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 Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom

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DeppinVomDienst
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BeitragThema: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Do 19 Dez 2013, 22:57    © DeppinVomDienst
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Ihr Lieben,

wie ich ja bereits bei meiner Vorstellung geschrieben habe, leidet mein Vater an Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom.
Ich habe mittlerweile viele Stunden hier mit Stöbern verbracht, doch leider keine Beiträge von Benutzern gefunden, die dasselbe Problem haben.
Gibt es hier irgendjemand, der Erfahrung mit dieser Erkrankung hat und mir meine Fragen beantworten kann?

Soweit ich weiss, ist Korsakow nicht heilbar, und aus dem Medikamentenplan sind für mich auch nur Antidepressiva, Vitamin B1 und Schmerzmittel ersichtlich.
Mein Vater weigerte sich lange Zeit, die Tabletten zu nehmen; nach seinem Selbstmordversuch leuchtet ihm der Pflegedienst nun allerdings jeden Tag in den Mund, um sicherzugehen, dass er die Medikamente auch einnimmt. 
Ich bin erstaunt, dass es ihm daher nun auch so "gut" geht; die Persönlichkeitsveränderung und soziale Isulation ist zwar geblieben, aber die Halluzinationen sind verschwunden; und was mich am meisten wundert: auch die Merkfähigkeit hat sich auf den ersten Blick immens verbessert, rechnen kann er z.B. ohne Probleme und seine Kontobewegungen verfolgt er wie ein Geier. 
Ist dies nur ein "vorübergehender" Zustand und eine Verschlechterung abzusehen? Oder konfabuliert er sich nach wie vor seine eigene Wahrheit zusammen, ohne dass es von Anwesenden bemerkt wird (über alles weiss ich ja nun leider auch nicht Bescheid wenn er was zum Besten gibt  Rolling Eyes und verschleiern die Medikamente nur?  ).
Wie ist die Lebenserwartung bei solch einer Diagnose, und auf was muss ich mich für die Zukunft noch einstellen?
Danke für Eure Antworten!
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kurt
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 20 Dez 2013, 10:20    © kurt
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Hallo,

trinkt er noch Alkohol?

Wenn jemand an Alkoholismus leidet können Symptome ähnlich einer Demenz auftreten.

Wenn der Alkohol eine gewisse Zeit weggelassen wird kann langsam eine gewisse Normalität eintreten.
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 20 Dez 2013, 10:28    © dirtsa66
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Liebe Anja,

es hat hier einige gegeben, die Angehörige mit Alkoholdemenz hatten. So viel ich weiß sind einige dieser Angehörigen schon verstorben. Ich denke es wird sich sicher noch jemand bei dir melden, der damit Erfahrung hat.

Alles Liebe
Astrid






Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender
und erleichtert das Unglück - Marcus Tullius Cicero
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DeppinVomDienst
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 20 Dez 2013, 12:29    © DeppinVomDienst
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Hallo Kurt,

ja er trinkt nach wie vor (seiner Meinung nach hat er ja kein Problem mit Alkohol).
Die Alkoholdemenz wurde von einer Fachklinik festgestellt.
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lucky
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Di 25 Feb 2014, 09:30    © lucky
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DeppinVomDienst schrieb:
Ihr Lieben,

wie ich ja bereits bei meiner Vorstellung geschrieben habe, leidet mein Vater an Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom.
Ich habe mittlerweile viele Stunden hier mit Stöbern verbracht, doch leider keine Beiträge von Benutzern gefunden, die dasselbe Problem haben.
Gibt es hier irgendjemand, der Erfahrung mit dieser Erkrankung hat und mir meine Fragen beantworten kann?

Ich arbeite seit etwas über einem Jahr in einer Einrichtung, in der überwiegend Menschen mit Korsakow-Syndrom leben.

Soweit ich weiss, ist Korsakow nicht heilbar.

Das ist richtig.

Aus dem Medikamentenplan sind für mich auch nur Antidepressiva, Vitamin B1 und Schmerzmittel ersichtlich.

Mein Vater weigerte sich lange Zeit, die Tabletten zu nehmen.

Das ist Bestandteil der Krankheit und bei unseren Bewohnern auch der Fall.

Nach seinem Selbstmordversuch leuchtet ihm der Pflegedienst nun allerdings jeden Tag in den Mund, um sicherzugehen, dass er die Medikamente auch einnimmt. 

Ich bin erstaunt, dass es ihm daher nun auch so "gut" geht.

Die Persönlichkeitsveränderung und soziale Isulation ist zwar geblieben, aber die Halluzinationen sind verschwunden.

Was mich am meisten wundert: auch die Merkfähigkeit hat sich auf den ersten Blick immens verbessert, rechnen kann er z.B. ohne Probleme und seine Kontobewegungen verfolgt er wie ein Geier. 

Das können unsere Bewohner überwiegend nicht mehr.

Ist dies nur ein "vorübergehender" Zustand und eine Verschlechterung abzusehen?

Ja.

Oder konfabuliert er sich nach wie vor seine eigene Wahrheit zusammen, ohne dass es von Anwesenden bemerkt wird?

Als ich bei meinem Vorstellungsgespräch durchs Haus geführt wurde, hab ich jeden 2. Bewohner für einen Mitarbeiter gehalten.
Junge Leute. Gepflegte Erscheinung. Normaler Smalltalk. Das "Einzugsalter" der meisten Bewohner lag ja im sehr jungen Lebensalter (ab 40).


Über alles weiss ich ja nun leider auch nicht Bescheid, wenn er was zum Besten gibt  Rolling Eyes ...

zum Besten gibt - trifft es sehr gut.

und verschleiern die Medikamente nur?

Ich kann nicht beurteilen, wie unsere Bewohner ohne Medikamente wären.

Wie ist die Lebenserwartung bei solch einer Diagnose?

Mittlerweile kenn ich die Biografien der meisten unserer Bewohner.
Wenn keine Zusatzerkrankungen hinzukommen, werden sie sehr alt.
Neulich ist ein Herr nach über 30 Jahren bei uns verstorben mit mitte 80.


Auf was muss ich mich für die Zukunft noch einstellen?

Du kannst mal bei uns hospitieren.

Und Dir alle Varianten anschauen.


 lol! 

Es gibt ja anscheinend nicht so viele vergleichbare Einrichtungen.

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KS2017
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BeitragThema: Wo arbeitest Du?
Do 07 Sep 2017, 16:34    © KS2017
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Hallo,
ich habe nun 2 Jahre einen Korsakow-Patienen zu Hause betreut und möchte ihn nun in ein Wohnheim geben. Mir reichts. Wir wollten ihm die Zeit geben, sich zu erholen und schauen, ob er wieder wird, aber davon ist nicht auszugehen.
Nun gestaltet sich die Platzfrage sehr schwer. Er ist noch nicht mal 60 und im Altersheim halte ich ihn für nicht so gut aufgehoben.
Das einzige Wohnheim, das in Frage kommt, hat eine ewige Warteliste. Nun hast Du angeboten (vor ein paar Jahren) zu hospitieren... Daher meine Frage: Wo denn?
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greenwood.66
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BeitragThema: Demenzursachen!!
Fr 08 Sep 2017, 07:02    © greenwood.66
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Guten Morgen.
Es gibt eine Sache in der Ursachenforschung der mich entschieden stört.
Ich lese manchmal zwischen den Zeilen:"Hat gesoffen,schlechter Lebenswandel,ist selber schuld."
Vielleicht habe ich mich verlesen,bin weitsichtig,aber der Erkrankte verdient jede Unterstützung,die man ihm geben kann oder wird einem Unfallopfer chirogische? Hilfe verweigert,weil er bei Rot über die Kreuzung gegangen ist?.
Zum Thema "Tabletten"
Mörsern,in ein wohlschmeckendes Getränk rühren,dann geht das.
Ist zwar suboptimal,wegen der milligramm? Dosierung,aber ist"gängige Praxis".
M.f.G.greenwood.66
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Ulli
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 08 Sep 2017, 17:44    © Ulli
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Hallo grennwood,

du schreibst richtig "alle Unterstützung die man ihm geben Kann" !
Die Betonung liegt auf  k a n n  !!
Manchmal kann man einfach nicht mehr und dann heißt es "entweder ich suche mir Hilfe oder ich gehe drauf".

Wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese meist du nur weil jemand die Verantwortung abgibt ist da gleichbedeutend mit "du interessierst mich nicht mehr"!

Ulli
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greenwood.66
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BeitragThema: Oh nein,oh nein!
Fr 08 Sep 2017, 18:05    © greenwood.66
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Hallo Ulli. Da hast du nicht richtig gelesen oder ich doof formuliert.
Wie begeistert und dankbar wäre  ich,wenn ich die Verantwortung guten Gewissens abgeben könnte.
Aber ich bin in meinem Umfeld leider nur auf ganz,ganz,ganz wenige Menschen getroffen,denen ich  meine Mutter anvertrauen würde und die waren entweder mit Arbeit schon im Grenzbereich überlastet,oder für unseren Bezirk nicht zuständig.
Ich bin gerade von einem Heimbesuch bei meiner Mutter zurückgekehrt und bin ,ehrlich gesagt,entsetzt darüber,wie die Menschen dort langsam und gesetzeskonform  dem Tod  zum Opfer gebracht werden.
"Ist die Formulierung nicht schön?"-
"Ja,sie ist nicht schön!"
greenwood.66
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Ulli
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 09 Sep 2017, 23:36    © Ulli
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Hallo greenwood,

für einen geliebten Menschen fällt es immer schwer die Verantwortung abzugeben (sofern man will oder muß). Ich würde auch immer kontrollieren wollen. Um so schlimmer, wenn man schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Aus Erfahrung kann ich dir nur sagen - es sind nicht alle Einrichtungen so. Denk nur mal an unsere liebe Gisela.
Die nagative Seite durfte ich allerdings auch kennen lernen.
Bleib weiter am Ball.

Ulli
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gisela
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Mo 11 Sep 2017, 11:14    © gisela
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liebe ks2017
Zitat :
Er ist noch nicht mal 60 und im Altersheim halte ich ihn für nicht so gut aufgehoben
es gibt spezielle Einrichtungen für korsakow-Patienten.zwar nicht übermäßig viele, aber es gibt sie.
Patienten mit korsakow in eine "normale" demenzstation zu integrieren gestaltet sich oftmals sehr
schwierig, weil sie andere ansprache brauchen als z.b. ein alzheimer Patient, und wie du schon sagt oft
sehr viel jünger sind als der "normale" demenzbewohner.
Zitat :
Ich lese manchmal zwischen den Zeilen:"Hat gesoffen
das ein korsakow durch unkontrollierten jahrelangen alkoholabusus entsteht ist leider nicht von der Hand zu weisen,
da lässt sich nichts schön reden, ob ich nun von "hat gesoffen" oder "Alkoholmissbrauch betrieben" spreche, letztendlich
bleibt es das gleiche, nur eben netter formuliert.
Zitat :
Ich bin gerade von einem Heimbesuch bei meiner Mutter zurückgekehrt und bin ,ehrlich gesagt,entsetzt darüber,wie die Menschen dort langsam und gesetzeskonform  dem Tod  zum Opfer gebracht werden.
ich kann verstehen, dass du enttäuscht und frustriert bist. aber ich möchte nochmal betonen.......ein heim KANN nicht so
arbeiten wie es ein angehöriger zuhause macht, auch wenn wir es gern wollten.
das wir nun aber langsam und gesetzeskonform den Tod unserer Bewohner herbei führen........kann ich ebenso wenig stehen lassen.
wie oft kriegen wir Bewohner, die von zuhause in einem erbärmlichen zustand zu uns kommen.
wundgelegen, ausgetrocknet, abgemagert, immobil........weil die angehörigen aufgegeben haben. wie oft höre ich den satz......."das
ist nicht mehr der mensch den ich mal kannte, damit kann ich nicht umgehen".
in diese Bewohner investieren wir sehr viel zeit, trösten, halten Hände, erhöhen deren Aktionsradius, mobilisieren ect.
es gibt gute und schlechte pflegekräfte, ebenso wie es gute und schlechte angehörige gibt.

lieben gruß
gisela






    lieben gruß

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BeitragThema: So böse meine ich es nicht.
Mo 11 Sep 2017, 14:17    © greenwood.66
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Hai Gisela.
Du hast Recht mit deinen Aussagen und ich muss zugeben,dass manchmal meine Gefühle meine Hand leiten und 
ich "Halbwahrheiten" von mir gebe oder bewußt provozieren möchte.
Ich kann nur meine pers. Erfahrungen wiedergeben, habe aber schon oft erwähnt,dass ich im Zusammenhang mit der Pflege, auf ganz tolle Menschen und Einrichtungen gestossen bin.
Selbst der Pfleger, dem ich,nachdem ich einige schlimme,neue Hämatome an den Armen meiner Mutter entdeckt hatte,eine Trachtprügel geben wollte,hat sich in einem längerem Gespräch als mitfühlend,kompetent und ehrlich erwiesen und mir empfohlen,sie aus dieser Einrichtung zu entfernen.
M.f.G.
greenwood.66
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abba
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BeitragThema: Weniger Geld = weniger Suchtkonsum?
Do 05 Apr 2018, 18:55    © abba
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Hallo, 
bei meinem Bruder (60) ist es so: Er hat das alkoholbedingte Korsakowsyndrom, ist seit er 3 Jahre ist 100 % körperbehindert (beide Arme bei einem Unfall amputiert), inzwischen erwerbsunfähig und geschäftsuntüchtig, einsichtsunfähig (z.B. Entzug) und steht unter gesetzlicher Betreuung einer Berufsbetreuerin. Und wahnsinnig stur und dickschädelig, auch wenn er sich selbst damit schadet. Mein Hauptkonflikt als seine etwas jüngere Schwester (58), die die Betreuerin unterstützt: Rauchen und Alkohol. Er hat sein Pensum von ca. 600,- pro Monat (täglich 1,5-2 Schachteln Zigaretten; 6-10 Fl Bier - keine scharfen Sachen), hat aber bisher nicht entsprechend genug Bargeld von der Betreuerin bekommen, sodass er alle zwei Wochen in Not gerät und alle möglichen Menschen für eine auf ihn erniedrigende Weise anpumpen muss. Der Suchtdruck ist so hoch. Nun glaubt die Betreuerin, dass das Knapphalten von Geld zu weniger Konsum von Suchtmitteln führt, dass er in geldlosen Tagen weder trinkt noch raucht mangels Angebot . Dem ist aber nicht so, s.o. Mehr noch: Durch dieses Würdelose (er fühlt sich klein und minderwertig ohne Geld und wenn er darum betteln muss, zumal er genug davon hätte aufgrund seiner jahrzehntelangen beruflich und finanziell erfolgreichen Arbeit) geht es ihm noch schlechter, er raucht und trinkt dann noch mehr. Ich fürchte, dass er so seinen Konsum dauerhaft über die jetzt 600,- monatlich steigern und auch auf Schnaps umsteigen könnte. Ich finde, es wäre schon ein Erfolg, wenn er sein Pensum hält, und habe die Betreuerin gebeten, ihm entsprechend mehr Bargeld im Monat zu geben, damit er sich sein Suchtpensum auskömmlich und in Ruhe leisten kann und nicht alle 2 Wochen Panik (er bekommt alle 2 Wochen Bargeld), schiebt und nicht nur der Suchtdruck dann stärker wird, sondern womöglich auch sein Unfalltrauma von früher und die entsprechenden Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht immer wieder getriggert werden und dann durch noch mehr Alkohol und Niktotin "gedämmt" werden. 
Was meinen Sie? Was wäre am besten zu tun? Weiter geldlich knapphalten oder ...? Mit welcher Einstellung sollte ich die Dinge betrachten und an sie herangehen?
Vielen Dank!
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Quintilia
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Do 05 Apr 2018, 21:57    © Quintilia
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Wie ich in deinem Begrüßungspost bereits schrieb:
Einen wahnsinnig tragischen und äußerst schwierigen Fall bringst du uns da mit, liebe Abba, bei dem es einem menschlich wahnsinnig Leid tut, dass das so weit kommen musste!

Ich habe jetzt eine ganze Zeitlang darüber nachdenken müssen, zumal ich selber einige Suchtkranke im näheren Umfeld habe bzw. hatte.

Die Fehlannahme, die zugrunde liegt, ist dass sich Gefühle wie Hilflosigkeit und Wertlosigkeit oder gar ein so schweres Trauma wie das deines Bruders “wegsaufen“ oder “wegrauchen“ lassen. Das funktioniert leider nicht ansatzweise. Das einzige, was sich wegsaufen lässt, sind die Erzugserscheinungen.

Aber für dergleichen Einsichten dürfte dein Bruder längst zu krank sein.

Daher kam ich bei meinen Überlegungen an den Punkt, wo ich dachte: Warum sollte er sein Geld nicht bis zum letzten Tag versaufen, wenn das doch sein “freier Wille“ schon als Gesunder war.

Ob eine gesetzliche Betreuerin das rechtlich überhaupt “unterstützen“ darf, ist die andere Frage. Das entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich weiß nur einen Fall einer anderweitig Demenzkranken aus dem engeren Bekanntenkreis, die wegen einer schweren Lebensmittelvergiftung ins KH kam. Dort stellte sich dann wegen eintretender Entzugserscheinungen heraus: Die Dame war heimliche Alkoholikerin dank Melissengeist. Die Ärzte gaben ihr natürlich KEINEN Alkohol gegen die Entzugserscheinungen. Da musste sie mit über 80 dann anderweitig durch, ob sie wollte oder nicht.

Ähnlich ist es auch in dem Pflegeheim, in dem meine Mutter zur Zeit ist und in dem viele (ehemalige) Suchtkranke sind: Null Alkohol. Punkt.Zigaretten wohl je nach finanzieller Ausgangslage stückweise zugeteilt.

Wird deinem Bruder jetzt nichts helfen. Ich fürchte wirklich, das ist zu spät.

Aber dir könnte es helfen, dich darauf einzustellen, dass es vermutlich so und so nicht um jeden Preis nach dem Willen deines Bruders gehen könnte.

Mein eigener Vater war starker Raucher und ist an Lungenkrebs gestorben. Aufgehört zu rauchen hat er nie. Der Arzt meinte dazu nur noch: Wozu noch. Es ist zu spät!
Viel viel viel Kraft euch beiden für euren Weg.
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Aggi
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 06 Apr 2018, 05:12    © Aggi
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Liebe abba,

abba schrieb:
Mit welcher Einstellung sollte ich die Dinge betrachten und an sie herangehen?

Du schreibst wie eine Co-Abhängige ...  Sad

Ja, Deinem Bruder geht es beschissen. Ob der Weg der Betreuerin der richtige ist? Bezweifel ich, denn er findet ja auch, wenn das vorhandene Geld verbraucht ist, Mittel und Wege, sich seinen "Stoff" zu besorgen. Er braucht professionelle Hilfe und da beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn die lehnt er ab, weil er gar nicht weiss, das er in allerhöchster Not ist...

Typisch für Suchtkranke erzeugt er dabei bei Dir das Mitleidssyndrom: Du erstickst schon schier daran, wie würdelos das für Deinen Bruder ist und wie er darunter leidet ... sich nicht komfortabler selbst ... umbringen ... zu ... können ...  Sad

Es würde auch nicht besser werden, hätte er sein ganzes Geld zur Verfügung. Dann wären es andere "Sorgen", die ihn belasten. Korsakow ist bereits diagnostiziert und dazu gehört, dass der Betroffene schon nicht mehr unterscheiden kann zwischen Realtität und Fantasie - er fabuliert und interpretiert sich so - gar nicht mit Absicht, es ist eine Erkrankung - immer tiefer in seine Sucht.

Als erstes brauchst Du professionelle Hilfe für den nötigen Abstand, willst Du ihm helfen. Auch, um zu begreifen, wo bei so einer Hilfe die Grenzen sind. Oft bedeutet das, dass auch Deinem Bruder nur professionelle Fachkräfte helfen können. Was er akzeptieren muss - oder - es kommt zum grossen Knall und wird über seinen Kopf hinweg via Notfall-Einweisung entschieden.

Für Dich am wichtigsten, den klaren Kopf zurückgewinnen. Mach Dir nicht vor, es würde Deinem Bruder helfen, er könne frei über sein Geld verfügen und würde dann seinen "Suchtpegel" halten. Das ist Utopie. Man wird nicht alt damit. Der Körper baut ab, die Organe versagen.

Wenn Du Deinen Bruder liebst, so lese ich Dich, stehst Du jetzt vor einer wirklich schweren Aufgabe. Meinst Du, Du kannst Dich da durchbeissen und für Dich vor Ort herausfinden, wer zuerst Dir helfen kann in Form von Beratung, evt. auch Therapie und ganz ganz vielen Informationen (Wissen macht stark - aber Gefühle werfen gerne auch jederzeit alles Wissen wieder über Board, mein Vater war Alkoholiker...)?!

abba schrieb:
Ich finde, es wäre schon ein Erfolg, wenn er sein Pensum hält, und habe die Betreuerin gebeten, ihm entsprechend mehr Bargeld im Monat zu geben, damit er sich sein Suchtpensum auskömmlich und in Ruhe leisten kann

Wie war eigentlich die Antwort der Betreuerin auf Deine Bitte, ihm mehr Geld zu geben, damit er sich seine Sucht von seinem eigenen Geld finanzieren kann? - Und so kam ich auch drauf, Du schreibst wie eine Co-Abhängige...  Sad Das Wort "Sucht" und "auskömmlich" und "in Ruhe" gehen nicht zusammen, liebe abba. Ersetze "Suchtpensum" mit "Krankheit", dann weisst Du, was ich meine.  Crying or Very sad

LG,
Aggi






Manches ist einfach zu wahr um schön zu sein.
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gisela
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 06 Apr 2018, 09:41    © gisela
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ich kopiers hier auch noch mal rein, weil ich nicht weiss, wo du zuerst liest.
liebe abba
erstmal

eine traurige geschichte und es tut mir sehr leid für deinen bruder.


Zitat :Nun glaubt die Betreuerin, dass das Knapphalten von Geld zu weniger Konsum von Suchtmitteln führt, dass er in geldlosen Tagen weder trinkt noch raucht mangels Angebot .

ich frage mich, welche Zielsetzung die Betreuerin damit verfolgt. will sie nun aus deinem bruder einen
trockenen Alkoholiker und Nichtraucher machen?
ist ein Arzt mit involviert?
kalte entzüge können nicht unerhebliche folgen haben.
als Betreuerin ist sie dafür zuständig zum wohle und im wille des zu betreuenden zu handeln. das sehe
ich jetzt ehrlich gesagt hier nicht.
habt ihr schon mal überlegt deinen bruder in eine Einrichtung speziell für korsakowerkrankte zu geben?
hier würde es speziell geschultes personal geben und auch eine kontinuierliche ärztliche kontrolle wäre
gewährleistet.
ihm den Geldhahn zuzudrehen halte ich ehrlich gesagt für den falschen weg






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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Fr 06 Apr 2018, 22:30    © lucky
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Hat er denn so viel Geld, daß er nach Abzug seiner laufenden Kosten für Miete, Nebenkosten, Pflege, Lebensmittel etc. 600,-- € übrig hätte für Taschengeld? Ich denke, die Betreuerin zahlt ihm das an Taschengeld aus, was sie rechtlich darf und soll. Sie muß jeden Euro bei Gericht belegen. Und Alkohol und Zigaretten werden nicht dazugehören. Unsere rauchenden Bewohner erhalten 12 Zigaretten am Tag. Alkohol erhalten sie nicht. Manche sind noch so fit, daß sie sich selbst welchen kaufen oder "besorgen".

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Ulli
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 05:57    © Ulli
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Liebe abba,

ich möchte dir hier nur wiedergeben was uns ein Vorsitzender und betroffener der Anonymen Alkoholiker erklärt hat.
"Wenn jemand alkoholabhängig ist hilft es ihm in keiner Weise wenn er immer wieder unterstützt und ihm geholfen wird. Warum sollte er was an seiner Situation ändern - irgendwie/irgendwo findet er immer einen Dummen der ihm hilft. Nein! Ganz im Gegenteil - er muß ganz tief in der Sch... liegen und keinen Ausweg mehr wissen! So tief unten sein, dass endlich die Einsicht kommt, dass er Hilfe braucht und auch darum bittet.
Sonst geht nichts !!!!"

Liebe Grüße - ulli
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Amelu
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 07:27    © Amelu
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Das heißt. daß der Leidensdruck so groß wird, daß einem der Ausstieg ausm Alk besser dünkt, als weiter im Alk zu versumpfen.


Ich spreche aus Erfahrung, bin trockner Schluckspecht.



Eva
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kamia
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 09:45    © kamia
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Zitat :
Nun glaubt die Betreuerin, dass das Knapphalten von Geld zu weniger Konsum von Suchtmitteln führt, dass er in geldlosen Tagen weder trinkt noch raucht mangels Angebot .

....wieder mal staune ich....!

Welchen medizinischen background hat denn die Betreuerin, der sie zu dieser Annahme befähigt?
Soll der Leidensdruck erhöht werden um die Zustimmung eines Dementen zu erhalten?

Betreuer müssen zum Wohle des Patienten handeln, dazu gehört manchmal auch, so glaube ich, die Einweisung, zur Entgiftung in ein Krankenhaus.

Die finanzielle Seite an die Trunksucht anzupassen ist sicher gut gemeint, ändert an der Sucht - Krankheit jedoch nichts.

Gut das dir dein Bruder so am Herzen liegt....
Zitat :
zumal er genug davon hätte aufgrund seiner jahrzehntelangen beruflich und finanziell erfolgreichen Arbeit

....das bedeutet es gab auch eine Zeit vor der Sucht?

Als Vorgesetze wurde ich von meinem MA nach "Hankensbüttel"eingeladen.

Nach dieser Erfahrung glaube ich, nicht alle müssen ganz unten ankommen.....

hier info....hoffe es führt euch ein stück weiter
https://www.haus-niedersachsen.de/

PS Erkennt die Betreuerin nicht die Gefahr die von einem trinkenden , kettenrauchenden, dementen Patieten ausgeht?
Wie ist es um die Fürsorgepflicht bestellt?
Betreuung bedeutet nicht, den HUT aufzusetzen und sich zurück zu lehnen.
Es ist die Verantwortung für ein anderes Leben!






liebe Grüße
Karin

Schau nach vorne, nicht zurück, in deinen Händen liegt das Glück!
Aber sagen wir mal ehrlich: manchmal ist es schon beschwerlich;
aber auf der Lebensleiter geht es immer wieder weiter!
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Quintilia
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 16:08    © Quintilia
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kamia schrieb:
Soll der Leidensdruck erhöht werden um die Zustimmung eines Dementen zu erhalten?

Betreuer müssen zum Wohle des Patienten handeln, dazu gehört manchmal auch, so glaube ich, die Einweisung, zur Entgiftung in ein Krankenhaus.

Daher finde ich den Fall so außerordentlich tragisch und hab mich das Wort "Co-Abhängigkeit" nicht benutzen trauen.

Man kann ihn als Dementen gegen seinen Willen zum Entgiften einweisen, ja.

Aber ich denke nicht, dass er noch in der Lage ist, sich einem ENTZUG zu stellen. Auf jeden Fall geht das nicht gegen den Willen des Betroffenen, egal ob dieser nun dement ist oder geistig "gesund".

Daher kam ich ja zu dem persönlichen Ergebnis: Zu spät???? Leider!

Ich frage mich nur, was würde denn passieren, wenn sein Geld tatsächlich nicht mehr reicht, um sein Suchtpensum zu stillen???? Er muss ja schon verdammt gut verdient haben, dass er jetzt eine Rente hat, die ihm erlaubt, neben laufenden Ausgaben noch mehr als 600 Euro pro Monat zu versaufen und zu verrauchen - aber das ist nicht unsere Baustelle.

Sehr tragisch!
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kamia
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 16:30    © kamia
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der körperliche ENTZUG passiert durch die Entgiftung und wird mit Medikamenten begleitet.
Das soll auch nicht das größte Problem sein.

Der nächste Schritt wäre ja dann eine Aufarbeitung - inwieweit das bei Korsakow-Demenz noch möglich ist - sollte doch bei Spezialisten zu erfragen sein.

Zitat :
gegen den Willen des Betroffenen, egal ob dieser nun dement ist oder geistig "gesund".

das sehe ich anders, da es in diesem Fall doch um erhebliche Selbst, sowie Fremdgefährdung handeln könnte.
Ich kenne die Wohnsituation nicht.....stell dir ein Hochhaus vor...und dann ein Brand aus dieser Wohnung.
Da möchte ich nicht der Betreuer sein!






liebe Grüße
Karin

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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 16:37    © gisela
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ihr lieben
irgendwie lässt mich die geschichte nicht los.
wir sprechen hier von einem menschen, der einen diagnostizierten korsakow hat.

Ein voll ausgeprägtes Korsakow-Syndrom führt in der Regel zu bleibenden Hirnschäden.

das lässt sich nicht schön reden.
was also frage ich mich,  hat dieser mann davon, wenn man ihn jetzt zwangstrocken macht?
es kommen zu den hirnschäden auch noch Entzugserscheinungen, die dann im besten fall
medikamentös gemildert werden können.
zu welchem zweck?
die hirnschäden wird er behalten.

für mich gehören diese menschen in eine fachlich gut betreute anlage

ulli schrieb:
Wenn jemand alkoholabhängig ist hilft es ihm in keiner Weise wenn er immer wieder unterstützt und ihm geholfen wird. Warum sollte er was an seiner Situation ändern - irgendwie/irgendwo findet er immer einen Dummen der ihm hilft. Nein! Ganz im Gegenteil - er muß ganz tief in der Sch... liegen und keinen Ausweg mehr wissen! So tief unten sein, dass endlich die Einsicht kommt, dass er Hilfe braucht und auch darum bittet.
ja.........da hast du recht ulli, wobei ich denke..........alkoholabhängig zu sein, oder bereits einen fortgeschrittenen korsakow zu haben
sind zweierlei schuhe.
ehrlich gesagt denke ich..........hilfe von verschiedenen seiten hätte dieser mensch viel eher gebraucht.

was mir noch einfällt........
liebe abba
du schreibst ihm wurden nach einem Unfall beide arme amputiert.
komplett? oder ab Ellenbogen? hat er Prothesen bekommen?
kann er überhaupt allein ein glas, eine büchse oder eine flasche an den mund führen? ,wenn nicht, wer hilft ihm?

eva schrieb:
Ich spreche aus Erfahrung, bin trockner Schluckspecht.
danke für deine Offenheit rose






    lieben gruß

                           gisela                        


mein Vorbild ?....der Löwenzahn...wenn er es schafft durch Asphalt zu wachsen...kann auch ich scheinbar unmögliches schaffen
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 16:45    © Quintilia
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gisela schrieb:
 
Zitat :
..........alkoholabhängig zu sein, oder bereits einen fortgeschrittenen korsakow zu haben
sind zweierlei schuhe.
ehrlich gesagt denke ich..........hilfe von verschiedenen seiten hätte dieser mensch viel eher gebraucht.

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kamia
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BeitragThema: Re: Alkoholdemenz / Korsakow-Syndrom
Sa 07 Apr 2018, 16:50    © kamia
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Zitat :
es kommen zu den hirnschäden auch noch Entzugserscheinungen, die dann im besten fall
medikamentös gemildert werden können.

Liebe Giesela,

das ist ja der Punkt.....bedeutet das denn, in einer Einrichtung wird weiter getrunken? Gibt es so etwas?






liebe Grüße
Karin

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