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 Erste Einsicht!

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Nofretete
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BeitragThema: Erste Einsicht!
Sa 27 Dez 2014, 14:35    © Nofretete
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Hallo, bin etwas erleichtert, weil meine Mutter endlich eingesehen hat, das mein Vater nachts Inkontinenz Slips tragen sollte. Sie kam in den letzten Wochen nicht mehr mit dem waschen nach,( Gott sei dank hat sie sich vor ein paar Monaten einen Trockner gekauft). Heute sind wir los und haben welche gekauft. Sie soll ihm auch gar nicht erklären, das es spezielle U-Hosen sind, weil es sonst nur wiederanzuknüpfen Konflikten kommt. Gestern war ( lt. Meiner Mutter ein "guter Tag") , er hat ohne Murren gegessen und sich auch ohne Gegenwehr waschen lassen. Meine Mutter hat auch endlich einen elektrischen Rasierer gekauft, da sie ihn sonst nicht rasieren kann. Das wollte ich nur loswerden. Lg Claudia
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Marie
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 27 Dez 2014, 14:50    © Marie
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Glückwunsch, liebe Claudia. Diese Tage mußt Du im Kalender anstreichen, wenn etwas vorwärts geht, einfach gut geht.

Laßt Euch ein ärztliches Rezept für die Pants ausstellen für das ganze nächste Jahr. Fragt bei der Krankenkasse nach, wie sie es handhaben. Die Pants müßt Ihr nicht ständig selbst kaufen. Bei uns hatte die Kasse lediglich vorgeschrieben, bei welchem Großhandel wir sie bestellen mußten. Die haben dann erst mal ein Probepaket mit verschiedenen Größen usw. geschickt und nach der ersten Lieferung brauchte ich nur noch anrufen und konnte weitere bestellen.






von Marie
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Nofretete
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 27 Dez 2014, 16:04    © Nofretete
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Ja, wir lassen uns die auf jeden Fall verordnen, wollte nur heute die Gelegenheit beim Schopf packen und nicht bis nach den Feiertagen warten. Wir haben Glück im Unglück das mein Vater privatversichert ist und noch eine zusätzliche Pflegeversicherung abgeschlossen hat. Gruß Claudia
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Silvi
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 27 Dez 2014, 21:06    © Silvi
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Liebe Claudia , na das ist doch klasse , manchmal muss es erst anstrengend werden , bevor die EINSICHT kommt ! 

Das dein Papa Privat versichert ist und eine zusätzliche Pflegeversicherung hat ist echt Goldwert ! 

Unsere Private zahlt eigentlich auch alles , habe noch nie Probleme gehabt wenn ich irgendwas eingereicht habe ! 

Liebe Grüsse Silvi
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jellyamber
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 28 Dez 2014, 07:18    © jellyamber
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Uuuh, das sind die Goldnuggets aus dem steinigen Weg der Demenz!
Wie man sich doch über so "Kleinigkeiten" freuen kann.
Mit der Zeit werden die immer mehr Wink

Ihr seid auf einem guten Weg, liebe Claudia!
Öhrchen steif halten!

Liebe Grüße
Ute






"Und was die Jugend dalässt, ist ein Spiegel. Da guckt man rein und sieht: Man hat keine Eierschale mehr auf dem Kopf. Man hat jetzt eine Frisur."

Martina Holzapfl
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Nofretete
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 28 Dez 2014, 12:38    © Nofretete
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Danke für euren aufmunternden Worte. Man lernt bei dieser Krankheit sich über Kleinigkeiten zu freuen. Hoffe jetzt, das die andren Sachen nach den Feiertagen in die Gänge kommen. Einen schönen Sonntag lg Claudia 👍
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 17:17    © Nofretete
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Hallo, muss mich auch wieder melden. Das mit den Windeln klappt doch nicht so gut, wie gedacht. Zwar zieht mein Vater sie ohne Diskussion an, aber wir haben anscheinend die falsche Größe, den er ist trotzdem jeden Morgen nass. Das Problem liegt darin, dass er inzwischen so unterernährt ist, dass ihm eine Kinderlieder passt. Er verweigert so gut wie jede Nahrung ( festes isst er gar nicht mehr) heute war es so, dass er nur ein paar Löffel Suppe geschluckt hat ( Frühstück würde komplett verweigert ) er kann sich nur noch kurz auf den Beinen halten, da er so abgemagert ist. Es ist so ein schlimmer Anblick, das sogar mir heute die Tränen kamen. So kann es nicht weitergehen, es kann noch Monate dauern, bis wir einen Pflegeplatz bekommen. Bis dahin hat sich meine Mutter etwas angetan. Mein Mutter soll am Montag den Hausarzt aufsuchen und versuchen, das er eine Einweisung fürs Krankenhaus ausstellt. ( wollte der Hausarzt eigentlich schon im Sommer machen, da wog er aber noch doppelt so viel) wenn sich nichts ändert, erlebt er Ostern nicht mehr. Ich habe mich noch nie so hilflos gefühlt. 😂
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 17:18    © Nofretete
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Das soll kinderwindel heißen
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 17:40    © jellyamber
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Gibt es denn keine Möglichkeit für einen Kurzzeitpflegeplatz?
Hausarzt mit ins Boot nehmen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

Ich drück dir die Daumen für Montag!

Liebe Grüße
Ute







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Martina Holzapfl
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 17:53    © Nofretete
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Wir wollen versuchen, evtl. einen kurzzeitpflegeplatz zu bekommen, vor allem , damit meine Mutter mal etwas zur Ruhe kommt. Den so wie es jetzt ist kann es auf keinen Fall weitergehen. Ich zucke jedesmal zusammen, wenn das Telefon läutet. Aus Angst es könnte es passiert sein ( sowohl mit meinem Vater als auch mit meiner Mutter) Danke fürs zuhören , Claudia
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jellyamber
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 17:56    © jellyamber
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Kurzzeitpflege ist echt ein Segen. Man braucht einfach zwischendrin eine Auszeit,
um überhaupt nachdenken zu können, wie es weitergehen könnte.
Ich habe meine Mutter direkt von der Kurzzeitpflege im Heim gelassen.
Und es war eine gute Entscheidung, die ich nicht bereut habe.

Liebe Grüße und noch viel Kraft
Ute






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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 22:42    © Nofretete
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Ja ich hoffe das sich nächste Woche in diese Richtung was bewegt. Ich will nicht auch meine Mutter verlieren. Traurig 😢
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Marie
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 22:45    © Marie
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Wir drücken Dir die Daumen. Das hat hier schon so manches Mal geholfen.

daumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueckdaumendrueck






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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
Sa 03 Jan 2015, 22:53    © Nofretete
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Ich bin froh, das es dieses Forum gibt und danke euch 😊
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Rita
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 04 Jan 2015, 08:23    © Rita
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Liebe Claudia,

ja, Kurzzeitpflege wäre für alle Hilfreich!


Wie sieht die Mutter das mit Pflegedienst zu Hause? Das wäre auch auf jeden Fall eine gute Hilfe.

Papa war bei uns so total störrisch. Er wollte nie zulassen dass "Fremde" ins Haus kommen. Jedoch war er mit der Pflege von Mama so oft überfordert (was ja verständlich ist, es ist nun mal nicht einfach). Ich hab geholfen wo ich konnte, aber mit einem 100% Job bleibt nicht mehr so viel Zeit.
Oft kam er Abends zu mir hoch (wohnen im selben Haus), oder klingelte rasch an der Haustüre um nicht die Treppe hoch zu müssen.
"es ist was mit Mama".
ich kriegte jedesmal fast 'nen Herzkasper.
Da sass sie auf der Toilette und er kriegte ihr die Hosen nicht mehr rauf, weil sie Unterhose und Strumpfhosen total verheddert hatte. Er kriegte es nicht hin das auseinander zu fummeln.
Oder sie hat mal ihr Geschäft auf den Boden verrichtet, da wusste er auch nicht weiter, rief meine Schwester an, sie solle her kommen, Mama sterbe, diese wiederum rief mich an, ich soll runter gehen, der Mama ging's nicht gut. Dabei ging's ihr sehr wohl gut, bloss wusste er nicht was machen oder wollte nicht oder was auch immer.
So haben mein Mann und ich "die Sache" wieder in Ordnung gebracht, Mama gewaschen, den Boden geputzt.

Es war weiss Gott nicht einfach, mit so einem störrischen Vater.

Er hat zum Glück dann doch akzeptiert zuerst 2 x die Woche dass der Pflegedienst Mama duschen kommt, später jeden Morgen, und noch später morgens und abends.
Dann hab ich durch gesetzt dass Mama 1 x die Woche in Tagespflege kommt, später 3 x.
Zum Schluss ging's absolut gar nicht mehr und der Pflegedienst und der Hausarzt haben den Husten der Mama als "Ausrede" genommen sie ins Krankenhaus zu verweisen, wo dann der Sozialdienst entschlossen hat dass Mama nicht mehr nach Hause darf, und sie für sie einen Heimplatz suchen

Ich muss sagen : das war das Beste was uns allen passieren konnte, das Krankenhaus hat für Mama einen 1A Platz gefunden, da kommt man sonst so schnell nicht rein, nur aus bestimmten Gemeinden, die haben Vorrang, und erst wenn aus denen keiner hin will und grad ein Platz frei ist, kommen die Andern dran.
Mama lebt seit fast 3 Jahren glücklich im Schloss.

Was will ich dir damit sagen? Ich will dir damit Mut machen.
Auch wenn die Situation noch so verfahren ist, vielleicht kommt man doch durch und mit List und Geduld kommt man dann doch zum Ende zu einem akzeptablen Resultat.

Kurzzeitpflege ist schon mal gut.
Pants = wenn ihr die passende Grösse habt wäre schon sehr hilfreich.
Bei Mama half das auch nicht immer, ich hab ihr dann einen Nässeschutz für die Matratze besorgt. Das ist so ein gummiertes Fixleintuch das über die ganze Matratze geht. Hatte immer 2 Stück davon, zum wechslen.
Im Heim bei Mama haben sie noch so Betteinlagen direkt unterm Patienten, die fangen alles auf.

Vielleicht wäre das sonst noch eine Möglichkeit.

Wenn die Kurzzeitpflege schon mal durch gesetzt worden ist ist es hilfreich für dich und die Mama, weil dann sieht sie vielleicht dass es besser geht wenn sie Hilfe hat.
Vielleicht lässt sie dann doch Hilfe zu.
sie ist ja auch keine 20 mehr, und Pflege... das ist ganz schön schwer und schlaucht enorm.

Hoffe es kommt alles gut.

Rita
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 04 Jan 2015, 12:29    © Nofretete
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Hallo, danke für die Unterstützung. Das Problem bei meiner Mutter ist, sie ist psychisch total am Boden ( körperlich ist sie auch nicht sehr stabil) , ich mache mir um sie fast mehr Sorgen, als um meinen Vater ( bitte nicht falsch verstehen). Aber erst gestern sagte, sie würde am liebsten gehen und nie mehr wiederkommen, sie hat absolut keine Lebensfreude mehr. Sie hat dadurch auch nicht die Kraft, evtl. Etwas konsequenter zu sein, es setzt ihr halt extrem zu , das er zusehend so verfällt. Das ist auch mit ein Grund, warum wir, vorallem für die Körperpflege eine Hilfe brauchen. Sie kann es nicht mehr ansehen, das er nur noch Haut und Knochen ist. Ich und auch mein Bruder können ihr bei diesen Verrichtungen auch nicht helfen, da vorallem ich mittlerweile auch mit den Nerven am Ende bin und bei der kleinsten Sache anfange zu weinen. Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben, mit meinem Mann kann ich leider darüber nur bedingt sprechen, wahrscheinlich ist er damit überfordert und er möchte sich aber mit diesem Thema nicht beschäftigen.liebe grüße Claudia
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soda1964
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 04 Jan 2015, 16:21    © soda1964
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Liebe Claudia,

genau dafür ist das Forum da. Hier kann man alles schreiben, was einem beschäftigt. Hier gibt es viele Foris, die verstehen und begleiten.
Für Partner von betroffenen, pflegenden Angehörigen ist es oft schwer mitzuerleben, wie hilflos und traurig einem solche Situationen machen können. Einfach nicht darüber zu sprechen ist dann "wie ein Schutz", der aber leider nichts ändert und nichts hilft.

Claudia, ich denke, die Äusserungen deiner Mama gilt es ernst zu nehmen. Sie ist am Ende ihrer Kräfte. Aus der Angst heraus, den gepflegten Partner "aus dem Haus geben zu müssen", sich trennen zu müssen, nachdem man fast das ganze Leben zusammen war, ist für viele unerträglich. Dann lieber aushalten bis zum geht nicht mehr...

Ich finde es ganz wichtig, dass ihr bald jemanden dazu holen könnt. Wenn ihr Unterstützung bekommt bei der Pflege zu Hause, wird deine Mutter entlastet und dein Vater kann so vielleicht noch weiter zu Hause bleiben. Manchmal hilft auch der vorübergehende Aufenthalt in der Kurzzeitpflege, wie schon geschrieben, um etwas zu verschnaufen, die Pflege daheim gut zu organisieren und überhaupt etwas zu verändern.

Auch ich möchte dich ermutigen, dich Morgen nach möglicher Hilfe in eurer Gegend zu erkundigen und die Organisation "in die Hand zu nehmen", zusammen mit deinem Bruder.
Deine Eltern schaffen dies nicht mehr.

Viel Kraft und daumendrueck






Therese

Die wichtigsten Dinge im Leben sind keine Dinge.
unbekannt



Die wahre Lebenskunst besteht darin, im alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
Pearl s. Buck
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BeitragThema: Re: Erste Einsicht!
So 04 Jan 2015, 17:51    © Nofretete
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Danke für die ermutigenden Worte, es ist genauso wie du geschrieben hast. Sie kommt seit Monaten " auf dem Zahnfleisch " daher, aber wenn ich sie bitte, auch für unseren Vater, auf ihre Gesundheit zu achten, bekomme ich immer zu hören, er tue ihr so leid, sie seien dieses Jahr 50 Jahre verheiratet. Aber ist Mitleid in der momentanen akuten Situation das richtige? Schon vor zwei Jahren, als es mit meinem Vater immer offensichtlicher wurde, habe ich ihr geraten, sich Hilfe ( u.a. Für Ihre Psyche ) zu holen, wurde ich belächelt . Gut das man nie vorher weiß, was auf einen im Leben alles zukommt. Es wäre nicht auszuhalten
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