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 Traurigkeit schlägt in Wut um !

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mone
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BeitragThema: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 08 März 2011, 08:21    © mone
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hallo zusammen ,
meine mutter ist schon seit 3Jahren krank (schwerer Schlaganfall) und seit ca. 1Jahr demend . anfangs hat mich das sehr traurig gemacht und hab viel geweint , ich wollte sie bis zum Schluss keine Minute mehr alleine lassen , aber nun wird das immer schlimmer . sie meckert rum , sagt , dass ich ihr auf die Nerevn gehe , nimmt ihre Medikamente nicht , wehrt sich gegn einen Pflegedienst oder Seniorenheim, der/das mich entlasten könnte ,will sich nicht baden lassen , spricht gegen alles , was ich sage , behauptet Dinge , die in keinster weise stimmen ...u.s.w. hinzu kommt , dass sie egoistisch ist. es interessiert sie garnicht , wie es mir geht , ob ich stress hab oder nicht , ob ich krank bin oder ob ich müde bin ....ich bekomme so eine große Wut mitunter . gestern hab ich sie angeschrien , weil sie sagte , ich würde ihr alles durcheinander bringen . dann spricht sie immer mit meinem Vater (seit 17Jahren tot): "komm mein Papilein - leg dich neben mich ...!"oder "papi -ich komme "... ich könnte dann schrein , denn mein Vater war alles andere , als ein guter Ehemann und Vater !... und dann will sie mich immer auf den Mund küssen - und ich ekel mich ganz doll .. ja , das hört sich wohl alles herzlos von mir an , aber ich kann nicht dagegen an . es sit so , dass ich selber schon 60 werde (in14 Tagen) und ich wollte nach 40 Jahren Berufsleben endlich meine Ruhe finden . ich zog vor 3 Jahren aufs Land (mit Ehemann) ich war sehr glücklich und dachte , jetzt hab ich einen schönen Lebensabend und dann bekam Muter 3Monate , nachdem wir umgezogen waren diesen Schlaganfall . ich weiß natürlich , dass sie das nichts für kann , aber jetzt nach fast 60 Jahren kommen bilder meiner Kindheit wieder in mein Gedächtnis hoch , die ich mein Leben lang verdrängt hatte... meine kindheit war keine schöne .. mein Vater hat mich immer geprügelt ... und meine Mutter hat das unterstützt , indem sie mir meine Hände festhielt , damit ich mein Gesicht NICHT schützen kann .. ich wollte ihr das alles eines Tages sagen .. aber nun ist es zu spät , sie sagt noch , dass das nicht stimmt und dasss ich lüge ... ich weiß nicht , was ich tun soll .. i9ch möchte weglaufen , nicht mehr zu ihr fahren .. aber ich tue es trotzdem und mach mir weiterhin Sorgen um sie .... !!!!!!!!!!!!-hat jemand von euch auch sowas mitgemacht oder erlebt ? ... ich habe niemanden , mit dem ich darüber reden könnte und mein Mann ist die ganze Woche nicht zuhause , er arbeitet noch und am Wochenende ist er so kaputt und müde und überhaupt ist er desinteressiert und sagt nur immer , ja was soll ich denn machen .. ich kann dir auch nicht helfen ... du tust mir ja so leid ... aber .. aber ... ich bin am ende meiner Kraft .
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Farina
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BeitragThema: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 08 März 2011, 09:34    © Farina
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Liebe Mone,
ich erlebe ähnliche Situationen in der Pflege meines Vaters. Da kommen so oft Gefühle hoch, Wut und Ekel, einfach weglaufen wollen.
Und dann frage ich mich immer wieder, ob man mit derartigem Gefühlsballast überhaupt der/die Richtige sein kann Vater oder Mutter zu pflegen.
Wie gut ist man dann für seinen Angehörigen? Ich kenne die Antwort nicht, egal was ich tue, ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich eines nicht kann: Ohne wenn und aber einfach aus Zuneigung und Liebe handeln.
Es tut mir so leid, dass es dir ähnlich ergeht. Ich denke immer, als erwachsener, klar denkender Mensch müsste ich doch in der Lage sein, die Situation zu akzeptieren, diese Krankheitserscheinungen nicht auf mich zu beziehen. Irgendwann sollte man doch über seine Kindheit hinweg sein, oder?
Ich kann dir keine Ratschläge geben, aber ich glaube zu wissen wie du dich fühlst. Bitte geh nicht daran kaputt!
Vielleicht finden wir beide heraus, wie man damit umgehen kann.
Liebe Grüße
Farina
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 08 März 2011, 10:31    © Admin
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Liebe Mone

Ich glaube das wenn ein Elternteil Dement wird, dies unweigerlich auch bei Angehörigen die vorausgegangene Beziehungsgrundlage von neuem ans Tageslicht bringt. Oftmals ist es ein schier unmöglicher Akt, die schmerzlichen Erinnerungen, wie z.B gewaltgeprägte Kindheit usw einfach auf die Seite zu legen, um jetzt plötzlich den erkrankten Elternteil mit Liebe und Zuwendung zu begegnen und zu pflegen. Solange man sich Gegenseitig aus dem Weg gehen konnte, solange konnte man eventuell sogar der Meinung gewesen sein, das all das Negative nun Vergessen und Vergeben sei - und so kommt die Realität auch erst wieder beim tagtäglichen Kümmern, knüppeldick zum Vorschein. Dies sowohl beim Angehörigen - wie unterschwellig auch beim Demenzbetroffenen.....Wenn ich deine Zeilen lese, dann kommen diese bei mir nicht Herzlos an, sondern mit dieser traurigen Erkenntnis. Wenn du herzlos wärest, dann würdest du hier gar nicht erst schreiben, dann wäre dir nämlich das Schicksal deiner Mutter egal.

Eigentlich braucht ihr dringendst den Pflegedienst. Um Gegenseitig einen gewissen Abstand wahren zu können und damit ihr Beide, am Ehesten mit der Situation umgehen könnt. Das deine Mutter diesen Verweigert, hat vermutlich viel mit ihrem Schutzmechanismus zu tun. Das heisst, sie spührt genau was mit ihr los ist und verweigert, aus Angst "Entmündigt" zu werden, jegliche auswärtige Hilfe. Eine Möglichkeit für dich könnte sein, wenn einfach mal jemand vom Pflegdienst bei deiner Mutter vorbeikäme, so auf die Art als "Freundschaftsbesuch". Evenutell würde die Person, so den Draht zu deiner Mutter finden, der in der Theorie total abstrakt erscheint. Manchmal funktioniert das tatsächlich - vielleicht auch bei deiner Mutter. Zumindest wäre es ein Versuch wert.....

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe aus ganzem Herzen, das sich bald eine gute, begehbare Lösung ergibt.

Liebe Grüsse und mitfühlende Gedanken

Ursula






Liebe Grüsse
Traurigkeit schlägt in Wut um ! Ursula 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 08 März 2011, 11:21    © Marie
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Liebe Mone,

ich kann mich zumindest teilweise in Deine Situation hineindenken. Die letzten eineinhalb Lebensjahre meiner Mutter (starb 1995) waren von schnell fortschreitender Demenz mit ähnlichen Erscheinungen wie bei Deiner Mutter geprägt. Ich habe damals 400 km entfernt gewohnt und habe die seltenen Möglichkeiten nach Hause zu fahren nur deshalb genutzt, um meinem Vater zu helfen - was aber auch nicht so richtig gelang von Freitag Nacht bis Sonntag Mittag alle paar Monate.

Ich weiß natürlich nicht, wie ich mich verhalten hätte, wenn ich ständig am Ort gewesen wäre. Aus heutiger Sicht - mein Vater ist inzwischen dement und ich wohne nun 30 Min. Fußweg entfernt - würde ich sagen, daß ich froh bin, daß damals mein Vater allein zuständig war. Ich hätte mich - besonders auf Grund des stets schlechten Verhältnisses zu meiner Mutter - nicht in die Pflege einbringen können und wollen. Im Ernstfall hätte ich dafür gesorgt, daß sie in ein Heim kommt.

Ich denke nicht, daß Du kein schlechtes Gewissen haben mußt, weil es Dir schwer fällt, nun alles Trennende plötzlich zu vergessen. Du mußt Dich - auch wenn es Deine Mutter nun krankheitsbedingt tut - nicht weiter schlecht behandeln lassen, wenn Du es nicht "wegstecken" kannst.

Wenn Du siehst, daß es ohne ständige Hilfe gar nicht mehr geht, dann kannst Du Dich zum Beispiel auch an das Gericht wenden, daß ein Betreuer eingesetzt wird, der dann entscheidet, wie Deiner Mutter geholfen wird. Natürlich kannst Du Dich auch selbst als Betreuer einsetzen lassen. Dann hast Du zumindest die nötigen Vollmachten.

Ich habe glücklicherweise von meinem Vater bereits vor vielen Jahren eine notarielle Generalvollmacht erhalten, die ich auch rigoros eingesetzt habe als es aus meiner Sicht nötig wurde. Ich habe ihn nur ein einziges Mall darauf hinweisen müssen, daß er mir selbst diese Vollmacht erteilt hat. Andernfalls hätte ich zum Beispiel die erforderliche Pflegestufe nicht selbständig beantragen können. Nach nunmehr fast einem Jahr akzeptiert er den Pflegedienst schon einigermaßen, auch wenn er immer noch meint, daß das alles überflüssig wäre und er alles allein machen kann. Daß er Vieles, was er noch allein kann, einfach nicht macht, begreift er natürlich nicht mehr.

Wenn Du Dich hier mal so nach und nach durch die Beiträge liest, findest Du sicherlich noch mehr Anregungen und Hilfsvorschläge. Leider ist es nicht möglich, generelle Vorschläge zu machen, weil jeder Demente anders reagiert und sich das auch noch ständig ändern kann. Ich glaube nicht, daß es einem Dementen gut tut, wenn er von jemandem betreut wird, der es nicht gern tut und den er selbst (zur Zeit) auch nicht akzeptiert. Das geht jetzt nicht gegen Dich. Das sehe ich einfach so. Die Erfahrung habe ich damit gemacht als meine Großmutter durch ihre Schwiegertochter (meine Mutter) gepflegt wurde, mit der sie ein halbes Leben lang auf Kriegsfuß stand.

Ich wünsche Dir viel Kraft für das Kommende.
Grüße von Marie
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 08 März 2011, 12:32    © Biggi
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Liebe Mone,
ich kann mich da nur anschliessen. Du bist gewiss nicht herzlos.

Wenn sich Menschen durch Demenz verändern, ist das für Angehörige immer schlimm. Da gibt es anfangs, wenn man sich noch nicht so mit der Krankheit befasst hat, tatsächlich Schwankungen zwischen Wut und Traurigkeit. Man kommt mit den für uns "komischen" Reaktionen nur schwer zurecht.

Ich denke auch, dass ein Pflegedienst eine gute Ergänzung wäre. Das schafft dir auch mehr Freiräume, die ganz wichtig sind.

Ich hoffe, du wirst dich bei uns wohlfühlen.

LG Biggi






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--- Besondere Menschen erkennst du daran, dass sie dich berühren ohne ihre Hände zu benutzen ---
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDo 10 März 2011, 12:38    © Rita
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Liebe Mone,

es ist nicht einfach, mache grad selber so einiges durch.
Herzlos ist der, der einfach wegsieht und sich keine Gedanken macht. Du bist alles andere als das. Du überlegst, fragst nach Hilfe, möchtest die Situation ändern. Das finde ich super.

Aber ich muss auch etwas dazu sagen : du musst auch an dich denken. Es dreht sich nicht das ganze Leben nur um deine Mutter, auch wenn's im Moment so scheinen mag. Irgendwann wird deine Mutter nicht mehr da sein, und es wäre nicht richtig wenn du dann selber zum Pflegefall werden würdest, weil du dich total verausgabt hast mit der Pflege. Und wenn ich deine Zeilen so lese bist du auf dem besten Wege dahin.
Was du brauchst ist rasche Hilfe.
Wie die andern schon sagten kann ein täglicher Besuch von Pflegefrauen schon mal eine grosse Hilfe sein, wenn das nicht genügen sollte gibt's Tagesheime, und wenn selbst dies dann nicht mehr geht, muss man leider ein Heim in Augenschein nehmen. Aber ich denke für den Anfang wäre eine Pflegehilfe schon sehr viel Wert. Bei meiner Mutter haben wir auch so angefangen. Zuerst die Pflegerin die 2 x die Woche vorbei kam, später musste sie jeden Tag vorbei kommen, dann kam 1 x die Woche das Tagesheim dazu. Das alles tut Mutter wirklich gut.
Dazu muss ich aber auch sagen dass ich eine sehr liebe Mutter habe, die sich allem fügt. Sie motzt nie, sie ist total pflegeleicht. Der mit den Problemen ist mein Vater, bei dem ist es sehr schwer und ich musste als letzten Strohhalm jetzt den Friedensrichter zu ihm schicken, damit der nun sieht was gemacht werden kann und was nicht.
Hoffe dass es bei dir nicht soweit kommt.
Aber ich hoffe dass deine Mutter die Pflegehilfe akzeptiert. Nicht gleich anfangen mit jeden Tag, aber halt 1-2 x die Woche und es dann steigern sowie sie sich dran gewöhnt hat. Es geht nun mal nciht anders und sie muss sich eben dran gewöhnen, oder du klappst irgendwann zusammen und dann wird's für sie erst recht schwer wenn sie den ganzen Tag von Fremden betreut werden muss.
Ich denke das wäre doch bestimmt schon mal eine gute Alternative. So hättest du auf jeden Fall schon mal 1-2 Tage die Woche "frei", könntest damit auch mal an dich denken, was schönes machen ganz ohne schlechtes Gewissen. Ich bin sicher das würde dir schon mal sehr viel helfen.

Gibt es bei euch nicht einen Seniorendienst oder eine Anlaufstelle wo du nachfragen kannst? Hier hat es die Pro Senectute, und eben das Tagesheim wo ich eine sehr gute Ansprechpartnerin gefunden habe.
Ansonsten was bei uns auch noch eine Hilfe ist ist das Sozialamt. Bei denen kann man auch noch nachfragen was man noch machen könnte, und vorallem die Pflegedienste, die kennen sich damit auch aus.
Vielleicht rufst du mal einen Pflegedienst an und besprichst dich mit ihnen, dass sie mal eine Person hin senden zum Gespräch mit deiner Mutter. Vielleicht hilft das schon.

RIta
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mone
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 18 März 2011, 18:27    © mone
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Hallo ihr Lieben !

jetzt erst komme ich dazu , einpaar Zeilen zu verfassen . ich war jeden Tag unterwegs in Sachen Mutter - und abends bin ich wie tot ins Bett gefallen ... hab aber eure lieben Beiträge alle gelesen ... nur hatte ich keine Kraft mehr sie zu beantworten ..sorry !!!!!!..... aber jetzt .......
ein ganz großes Dankeschön euch ALLEN!- ihr habt mir sehr geholfen .. auch in moralischer Hinsicht !!und ich habe einiges unternommen . Leider ist meine Mutter noch ein wenig skeptisch , aber jetzt kommt schonmal ein Pflegedienst ..NUR zur Tabletteneingabe (!!) ... aber dann hat man schonmal einen Fuß in der Tür .. und sie kann sich schon mal an die fremden Leute gewöhnen . ... trotzdem muss ich tagtäglich zu ihr fahren putzen , kochen , duschen u.s.w. es fällt mir immer schwerer .. jede woche einmal zum Arzt wegen Blutentnahme , (die Tabletten werden jede Woche neu eingestellt ).. das ist ein total schwerer Akt , sie kann kaum einen Schritt vor den anderen machen . ich hatte den Hausarzt gebeten , dass er kommt - aber er macht es nicht (!!!). ein Pflegeheim wäre eigentlich die beste Lösung .. aber ich kann das einfach nicht ... ich hab meine Schwierigkeiten mit meiner Mutter .. aber wenn sie mich dann so hilflos ansieht und ich ihre Zerbrechlichkeit sehe tut sie mir unendlich leid . sie fühlt sich in ihrer Wohnung wohl und geborgen ( die ist auch sehr schön und keine typische OMA-Wohnung) ... ich kann ihr das nicht antun , sie dort wegzuschaffen ..in ein Heim auf ca.10qm . ... und wieder dreh ich mich im Kreis.. ich will mein Leben leben .. weiß ich , wie lange ICH noch hab ? jetzt könnt ich wieder heulen .. ist das Selbstmitleid - Egoismus -ich weiß es nicht .....

auf jeden fall sehe ich , dass ich nicht die einzige bin, die dieses päckchen zu tragen hat .. euch geht oder ging es so ähnlich oder sogar schlimmer . hört sich
vielleicht komisch an , aber irgendwie fühlt man sich nicht so ganz verlassen , wenn ich eure Beiträge lese . auch wenn man sich nicht kennt , hat man das Gefühl , dass man nicht allein ist .DANKE EUCH !!!!!!

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Marie
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 18 März 2011, 20:34    © Marie
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Hallo Mone,

ich finde das ganz schlimm, wenn jemand, der sich Hausarzt nennt, in so einem Fall nicht ins Haus kommt. So etwas kenne ich gar nicht. Wir hatten für meine demente Mutter (vor 1995) einen und für meinen Vater jetzt den dritten Hausarzt. Meine Mutter hat die Praxis nie gesehen. Der Arzt kam nur ins Haus obwohl sie nicht gehbehindert war wie mein Vater seit einem Jahr. Zu seinem zweiten Hausarzt ist mein Vater in den letzten Jahren nur noch zur Blutentnahme (1x jährlich) gegangen und vom jetzigen kennt er die Praxis nach einem Jahr auch noch nicht.

Könnt Ihr den Hausarzt nicht wechseln? Gibt es keinen Fahrdienst vom Pflegedienst mit entsprechender Begleitung? Ich meine ein Fahrdienst, der zum Beispiel auch die Demenzpatienten zur Tagespflege abholt und zurückbringt.

Aber ein Anfang ist gemacht und ich wünsche Dir noch viel Kraft für die Zukunft.

Grüße von Marie
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 18 März 2011, 21:40    © Rita
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Hallo Mone,

denke auch dass es einen Fahrdienst geben müsste. Hier gibt's sowas auch. Versuch mal über den Pflegedienst zu erfahren ob's sowas gibt und wo. Denke aber schon dass es dieses gibt. Das wäre dann schon eine Erleichterung.

Ich bin auch der Meinung dass wenn's der Mutter ncht so gut geht (nicht gut gehen kann usw), der Arzt eigentlich einen Hausbesuch machen sollte. Wie schon von jemand anders erwähnt, wie wär's mit Hausarzt wechseln? Vielleicht einer der in der Nähe ist und auf jeden Fall Hausbesuche macht.

Bei uns gibt's eine Organisation die nennt sich Pro Senectute. Dort gibt's auch Fahrdienst angeboten und vieles mehr. Ich denke das gibt's bei euch bestimmt auch.

Mir hat man mal geraten, als dies mit Mutter heraus kam, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Ich hab's abgelehnt da ich nicht ein geselliger Mensch bin und lieber in einem Forum schreibe und lese als mit Leuten zu reden. Aber vielleicht hilft dir das. Da kommen oft auch sehr gute Tipps rüber, wie hat derjenige dieses oder jenes gemacht. Und vorallem sind es dann Leute aus deiner Region, die kennen die Dienste meist sehr gut.
Vielleicht hilft dir das auch noch weiter.

Mir geht es wie dir. Wenn's mir richtig schlecht geht komm ich in diese Forum, schreib mir was von der Seele und guck mir die Beiträge der andern an und denke : hätt schlimmer sein können, den andern geht's noch schlechter. Wie du sagst, irgendwie baut's einen auf, man ist nicht alleine mit seinen Problemen, den andern geht's so ähnlich.

Ich hoffe das hilft dir wieder weiter. Super ist auf jeden Fall dass der Pflegedienst jetzt kommt, und sei's nur wegen den Tabletten, da kann man gut schleichend aufbauen, nach und nach mehr und so merkt's die Mutter kaum.

Gruss
Rita
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptySa 19 März 2011, 10:10    © sylvia
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Liebe Mona,
man ist weder herzlos noch anderes, wenn man solche Gedanken hat. Doch man muß auch abwägen, wie weit man es allein schafft, Du gehst auf die 60 zu. Hast auch ein Leben.

Versuch es doch mal mit Kurzzeitpflege. Ich habe meinen Papa 4 Monate in seinem Haus betreut und war täglich dort. Aber ich sah dann auch, das es so nicht mehr geht. Bei uns im Haus ginge es nicht, es wäre auch für meinen Mann undenkbar, es leidet da stark die Familie. Also hab ich mich für einen Stift entschieden. Klar sind die Räume klein, aber sie haben dort Unterhaltung, regelmäßiges Essen und Versorgung. Es werden Spiele, Gedächnistraining usw. gemacht.

Alles Gute.

LG Sylvia








Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu  viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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mone
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyMo 21 März 2011, 07:35    © mone
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liebe marie , liebe rita ,liebe silyia !

ganz kurz .. heute hab ich geburtstag..60 jahre alt .. bin wieder auf dem sprung .. muß gleich los ..zum arzt mit mutter ..dann zurück zu ihr .. kochen.. dann mutter bespaßen .. dann kaffee trinken .. und hör mir wieder anekdoten von früher an ... andere feiern mit freunden den "Runden".. ich könnte heulen .....
ja ,ich weiß .. es gibt schlimmeres ..aber ich bekomme immer mehr zorn und kann mich nicht dagegen wehren ....

ja .. ihr habt recht ..aber arztwechsel ist zu spät und mutter will es nicht , obwohl ich ihr schon 100mal gesagt habe , dass der arzt nicht viel taugt ..
.. natürlich ist das bestimmt besser , wenn sie in einem netten heim unterkäme , sie wäre immer unter leuten u.s.w....aber mutter will auch das nicht .. das st ja der punkt .. und weil sie es nicht will . trau ich mich nicht , sie zu zwingen ich würde mich schuldig fühlen , sie abgeschoben zu haben ... aber ihr lieben , ich werde jetzttrotzdem mich nach einem heim umsehn und werde meine mutter auch anmelden .. für den fall . dass sie es einestages einsieht .....!

macht es gut
ich wünsche euch einen schönen Frühlingsanfang flower
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Babsi55
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyMo 21 März 2011, 09:35    © Babsi55
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mone,

alles Gute zu deinem runden Geburtstag.
Du hast es im Moment nicht leicht und wir können dich nur ein wenig trösten. Habe das auch hinter mir. Als mein Vater nicht mehr in der Lage war zum Hausarzt zu gehen und der sich weigerte Hausbesuche zu machen, haben wir kurzerhand die Praxis gewechselt. Auch wenn mein Vater anfangs jammerte, aber wirt schafften es einfach nicht mehr ihn in die Praxis zu bringen. irgendwann hat er es auch eingesehen. Manchmal muss man einfach gegen den Willen der Angehörogen entscheiden wenn es anders nicht mehr machbar ist.

Mit der Heimunterbringung ist es etwas komplizierter. Wir haben Vater nur dazu bewegen können weil er im Krankenhaus lag und der Stationsarzt ihm erklärte, dass er nicht mehr alleine daheim bleiben kann, was ja auch stimmte. Wenn der Arzt das sagt hat das ein anderes Gewicht. Außerdem war meine Mutter nach einem schweren Schlaganfall bereits im Heim und er wollte auch zu ihr. Inzwischen hat er vergessen, dass er im Heim lebt und glaubt er ist immer noch im Krankenhaus. Manchmal fragt er schon wie lange er noch bleiben muss, aber auch das vergisst er immer wieder. Trotzdem ahbe ich immer wieder ein schlechtes Gewissen und das wird man so leicht nicht los.

Du hast deinen Mann an deiner Seite und auch er hat ein Recht auf ein Leben mit dir. Du kannst auf Dauer nicht deine ganze Kraft auf deine Mutter konzentrieren und du und deine Ehe bleiben auf der Strecke. Überlege wie du schrittweise die Pflege deiner Mutter anders organisieren kannst oder vielleicht es doch schaffst sie in ein gutes Heim zu geben.

Ich wünsche dir viel Kraft.
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyMo 21 März 2011, 12:58    © Marie
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Das ist die Stelle, an der mir wieder mal klar wird, wie einfach ich es habe.

Mein Vater hatte Jahrzehnte lang keinen Hausarzt, weil er nie einen brauchte. Dann habe ich für meine demente Mutter den Hausarzt gewechselt und später meinen Vater einfach mitgenommen. Als ich aus mehr organisatorischen Gründen (örtlich bessere Ereichbarkeit) den Hausarzt gewechselt habe, habe ich auch da meinen Vater mitgenommen und er hat sich gefreut, daß er sich mit dem sogar im Dialekt (der in der Stadt nur noch selten gesprochen wird) unterhalten konnte. Bushaltestelle und Taxistand waren unmittelbar neben der Praxis. Als ich vor einem Jahr erneut gewechselt habe (zu der Urlaubsvertretung), gab es gar kein Problem und natürlich ist der Neue nun auch mein Hausarzt, weil es so für mich bequemer ist.

Ähnliches habe ich auch mit dem Wechsel der Bank erlebt. Mein Vater war schon gewöhnt, daß ich auch seine Bankgeschäfte erledige und so sind wir beide zu kostenlosen Girokonten gekommen.

Er hat auch kein Problem mehr damit, daß nicht mehr alle Lebensmittel an dem Wagen, der wöchentlich vor's Haus kommt, gekauft werden sondern ich die Sachen viel frischer aus der Stadt mitbringe.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ein Wechsel immer dann gut ging, wenn mein Vater sich über irgend etwas beschwert hat. Dann habe ich sofort eingehakt und ihm immer wieder vorgestellt, daß es woanders besser ist.

Vielleicht hilft sowas auch dabei, jemanden zu überzeugen, daß es im Heim besser ist?

Grüße von Marie
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyMo 21 März 2011, 13:31    © sylvia
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Liebe Marie,
genauso ist es, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Allerdings haben wir Töchter es auch oft einfacher mit den Vätern.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 22 März 2011, 12:27    © bibo50
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liebe mone,ich habe gerade erst deine beiträge gelesen und spontan fiel mir eine Situation aus längst vergangener zeit ein. Ich bin jetzt 50 und als ich 30 war, also vor 20 Jahren wurde meine Schwiegermutter pflegebedürftig. Sie hat 2 Jahre bei uns gelebt, ich habe in dieser Zeit einen kleinen Sohn von 4 Jahren gehabt und eine Tochter wurde in der Zeit geboren. Mein Mann ging morgens um 7 aus dem Haus und kam gegen 21 Uhr erst wieder. Es lag also alles an mir, anfangs ging ich naiv und euphorisch an diese Aufgabe - kann ja nicht so schwer sein... - mit der Zeit wurde die Belastung immer größer und ich dachte oft ans Heim - aber genau wie du konnte ich das einfach nicht. Ich hätte mich wie eine Verräterin gefühlt. Also machte ich weiter, die Belastung für mich wurde immer größer - ich hatte auch viel zu wenig Ahnung von Hilfe, die ich mir hätte holen können. Das Ende vom Lied war, dass ich nach 2 Jahren total überfordert war, zeitweise meine Schwiegermutter regelrecht hasste, nur dafür dass sie existierte. Mit diesen Gefühlen konnte ich gar nicht umgehen und ich hasste auch mich für diese Gedanken. Manchmal kamen schlimme Gedanken wie: ich brauchte ihr jetzt nur mal eine weile nichts zu trinken zu geben....und schon hasste ich mich wieder selbst für diese Gedanken. Ich war seelisch und körperlich so am Ende, meine Kinder litten darunter und ich am meisten. Irgendwann musste sie ins Krankenhaus und ich fühlte mich endlich frei.....und entschied dann, ich kann das nicht mehr. Aber sagen konnte ich es ihr nicht, wieder ein schlechtes Gewissen - das tat dann mein Mann. Sie kam nie ins Heim, sie ist vorher verstorben. Dann die Gedanken, ich bin schuld weil ich sie abschieben wollte, ich hatte 2 Jahre lang Albträume - es war wirklich grauselig.Heute nach 20 Jahren denke ich anders darüber. Sorg dafür, dass es dir gutgeht, anders kannst du anderen nicht helfen. Und wenn die Situation da ist, wo du dich überfordert fühlst, versuche dir Hilfe zu holen. Wenn das nicht funktioniert, freunde dich mit dem Gedanken an ein Heim an, du kannst viel mehr und vor allem mit mehr Liebe für sie dasein, als wenn du total überfordert bist. Und denke daran, du bist nicht mehr die Jüngste und auch deine Kräfte lassen nach - wer hat etwas davon wenn du zusammen brichst und dann alle ein dickes Problem haben? Denk an dich - kann ich dir nur empfehlen und haushalte mit deinen Kräften. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben!!Alles Liebe wünscht dir Birgit






Ärgere dich nicht, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich, dass der Dornenstrauch Rosen trägt.
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 22 März 2011, 12:34    © bibo50
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und........alles Liebe nachträglich zu deinem Geburtstag!!!!!






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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 25 März 2011, 17:35    © mone
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hallo zusammen ,-- nochmal herzlichen dank für eure Glückwünsche zu meinem Geburtstag und für eure Ratschläge .- leider bin ich immer noch nicht soweit , dass ich mich über den Willen meiner Mutter hinwegsetzen kann . -- aber ich habe ein Pflegeheim in meiner Nähe gefunden , wo ich sie auch direkt angemeldet habe . die Heimleiterin sagte mir , dass dies unverbindlich sei , abrer meine Mutter ist dann trotzdem auf der Warteliste . die Wartezeit beträgt ca. 1/2 Jahr . jetzt hab ich wieder schiss , dass die Zeit zu schn ell rum ist und ich dann wieder mich nicht traue meiner Mutter das Schmackhaft zu machen . - heute hab ich mich wieder so aufgeregt ... als ich sagte , dass ich bald nicht mehr kann und mir meine Knie so weh tun ( sollten schon vor 4 Jahren operiert werden ) sagte sie " ach das hatte ich schon als junges Mädchen " und dann noch " geh mal in den Keller . da stehn ich noch die Krücken von meiner Hüft-Op ... nimm sie dir... !!!"... mann , was war ich am kochen ... und noch der Spruch "Du bist ja noch so jung !"... aber ihr lieben , ich erzähl euch immer das gleiche , aber bitte verzeiht mir .. ich muß das einfach loswerden .. hab sonst keinen , der das nachvollziehn kann . ich denke mal , nur diejenigen , die sowas mitgemacht haben , können meinen Kummer verstehn !?... ich befinde mich in einem Zwiespalt .. einerseits liebe ich meine Mutter und sie tut mir leid ..und andrerseits könnt ich sie schütteln und beschimpfen ...was mache ich bloß falsch ?- dann höre ich , dass Leute ihre Eltern über Jahre gepflegt haben und immer alles geduldig und liebevoll bis zum bitteren Ende durchgezogen haben ... aber ich glaube , dass ich das nicht schaffe .
ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende
haltet die Ohren steif
bis später
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 25 März 2011, 18:17    © sylvia
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Liebe Mona,
es ist halt wirklich so, man braucht geduld und muß die Ohren auf Durchzug stellen. Sie meint es nicht so und gegen sie bist ja wirklich noch jung - lächle.

Alles Gute.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyFr 25 März 2011, 18:53    © jellyamber
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Liebe Mone,

es sind auch Leute bis zum Südpol gestapft - deswegen muss man das nicht auch können.
Manche Menschen können pflegen und manche schaffen es auf Dauer oder überhaupt eben nicht.
Gründe dafür gibt es zahlreiche. Ich selber verzweifle an vielen Tagen,
eigentlich gibt es jeden Tag mindestens eine Situation, wo ich mich frage,
WIE LANGE ich das noch schaffe. Ich finde, es ist ein Wahnsinssspagat zwischen Anforderungen,
Bedürfnissen und dem real existierenden Leben. Nein, da hast du vollkommen recht,
das kann niemand nachvollziehen, wie das ist, einen dementkranken Menschen zu pflegen.
Und selbst wir Foris hier haben und machen sooo unterschiedliche Erfahrungen,
dass selbst diese oft nicht zu vergleichen sind.

Irgendwann sind die Ohren nicht mehr auf Durchzug zu stellen, weil...
...soviel von früher hochkocht
... soviel vom Tag was will
.... soviel Verletzungen sich angesammelt haben
... soviel Kraft verloren gegangen ist
... und weit und breit keine Tankstelle dafür da ist.

Darum kann ich deine Entscheidung mit der Heimanmeldung nur zu gut nachvollziehen.
Wenn du querliest - ich habe seit einiger Zeit den gleichen Kampf mit mir und bin halb erleichtert
und halb verschlechtgewissert, weil ich meine Ma für den Juni angemeldet habe.

Du denkst von Tag zu Tag, irgendwie geht's noch, das schaffe ich auch noch,
aber ganz tief in dir weißt du, wann es herum ist und du endlich die Staffel "abgeben" musst.
Leider hält die Erkenntnis und die Entscheidung nicht dauerhaft vor, sondern muss jeden Tag neu getroffen werden.
Und wenn ich so von euch anderen lese, ist mit dem Tag des Einzugs ins Heim der Kampf noch lange nicht herum.
Ich bin so froh, dass ich von euch lesen kann, wie ihr damit umgeht - das hilft ungemein.

Ich drücke dich ganz feste - lies viel hier und schreibe - das ist der beste Sprit für deinen Motor.

Liebe Grüße
Jelly - die gerade einen fiebrigen kackenden Vater, einen durchfalligen Mann, eine neue Zahnprothese geschwollene und extrems ungehaltene Mutter um sich hat und am Liebsten flüchten möchte.
wut wut wut wut






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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptySa 26 März 2011, 09:51    © sylvia
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Moin Jelly,
doch man kann es, grad diese Punkte sind es. Man muß ruhiger und in manchen Dingen auch Gleichgültiger werden. Weil man sich selber fertig macht. Ich arbeite täglich daran. Daher gehe ich auch zum Psychologen, um aufzuarbeiten. Grad auch die Krankheit meines Mannes.

Denke immer daran, Du hast uns hier, wir hören zu und versuchen Trost zu spenden. Gemeinsam sind wir stark.

LG Sylvia Traurigkeit schlägt in Wut um ! 746561 Traurigkeit schlägt in Wut um ! 119356








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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptySa 26 März 2011, 10:31    © jellyamber
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sylvia schrieb:
Man muß ruhiger und in manchen Dingen auch Gleichgültiger werden. Weil man sich selber fertig macht.

Liebe Sylvia,
ich "arbeite" auch daran, aber im Moment gelingt es mir nicht sehr gut.
Die letzten Monate waren echt anstrengend, und ich bin einfach ausgepowert,
Luft raus, platt wie Hörnchen, auf der Nulllinie... uuh, voll die Dramaqueen.
Aber ich stimme dir voll zu: ohne euch und eure Rückmeldungen würde ich
die gesamte Situation noch viel viel dramatischer sehen und nehmen.
Ich erlebe immer wieder, wie mich eure Ansagen normalisieren und
auf den Boden bringen. Und es stimmt: in manchen Dingen muss man
gleichgültiger werden. Danke für deine Worte I love you

sagt Jelly - die ab heute noch ein Basismedikament für's Rheuma dazubekommt
und in drei Wochen bestimmt wieder den Schwanensee tanzt hops






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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptySa 26 März 2011, 11:13    © sylvia
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Liebe Jelly,
gute Besserung, dann aber bitte mit Foto - habe noch nie den Schwanensee jemanden tanzen sehen - bin schon gespannt.


LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptySa 26 März 2011, 11:23    © Marie
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Oh ja, bitte mit Foto.

Schwanensee kenne ich nur Ausschnittweise vom Männerballett zum Fasching. Als ich die Wahl hatte zwischen Schwanensee und Giselle habe ich mir Giselle angeschaut (St. Petersburger Ballett), weil meine Bekannte nur an dem Tag Zeit hatte und ich auf ihr Auto angewiesen war.

Grüße von Marie

P.S. So oder so ähnlich sollte es wohl aussehen. Nur damit man mal einen Vorgeschmack bekommt.

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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 29 März 2011, 08:35    © mone
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hallo ihr Lieben !

war jetzt die letzten Tage krank -- eine dicke Erkältung .. umso schwerer fiel es mir , mich aufzuraffen und meiner Pflicht nachzugehn . meine Mutter interessierte es wenig . eine Erkältung ist ja nicht mit einer schweren Erkrankung zu vergleichen , abe rwenn man schon angeschlagen ist und sich so schon kaum rühren kann , hat man das Gefühl , dass man jeden Moment zusammen bricht ..!.. vielleicht bin ich auch zu wehleidig !? - JELLYAMBER @-du hast es sehr gut und treffend beschrieben und ich danke dir für deine ausführliche Rückmeldung ! - SILVYA@- du scheinst eine ganz starke Frau zu sein ... und ich finde es schön , dass du deinen Humor nicht verloren hast .. das gilt auch für MARIE@ !!!!DH ... ja - früher sagte meine Freundin immer , :" mensch Mone , du bist eine Frohnatur .. wenn man mit dir zusammen ist , hat man immer was zu lachen ...." -davon ist jetzt nichts mehr übrig geblieben .....ich kann kaum noch lachen . Gestern war es wieder soweit , dass ich schreiend davon laufen wollte ... meine Mutterhatte alles verdunkelt .. die Heizungen waren auf volle Pulle aufgedreht und der Fernseher lief auf volle Lautstärke (unsere kleine Farm !!!).... es war gerade 9uhr als ich kam . normal bin ich um 8 da ... aber jetzt hab ich eine Stunde rausgeschindet ... nütz mir aber auch furchtbar wenig .. wegen der Zeitumstellung ...! und schon wieder muß ich mich sputen .... seid recht herzlich gegrüßt ... bis später ....

mone Traurigkeit schlägt in Wut um ! 190348
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BeitragThema: Re: Traurigkeit schlägt in Wut um !
Traurigkeit schlägt in Wut um ! EmptyDi 29 März 2011, 10:33    © sylvia
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Traurigkeit schlägt in Wut um ! 441689 Liebe Mone Traurigkeit schlägt in Wut um ! 119356
das haben mir schon einige gesagt. Ist wohl etwas dran. Ich habe viel dazu gelernt in der Zeit mit meinem Papa. Viele Dinge mußte ich erkämpfen, da wächst auch das Selbstbewußtsein. Aber es gibt Tage, da bin ich ganz unten und frage mich: warum keine Einsicht, kein Verständnis - kein Familienzusammenhalt....


LG Sylvia








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