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 Stadien der Demenz (kurze Zusammenfassung)

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Biggi
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BeitragThema: Stadien der Demenz (kurze Zusammenfassung)
So 05 Dez 2010, 14:56    © Biggi
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Stadium der leichten kognitiven Störung:

Ein Zustand geringgradiger Symptome geht der Demenz voraus.


Leichtgradige Demenz:

Störungen von Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung und Sprache.
Teilweise erhaltene Urteils- und Entscheidungsfähigkeit.
Verminderte Funktionsfähigkeit bei Alltagstätigkeiten, aber erhaltene Selbstversorgung.
Antriebsmangel, Stimmungsschwankungen und Depression.
Die Fahrtätigkeit kann eingeschränkt sein.


Mittelschwere Demenz:

Weiter abnehmende Fähigkeit zur Bewältigung von Alltagsaufgaben.
Orientierungslosigkeit, ausgeprägte Störungen der Sprache, Verblassen der Erinnerung.
Verlust des Krankheitsgefühls, Nichterkennen der Angehörigen, Leben in der Vergangenheit.
Unruhe, Aggressivität, wahnhafte Überzeugungen, Sinnestäuschungen, Verkennungen, Inkontinenz.


Schwere Demenz:

Hochgradiger geistiger Abbau, zunehmende Pflegebedürftigkeit und körperliche Symptome.




Die Demenz selber führt nicht zum Tod. Die häufigste Todesursache ist eine Lungenentzündung.


LG Biggi







---  Nicht das Älterwerden sollte man fürchten, sondern das man verlernt Kind zu bleiben ---
                           
  
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Biggi
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BeitragThema: Re: Stadien der Demenz (kurze Zusammenfassung)
Fr 17 Jan 2014, 12:17    © Biggi
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Die 7 Stadien der Demenz der "Global Deterioration Scale (GDS)" nach Reisberg
Stadium der DemenzAuswirkung auf Sie und Ihre Beziehung 
GDS-Stadium 1 (Gesundheit, keine Demenz)
Es sind keine Symptome vorhanden, lediglich das normale Altern schreitet fort.
Der Umgang mit Ihrem Angehörigen ist so, wie Sie es gewohnt sind. 
GDS-Stadium 2 (Altersvergesslichkeit)
Ihr Angehöriger leidet an einer zunehmenden, aber „normalen“ Altersvergesslichkeit. Evtl. klagt er über das Verlegen von Gegenständen oder Vergessen von Namen. Die Gedächtnisstörungen sind nicht auffällig. Während Ihr Angehöriger Veränderungen bemerkt, fällt Ihnen noch nicht so viel auf. Insgesamt verhält sich Ihr Angehöriger aber überwiegend wie immer. 
Es kann sein, dass Sie jetzt zunehmend feststellen, dass Ihr Bild, das Sie sich von Ihrem Angehörigen gemacht haben, nicht mehr der Realität entspricht.
In diesem Stadium kann es auch häufiger zu Streit mit Ihrem Angehörigen kommen. Er kann an ihn gestellte Anforderungen nicht mehr erfüllen, und Sie wollen nicht wahrhaben, dass er es krankheitsbedingt nicht mehr kann.
GDS-Stadium 3 (leichte Demenz)
Ihr Angehöriger kann komplexe Aufgaben nicht mehr lösen. Er findet sich an fremden Orten schlechter zurecht. Er kann Wortfindungsstörungen haben und Probleme, sich an Namen von Bekannten zu erinnern. Gelesene Texte, z. B. Zeitungsartikel, kann er sich schlechter merken.
Er verlegt auch häufiger Sachen, z. B. Scheckkarte oder Portemonnaie, die dann unauffindbar sind.
Sie bemerken die geistigen Einbußen jetzt deutlich. Jetzt versucht Ihr Angehöriger aber, diese zu vertuschen, und verleugnet sie. In diesem Stadium erlebt Ihr Angehöriger seine Krankheit als besonders beängstigend, weil er genau miterlebt, dass eine Veränderung mit ihm vorgeht. In diesem Stadium können Ängste und Depressionen auftreten.
Ihr Angehöriger ist zunehmend auf (Ihre) Hilfe angewiesen. Es erfordert zunehmend mehr Zeit von Ihnen, sich um ihn zu kümmern. Sie müssen Ihre eigene Lebensplanung überdenken und evtl. Abschied von eigenen Zielen nehmen.
Zusätzlich verlieren Sie aber sehr wahrscheinlich auch einen wichtigen „Ratgeber“ in Ihrem Leben.
GDS-Stadium 4 (leichte bis mittelschwere Demenz)
Ihr Angehöriger leidet jetzt unter deutlichen Einbußen:
Er benötigt bei komplexen Aufgaben des täglichen Lebens, z. B. Umgang mit Geld, Haushaltsführung, Ihre Hilfe.
Er vergisst aktuelle und kurz zurückliegende Ereignisse, kann sich an fremden Orten nicht orientieren. Dabei verleugnet er seine Defizite massiv. Er vermeidet möglichst alle Situationen, die Anforderungen an ihn stellen.
Jetzt ist ein ständiger Kontakt zu Ihrem Angehörigen erforderlich. Er geht einen Schritt zurück aus seiner Selbstständigkeit. 
Sie müssen seine Finanzen überwachen, weil er nicht mehr rechnen kann.
Evtl. werden hier nochmals alte Konflikte reaktiviert, 
z. B.: „Ich lass mir doch von Dir nicht sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe.“
GDS-Stadium 5 (mittelschwere Demenz)
Ihr Angehöriger benötigt Hilfe bei der Wahl seiner Kleidung, der Essenszubereitung, seiner Entscheidung zum Baden usw. Er kann sich zwar noch mit Anleitung ankleiden, benötigt aber Hilfestellung bei der korrekten Abfolge oder der Kleiderauswahl. Viele Aktivitäten des täglichen Lebens kann er nicht mehr ohne Hilfe ausführen. Er vergisst alltägliches Wissen wie z. B. Adresse, Telefonnummer. Seine zeitliche und örtliche Orientierung hat er fast vollständig verloren.
Das Eltern-Kind-Verhältnis kehrt sich um bzw. Ihr Partner erscheint Ihnen mehr als Kind denn als Gefährte.
Sie müssen den Tagesablauf Ihres Angehörigen organisieren bzw. strukturieren. 
Die Demenz kann nicht mehr verleugnet werden.
GDS-Stadium 6 (mittelschwere bis schwere Demenz)
Ihr Angehöriger benötigt Hilfe beim Ankleiden, Baden, Toilettengang. Er leidet zunehmend an einer Urin- und Stuhlinkontinenz. Sein Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr, er hat seine Biografie fast komplett vergessen. 
Er kann aber noch zwischen einer vertrauten und unbekannten Person unterscheiden. Er kann Vorhaben nicht mehr umsetzen. Denn er vergisst seine Absicht, bevor er sie in die Tat umsetzen kann. Dieses Stadium ist für Sie besonders schwierig, weil individuell sehr unterschiedliche Verhaltensauffälligkeiten auftreten können: 

  • Persönlichkeitsveränderungen und Gefühlsstörungen
  • Beeinträchtigungs- und Verfolgungsgedanken einschließlich Beschuldigungen gegen Sie oder Dritte
  • Zwangssymptome
  • Angst, Unruhe und Schlagen.

Spätestens jetzt müssen Sie sich professionelle Pflegetechniken aneignen oder Pflegefachkräfte mit ins Boot holen. Sie leiden wahrscheinlich unter dem Gefühl der permanenten Überforderung.
Gespräche sind mit Ihrem Angehörigen kaum möglich. Er reagiert nur noch auf der emotionalen Ebene. Rational ist er nicht mehr ansprechbar.
GDS-Stadium 7 (Spätstadium oder schwere Demenz)
Ihr Angehöriger ist vollständig auf Ihre Hilfe angewiesen. Er kann nicht mehr gehen, sitzen, den Kopf halten. 
Er kann nicht mehr lachen und kaum noch sprechen. Es können Gelenkversteifungen und Schluckstörungen auftreten. Evtl. wiederholt er einzelne Wortsilben singend oder rufend. 
In diesem Stadium erwarten Sie bewusst oder unbewusst den Tod Ihres Angehörigen. Das bereitet Ihnen wahrscheinlich auch noch Schuldgefühle. Es kann auch sein, dass Sie aufgrund der Hilflosigkeit Ihres Angehörigen aber auch Ihre eigenen Aggressionen spüren.
Hinweis: Die Stadien 1 und 2 der GDS werden als Gesundheit eingestuft. Die Stufe 2 beschreibt das Empfinden von Betroffenen. Dies kann ein Hinweis auf Demenz sein. Die zunehmende Vergesslichkeit kann aber auch andere Gründe haben. Die in dieser Stufe beschriebenen Auffälligkeiten gelten immer noch als „normal“.







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