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 Anfrage eines StudentInnen-Teams

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BeitragThema: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Di 11 Nov 2014, 21:32    © Projekt
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Liebe Demenzforum.net – Community!


Ich studiere an der Wirtschaftsuniversität Wien / Institut für Entrepreneurship und Innovation. Derzeit arbeiten wir an einem Studentenprojekt in Kooperation mit Organoid Technologies, um alternative Anwendungen für organische Oberflächenbeschichtungen zu finden.


Die wesentlichen Vorteile dieser Technologie:



  1. Die Möglichkeit beinahe Jede Oberfläche zu naturalisieren.



[list=2]
[*]Das Wohlbefinden im räumlichen Umfeld zu steigern, da die Eigenschaften der gewählten Naturalien erhalten bleiben (Geruch, Haptik, Optik)
[/list]


Unser Ziel ist das Auffinden weiterer Anwendungsbereiche und Märkte für diese Technologie und die hiermit verbundene Stiftung eines hohen Nutzens für eine große Anzahl an Personen. Im Zuge unseres Projekts identifizierten wir Ihre Branche als potentiellen User dieser Technologie, da wir der Meinung sind, dass diese Demenzkranken helfen könnte. (Stichwort Farbtherapie)
Da wir keine Experten auf diesem Gebiet sind, fragen wir Sie nach Ihrer Meinung!


Kennen Sie ein Problem, das durch diese Technologie gelöst werden könnte? Gibt es bestehende Lösungen, wenn ja, welche? Können Sie an weitere Situationen denken, wo es wichtig für Sie wäre, Oberflächen zu naturalisieren und das Wohlbefinden zu steigern.


Vielen Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit und Beiträge – jeder einzelne hilft uns sehr bei diesem Projekt weiter zu kommen und den größtmöglichsten Nutzen für viele Menschen zu kreieren.
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Betty007
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 08:11    © Betty007
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Das hat meiner Meinung nach nicht viel mit Demenz zu tun ....






                                    


Bettina



Lächeln ist die eleganteste Art einem Gegner die Zähne zu zeigen.
Werner Finck
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jellyamber
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 08:37    © jellyamber
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Projekt schrieb:
Kennen Sie ein Problem, das durch diese Technologie gelöst werden könnte? Gibt es bestehende Lösungen, wenn ja, welche? Können Sie an weitere Situationen denken, wo es wichtig für Sie wäre, Oberflächen zu naturalisieren und das Wohlbefinden zu steigern.

Liebes anonymes Projekt,

chchch, Ideen hätte ich schon, aber: nö.
Ich habe keine Lust, für dich mein Hirnschmalz zu verwenden
und werde dann nicht mal am Profit beteiligt.

Beste Grüße
Jellyamber, tiefpoorig






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Martina Holzapfl
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 09:12    © Projekt
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Es geht hier nicht um Profit da wir, wie im Titel schon erwähnt, eine Gruppe von StudentInnen sind.
Die Idee dahinter war solche Platten möglicherweise auf Demenzstationen ein zu setzten um das Wohlbefinden der Kranken positiv zu beeinflussen. Wir hatten diese Idee von einer Krankenschwester, die meinte, dass eventuell durch die Gerüche, Farben und Haptik bestimmte positive Erinnerungen geweckt werden.

Vielen Dank für die Beiträge.
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Biggi
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 11:42    © Biggi
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Hallo ??? (leider finde ich keinen Namen als Ansprechspartner...)

Die Idee selber ist sehr gut, aber ich denke, die Foris, die sich hier Freud und Leid teilen, haben ganz andere Sorgen, als sich für euch solche Gedanken zu machen, die ihnen im Moment im Umgang mit ihren Lieben keinen Nutzen bringen.

Und ehrlich gesagt, spricht mich persönlich eure Vorstellung überhaupt nicht an. Unter anderem darum: Question
Zitat :
Im Zuge unseres Projekts identifizierten wir Ihre Branche als potentiellen User dieser Technologie

Biggi







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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 12:40    © Projekt
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Ich gebe Ihnen Recht, dass war sehr ungeschickt und "betriebswirtschaftlich" ausgedrückt.

Ich dachte in keinster Weise daran irgendwelche Gefühle zu verletzen, sondern vielmehr daran, eine potentielle Möglichkeit zu evaluieren Menschen mit Demenz eine Hilfestellung zu bieten. Wir haben diesen Tipp, wie vorhin erwähnt, von einer diplomierten Krankenschwester - Ich wollte den Menschen in den Vordergrund stellen und nicht die Krankheit. Wenn die Community hier keinen Nutzen sieht, lösche ich diesen Beitrag natürlich umgehend und möchte mich bei allen Mitlesenden bedanken und von Herzen entschuldigen.

Edit: Ich lösche den Beitrag heute um 16:00
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 14:27    © Admin
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Hallo Projekt

Auch bei mir stellen sich in der Zwischenzeit die Sensoren auf Alarm, wenn ich von neuer Technik für Demenzkranke höre. Ich sage dir auch warum. In Anbetracht, das es nun schon Roboterrobben gibt um Demenzkranken Nähe zu vermitteln, ja sogar schon Pflegeroboter in Planung stehen..... Auch wenn dein Projekt nichts damit zu tun hat, so hat es aber dennoch im Schlusseffekt (vermutlich ohne dein Wissen), leider in der Praxis das Ziel, weiter an Personal sparen zu können und folgedessen an der einzigen echten und total wichtigen Wärme und Nähe. Mit Sicherheit gibt es Firmen die aus Profitgründen gerne für Heime und Einrichtungen angebliche "Hilfen" entwickeln und anbieten möchten. Es wird auch mit Sicherheit verschiedene Heimleitungen geben, die aus langfristiger Sparmassnahmensicht darauf anspringen werden. Was aber dient es Dementen, die in erster Linie einfach einen Menschen zur Hand haben möchten, wo auf sie eingeht und die Zeit und das Geld dazu, wo das auch zulässt. Folgedessen mein Wunsch wäre, mehr Personal, weniger Zeitdruck und das Geld dafür zu verwenden, anstatt immer mehr in teure Technik zu investieren  scharmant-zwinkernd 

Wieso sollte ich mir über Bodenplattenmöglichkeiten meine Gedanken machen, wenn z.B mit einem bestimmt wesentlich billigeren Beamer Naturbilder an eine Wand projeziert werden können und mit einer gewöhnlichen Stereoanlage Vogelstimmen gespielt werden können? Oder Geruchserlebnis, direkt von der Natur mitgebracht werden kann, oder von zu Hause z.B eine wohlrichende Seife u.s.w. Aber auch verschiedene Farben können mit gewöhnlichen Beleuchtungsmitteln gegeben werden - ohne teure Investition und, und, und.

Ich denke auch, das du deine Studieninformationan an anderer Stelle sammeln musst. Denn unsere Dementen brauchen "nur" Menschen, die Zeit haben dürfen um mit ihnen ganz individuelle Erlebnistouren - und diese ihrer individuellen Lebensgeschichte angepasst machen zu dürfen.






Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 14:54    © Projekt
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Hallo Admin,

In Ordnung. Das kann ich natürlich alles nachvollziehen..
Die Krankenschwester die wir interviewt haben, war der Meinung, dass die Farben, der Geruch etc. einfach den Wohlfühlfaktor auf Demenzstationen erheblich steigern könnte. Natürlich gibt es alternative Möglichkeiten (Beamer, Geräusche, etc), wobei wir die Kosten gar nicht in Betracht gezogen haben, da es uns an dieser Stelle gar nicht um eine Kosten/Nutzen Rechnung ging, sondern eben nur, ob theoretisch Nutzen gestiftet werden könnte.
Nur der Vollständigkeit halber: Ich dachte mehr an "natürliche" Bilder als an Bodenplatten und schon gar nicht an Einsparungspotential beim Personal.

Ich stimme auf jeden Fall zu, dass mehr engagiertes Pflegepersonal/Menschen die wohl wesentlichsten Faktoren sind, um das Wohlbefinden Demenz erkrankter Personen zu steigern!

Die Antworten die ich erhalten habe sprechen Bände und wir werden uns wohl von dem Gedanken lösen müssen mit dieser Technologie erkrankten Personen zu helfen - obwohl ich das als die wohl spannendste Aufgabe identifiziert hätte.

DANKE FÜR DIE HILFESTELLUNG

Ps: Mein Name ist übrigens Patrik Smile
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Fussel
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 15:06    © Fussel
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Die meißten pflegenden Angehörigen haben Probleme die Pflege
der alten Menschen zu finanzieren. 

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60805/Wie-sich-die-Pflege-von-Familienangehoerigen-auf-den-Beruf-auswirkt

Vielmehr müssen etliche ihre Berufstätigkeit zurückstecken und somit noch mehr
Einbußen in Kauf nehmen.

Ich kann mir nicht vorstellen, selbst wenn dieses Verfahren Vorteile bringen könnte, daß
viele in der Lage sind davon überhaupt zu profitieren, weil sich das 70 -80 % der Menschen
die betroffen sind überhaupt nicht leisten könnten.

Sicherlich arbeiten einige mit Aromatherapien, Licht und Dunkelheit um zb. Demenzkranke am
Weglaufen zu hindern, weil diese dann evtl. einen im Dunkeln liegenden Ausgang eher ignorieren
würden.

Es wird wirklich zuviel in Technik investiert und bei den menschlichen Bedürfnissen kommt
unten nichts mehr an.

Beim Bundesverfassungsgericht liegt zur Zeit eine Klage,
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60805/Wie-sich-die-Pflege-von-Familienangehoerigen-auf-den-Beruf-auswirkt

über das was wir für unsere alten Menschen "übrig" haben.

Vielleicht könnte man die Windeln mit Rosenduft oder so,bestücken, denn wenn nur 2 am Tag benutzt
werden dürfen weil gespart werden muß, oder weil keiner da ist
der öfters wechseln könnte., dann ist es immerhin angenehmer, wenn die nett duften.

Wenn die dadurch allerdings noch teurer werden, dann duften die besser intensiver, weil
man dann nur noch 1 Windel am Tag zum Wechseln bekommt. ;-)

Schauen die alten Menschen auf die Bodenplatten, wenn sie laufen?
Ich würde mir das in Natura anschauen, wohin die blicken und ob sie das überhaupt
wahrnehmen.
Geräusche könnten natürlich eher abschrecken einfach irgendwo hin zu laufen, dann steigt aber
unter Umständen auch die Sturzgefahr, und man kann die Oberflächen der Böden leider weder glatter
machen noch stumpfer, weil das ebenfalls mit einem Sturz enden könnte, wenn man drüber schlufft.


Allerliebste Grüße Christina
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Biggi
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 15:18    © Biggi
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Hallo Patrik,

Zitat :
Edit: Ich lösche den Beitrag heute um 16:00
wäre das nicht schade? 

Ich denke, wenn man mit einem solchen Anliegen anfragt, sollte man auch die persönlichen Meinungen und Antworten akzeptieren. Genau das macht eine Diskussion aus, und sollte natürlich auch zum Nachdenken anregen.

Christina schrieb z.B. auch:
Zitat :
Die meißten pflegenden Angehörigen haben Probleme die Pflege
der alten Menschen zu finanzieren. 
Genau das ist auch ein ganz grosser Knackpunkt. 

Man sieht, es gäbe zig wichtigere Dinge, die zu ändern wären, damit unsere Lieben zufrieden und in Würde altern dürfen.


Biggi







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Fussel
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 15:47    © Fussel
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Ich stellte mir das gerade in der Praxis vor:

Nehmen wir mal an, es gäbe einen Duft auf dem alle Menschen gleich
reagieren und mit dem man die dementen Menschen wie eine Biene
auf die Blüte, anlocken, bzw. abstoßen könnte und man könnte zb. im
Pflegeheim die Patienten dort irgendwo hin oder weg leiten.

Was will man denn mit den Menschen an dem Ort des Duftes machen?
Sollen die
sich da sammeln und würden wir die damit nicht erst auf die Idee bringen,
alle loszulaufen?
Die Negativvariante wäre, daß es irgendwo so stinkt, oder abstoßend riecht,
daß man weglaufen muß, oder nicht weiter geht. Bsp. im Eingangsbereich um
jemanden am Weglaufen zu hindern.

( und das Personal, daß damit arbeiten muß? )



Ich erinnere mich an die Großmutter meines Mannes, die wir zu einer Feier
abgeholt hatten.  Sie saß in der Nähe einer parfümierten Dame, die ein
wirklich sehr teures Parfum trug. Oma rümpfte immer wieder die Nase, schnupperte
und fragte immer lauthals:" Was stinkt denn hier so?- Bäh, pfui, was ist das denn,
was hier so bestialisch stinkt ?"
(was ja nicht ganz ohne Peinlichkeit war.)

Auch wenn das Naturdüfte wären wie Kamille usw... Wer sagt denn das derjenige
Kamille leiden mag. Die Großmutter meines Mannes wäre in jedem Fall hingelaufen
um zu schauen, was da so gruselig stinkt und ob man dagegen etwas unternehmen
könnte.... ;-)

Damit ist ein Einheitsduft um Demenzkranke in eine bestimmte Richtung zu lenken
eigentlich nahezu ausgeschlossen. Einige alte Menschen reißen alle Fenster auf, wenn
es nur den Hauch eines Duftes in der Wohnung gibt. Andere haben das Problem,
daß sie vielleicht selbst die Ursache des Geruchs sind, weil man sie nicht zum regelmäßigen
Waschen überredet bekommt.

Als Personal fände ich es schlimm, wenn ich auch noch wo arbeiten müßte, wo es mir persönlich
stinkt.

Einem Menschen mit COPD oder der zu Luftnot wegen Herzinsuffizienz neigt, wird man
damit ebenfalls nicht viel Gutes tun.

Das Thema ist nicht uninteressant. Einzelne dürften damit vielleicht sogar zurecht kommen.

Aber ganz ehrlich, ich würde es wirklich schlimm finden, wenn ich zwischen Erbrochenem
und Windelinhalten, Eiter offenen Beinen usw.  ein Gemisch aus Veilchenduft o.ä  auf der Arbeit ertragen müßte.

Was aber besonders positiv ist, daß an demente alte Menschen überhaupt
gedacht wird und daß es Forschungen zu dem Thema gibt, sich also
mit der Problematik befaßt wird. Herzlichen Dank dafür, denn es wäre natürlich
super, wenn jemand den Stein des Weisen und die Lösung einiger Probleme entdecken
oder erfinden würde, und das möglichst so, daß sich die dementen alten Menschen
das auch leisten können und daß es nicht einer privilegierten Minderheit
alleine zur Verfügung steht.

Vielleicht laufen ja einige Menschen auf dem Duft von frischen Kaffee oder gebackenen Plätzchen
zu, aber wenn man den Duft ständig in der Nase hat, passiert dann nicht dasselbe wie
bei Parfum, daß man selbst immer weniger wahrnimmt, während andere schon fliehen ?

Der Geruch und Geschmacksinn hängen ja eng miteinander zusammen. Schmeckt dann
nachher alles nach dem Duft ?
Ich denke, wenn mir einer so etwas anbieten würde, dann wäre ich zu skeptisch ob
ich mir das antun wollte, selbst wenn man mir das nachwerfen würde.

Ich könnte mir vorstellen, daß so eine Nanobeschichtung wie es sie für Waschbecken,
Autos und Fenster gibt, wenn man einen Demenzkranken hat, der sehr viel Schmutz
verbreitet, oder mit Fäkalien schmiert eine überlegenswerte Sache wäre, vor allem
bei Stoffen und Dingen, die man nicht einfach säubern kann, aber das ist wohl sicher
etwas anderes, oder ?


Allerliebste Grüße Christina
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Fussel
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 16:21    © Fussel
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Wenn man etwas ertasten soll oder kann, dann würde das zb. Sinn bei blinden oder sehbehinderten
Menschen/ Patienten machen,
die auch mit Gerüchen mehr anfangen können, als etwas zu Sehen.

Wir hatten einmal eine Ausstellung für Blinde organisiert, in denen sie Bilder ertasten
konnten.

Allerdings bekommt man blinde Menschen selten an einen Ort zusammen, wie zb. Demenzkranke
die im Pflegeheimen wohnen.


Die Problematik bei Demenz ist, daß man die Senioren mit neuen Dingen
verunsichert und daß sie diese unter Umständen verängstigen.
Man hat oft schon Schwierigkeiten, einen dementen alten Menschen dazu zu bringen
daß er einen Rollator, eine Urinflasche oder irgendetwas anderes, daß notwendig wäre
nicht zu ignorieren.

Unter Umständen sind die nach etwas Neuem total von der Rolle.

Ob man zu irgendeinem frühen Zeitpunkt noch etwas an der Situation verändern könnte,
wenn man Sinne anregt, oder jemanden auf Düfte conditioniert.
Der Effekt einer Aromatherapie ist eher, daß man sich mit dem alten Menschen beschäftigt und
daß menschliche Nähe zu spüren ist, vielleicht das man darüber Vertrauen aufbauen kann.

Die vertraute Umgebung in der der demente Mensch sich befindet und zwar in der Zeitebene
in der er sich gerade als einziger befindet, ist sicherlich beruhigender als irgend eine Farbe,
des Zimmers, die er ab einem bestimmten Alter warscheinlich sowieso nicht so wahr nimmt, wie
wir, wenn er keine Kataraktoperation hinter sich hat.

Wenn demente alte Menschen weglaufen, oder durch die Gegend laufen, dann haben sie ein Ziel.
Sie wollen irgendwo hinlaufen, und zwar an einen Ort, der so wie sie ihn suchen in unserem
Zeitfenster nicht mehr existiert.
Die Holländer sind da weiter als wir in Deutschland.

Wenn man einen "Gartenliebhaber " hatte, der früher Wert auf bestimmte Düfte gelegt hat,
dann könnte das vielleicht einen gewissen Sinn haben....

Meine Mutter oder Schwiegereltern wären beide aggressiv geworden. Die akzeptierten nicht einmal
ein Stofftier als Maskotchen auf dem Intensivbett ohne sich darüber maßlos aufzuregen,
was das soll. Die hätte man danach nur schwer wieder "runter" bekommen.

Keine Maßnahme die mit Gegenständen zu tun hat, ersetzt bei einem dementen Menschen menschliche
Nähe.

Warum etwas ganz Neues da hinsetzen, wo eine Umgebung die der Vergangenheit angepaßt
wäre eigentlich gesucht wird?
Warum werden die Pflegeheime alle supermodern eingerichtet,
und nicht so, daß sie in etwa der Zeit entsprechen könnten in dem sich die dementen
Menschen warscheinlich befinden und wohler fühlen würden?

Alles Liebe und viel Erfolg beim Studium.
Christina
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 17:19    © Projekt
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Also erstmal:

Ich finde es ganz großartig, dass sich hier nach anfänglichen Zweifeln eine sehr hilfreiche Diskussion entwickelt hat. Eine Diskussion bei der ich viel dazu lerne und mich auch besser in die Situation hineindenken kann. 

@ Biggi - Löschen wollte ich grundsätzlich nur, weil ich die Sorge hatte Menschen mit etwas ein zu spannen, für das sie überhaupt keine Zeit haben. Ich bin sehr an einem Meinungsaustausch interessiert und komme auch gut mit der berechtigten Kritik zu Recht Smile

@ Fussel - Ich habe jetzt auch noch mit meiner Mutter gesprochen - auch sie ist Diplomierte Altenpflegerin (war in Deutschland tätig). Leider kann sie ihrem Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen, was sehr schade ist, da sie ihn sehr geliebt hat.
Wie dem auch sei.. sie meinte sie könnte sich das als Orientierungshilfe auf Demenzstationen vorstellen. Das Ganze wäre so gedacht, dass Menschen die an Demenz erkrankt wären, sich auf Grund des Geruchs und der Farbe zu ihrem Zimmer leiten lassen könnten. (Beispiel - Stockwerk 1 Kamille - Farbe Gelb, Stockwerk 2 Früchtetee - Farbe Rosa, etc.) -> Man würde sich quasi auf Grund der Optik und des Geruchs erinnern, dass man hier hin gehört. 
Es stimmt - das Ganze ist sehr utopisch und klingt höchstwahrscheinlich romantischer als es das in Wirklichkeit ist. Natürlich besteht die Gefahr, dass "Herr X" Kamille nicht ausstehen kann und dementsprechend keinen positiven Nutzen davon mitnimmt. Desweiteren stellt sich die berechtigte Frage, ob es nicht wesentlich sinnvoller wäre das Geld anderwärtig ein zu setzen.

Der Ansatz mit Blinden Personen ist natürlich auch sehr spannend, zumal der Tastsinn und die Olfaktorik bestimmt besser ausgeprägt wären. Auch hier käme eine Art Leitsystem in Frage.. Es stimmt aber, dass es selten zu Personenanhäufungen mit diesem Handicap kommt.

Lg
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jellyamber
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 17:32    © jellyamber
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Projekt schrieb:
Wie dem auch sei.. sie meinte sie könnte sich das als Orientierungshilfe auf Demenzstationen vorstellen. Das Ganze wäre so gedacht, dass Menschen die an Demenz erkrankt wären, sich auf Grund des Geruchs und der Farbe zu ihrem Zimmer leiten lassen könnten. (Beispiel - Stockwerk 1 Kamille - Farbe Gelb, Stockwerk 2 Früchtetee - Farbe Rosa, etc.) -> Man würde sich quasi auf Grund der Optik und des Geruchs erinnern, dass man hier hin gehört.

Hi Patrick (klasse, du bist doch nicht anonym winke ),

genau da liegt der Hund begraben: du müsstest den an Demenz erkrankten Menschen erst dieses Leitsystem beibringen,
BEVOR die Krankheit ausbricht. Nach dem Start ist ein neues Dazulernen kaum bis gar nicht möglich.
Genauso wenig wie man sagen kann: "Und vergiss nicht das Handy mit zu nehmen, wenn du das Haus verlässt,
damit wir dich wiederfinden können...." chchch wirst du kaum jemanden helfen können, in dem du ihm sagst,
da wo's nach Plätzchen riecht, bis du zuhause.

Ich finde es an und für sich auch gut, wenn es "kluge" Hilfsmittel gibt,
aber ich sehe auch, dass oft am Menschen vorbei technisiert wird,
was zwar eine nette Idee ist, aber in der Praxis einfach an allem fehlen lässt.

Und Geruch betrifft leider einen Sinn, den man kaum von selbst aktiv schützen kann,
denn die Nase kann man nicht zu machen. Und ist eben eine ganz persönliche Geschmacksache, wie Christina schon sagte,
ich würde ausflippen, müsste ich synthetische Gerüche auf Dauer ertragen zzgl. allem menschlichen Gerüchen.

Liebe Grüße
Ute






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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 18:15    © Fussel
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Lieber Patrik

Ich arbeitete in den 90 ern für einige Zeit in einer geriatrischen Rehabilitation.
Damit die Rehabilitanten ihr Zimmer wieder fanden hatte jedes Zimmer ein
anderes Symbol.
Die alten Menschen merkten sich zb . eine Ente, oder eine Sonne. Natürlich konnte
man auch Kreise , Dreiecke o.ä. einsetzen.

Das System funktionierte wirklich, mußte aber abgeschafft werden, weil die
Verwaltung meinte, die Symbole wären für die Senioren diskriminierend.
Die alten Menschen sollten sich ohne alles orientieren....

Solche " Phänomene " begegnen einem gerade in der Alten-und Krankenpflege immer
wieder.

Die basale Stimulation brachte bei Lungenkrebspatienten die an Luftnot litten
sehr gute Erfolge, durfte aber nicht mehr angewandt werden, weil die Richtung
der Häuser vorgegeben ist, die genommen werden muß...

Ich denke, Deine Mom wird Dir das sicherlich bestätigen.
Gerade die Alten-und Krankenpflege macht eher Rück- als Fortschritte.

Aber das macht ja nichts: " Wer heilt hat recht!"

Wenn wir Patienten hatten die ständig aus dem Zimmer liefen und andere
Patienten störten, dann benutzten wir nachts schon mal breite Pflasterstreifen.
Manche Patienten die sich langsam vortasteten beim Verlassen des
Zimmers, faßten gegen den Klebestreifen und gingen zurück in ihr Zimmer,
setzten sich dann wieder in ihren Sessel.
Gegen etwas klebriges packen ist unangenehm. Aber bitte nun nicht denken, daß
ich den Vorschlag mache, unsere Senioren irgendwo festzukleben.-

Andere liefen einfach ohne etwas von dem Pflasterstreifen zu spüren
durch diese leichte Barriere. Das hat aber zugegeben etwas von einem Fliegenfänger,
wenn man das bösartig betrachtet.

( Das Problem war, wenn alle wach gemacht wurden, dann wanderten auch alle
nachts durch die Gegend und so viele Wanderer kann man alleine nicht mehr
überwachen und für deren Sicherheit sorgen.
Besser war, die alten wachen Menschen neben sich zu setzen und die etwas
machen zu lassen oder sich unterhalten. Aber fürs Unterhalten wird man Nachts
nicht bezahlt, sondern andere Patienten müssen versorgt, gewindelt und gelagert werden.)



Liebe Grüße Christina
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 19:47    © lucky
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In manchen Häusern sind mittlerweile nachts schon 87b-Kräfte für die "Unterhaltung" da. Nachen ein Nachtcafé oder so. Bei uns nicht.
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 22:15    © Ehemaliges-Mitglied
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Hallo Patrick,
herzlich willkommen hier im Forum.
Ich finde es grundsätzlich gut, dass sich Menschen Gedanken machen, wie sie an Demenz Erkrankten helfen können. Dass nicht auf Anhieb eine durchschlagende Technik entsteht ist doch ganz klar. Alles Neue braucht viele Anläufe und muss ausgereift werden. Lasst euch nicht ermutigen, es gibt auf dieser Ebene viel zu tun und viele Alteingesessene sind mit Neuem zu überzeugen.
Gerade bei uns in Deutschland hat man oft keinen Mut für Neuigkeiten , dafür müsste man eingefahrene Wege verlassen und das wird schwierig.
Ich weiss von was ich spreche : ich pflege meine Schwmutter mit Demenz in der Endphase. Aus organisatorischen Gründen brauche ich die Kurzzeitpflege. Unser Pflegeheim besitzt !! GPS-Bänder und hatte bis jetzt noch nicht den Mut, sie anzuwenden. Ich darf meine Schwmutter nur wieder bringen, wenn ich mir eine schriftl Genehmigung dazu vom Amtsrichter hole. Das hab ich getan.( Ergebnis : das braucht keine richterl Genehmigung )

Dass neue Technik Pflegepersonal einspart, davor habe ich keine Angst, denn weniger kann es gar nicht werden. Die Personaldecke ist jetzt schon menschenunwürdig dünn.

Ich persönlich will dich ermutigen weiter dir Gedanken zu machen.
Viel Erfolg dabei.

liebe Grüße

Maria
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BeitragThema: Re: Anfrage eines StudentInnen-Teams
Mi 12 Nov 2014, 22:36    © lucky
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Toll geschrieben, Maria. Und volle Unterstützung an das Projekt. Auch, wenn es wenig oder nichts nutzen sollte. Es ist ein Versuch. Ich arbeite in einer Einrichtung und unsere Bewohner finden z.T. ihr Zimmer oder das Klo nicht. Im Zimmer finden sie das Bett oder das Waschbecken nicht. Auf dem Nachttisch finden sie ihr Getränk nicht. Das ist die Krankheit.
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