Gesendet: 23.04.2005 19:06

Hallo ihr Lieben,,,

ja du hast recht ,liebe Ursula,man kann nur slebst von Fall zu Fall entscheiden.Ich könnte es jetzt auch nicht sagen,wie ich bei jedem einzelnen im Umkreis reagieren würde. Ich denk,es kommt immer darauf an wie nah man der Person steht und die richtig sagts,bei einem Ehepartner kommt eh das schlechte Gewissen dazu. So ist es bei dem Fall,den ich erwähnte. jedoch ist die Frau jetzt so psychisch fertig ,das sie die Pflege ihres Mannes einfach nicht mehr folgelos für sich selbst,übernehmen kann.
Gestern Abend war meine Schwiegermutter da,nach einer halben Stunde schaute sie schon wieder unruhig zur Uhr und meinte,sie müsse ja noch zur Oma,sie geht sonst nicht ins Bett. Ich dachte,jetzt ist der Augenblick ist gekommen,wo ich ihr grob den Fall erläutere,hab es etwas verallgemeinert .Naja wie immer kam der Satz,,na was soll ich denn machen? "
Nächste Woche fährt sie ein paar Tage mit einer Freundin weg,nach stundenlangem Zureden der ganzen Familie. Mein Schwiegervater bleibt zu Hause und hat ein Auge auf die Oma,sonst wär Schw.-mutter nie gefahren.Ich denk,da kommt wieder diese beiderseitige Abhängigkeit durch. Oma setzt Mutter unter Druck,sie würde nix essen usw. und Schw.-mutter denkt ,,ohne sie geht es nicht .
Sie ist mir immer sehr dankbar ,das ich ihr ab und zu den Kopf wasche so zu sagen,aber ändern tut sich nichts.Manchmal hab ich das Gefühl,das sie vor ihrer Rente einfach Angst hatte nutzlos da zu stehen und sich deshalb die Mutter in ihre Nähe geholt hat.Ist ja oft bei Rentnern dann so.
So das wars erstmal,,liebe Grüße an alle und: Ursual,,du kannst stolz auf deine Freunde sein,ohne sie,,wie du sagst,wärst du sicherlich heut woanders.

Lg Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: palousunny2 Gesendet: 24.04.2005 17:02

Hallo Ihr Lieben

Liebe Ursula Du hast erstaunliches und bewunderwertes vollbracht in den Jahren mit eurem Freund. Du bist ganz einfach einmalig und ich wollte es Dir hier wieder einmal sagen

Ich bewundere Dich seit ich Dich zum erstenmal lies und wenn ich denke durch was und wie Du durch alles hindurch bist...alle Achtung.Ich bin und werde dazu nicht fähig, ehrlich und leider und zum Glück gibt es Menschen wie Du oder Lovely, Jürgen und andere Pflegenden Engel auf dieser Erde und die sind, alle, jeden für sich sehr gute Menschen die alle
Achtung und Dank verdienen

Valentin ist heute mit dem Zug zu seiner Mutter gefahren, sie haben das miteinander abgemacht und sie holt ihn am Bahnhof ab damit sie mit dem Bus zu ihr fahren können.Ich habe also Sturmfrei wie man so schön sagt allerdings werde ich es nicht wirklich merken da ich tagsüber bei meiner Tochter gebraucht werde...allerdings ist abends niemanden zu hause der mich nervt und meine Minouche freut sich dann, also schon toll.

Ich wünsche allen einen guten Wochenstartund schicke

en liebä gruäss
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 25.04.2005 12:22

Liebe Lovely!

Ich bin froh, das deine Schwiegermutter mal für ein paar Tage mit einer Freundin wegfährt. Auch wen es viel Überredungskunst dazu brauchte. Eigentlich käme es jetzt auch etwas auf die Freundin drauf an - ob, und wie sie auf die Situation deiner Schwiegermutter eingeht. Ich nehme mal an, das sie auch ab und zu darüber miteinander reden werden.

Wen deine Schwiegermutter schon meint dankbar zu sein, wen du ihr ab und zu den Kopf wäschst (was auch sehr wichtig ist), bräuchte sie das vielleicht einfach von verschiedener Seite damit sich bei ihr was ändert - wen überhaupt. Es gibt Menschen, die müssen erst dasselbe von verschiedener Seite her hören, damit etwas auch greifen kann.

Dass sie ihre Mutter deshalb in ihre Nähe geholt hat, weil sie Angst hatte, nach ihrer Rente sonst nutzlos da zu stehen, könnte ohne weiteres stimmen. Aber eine solche Motivation wäre wirklich sehr gefährlich. Weil nur schon diese Tatsache an sich eine Abhängigkeit bewirkt - unabhängig von emotionaler Bindung. Diese käme dann erst noch dazu......Ich finde es auf jeden Fall sehr gut, das du sie auch immer wieder mal auf mögliche Gefahren hinweist und versuchst sie zum nachdenken anzuregen. Vorallem da du durch deinen Beruf sehr viel siehst, weist und erlebst. Was sie aber daraus macht und wie weit sie überhaupt sich selbst im Ganzen prüft ist ihre Entscheidung und liegt in ihrer eigenen Verantwortung. Unser hoffen aber darf bleiben, das sie sich doch mal ernsthaft darüber gedanken macht wo der Sinn ihres pflegens aufhört und wo der Unsinn anfängt.

Liebe Janine!

Auf dein schreiben werde ich etwas später eingehen. Muss mich gleich auf den Weg machen, weil ich noch etwas abgemacht habe. Und es lässt sich nun mal besser schreiben wen man nicht unter Zeitdruck steht. Ich werde aber darauf zurückkommen.

Ganz liebe Grüsse an euch alle

eure Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: lovely3869 Gesendet: 25.04.2005 17:10

Hallo ihr Lieben,,,

es ist schön,mit euch hier zu schreiben und ich sehe ,das ich mit meinem Problem nicht allein da stehe,was die Sache mit Schw-mutter angeht. Manhcmal sagt sie so mit einem Lächeln,,na wenn es zeit ist mich zu therapieren bist du ja da". Irgendwie komme ich mir dann immer vor ,als ob ich chinesisch rede.Auch habe ich ihr schon gesagt,das ich sie als Bekannte oder Verwandte niemals therapieren würde und es auch nicht kann,da spielen viel zu viele Emotionen mit.Ich versuche schon ,über Gespräche oder mal gemeinsame Aktivitäten mit ihr,sie abzulenken aber Therapie?? Nein ,ich denke,da hört es auf. Ertsmal während der Ausbildung schon gar nicht und danach wohl auch kaum,,egal wo es mich mal hinverschlagen wird.
Sicherlich gibt man Ratschläge und ich wasche ihr so zu sagen auch mal den Kopf,,aber wenn sie mal wirklich Hilfe bräuchte,,,,,,,,,
Ich weiß nicht genau,was Mutter und Tochter noch mit sich abzumachen haben ,aber geklärt ist da längst nicht alles.Das merkt man einfach immer wieder an ihrer Umgangsart miteinander.
Mit den von mehreren Seiten mal hören müssen,,habt ihr vollkommen Recht,,in der Familie wurde das auch schon mehrfach getan,,jeder auf seine art und Weise ebend,Aber ich hab das Gefühl,es kommt nicht an. Was ein Mensch nicht hören will,hört er ebend einfach nicht,,schaltet so zu sagen auf Durchgang.
So das wars erstmal,,,ich finde es übrigens auch ganz toll was Ursula für ihren Freund tut,,,,

Lovely
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 25.04.2005 22:50

Liebe Janine

Erst mal danke für die Blumen. Jaaaa, ich gebs ja zu, es tut irgendwie schon auch gut. Sonst wäre ich auch nicht ehrlich.
Aber bitte stelle nicht dein Licht unter einen Schemmel. Deine Situation ist wirklich nicht mit meiner zu vergleichen. Das einzige was identisch ist, ist das du genau so versuchst dein Bestes zu geben. Mehr soll und darf man nicht erwarten. Wen du bedenkst, das du dich ursprünglich mal von Valentin trennen wolltest, aber durch seine Diagnose anders entschieden hast. Will ich wirklich nicht sagen müssen was wohl schwerer ist. Schau, euer zusammenleben war seit langem schon alles andere als einfach und die Demenz macht es sicher nicht einfacher. Es lässt nur im JETZT das eine oder andere besser verstehen. Für dich ist es aber schier unmöglich das FRÜHER einfach auszublenden. Würdest du also über ein gewisses Mass an pflege hinaus gehen, könnte es dir sowie Valentin sehr schaden - und zu welchem Nutzen? In deiner Situation, würde ich dir viel früher empfehlen die Pflege in andere Hände zu geben, als die Grenze wo ich damals für mich gezogen hatte. Eben weil es bei euch anders ist. Glaube mir, in deiner Situation würde auch ich es unmöglich schaffen so weit zu gehen. Darum werde ich schon ein Auge auf euch halten und hoffe, auch aus der Distanz zu erkennen, wan die Zeit sowohl für dich wie Valentin reif ist. Auch wen ich deine schon recht klaren Überlegungen kenne, hoffe ich doch zur rechten Zeit da sein zu können. Hoffe aber auch, das die anderen hier im Forum dies erkennen werden. Schliesslich habe ich auch nicht die "Weisheit" mit dem Löffel gegessen und muss auf deinen Fall genau so intuitiv reagieren wie damals in meiner Situation. Ich bin einfach nur froh darüber, das du nicht so weit von mir weg wohnst - wen ich nicht gerade in Schweden bin. Aber ein bisschen Gottvertrauen gehört ja schon zu meinem Leben. Ich finde es einfach toll, das du uns so an deinem Leben teilnehmen lässt und du weisst ja, je mehr wir wissen je besser können wir im rechten Moment auch helfen. Ein jedes auf seine Art.

Im Augenblick freue ich mich einfach sehr, das Valentin zu seiner Mutter gefahren ist und du auch wen du tagsüber im Moment nicht viel davon merken wirst - wenigstens wen du zu Hause bist etwas Ruhe bekommst und dich selbst besser erholen kannst.

Ich sende dir eine ganz liebe Umarmung. Du machst es wirklich toll und bist immer noch bereit zum lernen. Einfach klasse. Ich weiss schon warum ich dich in mein Herz geschlossen habe.

Liebe Grüsse
Deine Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 26.04.2005 10:55

Liebe Lovely

Die Aussage deiner Schwiegermutter von wegen, "na, wenn es zeit ist mich zu therapieren bist du ja da": Zeigt mir eigentlich, das sie schon ihre Entscheidung soweit getroffen hat, dass sie so weitermachen wird, im Moment keinen anderen Weg sieht oder sehen will. Das du dir dann vorkommst als ob du chinesisch sprichst ist auch verständlich. Aber wen die Zeit reif wird, kann es ohne weiteres sein, das es irgendwann bei ihr klick macht und die Botschaft auch ankommt. Von daher ist es vorläufig vielleicht wirklich die beste, oder einzige Hilfe wen du sie ablenkst und auf andere Gedanken bringst. Wer will schon die ganze zeit chinesisch sprechen. Das habe ich bei meiner Schwiegermutter auch aufgehört. Weil es einfach kaum was bringt und anscheinend die Zeit dazu nicht reif ist - warum auch immer.

Wen es darum geht die Nächsten zu therapieren, würde ich mal fragen. Wo fängt therapie wirklich an? Jemandem zuhören, begleiten, ratschläge geben, oder auch mal etwas "zwirbeln" wen nötig, tut man alleweil wenn einem jemand nahe steht. Dies an sich verhindert schon oft schlimmeres. Auch das könnte man doch schon als eine form von Therapie sehen. Die Frage ist also eher wo würde ich aufhören, oder über meine persönlichen Grenzen gehen wenn....und somit diese Aufgabe lieber in andere Hände geben. Gerade dieser Punkt ist stark von einerseits meinen Möglichkeiten und andererseits meinen Emotionen dieser Person gegenüber abhängig - sowie umgekehrt. Also sehr individuell. Bleibt auch da zu hoffen, diese Grenzen immer rechtzeitig zu erkennen.

Darum finde ich es auch sehr gut, das du dir diese Gedanken machst in Bezug auf deine Schwiegermutter und ihr schon deine gewissen Grenzen aufzeigst. Auch wen es schlussentlich dann immer noch einen gewissen Unterschied zwischen theorie und praxis geben kann. So hast du für dich einen Anhaltspunkt und sie darf ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben, um in der jetzigen Situation vielleicht eher mal klare Entscheidungen treffen zu können - wen überhaupt. Du weisst ja auch, manchmal ist weniger geholfen = mehr geholfen. Weil manche Menschen nur so lernen ihre persönlichen Verantwortungen auch selbst zu tragen.

Du stehst mit deinen Problemen wirklich nicht alleine da. Es sind Gedanken und Überlegungen die viele beschäftigen. Darum tut es auch gut diese zu schreiben und Meinungen von anderen zu hören.

Jedes lernen fängt mit überlegen an und das austauschen mit anderen hilft die eigenen Gedanken zu sortieren, um möglichst auch Antworten für sich ganz persönlich zu finden.

Liebe Grüsse

Deine Ursula
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: palousunny2 Gesendet: 26.04.2005 17:28

Liebe Ursula
hallo ihr Lieben

Ja jede Situation ist anders, das stimmt schon und wir werden sehen wie lange unsere noch so weiter verläuft. Ich werde sicherlich die Pflege in anderen Händen geben irgendwann und ich bin sehr sehr froh Dich zu haben mit einem Auge auf uns, ehrlich liebe Ursula

Ich geniesse schon die Wohnung für mich alleine zu haben und ein Erfolgserlebnis habe ich schon, wie jedes mal wenn Valentin bei seiner Mutter ist, ich kann unser Abfallsack füllen mit was ich will und kann ihn dann so voll wie ich will dann runtertragen....und ein neuer Sack bereit stellen...

Bei meiner Schwiegermutter habe ich jeden Kontakt vor 3 Jahren abgebrochen weil wir auf verschiedenen Bühnen unser Heu haben, sie hat ihres mit Valentin zusammen und und nur der ist wahrhaftig und ehrlich und so muss ich mich nicht mehr bemühen, das habe ich zu lange vergebens dem scheinbaren Frieden getan.

Liebe Lovely ich hoffe sehr, Deiner Sch.Mutter tut ein bisschen Abstand gut und wenn Du das Gefühl hast Chinesisch zu sprechen, irgend etwas bleibt sicher hängen und Du hast vielleicht mehr Erfolg als Du denkst. Du bemühst Dich und das finde ich ganz toll.

liebä gruäss
Janine
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BeitragThema: Re: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen...
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Von: LillNalle2 Gesendet: 27.04.2005 07:46

Liebe Janine

Ich musste schmunzeln wo ich das mit dem Apfallsack gelesen hatte. Einerseits weil ich weiss wie das sonst bei Valentin funktioniert und andererseits weil es bei mir gewisse Erinnerungen weckte. Irgendwie wird man in solchen Situationen schon etwas bescheiden. Man fängt an sich über Kleinigkeiten zu freuen, wo sonst kaum möglich wäre. Da sich durch die Krankheit viele solche mehr oder weniger kleine Ärgernisse ansammeln, verspührt man schnell eine gewisse Freiheit wen man wieder mal etwas so machen darf wie man es selbst gerne möchte. Das paradoxe am ganzen ist, dass sich über Kleinigkeiten freuen zu können, eigentlich etwas ganz gesundes ist und wir kaum dazu im Stande wären wenn nicht ein kranker uns dazu bringen würde. Nie im Leben habe ich mich so sehr über ein lächeln eines Menschen gefreut, oder waren Blumen für mich so schön wie in meinen schwersten Zeiten.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen ein paar schöne erholsame Tage ohne Valentin. Ein geniessen der vielen kleinen Dinge die in solchen momenten Freiheit bedeuten und ein Kraft schöpfen in vollen zügen. Ich freue mich mit dir mit, weil ich weiss was dies bedeutet.

Liebe Grüsse

Deine Ursula
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