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 Die Demenz meiner Mutter

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Bücherhexe71
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BeitragThema: Die Demenz meiner Mutter
Mi 22 Okt 2014, 11:58    © Bücherhexe71
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Da ich mich gestern erst hier angemeldet habe, möchte ich mal ein bisschen über meine Mutter erzählen.
Meine Eltern sind schon lange geschieden. Meine Mutter hatte danach wieder einen Lebensgefährten, der aber nach einem Schlaganfall ins Serniorenheim kam und vor ein paar Jahren starb.
Das Verhältnis zu meiner Mutter ist jetzt nicht so innig, dass wir uns jeden Tag gesehen haben, manchmal zwei Wochen nicht, aber einmal die Woche haben wir wohl telefoniert.
Bis letztes Jahr im Sommer hat meine Mutter noch abends in der Sparkasse geputzt, so hatte die Beschäftigung und auch ein bisschen Geld zu ihrer kleinen Rente. Dann wurde sie gekündigt und von da ging es meiner Meinung nach bergab. Ihre Vergesslichkeit wurde immer schlimmer, was mir aber zunächst gar nicht so aufgefallen ist. Eine Nachbarin erzählte mir dann ein paar Dinge und ich dachte: Das kann nicht sein, das ist nicht meine Mutter. verdutzt
Schließlich hatte sie ihr Konto um 1.000 Euro überzogen, weil sie auf den Auszügen nicht erkannt hat, dass ein Minus vor dem Betrag stand. Daraufhin haben wir eine Vorsorgevollmacht für mich ausgestellt.
Zum Arzt zu gehen hat sie sich lange geweigert, aber schließlich kam sie doch mit. Festgestellt wurde schließlich zum einen eine Fehlfunktion der Schilddrüse, die auch Auswirkungen auf das Gehirn haben kann. Und außerdem stellte der Radiologe bei einem CT fest, dass sie Durchblutungsstörungen im Gehirn hat, wohl ausgelöst durch mehrere kleine Schlaganfälle, die sie aber nicht bemerkt haben muss.
Vor zwei Wochen dann sagte sie mir, sie hätte ein "Strafmandat" bekommen. achselzucken  Wofür? fragte ich. Sie hat weder ein Auto noch einen Führerschein. Etwas Schriftliches hatte sie auch nicht. Sie wusste nur, dass sie "dem Mann" 200 Euro zahlen musste. Für eine Tür. Dafür ist sie extra mit einer Bekannten zur Sparkasse.
Ich bin dann zur Sparkasse und die sagten mir, das Geld hätte meine Mutter für einen Schlüsseldienst gebraucht, sie hatte sich ausgesperrt. Und die Nachbarin hat sofort den Schlüsseldienst gerufen, 200 Euro futsch. Jetzt hatte sie auf einmal auch eine Quittung der Firma.
Darauf hin habe ich dann bei der Krankenkasse den Antrag auf Pflegegeld gestellt und morgen kommt ein Gutachter raus.
Gestern dann haben wir ihr Fernsehkabel gesucht, das sie im Schlafzimmerschrank in der hintersten Ecke vergraben hatte. Dabei fiel mir auf, dass sie gar keine Bettwäsche hat, also auch kein Oberbett und Kopfkissen, nicht mal ein Bettlaken. "Wo schläfst du denn?" - "Auf der Couch, mit einer Decke, das geht schon." verdutzt  "Und wo sind die ganzen Sachen?" - "Weiß ich nicht."
Einzige Möglichkeit, nachdem wir ja schon die ganze Wohnung abgesucht hatten, war der Keller. Natürlich war kein Schlüssel da, aber wir haben die Tür so aufbekommen. Und da lag ein Oberbett und zwei Kopfkissen. Also habe ich das nach oben in die Wohnung geschafft und bringe ihr heute noch Bettbezüge. Und Handtücher hat sie auch keiner mehr, aber keiner weiß, wo die Sachen sind. Auch habe ich das Gefühl, dass Kleidung fehlt.

Ich merke bei mir jetzt schon, dass es an meinen Nerven zerrt. Ich bin voll berufstätig und jeden Tag ca. 11 Stunden außer Haus. Danach noch zu meiner Mutter, ihr die Tabletten fertigmachen, für sie einkaufen usw.
Ich hoffe, der Termin morgen bringt was und sie bekommt Hilfe.
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lucky
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 22 Okt 2014, 13:33    © lucky
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Hallo Bücherhexe,

Hilfe kannst Du Dir eigentlich jetzt schon holen, denn das Pflegegeld wird rückwirkend ab Antragstellung gezahlt. Von der Begutachtung bis zum Zahlungseingang können durchaus Monate vergehen. Monate, in denen Du nicht alleine "Rumwurschteln" solltest.

Du bist berufstätig uns wohnst nicht bei Deiner Mutter. Sie kann gewiss nicht mehr stundenlang allein zu Hause bleiben.

Bei Oma haben wir damals mit 1 x täglich Pflegedienst begonnen. Die kamen zur Frühstückszeit, schauten, ob sie aufgestanden und korrekt angezogen war und sahen zu, dass sie was trinkt. Und gaben ihr die Tabletten. Mit echter Pflege haben wir später begonnen. Ob sie gewaschen war, war uns erstmal sekundär. Als sie die Schwestern dann kannte, haben wir mit 1 x die Woche Duschen und Haarewaschen angefangen. Das machte sie nämlich auch nicht mehr.

Insgesamt konnten wir mit steigenden Ansprüchen an den Pflegedienst 6 Jahre allein zu Hause überbrücken. Danach zog eine Pflegerin ein. Das ist jetzt seit 4 Jahren so.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 14:36    © Bücherhexe71
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Hallo Zusammen! Ich melde mich auch mal wieder.
Inzwischen ist ja der Termin mit dem Medizinischen Dienst gewesen und wie zu erwarten kam dabei nicht mal Pflegestufe 1 heraus, also "nur" die eingeschränkte Alltagskompetenz, was ein Pflegegeld in Höhe von 120 Euro bewirkt. Im Grunde keine Hilfe.

Am Samstag rief der Vermieter meiner Mutter bei mir zuhause an. Die anderen Mieter im Haus  hätten sich bei ihm beschwert, dass meine Mutter nachts herumläuft, sowohl in ihrer Wohnung als auch im Hausflur, sie klingelt wohl auch bei den Nachbarn. Das stört natürlich extrem die Nachtruhe. Hätte ich das mal schon beim Termin mit der Gutachterin gewusst! Sad
Der Vermieter will jetzt noch mal schriftlich etwas fertigmachen und mir schicken. Damit werde ich mich noch einmal an die Pflegekasse wenden, denn noch habe ich Zeit für einen Widerspruch für den ersten Bescheid.

So traurig es ist, aber ich fürchte, meine Mutter kann nicht mehr allein leben und das Beste wäre vielleicht die Unterbringung in einer Senioreneinrichtug...bevor noch etwas passiert! Crying or Very sad
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 14:51    © Ulli
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Hallo Bücherhexe,

ein Einspruch macht auf jeden Fall Sinn. Hast du den Bericht vom MDK bekommen ?
Sieh ihn dir gründlich an.
Du wirst im Falle eines Einspruches einen Fragebogen bekommen. Nimm den Bericht und den Fragebogen und geh damit zum Pflegestützpunkt. Die können dich sehr gut beraten und dir helfen.
Achte auf die Frist !

Liebe Grüße - Ulli
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Marie
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 14:56    © Marie
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Liebe Bücherhexe,

auf jeden Fall solltest Du Widerspruch einlegen. Das kannst Du fristgemäß am besten sofort machen und die schriftliche Begründung nachreichen. Laß' Dir den kompletten Wortlaut des Gutachtens kommen. Dort findest Du mit Sicherheit Dinge, an die Du anknüpfen kannst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.






von Marie
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 14:58    © Bücherhexe71
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Ulli schrieb:
Hallo Bücherhexe,

ein Einspruch macht auf jeden Fall Sinn. Hast du den Bericht vom MDK bekommen ?
Sieh ihn dir gründlich an.
Du wirst im Falle eines Einspruches einen Fragebogen bekommen. Nimm den Bericht und den Fragebogen und geh damit zum Pflegestützpunkt. Die können dich sehr gut beraten und dir helfen.
Achte auf die Frist !

Liebe Grüße - Ulli

Hallo Ulli! Ja, den habe ich zum Glück bekommen. Bei uns gibt es im Rathaus eine Beratungsstelle in Sachen Pflege für Betroffene und Angehörige (BiP), die sind da sehr hilfsbereit und kompetent. Ich denke, da werde ich mich dann beraten lassen.

Gestern, als ich nach der Arbeit zu meiner Mutter kam, habe ich zwar geklingelt, aber dann dir Tür mit einem Schlüssel geöffnet, wie ich das immer mache. Da kam meine Mutter mir aus dem dunklen Wohnzimmer entgegegen und meinte leise "Psst, die Silke schläft". Silke....das bin ich. Ich sagte dann auch prompt: "Nein, ich bin hier." Meine Mutter lachte kurz und meinte dann "Ja, weiß ich doch."
Kurze Zeit später, als ich aus der Küche wieder ins Wohnzimmer ging, fragte sie ganz erstaunt: "Wo ist denn jetzt die Kleine?" und sah sich suchend um. Sad  Puuh, das war....ziemlich hart.








Rettet die Erde! Nur hier gibt's Schokolade! cheers
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 15:00    © Bücherhexe71
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Marie schrieb:
Liebe Bücherhexe,

auf jeden Fall solltest Du Widerspruch einlegen. Das kannst Du fristgemäß am besten sofort machen und die schriftliche Begründung nachreichen. Laß' Dir den kompletten Wortlaut des Gutachtens kommen. Dort findest Du mit Sicherheit Dinge, an die Du anknüpfen kannst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Ja, das Schreiben habe ich gestern bereits rausgeschickt und werde dann das Schriftstück des Vermieters nachreichen. Wink
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 15:21    © lucky
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Hast Du schonmal nach Wohngemeinschaften geschaut? Diese Möglichkeit finde ich so viel interessanter als das klassische Seniorenheim.
Eine beschützende Demenz-WG.

Die gibt es bestimmt bei Euch.

Hier gibt es 2.
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Rita
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Di 18 Nov 2014, 18:22    © Rita
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Liebe Silke,

das mit dem "Pssst die Silke schläft doch", erinnert mich stark an Astrid's Mama. Die hat auch immer die Astrid gesucht. (Astrid = dirtsa66)

Es ist auf jeden Fall gut dass du Einspruch erhebst und noch das Papier nachreichst. Alles was man zusammentragen kann kann helfen.
Auf Dauer wird die Mama nicht mehr alleine wohnen können.

Als erstes und zur Überbrückung gibt es schon mal die Tagescenters (Tagesheim, nenn es wie du willst). Da war Mama auch und es gefiel ihr sehr gut.
Dadurch kann man ihnen auch einen normalen Tag-Nacht-Rythmus einbringen, den sie sonst verlieren wenn sie alleine sind. Dann kommen solche Sachen vor wie bei deiner Mutter, dass sie des Nachts herumgeistert und klingeln geht. Weil sie ist doch wach, warum ist denn jetzt alles dunkel und keiner da und alles still.

Eine Wohngemeinschaft wie Lucky sagt, ist auf jeden Fall auch was tolles. Das ist dann weniger wie ein Heim, halt wie betreutes Wohnen, und familiär.

Schau dich ruhig schon mal um, schaden kann's eh nicht wenn du dir jetzt schon einige an siehst. Verschiedene, vergleichst, und schaust was es so in der Nähe hat.

Es hat viele Möglichkeiten.

Du kannst auch gern bei der Alzheimer-Stifgung vorbei schauen /anrufen, die haben auch immer gute Tipps und können einen helfen. Habe ich für Mama auch beansprucht und war froh um die guten Tipps.

Du machst das prima. sunny 

Rita
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 19 Nov 2014, 16:01    © Bücherhexe71
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Danke Rita, ich weiß nicht, ob ich das prima mache, denn ich verliere schnell die Geduld.

Tagespflege usw. ist ja auch immer eine Frage des Geldes, oder? Die machen ja auch nichts umsonst und bei Pflegestufe "0" sieht es ja mau aus...
Aber vielleicht hat die Caritas noch Tipps.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 19 Nov 2014, 16:02    © Bücherhexe71
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lucky schrieb:
Hast Du schonmal nach Wohngemeinschaften geschaut? Diese Möglichkeit finde ich so viel interessanter als das klassische Seniorenheim.
Eine beschützende Demenz-WG.

Die gibt es bestimmt bei Euch.

Hier gibt es 2.

Nein, leider gibt es hier sowas nicht, jedenfalls nicht in relativer Nähe. Das hatte ich nämlich auch schon überlegt.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 19 Nov 2014, 17:27    © lucky
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Ist ja auch in Null nicht machbar. Die 1 muss man schon haben. Und bis dahin hat irgendwer die WG eröffnet.
Tagespflege nutzt auch nur was, wenn es oft genug und regelmäßig ist. Und dafür ist es auch zu teuer. Meistens kostet ein Tag in der Tagespflege ja 50,-- €. Und wie oft im Monat kann man sich das leisten? 2 x? Andererseits, Kleinvieh macht auch Mist.

Bekommt Ihr die zusätzliche Betreuungsleistungen? (45b/87b)

Wenn ja, darf man die ja auch mal nutzen. Nichts verfallen lassen.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 11:20    © Bücherhexe71
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Es geht weiter...

Also ich bin letzte Woche nochmal zum Hausarzt gegangen und habe ihm alles noch mal berichtet (Post vom Vermieter usw.) und der hat dann eine Einweisung ins Krankenhaus geschrieben. Dort habe ich sie Montag hingebracht. Wir waren um 9 Uhr im Krankenhaus. Nach der Aufnahme und den ganzen Untersuchungen war es dann halb zwölf, als meine Mutter endlich auf ihrem Zimmer war. Dann kam schon ihr Mittagessen. Dann kam noch einmal ein Pfleger und fragte wieder die gleichen Sachen wie schon der bei der Aufnahme in der Ambulanz. Und er sagte, der Arzt würde auch später kommen zur Visite und einem ersten Gespräch.
Um 13 Uhr war der Arzt noch nicht da, da bin ich dann erst mal gegangen und habe meiner Mutter gesagt, ich komme später wieder und bringe ihr auch noch ein paar Sachen. Vorher hat sie schon ein paar Mal gefragt, wann wir denn nach Hause gehen und ich habe ihr jedes Mal gesagt, sie muss ein paar Tage da bleiben und kann nicht nach Hause.
Kurz nach 15 Uhr war ich dann an ihrer Wohnung….da steht sie da vor der Tür! Ohne Schlüssel mit einer Tüte mit ihren Schlappen und einem T-Shirt. Ich dachte, ich seh nicht richtig! Dann klingelte auch schon mein Handy und der Arzt war dran. Er wollte meine Mutter untersuchen und mit ihr sprechen, da ist aufgefallen, dass sie weg ist. Klar, ist natürlich keine geschlossene Abteilung dort und die dürfen sie ja auch nicht einsperren. Und wenn was passiert, übernehmen sie auch keine Verantwortung, verständlicherweise.
Also ich zurück mit ihr ins Krankenhaus und kurz danach kam der Arzt dann auch und hat ihr auch noch mal erklärt, dass sie nicht weglaufen darf. Ich weiß nicht, ob sie es begriffen hat. Später war sie dann sehr müde. Ich hab sie überredet, ihren Schlafanzug anzuziehen und sich hinzulegen. Dann bin ich gegangen.
Jedenfalls hat der Arzt mir den Namen einer Frau beim Sozialdienst gegeben, mit der soll ich sprechen wegen Unterbringung im Heim, denn nach dem Krankenhausaufenthalt kann man es eigentlich nicht mehr verantworten, dass die nach Hause kommt und alleine lebt.
Der Dame habe ich gestern eine lange Mail geschrieben und sie dann auch angerufen. Sie sagt, es ist gut, dass ich das alles schriftlich gemacht hätte und sie würde den Fall mit dem Sozialdienst und den Kollgen von der Pflege besprechen und dann auf mich zukommen.
Gestern Abend, als ich meine Mutter nach der Arbeit besucht habe, saß sie gerade beim Abendbrot und sagte dann, sie hätte den ganzen Tag gewartet. Natürlich hatte ich ihr gesagt, dass ich wieder arbeiten muss und erst abends komme, aber das wusste sie nicht mehr.

Ich hoffe nun, dass ich bald vom Sozialdienst etwas höre, sonst nerve ich die bald jeden Tag.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 11:50    © Ulli
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Hallo Bücherhexe,

mit welcher Diagnose ist deine Mutter ins KH eingeliefert worden ? Ist es eine "normale" Station oder geriatrisch/Psychologisch ?
Soll sie dort auf Medikamente eingestellt werden ?

Was glaubst du wie sie reagiert, wenn der Arzt ihr sagt sie könne nicht mehr alleine zu Hause wohnen ?

Du hast selber so viele Fragen und dann stelle ich auch noch welche unschuldig

Liebe Grüße - Ulli
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 11:55    © Bücherhexe71
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Ulli, das macht nichts.
Also der Hausarzt hat die Einweisung mit der Diagnose "Demenzieller Prozess" geschrieben und sie ist in der geriatrischen Abteilung.
Es wurden Untersuchungen gemacht und sie bekommt daraufhin nun wohl neue Medikamente.

Wie sie reagiert, wenn die Sprache auf einen Heimplatz kommt, weiß ich nicht....aber bestimmt wird es erst einmal nicht einfach. Letztendlich hat sie aber bisher immer noch Einsicht gehabt.

Am liebsten wäre mir ja eine Wohngruppe oder betreutes Wohnen speziell für Demenzpatienten....aber das ist in unserer Gegend sehr selten, leider.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 12:12    © Ulli
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Hallo Bücherhexe,

ich weiß wovon du sprichst. Bei uns auf dem Land sind die Einrichtungen auch nicht so breit gesät und man möchte ja auch gerne etwas in der Nähe haben.

Unsere Mutter befindet sich z.Z. zum 2. Mal in gerontopsychiatrischer Behandlung.
Fast genau vor einem Jahr war sie zum 1. Mal dort, um auf Medikamente eingestellt zu werden. Es ist/war eine geschlossene Abteilung. Leider hatte sie keine Einsicht und verstand nicht warum man sie dort eingeliefert hat. Sie rebellierte lautstark und auch handgreiflich, deshalb mußte  man sie zeitweise fixieren. 

Dieses viele Kümmern und Sorgen geht ganz schön an die eigene Substanz.
Das versteht jeder hier.
Du mußt dir darum keinen Kopf machen, wenn du verschiedene Dinge abgibst.
Es ist nicht jeder Mensch gleich - schon bei den Geschwistern gibt es große Unterschiede. Der Eine kümmert sich - der Andere nicht.

Du gehörst zu denen, die sich kümmern ! Sonst wärst du nicht hier im Forum und würdest versuchen dir Hilfe zu holen.
Was hast du schon alles in die Wege geleitet !

Geh einen Schritt nach dem anderen.
Warte erst mal ab, was der KH-Aufenthalt bringt.
Zusätzlich kannst du dich ja schon mal vorsorglich nach einer passenden Einrichtung umsehen und dich evtl. mit dem sozialen Dienst bzw. Pflegestützpunkt in Verbindung setzen.

Liebe Grüße - Ulli
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 15:18    © Bücherhexe71
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  Danke Ulli, für deine Worte. Auf der einen Seite weiß ich schon, dass ich viel gemacht habe...aber irgendwie hat man immer das Gefühl, es reicht nicht oder ist vielleicht falsch...
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Mi 26 Nov 2014, 17:36    © lucky
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Oma war statt im Krankenhaus damals in der Gerontoneuropsychiatrie. Die ist zu. Oma hat das gar nicht gemerkt, denn sie hatte immer Zugang zum Garten und zur Terrasse. Dort konnte sie spazieren gehen. Sonst wäre sie auch abgezischt.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Do 27 Nov 2014, 11:26    © Bücherhexe71
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Gestern schien es ihr etwas besser zu gehen. Als ich gestern Abend kam, saß sie im Besuchsbereich mit einer anderen Frau und einem Mann. Das tat ihr wohl ganz gut, da sie nicht mehr so alleine war. Auch das Abendbrot haben sie dort zusammen eingenommen.
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BeitragThema: Re: Die Demenz meiner Mutter
Do 27 Nov 2014, 20:58    © Silvi
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Hallo Bücherhexe , schön  zu hören das die Mama gestern Abend mit der Frau und dem Mann zusammen gesessen und gegessen hat ! 

Ich kann mir vorstellen das es für dich im moment nicht einfach ist , aber du wirst sehen ,es wird besser werden ! 

Du machst das schon alles richtig ! 

Alles liebe Silvi
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Die Demenz meiner Mutter

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