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BeitragThema: Medikamente
So 12 Sep 2010, 20:15    © Admin
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Medikamente, die im frühen und mittleren Stadium der Alzheimer Demenz eingesetzt werden:

Bei der häufigsten Demenzform, der Alzheimer-Erkrankung, gehen fortlaufend - zunächst meist über mehrere Jahre unbemerkt - Nervenzellen im Gehirn verloren. Die Ursache hierfür ist noch nicht bekannt. Mit den heute eingesetzten Medikamenten versucht man lediglich, das Voranschreiten der Erkrankungen zu bremsen. Dadurch können Betroffene aber - für einen bestimmten Zeitraum - an Lebensqualität gewinnen. Bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken und der Vernetzung von neuem und altem Wissen spielt der Botenstoff Acetylcholin im Gehirn eine wichtige Rolle. Die Tatsache, dass Denkvermögen und Merkfähigkeit bei Demenzkranken nachlassen, hängt auch mit einer Verminderung dieses Botenstoffes zusammen. Medikamente, die im frühen und mittleren Stadium der Alzheimer Demenz eingesetzt werden, haben eine gemeinsame Wirkungsweise: Das Enzym Cholinesterase, welches den Botenstoff Acetylcholin abbaut, wird gehemmt. Dadurch steigt die Menge des bei Alzheimer Demenz verminderten Acetylcholin im Gehirn. Wegen ihrer Wirkweise werden diese Medikamente auch Cholinesterasehemmer genannt. Durch ihren Einsatz versucht man das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Es gibt Patienten, die gut, weniger gut oder gar nicht auf diese Substanzen reagieren. Die Gründe dafür sind bisher nicht bekannt. Eine Therapie sollte deshalb immer nur in enger Abstimmung von Arzt, Patient und Angehörigen begonnen werden. In schweren Demenzstadien bringen diese Medikamente keinen nachweisbaren Nutzen mehr, sondern können durch ihre Nebenwirkungen eher schaden. Zu der Gruppe der Cholinesterasehemmer gehören folgende drei Wirkstoffe:

Donepezil (z.B. Aricept®)
Es gibt für Donepezil eine Reihe von Belegen dafür, dass sich bei Demenzkranken, die diesen Wirkstoff einnehmen, die Hirnleistungsfähigkeit verbessert. Zudem gibt es Studien, die einen positiven Einfluss auf die Alltagsfähigkeiten beschreiben. Der Mangel am Botenstoff Acetylcholin im Gehirn kann zumindest teilweise und vorübergehend ausgeglichen werden. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Bei 10 - 17 % der Patienten treten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auf. Donepezil wird üblicherweise einmal täglich in Tablettenform (10 mg) eingenommen.

Galantamin (z.B. Reminyl®)
Auch für Galantamin gilt: es gibt eine Reihe von Belegen dafür, dass sich bei Demenzkranken, die diesen Wirkstoff einnehmen, die Hirnleistungsfähigkeit verbessert. Zudem gibt es Studien, die einen positiven Einfluss auf die Alltagsfähigkeiten beschreiben. Der Mangel am Botenstoff Acetylcholin im Gehirn kann zumindest teilweise und vorübergehend ausgeglichen werden. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Bei 13-17 % der Patienten wurde von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall berichtet. Galantamin wird üblicherweise ein- bis zweimal täglich in Tablettenform (16-24 mg) eingenommen.

Rivastigmin (z.B. Exelon®)
Auch für Rivastigmin gilt: es gibt eine Reihe von Belegen dafür, dass sich bei Demenzkranken, die diesen Wirkstoff einnehmen, die Hirnleistungsfähigkeit verbessert. Zudem gibt es Studien, die einen positiven Einfluss auf die Alltagsfähigkeiten beschreiben. Der Mangel am Botenstoff Acetylcholin im Gehirn kann zumindest teilweise und vorübergehend ausgeglichen werden. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Es treten Magen-Darm-Störungen auf: Bei 27-35 % der Patienten wurden Übelkeit, Durchfall und Erbrechen beobachtet. Rivastigmin wird üblicherweise zweimal täglich in Tablettenform (6-12 mg) eingenommen. Grundsätzlich gilt für die Gruppe dieser Cholinesterasehemmer: Um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, sollte die Behandlung mit kleinen Mengen (“einschleichend”) begonnen und dann langsam gesteigert werden. Es ist wichtig zu wissen, dass die soeben beschriebenen drei Medikamente im fortgeschrittenen Stadium der Demenz nicht mehr wirken. Sie sollten dann auch nicht eingesetzt bzw. sie sollten abgesetzt werden, wenn dieses Stadium erreicht wird. Bei Nebenwirkungen, die den Betroffenen stark beeinträchtigen, muss man Nutzen und Schaden gut abwägen und ggf. auf eine weitere Einnahme des Medikaments verzichten. Diese Überlegungen sollten Sie jedoch immer gemeinsam mit Ihrem Arzt anstellen.

Medikamente, die im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer Demenz eingesetzt werden:

Memantine (z.B. Axura®, Ebixa®)

Dieser Wirkstoff beeinflusst einen anderen Botenstoff im Gehirn: das Glutamat. Damit kann eine leichte Verbesserung der alltäglichen Fähigkeiten erreicht werden. Sinnvoll erscheint der Einsatz bei fortgeschrittenerer Demenzerkrankung. Auch hier beginnt man (wie bei den Cholinesterasehemmern) die Behandlung mit kleinen Mengen, die dann langsam gesteigert werden, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Nebenwirkungen und Dosierung: Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Schwindel, innere und körperliche Unruhe und Übererregbarkeit. Memantine wird üblicherweise zweimal täglich in Tablettenform (10-20 mg) eingenommen.

Medikamente, die bei vaskulärer Demenz eingesetzt werden:

Da die vaskuläre Demenz durch viele kleine Schlaganfälle (die möglicherweise unbemerkt bleiben) ausgelöst werden kann, setzt man hier Medikamente ein, die einem erneuten Schlaganfall vorbeugen sollen (so genannte Sekundärprophylaxe). Dies kann man erfolgreich mit Wirkstoffen erreichen, die eine Gerinnung des Blutes bzw. die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten) hemmen und damit der Bildung von Blutgerinnseln und Schlaganfällen entgegen wirken (blutgerinnungshemmende Wirkstoffe). Noch wichtiger ist aber die Bekämpfung von gefäßschädigenden Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Bewegungsmangel u.a.
Gerinnunghemmende (=“blutverdünnende“) Medikamente

Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®)
Der bekannteste und am besten erforschte Wirkstoff dieser Gruppe ist Acetylsalicylsäure (=ASS, z.B. Aspirin®). Obwohl nicht ganz klar ist, ob ASS die Beschwerden der Demenz verbessern kann, ist jedoch nachgewiesen, dass es das Auftreten neuer Schlaganfälle (und damit auch das Voranschreiten der Gehirnschädigung bei vaskulärer Demenz) verhindert oder vermindert. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Eine zu starke „Blutverdünnung“ kann zu Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bis hin zu Magenblutungen und anderen Blutgerinnungsstörungen führen. ASS wird einmal täglich in Tablettenform eingenommen, üblicherweise in einer Dosierung von 75-375 mg pro Tag.

Clopidogrel (z.B. Plavix®, Iscover®)
Auch der Wirkstoff Clopidogrel gehört zu den blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen und kann - wie Ticlopidin - z.B. eingesetzt werden, wenn die Einnahme von ASS nicht vertragen wird. Seine Wirkung ähnelt der von ASS. Clopidogrel wird z.T. auch mit ASS kombiniert. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Es können Magen-Darm-Störungen auftreten, gelegentlich Kopfschmerzen. Clopidogrel wird üblicherweise einmal täglich in Tablettenform (75 mg) eingenommen.

Ticlopidin (z.B. Tiklyd®)

Auch der Wirkstoff Ticlopidin gehört zu den blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen und wird - wie Clopidogrel - eingesetzt, wenn die Einnahme von ASS nicht vertragen wird. Seine Wirkung ähnelt der von ASS. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Es können Magen-Darm-Störungen auftreten, gelegentlich allergische Hautreaktonen. Es können schwerwiegende Blutbildveränderungen auftreten, daher muss das Blut in den ersten drei Monaten der Einnahme alle 14 Tage untersucht werden.Vor allem wegen dieser Nebenwirkungen raten viele Experten eher von einer Anwendung ab. Ticlopidin wird üblicherweise zweimal täglich in Tablettenform (250 mg) eingenommen.

Es wird vermutet, dass die Medikamente, die bei der Alzheimer Demenz helfen, auch für Patienten mit vaskulärer Demenz oder Mischformen sinnvoll sein könnten. Dies wird zurzeit noch getestet.

Medikamente, deren Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist:
Bei folgenden Medikamenten sind die Fachleute nicht einheitlicher Meinung, wenn es darum geht, einen Einsatz bei Demenz zu empfehlen:

  • Ginkgo biloba
  • Nimodipin
  • Piracetam
  • Vitamine
  • Arzneimittel der so genannten “besonderen Therapieformen”: pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Mittel
  • weitere Wirkstoffe
Ginkgo biloba
Die wissenschaftlichen Daten zu Ginkgo-Präparaten sind sehr widersprüchlich. So gibt es Untersuchungen, die einen Effekt auf die Hirnleistung zeigen. Ob diese Effekte sich aber im Alltag der Patienten spürbar positiv bemerkbar machen, ist in der Medizin umstritten. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Sehr selten treten Magen Darm-Störungen oder Hautausschlag auf. Ginkgo-Extrakte können aber - insbesondere in Kombination mit gerinnungshemmenden Medikamenten (z.B. ASS, Marcumar, Heparin) - zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. Deswegen sollte die Einnahme von Ginkgo-Präparaten immer mit dem behandelnden Arzt besprochen und abgewogen werden. Ginkgo wird üblicherweise zwei- bis dreimal täglich in Tabletten- oder Tropfenform eingenommen, die Gesamtdosis liegt in der Regel bei 240 mg Extrakt.

Nimodipin (z.B. Nimotop®)
Nimodipin wird bei Demenzformen eingesetzt, die durch Durchblutungsstörungen begünstigt werden. Es gibt jedoch auch hier keine überzeugenden Studien, die eine Besserung der Denkfähigkeit oder der Alltagsfähigkeiten beweisen würden. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Bekannte Nebenwirkungen sind Schwindel- oder Schwächegefühl, Blutdrucksenkung und die Änderung der Herzfrequenz. Nimodipin wird üblicherweise dreimal täglich in Tablettenform (30 mg) verabreicht.

Piracetam (z.B. Normabrain®)
Dem Medikament wird eine Verbesserung der Hirndurchblutung zugeschrieben. Es gibt jedoch keine überzeugenden Studien, die eine Besserung der Denkfähigkeit oder der Alltagsfähigkeiten beweisen würden. Häufigste Nebenwirkungen und Dosierung: Bekannte Nebenwirkungen sind geistige und körperliche Unruhe, Schlafstörungen und Magen Darm-Beschwerden. Piracetam wird üblicherweise dreimal täglich in Tablettenform (800 mg) verabreicht, die maximale Tagesdosis liegt bei 4800 mg.

Vitamine
Vitamine sind lebenswichtige Stoffe, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen, weil er sie nicht selber bilden kann. Bei einer ausgewogenen Ernährung, die u.a. reich an Obst und Gemüse ist, kann der tägliche Vitaminbedarf über die Nahrung gedeckt werden. Trotzdem hat sich der Trend durchgesetzt, Vitamine (im Sinne eines nebenwirkungsarmen Wundermittels) zum Teil in großen Mengen ohne fachlichen Rat einzunehmen. Dies kann (besonders bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K) - wie bei Arzneimitteln - zu unerwünschten Wirkungen führen. Vor allem folgende Vitamine sollen das Voranschreiten der Demenz bremsen und eine Verbesserung der Beschwerden im Alltag bewirken: Vitamin E (Tocopherol), Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Folsäure. Diese Wirkung konnte aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht bestätigt werden, manche Vitamine (in hoher Dosierung eingenommen) scheinen sogar eher zu schaden..






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BeitragThema: Re: Medikamente
So 12 Sep 2010, 20:17    © Admin
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Medikamentöse Behandlung von nichtkognitiven Symptomen bei Demenz: Z.B schwere problematische Verhaltensweisen!

Medikamente sollten bei der Behandlung problematischer Verhaltensweisen immer erst der letzte Schritt sein. Es muss also in erster Linie immer erst geschaut werden, was im alltäglichen Umgang, Tagesablauf und in der Pflege verbessert werden könnte.

Art der Störung Medikament Tägliche Zieldosis
Depression SSRI (z.B Citalopram/Seropram) 10 - 40 mg
Angstsyndrom Mirtazapin (Remeron)
Melperon
15 - 60 mg
25-150 mg
Tag-/Nachtumkehr, Schlafstörungen Pipamperon (Dipiperon)
Lorazepam (Temesta)
Melperon
20 - 80 mg
0,5 - 2 mg
25 -150 mg
Unruhezustände Pipamperon (Dipiperon)
Risperidon oder Haloperidol
akut: Levomepromazin (Nozinan)
oder Promazin (Prazine)
Melperon
20 - 80 mg

25 - 50 mg i.m.
50 - 100 mg i.m.
25 - 150 mg
Wahn/Halluzination Risperidon (Risperdal)
Haloperidol (Haldol)
0,25 - 2 mg
0,3 - 5 mg






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BeitragThema: Re: Medikamente
So 12 Sep 2010, 21:34    © vargen
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Medikamentöse Behandlung von nichtkognitiven Symptomen bei Demenz: Z.B schwere problematische Verhaltensweisen

Neben den von Ursula aufgeführten Medikamenten gibt es Medikamente, die den Wirkstoff Quetiapin enthalten (z. B. Seroquel), diese werden bei Wahnvorstellungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Suizidgefährdungen, etc. eingesetzt. Dieser Wirkstoff bzw. das Medikament Seroquel wurde Anfang 2000 (so um 2003) an Patienten ausprobiert, auch bei meiner Mutter. Seroquel gibt es als Filmtabletten zwischen 25 mg - 300 mg. Die Dosierung ist nach Anweisung des Arztes vorzunehmen.

Seroquel oder Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff dürfen nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden, da dieser Wirkstoff bei älteren Demenzkranken zu Schlaganfällen führen kann bzw. das Sterberisiko erhöht.
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BeitragThema: Medikamente/Hilfsmittel bei Druckgeschwüren (Dekubitus)
Mi 15 Sep 2010, 00:01    © vargen
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Medikamente/Hilfsmittel bei Dekubitus (Druckgeschwüren)

NU-DERM ist ein hydrocolloid Wundverband, der durch seine Eigenschaften ein feuchtes Wundmilieu erhält. Dadurch wird eine Abheilung des Druckgeschwürs (von Innen) unterstützt. Bei der Entfernung des Verbandes/Pflasters wird das Gel mit dem Verband/Pflaster fast vollständig entfernt und das neu gebildete Gewebe wird dadurch nicht bzw. nur sehr gering geschädigt.

NU-DERM kann bei schwach bis mäßig exsudierenden (infizierten) Druck- und Beingeschwüren eingesetzt werden.

Dieses Wundpflaster wurde mir von einer guten Bekannten, praktizierende und anerkannte Wundberaterin in unserem Kreis, in Absprache mit meinem Hausarzt. bei dem ersten beginnenden Dekubitus am Steiß bei meiner Mutter verschrieben und wir hatten sehr gute Erfolge damit.

Das Wundplaster ist steril verpackt und besitzt auf der Gelseite eine geteilte Abziehfolie. Nach der Desinfektion der Wunde wird das Wundpflaster mit der Gelseite auf die Wunde gelegt und dann mit der Handfläche einige Zeit lang angedrückt. Durch die Körperwärme des Patienten bzw. durch die Handwärme zieht sich das Wundpflaster auf der Haut fest und hält in Regel ein paar Tage. Aufgrund der Oberflächenstruktur des Wundpflasters kann man problemlos duschen oder baden.

Das Wundpflaster selbst besteht aus dem "Gelmaterial" in der Mitte und einem relativ kleinen "Klebestreifen" im Außenbereich.

Es gibt NU-DERM in verschiedenen Größen, die aber nicht unbedingt für den ganz speziellen Fall geeignet sind. Nachteil man kann das Wundpflaster nicht zuschneiden.

Dieses Wundpflaster gibt es in verschiedenen Größen und Formen (z. B. speziell für Ellenbogen und Fersen). Die Größen des "normalen" Wundpflasters sind standatisiert, d. h. kleinste Größe 5 x 5 cm, nächste Größe 10 x 10 cm. Bei meiner Mutter haben wir 5 x 5 cm eingesetzt. Aufgrund des geringen Klebestreifens im Außenbereich hat das Wundpflaster oft nur einen Tag gehalten - leider ein Negativ bei diesem Produkt. Aber es hat insgesamt geholfen und ich verwende es bei Bedarf immer noch.

Dieses Wundpflaster sollte man sich unbedingt vom Arzt verschreiben lassen, da es relativ teuer ist - 20 Stück 5 x 5 cm kosten zwischen 53,00 und rund 72,00 €.

Frederik
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BeitragThema: Medikamente Nachschlagewerk
So 05 Aug 2012, 13:54    © Cara
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http://www.compendium.ch/searchPub/de

Man kann hier über die Nebenwirkungen Information verschaffen, manchmal wichtig
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BeitragThema: Re: Medikamente
Fr 30 März 2018, 11:32    © Aggi
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Aus aktuellem Anlass hier speziell zu Citalopram:

http://www.navigator-medizin.de/demenz_alzheimer/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-demenz/behandlung/therapie-der-seelischen-begleiterscheinungen/592-welche-antidepressiva-sollten-bei-demenz-nicht-eingesetzt-werden.html

Welche Antidepressiva sollten bei Demenz nicht eingesetzt werden?

Zitat :
Bei Menschen mit Alzheimer kommt es im Verlauf der Erkrankung nicht selten zu depressiven Verstimmungen. Dann werden häufig sogenannte Antidepressiva (Medikamente gegen Depression) verschrieben. Was dann wichtig ist: Bei Alzheimer dürfen einige dieser Wirkstoffe nicht eingenommen werden.

Nicht geeignet sind die aufgrund ihrer chemischen Struktur als trizyklisch bezeichneten Antidepressiva (z.B. Amitryptilin, Clomipramin, Imipramin). Denn sie schwächen die Wirkung von Acetylcholin ab und verschärfen damit die im demenzkranken Gehirn bestehende Mangelsituation.

Stattdessen empfiehlt sich die Behandlung mit sogenannten Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI). Diese Wirkstoffe (Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin) beeinflussen die Signalübertragung durch Serotonin. Sie sind in dieser Situation genauso wirksam, aber besser verträglich. Zu den Nebenwirkungen, mit denen immer zu rechnen ist, zählen bei dieser Medikamentengruppe Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Kommentare (1)

Zitat :
Plötzliches Absetzen von Citalopram
1 Donnerstag, den 27. Oktober 2016 um 11:59 Uhr, Gustav Lux

Meine demente Ehefrau bekam vom Neurologen Citalopram 20mg verschrieben. Nach ca. 2 jähriger Einnahme wurde von einem
anderen Neurologen das Medikament sofort abgesetzt. Nach ca. 2 Wochen erfolgte eine totale Verschlechterung des Zustandes
meiner Frau. Sie sprach nicht mehr, konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und schlief sehr viel. Sie wurde in die Geriatrie
eingeliefert, wo sich ihr Zustand eher noch verschlechterte.
Die zuständige Ärztin vermutet nun, dass die plötzliche Absetzung des Citalopram die Verschlechterung herbei führte und ver-
ordnete das Medikament erneut. Es soll nun im Verlauf der nächsten Wochen/Monate ganz langsam abgesetzt werden. Meine
Frau kommt in den nächsten Tagen wieder nachhause und wird von einer 24Std-Hilfe versorgt.

https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/201501/025h/index.php

Citalopram zur Behandlung von Unruhe und Agitation bei Alzheimer-Demenz? Riskant und mäßig wirksam
Januar 2015
Zitat :
Fazit

In der CitAD-Studie besserten sich Agitation und Unruhe von Patienten mit Alzheimer-Demenz unter Citalopram statistisch signifikant
stärker als unter Placebo. Ob dies auch klinisch relevant ist, muss offen bleiben. Allerdings profitierte auch in der Citalopram-Gruppe
nur weniger als die Hälfte der Patienten (40 %; Placebo-Gruppe: 26 %), und die Verbesserung wurde mit signifikant größeren Neben-
wirkungen und Risiken erkauft: stärkere Abnahme der kognitiven Leistungen, häufigere Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber, Stürze,
Infektionen der oberen Atemwege, Gangunsicherheiten und stärkerer Anstieg des QTc-Intervalls. Zur Behandlung von Agitation
und Unruhe bei Patienten mit Alzheimer-Demenz kann Citalopram daher nicht empfohlen werden. Die Behandlung ist
ohnehin nicht vorrangig eine medikamentöse, sondern zielt auf eine Kommunikation mit dem Kranken, pflegerische
Maßnahmen und Umgebungsfaktoren (1,2).
 Welche Schwierigkeiten dem entgegenstehen und wie laut der Ruf nach einer
medikamentösen Beeinflussung sein kann, setzen wir als bekannt voraus.

LG,
Aggi






Manches ist einfach zu wahr um schön zu sein.
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