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 Umgang mit Dementen!

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BeitragThema: Umgang mit Dementen!
Do 15 Apr 2010, 21:38    © Admin
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Im folgenden kurzen Film wird eindrücklich gezeigt wie wichtig es ist die Welt des Dementen zu verstehen und ihm dort zu begegnen.


Lieber Gruss Ursula






Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Umgang mit Dementen!
Do 15 Apr 2010, 21:56    © Knutschelch
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Total interessant!!! Danke vielmals liebe Ursula!!!

Ist es nicht erstaunlich, wie einfach man einen Menschen verstehen kann und dem Dementen ja genau das sehr häufig fehlt!

Was mich ein wenig mehr noch interessieren würde, der Impuls des Gesprächs kam immer vom Therapeuten aber wie geht man um wenn der Demente so wirr Erzählt, dass man ihm nicht folgen kann!

Leider gibt es so viele Möglichkeiten aber sie werden viel zu selten eingesetzt in Deutschland zumindest!

Dennoch interessant lieben Dank noch mal

Schönen Abend Kathrin






Mit lieben Gruß Kathrin

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sylvia
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BeitragThema: Re: Umgang mit Dementen!
Fr 16 Apr 2010, 07:54    © sylvia
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Ursula.

Solche Schulungen oder Seminare muß es viel mehr geben. Es sollte gesetz werden es an jedem Seniorenstift abzuhalten. Erst dann kann man besser verstehen.

LG Sylvia








Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu  viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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Biggi
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BeitragThema: Re: Umgang mit Dementen!
Fr 16 Apr 2010, 15:15    © Biggi
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liebe Ursula, das ist sehr beeindruckend.
Man sieht sehr deutlich, wenn man die Dementen mit der Lebensgeschichte konfrontiert, wie schnell sie aufmerksam werden.

Wäre es nicht schön, wenn das auch bei uns der selbstverständliche Alltag in unseren Heimen wäre??

LG Biggi







--- Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet. ---

                        
                           
  
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Beate
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BeitragThema: Re: Umgang mit Dementen!
So 18 Apr 2010, 23:53    © Beate
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Hallo!

Genau solch einen Kurs habe ich kürzlich bei der Caritas mitgemacht. Er ging über 10 Abende mit jeweils 2 Stunden. "Gemeinsam Brücken bauen" war der Titel des Seminars. Verschiedenen Refertenten haben über verschiendene Themen referiert. Sogar das Rollenspiel mit dem Parkhaus Nord haben wir gemacht.

Wer Interesse hat, sollte sich mal bei der Caritas oder dem katholischen Bildunsgwerk oder ähnlichen Instutionen informieren.

Die Bilder mit den demenzkranken alten Menschen rühren mich an. Die hier angewendete Methodik der "integrativen Validation" finde ich persönlich sehr gut. Aber viele Menschen - ich auch anfangs- tun sich sehr schwer damit, sie anzuwenden, weil sie einfach unsere eigenen Logik wiederspricht.

Ein Beispiel aus der Praxis unseres Demenzcafès:

Ein Teil der alten Herrschaften wird anschließend mit einem Büsschen nach Hause gefahren. Eine der Damen sucht immer ihre Handtsche, obwohl sie nie eine dabei hat. Sie sitzt im Bus und bittet den Fahrer vor der Abfahrt: "Ich glaube ich habe meine Handtasche vergessen. Sehen Sie doch bitte noch mal im Cafè nach." Da meint der Fahrer geistesgegenwärtig: "Das Gepäck ist im Kofferraum. Ihre Handtsche ist auch dabei!" Da war die Frau zufrieden.

Oder ein Pfleger aus einen Altenheim erzählte mal die Geschichte von der alten Dame, die aufegeregt durch den Flur gelaufen kommt: "Die Russen sind eingedrungen! In meinem Zimmer sind 2 russische Soldaten!" Der Pfleger reagierte sofort, ging auf die Frau zu und meine: "Guten Tag, ich bin von der Polizei, wir haben die beiden Soldaten bereits in Gewahrsam genommen. Sie sind schon auf dem Weg zum Polizeipräsidium." Die alte Frau war beruhigt und ging wieder zurück in ihr Zimmer.

Ich muss zugeben, dass es mir auch manchmal schwerfällt, solche Unwahrheiten glaubhaft vorzutragen, weil meine Wahrnehmung eine ganz andere ist. Es ist nicht leicht.

So und nun ab ins Körbchen....gute Nacht zusammen

Beate
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BeitragThema: Re: Umgang mit Dementen!
Mo 19 Apr 2010, 08:56    © Admin
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Liebe Beate

Integrative Validation, fällt einem anfänglich wirklich sehr schwer. Vorallem wenn es sich um jemanden handelt dem man sehr nahe steht. Da gab es doch mal eine Zeit, wo man vieles miteinander besprechen und teilen konnte. Und fast von einem Tag auf den anderen muss sich nun die Kommunikationsform so verändern. Sich daran zu gewöhnen, und das nun Unmögliche der Vergangenheit zu akzeptieren, ist schon ein schwerer Schritt. Ohne diesen wäre aber eine andere Kommuniktationsform gar nicht erst möglich.

Eigentlich habe ich damals durch die Praxis mit unserem lieben Erik, das meiste an integrativer Validation mühsam und schrittweise erlernen müssen. Weil sich irgendwann durch eine Demenz die Kommunikation nur noch auf emotionaler Basis bewegt. War Erik zufrieden, war ich es auch, war er beruhigt, war ich es auch u.s.w. Verbringt man 24 Std. am Tag in der gleichen Wohnung, so wird dies extrem wichtig. In solcher Situation lernt man integrative Valitdation nicht nur dem anderen zuliebe, sondern ein stückweit auch aus verzweifelnder Selbsterhaltung heraus, dem häuslichen Frieden zuliebe und um selbst viele Situationen besser auszuhalten. Oft hatte ich meinen eigenen Verstand in Frage gestellt und manchmal das Gefühl gehabt, das ich so langsam anfange Schizophren zu werden. Als ich dann viel später (zu spät) irgendwann das Erste mal über integrative Validation gelesen hatte, war es für mich aber dennoch ein grosser Trost. Für mein Handeln gibt es ein Wort, einen Begriff juhuii, ich spinne also doch nicht . Auch wenn ich Heute einiges anders machen täte, als wie ich es damals tat.

Ich persönlich sehe die integrative Validation als etwas sehr wichtiges an. Auch wenn es alles andere als einfach ist, um diese in der Praxis auch anzuwenden. Aber es öffnet in der tat Türen und Herzen zu dementen Menschen. Ich freue mich, das heute viele Angehörige darüber schon im Vorfeld informiert sein dürfen und dadurch weniger an ihrem eigenen Verstand zweifeln müssen.

Liebe Grüsse
Ursula






Liebe Grüsse
 

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