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 Hab ne Frage zu Risperidon

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Beethoven
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BeitragThema: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 10:05    © Beethoven
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Beim letzten Besuch beim Neurologen habe ich um Rat gefragt, weil mein Mann so unrichtig ist. Er läuft ständig hin und her, abends schläft er zwar gut ein (ich habe Probleme damit),wenn ich dann am Einschlafen bin, wird mein Mann wieder wach und unruhig. Also wollte ich etwas zur Beruhigung, damit ich auch schlafen kann.
Es gab Risperidon 1mg. Ich sollte abends eine halbe Tablette geben. Das tat ich auch an drei Abenden. 
Er konnte tagsüber noch schlechter laufen als sonst, war fast abwesend, schiefe Körperhaltung und so. Ich hab es wieder abgesetzt, nehme lieber das andere Übel in Kauf.
Kennt jemand dieses Medikament?

LG Jutta
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Biggi
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 13:31    © Biggi
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Liebe Jutta,
hier mal ein Link:

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Risperidon/nebenwirkungen-medikament-10.html

Unsere Mutter hatte es damals bekommen, als sie noch im Altenheim war. Ganz ehrlich, sie war davon regelrecht abgeschossen. Als wir sie dann nach Hause holten, haben wir es mit Unterstützung des Neurologen langsam ausgeschlichen. Sie wurde wieder viel wacher und aufmerksamer. Und laut dem Neurologen ist das eine ziemlich gefährliche Arznei, was ja auch nachzulesen ist. Er verschreibt es so gut wie gar nicht bei einer Demenz.

Unsere Mutter hat jahrelang Melperon zur Beruhigung bekommen. Und, wenn wir es abends verabreicht haben, hat sie in der Regel auch durchgeschlafen. Ich würde das auf jeden Fall noch mal mit dem Neurologen besprechen. Da gibt es sicher eine andere Möglichkeit als dieses Risperidon.

LG Biggi







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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 14:43    © dirtsa66
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Liebe Jutta,

meiner Mama ging es mit dieser Dosierung genau so. irgendwas musste aber sein, da sie schlimme Halluzinationen hatte, sie hatte so eine Angst vor irgendetwas, richtige Panik - wie ein gehetztes Tier.

Der Neurologe hat die Tabletten abgesetzt und ihr eine Minidosis Risperidonsaft aufgeschrieben. Der kommt mit einer Dosierspritze und Mama bekommt ein Viertel der Mindestdosierung. Das ist wirklich kaum etwas aber genau genug um ihr zu helfen. Sie ist nicht abgeschossen und die Panik und Angst ist weg. ich hatte diese Tabletten schon verteufelt - so lang wurde mit der Dosierung herumprobiert (vom Hausarzt). Ich wollte, dass man das Risperidon absetzt.

Aber mit den paar Tropfen geht es ihr wirklich gut - vielleicht sprichst du euren Arzt ja einmal darauf an - die Dosis ist wirklich viel weniger als diese halbe Tablette. 

noch besser wäre natürlich, es müsste gar nicht sein - Neuroleptika sind wirklich nicht ohne und ich glaube sie werden viel zu oft verschrieben (auch um Leute ruhig zu stellen)

Alles Liebe
Astrid






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Biggi
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 15:20    © Biggi
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Zitat :
Neuroleptika sind wirklich nicht ohne und ich glaube sie werden viel zu oft verschrieben (auch um Leute ruhig zu stellen)

Genau das ist der Punkt, liebe Astrid. Wir wurden damals noch nicht mal informiert darüber. Aber GsD ging es ihr dann später wieder viel besser.

Dann macht es bei deiner Mama wirklich die geringe Dosis.

LG Biggi







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Beethoven
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BeitragThema: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 16:07    © Beethoven
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Liebe Biggi, liebe Astrid,

danke für eure Infos. Werde beim nächsten Arztbesuch mit dem Neurologen reden.
Diese Nebenwirkungen möchte ich meinen Mann nicht zumuten. Laut Beipackzettel 
darf dieses Medikament bei Alzheimer höchstens 6 Wochen verabreicht werden.
Lasse es weiterhin weg.

LG Jutta
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 14 Jul 2014, 19:28    © dirtsa66
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Liebe Biggi, liebe Jutta,

bei Mama ist die Dosis so minimal, dass die im KH gemeint haben das gibt es nicht, das ist ja nichts. ich glaub das sind zwei Tropfen oder so. Aber genau so ist es gut - Mama ist munter und hat keine panische Angst. Vorher haben sie es auch mit 1 halben Tablette probiert - Mama war total abgeschossen, hing nur im Rolli - Tablette weg - Mama war in absoluter Panik, andere Mittel halfen nicht. Ich bin froh, dass es jetzt so gut geht. 

Ich hatte ja gewollt, dass die Risperidon Tabetten weg kommen. Drum hatten wir den Neurologen gebot, ob ihm vielleicht as einfällt - es musste doch irgendetwas zwischen abgeschossen und panisch geben.

Alles Liebe
Astrid






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Avatara
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 21 Jul 2014, 00:09    © Avatara
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Habe damit zur Zeit auch sehr zu hadern. Mein Vater (schwer dement, aber noch körperlich fit) bekommt seit August 2013 Risperidon. Zunächst 2, zu Hause dann nur noch eine Tablette am Tag. Nun musste er vor einem Monat in Kurzzeitpflege, was leider nur eine Woche lang gut ging. Er wurde dann sehr aggressiv und schlug täglich um sich, so dass das Personal und der Neurologe mich darum bat, die Dosis wieder erhöhen zu dürfen, da sonst keine Pflege möglich wäre. Man muss dazu sagen, dass mein Vater - sonst herzensgut - auch mich wieder von jetzt auf gleich mit Steinen bewarf und schlagen wollte, als ich ihn nicht vom Heim mit nach Hause nehmen konnte, was er trotz aller Erklärungen einfach nicht verstand.

Nun, mit erhöhter Medikation, läuft ihm den ganzen Tag der Speichel aus dem Mund und er sitzt mehr oder weniger teilnahmslos da und bekommt kaum noch etwas mit (zu Hause bin ich mit ihm kilometerlang spazieren gegangen, er hat gebastelt etc...). Wie letztes Jahr in der Psychiatrie. Mir bricht es das Herz ihn so zu sehen (und ich habe wieder ein unglaublich schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht selber freimachen und um ihn kümmern kann), zumal er leider noch länger im Heim bleiben muss, da meine Mutter (Pflegeperson) noch ein weiteres Mal an der Wirbelsäule operiert werden muss. Ich fürchte bis Weihnachten wird das ganze mindestens dauern. Ich habe natürlich auch Angst um meine Mutter.

Mein Vater ist und war ein Mann wie ein Baum, und diese Pillen knocken ihn einfach aus. So schnell werden sie wohl nicht wieder abgesetzt/reduziert. Ich habe Angst, dass er den Heimaufenthalt nicht überlebt, gleichzeitig weiß ich nicht, was ich ändern könnte, da mir auch klar ist, dass das Pflegepersonal sich nicht täglich von ihm schlagen lassen kann. Natürlich ist das hier ein Ruhigstellen.
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lucky
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 21 Jul 2014, 09:41    © lucky
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Sehr gut finde ich, dass das Personal und der Arzt das mit Dir abstimmen.
Wenn man in anderen Foren querliest, medikamentieren ja Heime angeblich aufs Geratewohl los.
Bei uns käme das nicht in Frage.

Bei unseren Bewohnern übt aber quasi auch kein Betreuer seine Gesundheitssorge aus.
Den Betreuern geht es eher am A**** vorbei.

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Beethoven
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BeitragThema: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 21 Jul 2014, 09:50    © Beethoven
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Hallo Avatara,

dein Vater bekommt schon so lange Risperidon. Lt. Beipackzettel soll es doch bei Demenz höchstens 6 Wochen gegeben werden.
Gibt es denn wirklich kein leichteres Mittel ohne diese schweren Nebenwirkungen?
Es tut unendlich weh zu hören, wie es deinem Vater mit den Medis geht. Ich verstehe auch dein schlechtes Gewissen, Trost wäre hier nötig, aber ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dein Vater muß noch im Heim bleiben, anders geht es nicht und du bist machtlos.
Ich möchte dich drücken und dir viel Kraft wünschen.

Für meinen Mann habe ich auch 1 Woche Verhinderungspflege im August beantragt.
Ich habe große Angst, daß er sich da nicht kooperativ verhält.
Wenn Schwester Petra auf Grund der zusätzlichen Betreuungsleitungen kommt und mit ihm was unternehmen will, wird er aggressiv und blockt ab.
Was wird da bloß in dieser Woche im Heim passieren? 
Werde nochmal mit dem Arzt sprechen, vielleicht Tropfen geben und dann eine ganz geringe Dosis, wie von Astrid empfohlen

LG Jutta






Jutta




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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mo 21 Jul 2014, 14:39    © dirtsa66
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Liebe Jutta, liebe Lucky, liebe Avatara,

bei uns hat diese Minidosis wirklich geholfen. Davor hatte Mama Praxiten (auch nur sehr, sehr niedrig dosiert), das war eine Zeit lang auch gut, aber hat dann nicht mehr gewirkt. Es ging ihr damals sehr schlecht und es war wirklich wie den Teufel mit dem Belzebub austreiben - entweder diese schrecklichen Zustände oder die schweren Medis. Bei mama im heim würden sie nie etwas ohne Anweisung des Arztes tun (dürfen sie auch nicht) und Mama hat eine sehr gute Hausärztin und einen tollen Neurologen, die sich beide sehr bemühen die Anzahl und Dosierung der Medis möglichst minimal zu halten (Mama bekommt fast gar nichts mehr).

Im Heim sagen die Pfleger, es wäre gar nicht leichter mit "ruhig gestellten" Patienten weil diese so gar nicht mehr mithelfen können, auch teilweise nicht einmal den Kopf heben können um zu essen - das will man dort auf keinen Fall.

Ach es ist so schwer - wir haben auch so lange herumgesucht, bis wir einen gangbaren Weg gefunden haben. Man fühlt sich so hilflos.

Alles Liebe
Astrid






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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 29 Jul 2014, 08:33    © hermann hunecke
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Guten morgen ihr lieben,
nach dem krankenhausaufenthalt meines mannes, habe ich anhand der Arzneimittelliste gesehen, daß mein mann auch Risperidon am abend im kankenhaus bekommen hat,auf meine nachfrage beim hausarzt, sagte er Risperidon wäre viel besser als melperon, weil melperon parkinson und sturzgefahr bringen würde.ich habe dieses abgelehnt, weil ich erst mit dem nervenarzt reden will.ich merke bei meinem mann daß er schwindel hat bis zum umfallen, das macht mich jetzt stutzig, ob ich nicht doch ändern soll.aber dieser artikel hat mich wieder davon abgehalten. gruß karin u. hermann hunecke
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Avatara
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 19 Aug 2014, 13:23    © Avatara
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Inzwischen hat man bei meinem Vater die Risperidon-Dosis wieder etwas zurückgefahren und er befindet sich in einer halbwegs "normalen" Verfassung. D.h. er freut sich, wenn ich da bin, versteht mehr oder weniger, warum er im Heim ist und dass ich irgendwann wieder fahren muss. Natürlich möchte er mit nach Hause, aber er schlägt nicht mehr gleich zu, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Ich muss aber lügen, d.h. ich sage inzwischen immer, ich fahre ins Büro/zur weit entfernten Tante etc., alles, hauptsache nicht nach Hause, denn dann will er sofort mit. Immerhin kann er wieder ohne Probleme laufen und essen/trinken. Ich hoffe, es bleibt erst mal so und weitere Zwischenfälle bleiben aus.
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 19 Aug 2014, 17:23    © hermann hunecke
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ihr lieben, wollte mitteilen, daß ich bei melperon geblieben bin nach rücksprache vom nervenarzt. karin u. herman hunecke
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Lena
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 19 Aug 2014, 21:36    © Lena
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Liebe Karin, ich denke, es ist die bessere Wahl.  Risperidon, ist ein Hammerteufelszeug!






Liebe Grüße Lena.
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JJasmin
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 13:01    © JJasmin
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Hallo zusammen,

unsere Ärztin hat vor 2 Wochen die Medikamenten meines Vaters umgestellt, nun nimmt er auch seit 2 Wochen unter anderem Risperdal.

Anfangs war sehr benommen, schläfrig... sowie ihr schon sagtet.. einfach abgeschossen. Mittlerweile geht es wieder, er ist auch nicht mehr soo aggressiv (deshalb wurden ihm die Tabletten verschrieben). ABER er ist sooo verwirrt und durcheinander. Er will zB ständig "nach Hause" obwohl wir bereits über 10 Jahre in unserer Wohnung leben.
Was wir auch beobachtet haben: vermehrter Speichelfluss, Herzrasen (an einem Tag) und heute Schwindel.

Ich habe die Befürchtung, dass es an diesem Risperidon liegt.
Hatte auch gestern schon mit der Ärztin gesprochen, sie sagte wir sollen nun Melperon dazu nehmen.. aber wie oben schon geschrieben, heute war meinem Vater schwindelig.

Ich hab so ein ungutes Gefühl bei der Sache. Ich habe so viele schlechte Erfahrungen gelesen.. Kann ich Risperidon einfach weglassen? Oder meint ihr, dass sollte man lieber mit dem Arzt besprechen? Ich habe ja der Ärztin schon berichtet, dass ich vermute, dass es an den Tabletten liegt, aber darauf hat sie nicht reagiert...

Achja, noch zur Info, mein Vater hat vaskuläre Demenz.. ist also von einem Schlaganfall zurückzuführen..
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Biggi
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 13:56    © Biggi
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Liebe Jasmin,

Zitat :
Kann ich Risperidon einfach weglassen? Oder meint ihr, dass sollte man lieber mit dem Arzt besprechen?

auf keinen Fall würde ich es abrupt einfach weglassen. Rede auf jeden Fall noch mit dem Arzt über deine Einschätzung und verlange auch eine verständliche Antwort. 

LG Biggi







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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 14:03    © dirtsa66
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Liebe Jasmin,

wie Biggi schon sagt, einfach absetzen ist nicht gut. Das muss man langsam ausschleichen.

Meine mama bekam auch Risperdal, aber sie hat sehr stark darauf reagiert und war sofort zugedröhnt. Ganz ohne ging es aber auch nicht, weil sie schlimme Angstzustände und Halluzinationen hatte.

Die Lösung war Risperdal Saft. Den kann man viel besser dosieren als Tabletten und Mama bekam nur ein Viertel der Menge, die man sonst als Mindestdosis nimmt (das war wirklich nur ein Tröpfchen in einer Spritze) in ein kleines Gläschen (Stamperl sagt man bei uns) mit Saft am Abend. Bei Bedarf konnte sie unter tags noch eines haben aber das war kaum nötig.

diese Minimenge hat ihr geholfen aber sie weder schläfrig noch schwindlig noch zugedröhnt gemacht. Es war wirklich eine gute Alternative zu den Tabletten.

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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 14:42    © JJasmin
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Oh, okay...
Ach ich bin irgendwie so unsicher..  Crying or Very sad Crying or Very sad

Ich glaube ihm tun die Tabletten nicht gut. Ich werde dann morgen noch einmal die Ärztin anrufen. Ich hoffe, ich kann sie erreichen...
Ich mache mir einfach so große Sorgen um meinen Vater, da es wirklich vor 2 Wochen noch in Ordnung war. Meint ihr ich kann der Ärztin einfach sagen, dass ich der Meinung bin, dass es an dem Risperidon liegt?

Es gibt doch bestimmt noch andere Medikamente, oder?

Ich habe auch gelesen, dass man Neuroleptika langsam absetzen muss.
Auch bei 0,5 mg? Denn das ist ja schon die niedrigste Dosis. Er nimmt sie erst 2 Wochen?

Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte es nur genau wissen.
Ich möchte ja meinem Vater helfen und nicht dass er noch am Ende Entzugserscheinungen bekommt...
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gisela
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 15:36    © gisela
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liebe Jasmin

Neuroleptika einfach weglassen würd ich nicht raten. sowas sollte immer in absprache mit dem Arzt geschehen. aber so wie biggi schon schrieb.mit dem Arzt sprechen und wirklich solange fragen, bis er/sie es dir einleuchtend erklären kann.
bekommt dein vater auch noch andere Medikamente?
z.b. etwas für den Blutdruck oder entwässerungstabletten?
eigentlich ist gerade risperdal bei schlaganfallpatienten eher kontraindiziert.
leider ist es so, dass viele Ärzte ihre "lieblingsmedikamente" haben die sie immer wieder gerne verordnen.
aber ........was dem einen hilft muss dem anderen noch lange nicht helfen. daher beim Arzt immer wieder.........fragen.....fragen und immer wieder fragen.......warum, weshalb und gibt es nicht vielleicht was anderes.

lieben gruß
gisela
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 15:40    © dirtsa66
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Liebe Jasmin,

meiner Mama habend die Tabletten auch nicht gut getan und ich hab gesagt, ich möchte die nicht mehr. Ganz ohne ging es aber auch nicht und die anderen Neuroleptika sind auch nicht besser. So wie ich das verstanden habe bekommt dein Papa Risperdal gegen Aggressionen, bei Mama waren es extreme Angstzustände. Ich weiß auch nicht wirklich was ich dir raten soll. Ich denke aber du solltest deine bedenken auf alle Fälle mit dem Arzt besprechen und  die plötzliche Veränderung nicht einfach als gegeben hin nehmen. Sicher kann es auch ein Demenzschub sein, aber es kann auch an den Medikamenten liegen.

Meine Mama bekam in KH einmal Seroquel, das sie gar nicht vertragen hat und obwohl sie es nur 2 Wochen bekommen hat mussten wir es in Minischritten ausschleichen. ich weiß allerdings nicht wie das mit 0,5 mg (halbe Tablette?) Risperidon gehen soll. Vierteln geht ja wahrscheinlich noch. Wie gesagt, mit dem Saft (Tropfen) ist es einfacher.

Ich weiß, wie schwer es ist, man will nur das Beste und weiß nicht wie.

Alles Liebe
Astrid






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BeitragThema: demenz
Di 14 Apr 2015, 17:46    © hermann hunecke
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Ich nehme bei meinem Mann donezepil und melperon.melperon am besten nur 1 mal abends, wenn er sehr unruhig ist, gebe ich auch morgens eine melperon.komme so sehr gut zurecht. Dies ist auch jetzt nach 4 Wochen reha, als richtig bestätigt worden.ich kann nur die reha in dem ATZ in Bad aibling  empfehlen. Karin u. Hermann hunecke
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Di 14 Apr 2015, 20:11    © JJasmin
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Vielen Dank für eure Hilfe und Ratschläge.
Meine Eltern haben nun morgen einen Termin beim Arzt und ich hoffe es gibt eine Alternative zu diesen Tabletten. Ich habe einen kleinen Brief für den Arzt erstellt, indem ich meine Bedenken geschildert habe. Ich bin gespannt, was morgen dabei raus kommt.

Momentan nimmt mein Vater Risperdal 0,5mg (= 1Tablette)
Außerdem nimmt er noch ASS 100, Ramipril 2,5 , Atorvastatin 20, Bisoprodol 2,5 , Amlodipin 5mg, Torasemid 10, Melperon 25, und Aricept
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gisela
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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mi 15 Apr 2015, 09:08    © gisela
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liebe Jasmin

ziemlich viele blutdrucksenker die dein papa da bekommt. risperdal senkt dabei auch noch zusätzlich den Blutdruck. zusätzlich kann die Wirkung der Medikamente durch risperdal beeinflusst werden,soll heissen, die medis wirken stärker.
ich hoffe, du hast erfolg mit deinen bedenken und der Arzt überlegt sich noch etwas anderes als alternative.

lieben gruß
gisela
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BeitragThema: Hab ne Frage zu Risperidon
Mi 15 Apr 2015, 10:08    © Beethoven
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Hallo Jasmin,

dein Vater bekommt Aricept und blutdrucksenkende Mittel.
Mein Mann hatte auch Aricept und Mittel gegen hohen Blutdruck.
Durch einen Arzt für Innere Medizin wurde Aricept abgesetzt und dafür bekam mein Mann 
Ebixa.
Aricept und die Blutdrucksenker haben sich nicht vertragen.
Er bekam unter anderem auch Ramipril und Amlodipin.
Also nachfragen.

LG Jutta






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BeitragThema: Re: Hab ne Frage zu Risperidon
Mi 15 Apr 2015, 22:59    © JJasmin
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Hallo zusammen,

Mein Vater war nun heute beim Arzt. Er hat ihn sofort ins Krankenhaus geschickt - Psychiatrie.
Dort muss er nun für ein paar Tage bleiben. Als meine Mutter und ich ihn besucht hatten, wollte er sofort nach Hause. SOFORT! Er schrie rum und meinte, dass es dort eh nichts bringt.. Als wir ins Krankenhaus kamen, saß er auf einem Stuhl am Fenster in seinem Zimmer und wartete bis wir kamen. Der arme.. Will einfach nur nach Hause..

Leider konnte ich heute mit keinem Arzt sprechen, werde morgen dort anrufen und fragen, was genau jetzt dort gemacht wird. Falls die mir das nicht richtig erklären können, möchte ich meinen Vater mit nach Hause nehmen. Er ist dort einfach total unglücklich und hat sogar heute auch geweint, weil er nach Hause möchte.
Auf der Krankenstation, wo er liegt, sind zum Teil sehr viele Demenzkranke. Ich bin mal gespannt, was dort untersucht wird. Auf der Überweisung stand drauf "falsche Medikamente" und "Demenz".

Als ich einen Pfleger heute Abend gefragt habe, was hier genau bei meinem Vater gemacht wird, konnte er mir auch keine Anrwort nennen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das bringen soll......


Mal abwarten...
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Hab ne Frage zu Risperidon

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