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 Mollchen - Mutter dement? Soll ich einen Betreuer bestellen?

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gisela
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BeitragThema: Re: Mollchen - Mutter dement? Soll ich einen Betreuer bestellen?
Mi 02 Sep 2015, 10:15    © gisela
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astrid schrieb:
was immer es ist, du selbst entscheidest, wann du darüber reden magst. Wir sind jedenfalls da 

dem kann ich mir nur anschliessen

lieben gruß
gisela






    lieben gruß

                           gisela                        

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.


Ralph Waldo Emerson, US-amerik. Philosoph, 1803 – 1882
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Mollchen - Mutter dement? Soll ich einen Betreuer bestellen?
Mi 02 Sep 2015, 11:22    © Aphrodite
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Hallo Mollchen!

Herzlich Willkommen bei uns. Ich kann dir das auch sehr gut nachempfinden.
Ähnliches habe ich mit meiner Mutter erlebt. Sie hatte im März einen Schlaganfall.
Vorher ging es noch. Doch danach hat sie drastisch abgebaut.

Als ich hier das Forum entdeckte fand ich Antworten die mir bis heute super
geholfen haben. Ich habe eine Menge bereits gelernt und kann dem besser
begegnen. Es gibt immer wieder schlechte Tage und wenig Gute Tage.

Ich habe das so aufgebaut das ich feste Zeiten bei meiner Mutter ein gerichtet habe.
Wir wohnen im Betreuten Wohnen und sie lebt in ihrer eignen Wohnung.
Sonst überfordert es mich total das Zusammen Sein. Und es ging mir nicht
gut. Die festen Zeiten hat sie sehr gut angenommen. Wenn sie nicht gut
drauf ist kann sie so werden wie deine Mutter. Da hilft bei uns ihr wirklich
mal Ansagen zu machen. Freundlich aber etwas energisch. Das wirkt.
Ist sie aber schlecht drauf ziehe ich mich sofort zurück. Das muss ich
nicht aushalten. Und ist auch für keinem gut. Wichtig ist Grenzen zu
setzen. Es geht auch darum das wir als Angehörige weiter machen
können.  Das heißt in schlechten Phasen sich was Gutes tun. Sich
irgendwie aufbauen. Wie ginge das bei Dir? Was macht dir Freude?

Vielleicht solltest du nicht jeden Tag zu deiner Mutter gehen. Dann wird
das Routine. Wie oft besucht du deine Mutter? Ich würde bei meiner
Mutter zwei mal Die Woche mehr nicht. Dann kann sich deine Mutter
darauf freuen. Und euer Verhältnis wird entspannter eventuell.
Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen zu haben das habe ich
hier bereits gut lernen können. Es ist für uns enorm wichtig das wir
an uns denken und Kraft sammeln. Nur so können wir für unsere
Angehörigen weiter da sein. Egal ob im Pflegeheim oder zu Hause.

Ich wünsche dir viel Kraft und das sich das entspannt bei dir.
Und ein Pflegeheim kann damit umgehen wenn der Patient
schwierig ist. Die sind ja noch anders geschult als wir. 
Liebe Grüße Aphrodite
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Mollchen
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BeitragThema: Re: Mollchen - Mutter dement? Soll ich einen Betreuer bestellen?
Mi 02 Sep 2015, 13:06    © Mollchen
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Liebe Aphrodite, liebe alle anderen Smile

ich habe mal ganz kurz in deiner Vorstellung gelesen und gesehen, dass sich unsere "Herausforderungen"  wohl ziemlich ähneln... 
Ich vermute bei meiner Mutter ebenfalls eine vaskuläre Demenz - auch wenn das von keinem Arzt bisher geäußert wurde.
Aber wenn ich den Begriff "Leukenzephalopathie" (der im Attest steht) im Internet nachschlage = krankhafte Veränderung der weißen Hirnsubstanz, dann denke ich, dass das doch zwangsläufig auf eine Demenz hinausläuft.


Vor dem Schlaganfall 2013 war meine Mutter noch recht fit, wenn auch immer schon im sozialen Bereich "seltsam".
Einige Zeit danach ging es auch noch. Aber ich denke, in Kombination mit dem Alkoholmißbrauch ging es dann abwärts.

Wenn ich mal ganz ehrlich bin: ich habe derzeit eigentlich überhaupt kein Bedürfnis, meine Mutter zu sehen. Sie zu treffen, war immer schon belastend, die jetzige Situation macht es keinesfalls besser. Am Anfang ihres Aufenthaltes im Pflegeheim war ich öfter dort, jetzt gehe ich nur einmal die Woche hin. Ich bringe dann Sachen, die sie braucht, kümmere mich um die Wäsche, weil das noch nicht so läuft.

Da sie manchmal mehrfach am Tag anruft, gehe ich oft nicht direkt dran, sondern höre erstmal die Mailbox ab und entscheide dann, ob ich zurückrufe. Gestern war wieder mal ein "verdauungsmäßiger" Notfall (das möchte ich nicht weiter erläutern...) und ich musste die Station anrufen, weil ihr Notknopf nicht funktionierte. Sie sprach mir das auf die Mailbox und ich hörte dann noch am Schluss ihrer Nachricht, dass sie jemanden mit "Du bist ein ARSCH!" anschrie!

Erst dachte ich schon, sie meinte mich...dann kam bei meinem Rückruf heraus, dass sie ihre Zimmernachbarin meinte, die sie um Hilfe gebeten hatte - die aber, warum auch immer, nicht in der Lage war, die Pflegerin zu rufen.
So geht das in einem fort...

Heute sprach sie auf die Mailbox, dass ich die Miete weiterhin wie immer überweisen solle, da sie vorhätte, wenn sie wieder im gleichen Zustand wie vor ihrem Sturz wäre, wieder nach Hause zu gehen.

Ich sehe das nicht, dass das gelingen wird.
Mal davon abgesehen, dass das Sozialamt nicht gleichzeitig Pflegeheim UND Wohnung finanzieren wird...

Ich denke Tag für Tag jetzt darüber nach, mich ans Amtsgericht zu wenden und eine Betreuung zu beantragen.
Ich weiss, dass das so schnell nicht durchgeführt wird - aber mir bleibt wohl letztendlich keine andere Wahl.

Danke auf jeden Fall für eure vielen Antworten, es hilft, wenn man nicht alleine ist mit seinen Sorgen Smile 

Mollchen
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