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 Schizophrenie oder semantische Demenz?

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tauntaun
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BeitragThema: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 11:16    © tauntaun
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Hallo mein Name ist Hendrik und ich bin 20 Jahre alt, seit zwei Jahren habe ich mit folgender Symptomatik zu kämpfen. Ich leide unter Freudlosigkeit, Antriebsarmut, Gedankenarmut, Gedankenabreißen, semantischen Paraphasien, gesperrtes Denken, Denkverlangsamung, Wortfindungsstörung und unter einem schleichenden Abbau mir bekannter Wörter und der darunter leidenden mangelnden Ausdrucksfähigkeit. Es sind überwiegend Verben und Adjektive mit denen man Sätze ausschmücken kann damit sie runder klingen oder aber auch ganz gängige Wörter. Ich bin gegenwärtig in Behandlung bei einer Psychiaterin, die mich wirklich nicht ernst nimmt und die Medikamente, die sie mir gibt helfen mir nicht bei meinen Problemen. Ich war schon bei mehreren Ärzten und alle waren sich einig, dass ich Schizophrenie habe ohne Wahn und Halluzination sondern vorläufig wohl durch Negativssymptomatik, Basissymptomatik und Denkstörungen geprägt ist oder konstant so bleibt. Ich leide unter einem ausgesprochenen Interessenverlust, d.h. ich lerne nicht mehr Englisch oder finde Spaß an Videospielen. Ich zog
mich in den letzten zwei Jahren regelrecht zurück, mied es nach draußen zu gehen. Meine Persönlichkeit hat sich verändert, ich wurde von jetzt auf gleich kindisch, dass sich dadurch zeigte, dass ich kein Urteilsvermögen mehr habe, keine Empathie und meine Mutter ständig Dinge an den Kopf warf wie sie sei ne Fette oder eine Bigshow zu Wortneuschöpfung neige ich auch, nenne sie manchmal Feddervieh und meinen Vater Fettsack. Dazu muss ich sagen, dass meine Eltern eigentlich nicht dick sind, sie wiegen mit nichten so viel wie ich. Ja und ich gehe seit geraumer Zeit bei meiner Mutter ins Bett. Meine Persönlichkeit hat sich echt krass geändert. Ich neige zu Aggressionen, wenn man von mir was normales will, wenn meine Mutter in mein Zimmer kommt z.B. manchmal da packe ich meine Mutter auch auf dem Bauch und sage sie sei zu fett. Das hat mich alles hellhörig gemacht und ich habe nach Antworten gesucht, letztendlich fand ich die Diagnose semantische Demenz, die in 10-20% der Fälle eh nicht nachweisbar ist. Genauso wie es da beschrieben ist, konnte ich anfangs echt gut lernen, aber jetzt ist der Prozess echt mühsam und zäh geworden und gestern habe ich einen Test gemacht, der Hinweise darauf gibt ob man gesichtsblind ist. Ich bekam den Hinweis, dass ich es ärztlich abklären sollte, da ich nur 54% der Gesichter erkannt hatte und der Durchschnitt ist 80% und der Normalwert reicht bis 60%. Ich habe auch in einem Jahr richtig viel an Vokabeln verloren wenn ich jetzt Versuche meine Verben, die ich expressiv benutzen kann deren Anzahl zu einem Buchstaben zu kategorisieren, komme ich nur auf 10 Verben früher kam ich auf 30 und manchmal beim ersten Mal sind mir nur 5 eingefallen und das hat locker ne Minute gedauert. Ich muss sagen vor 1 1/2 Jahren hatte ich noch C2 Niveau also ist das meines Erachtens untragbar und ein Indiz, dass etwas nicht richtig ist. Was meint ihr wie wahrscheinlich ist es mit 20 schon an semantischer Demenz zu leiden und kann das wirklich alles von einer undifferenzierten Schizophrenie kommen? Also ich selbst wage es zu bezweifeln, weil die Medikamente mir überhaupt nicht helfen noch nicht mal geringfügig!
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Amelu
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 13:17    © Amelu
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Bei dieser Art von Erkrankung scheint was mit dem Glukosestoffwechsel im Hirn nicht zu stimmen. Man könnte das evtl. günstig beeinflussen mit einer ketogenen Diät, die aber voll auf Kokosfett ausgerichtet ist.

Kannst Du Deinen behandelnden Arzt fragen, wie speziell der Zuckerstoffwechsel im Kopf zu testen ist?


Welche Medikamente nimmst Du und schon wie lange?



Eva
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tauntaun
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 14:31    © tauntaun
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@Amelu
Ja kann ich machen wenn ich beim anderen Arzt bin bei meiner derzeitigen brauche ich das gar nicht fragen, die fertigt mich eh nur ab. Und zurzeit nehme ich 30mg Mirtazapin und 60mg Ziprasidon weil 120mg mich unruhig machten.
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Aggi
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 14:54    © Aggi
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Hallo Hendrik,

die Diagnosen ähneln sich, ja, aber damit ist Dir nicht geholfen. Ohne ärztlichen Befund hast Du unterm Strich nämlich ... nix. Solange, bis ein Arzt festgestellt hat, Dir fehlt das-und-das.

Zweitmeinung einholen. In Ruhe. Es gibt bildgebende Methoden (CT, MRT), mit denen der Nachweis von FTD erbracht werden kann. Bloss dazu musst Du einen Arzt finden, der sich damit auskennt und bereit ist, Dich dahingehend zu untersuchen. Vor den bildgebenden Tests wird er erstmal Dich untersuchen. Leicht wird das nicht.

Aber sonst kommst Du nicht weiter. Prinzipiell finde ich es immer am besten, vorher ein klärendes Gespräch mit dem derzeit behandelnden Arzt zu suchen. Du musst nicht ihrer Meinung sein, solltest ihr das der Fairness halber aber sagen. Falls sie sich geirrt hat, könnte sie ja was dazu lernen?!

Und lass die Finger von online-Tests, die kann man so leicht manipulieren bzw. manipulieren Dich ... da kannst Du besser Kaffeesatz deuten, da weißt Du wenigstens, Du hast vorher lecker Kaffee getrunken.

LG,
Aggi






Manches ist einfach zu wahr um schön zu sein.
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tauntaun
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 15:34    © tauntaun
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Ja ich werde meinen Psychologen mit meinem Verdacht konfrontieren, wenn ich wieder in die Tagesklinik gehe. Der kennt bestimmt gute Neurologen und kann mich an diese überweisen!
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 17:32    © gisela
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hallo hendrik
Zitat :
Ich leide unter Freudlosigkeit, Antriebsarmut, Gedankenarmut, Gedankenabreißen, semantischen Paraphasien, gesperrtes Denken, Denkverlangsamung, Wortfindungsstörung und unter einem schleichenden Abbau mir bekannter Wörter und der darunter leidenden mangelnden Ausdrucksfähigkeit. Es sind überwiegend Verben und Adjektive mit denen man Sätze ausschmücken kann damit sie runder klingen oder aber auch ganz gängige Wörter.
ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen........liest sich das wie aus einem Lehrbuch abgeschrieben.
Zitat :
Ich bin gegenwärtig in Behandlung bei einer Psychiaterin, die mich wirklich nicht ernst nimmt und die Medikamente, die sie mir gibt helfen mir nicht bei meinen Problemen. Ich war schon bei mehreren Ärzten und alle waren sich einig, dass ich Schizophrenie habe
und keiner dieser vielen Ärzte hat eine weiterführende Diagnostik veranlasst?

Zitat :
Das hat mich alles hellhörig gemacht und ich habe nach Antworten gesucht, letztendlich fand ich die Diagnose semantische Demenz, die in 10-20% der Fälle eh nicht nachweisbar ist. Genauso wie es da beschrieben ist, konnte ich anfangs echt gut lernen, aber jetzt ist der Prozess echt mühsam und zäh geworden und gestern habe ich einen Test gemacht, der Hinweise darauf gibt ob man gesichtsblind ist. Ich bekam den Hinweis, dass ich es ärztlich abklären sollte, da ich nur 54% der Gesichter erkannt hatte und der Durchschnitt ist 80% und der Normalwert reicht bis 60%.
diese Krankheit hat einen namen und nennt sich .......Morbus Google..........!

Symptome die man sich googlet spucken in 99% der fälle schwerwiegende Erkrankungen aus
hirntumor
demenz
krebs

ich würde an deiner stelle den ärzten die Diagnostik überlassen.........vielleicht noch darauf bestehen, das
diese oder jene Untersuchung durchgeführt wird.........und ..........darauf verzichten mich selbst zu diagnostizieren.






    lieben gruß

                           gisela                        

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.


Ralph Waldo Emerson, US-amerik. Philosoph, 1803 – 1882
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BeitragThema: Re: Schizophrenie oder semantische Demenz?
Di 10 Apr 2018, 20:26    © Quintilia
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gisela schrieb:
hallo hendrik
Zitat :
Ich leide unter Freudlosigkeit, Antriebsarmut, Gedankenarmut, Gedankenabreißen, semantischen Paraphasien, gesperrtes Denken, Denkverlangsamung, Wortfindungsstörung und unter einem schleichenden Abbau mir bekannter Wörter und der darunter leidenden mangelnden Ausdrucksfähigkeit. Es sind überwiegend Verben und Adjektive mit denen man Sätze ausschmücken kann damit sie runder klingen oder aber auch ganz gängige Wörter.
ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen........liest sich das wie aus einem Lehrbuch abgeschrieben.

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