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 Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?

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Leoline
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BeitragThema: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
So 07 Feb 2016, 18:08    © Leoline
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Hallo,
der Hausarzt meiner Mutter hat schon im Herbst geraten, mal Pflegeheime zu besichtigen und meine Mutter auf die Warteliste zu setzen. Wie habt Ihr sowas gehandhabt? Ich bin sicher, meine Mutter wird nie und nimmer freiwillig in ein solches Heim gehen. Sie wehrt sich ja sogar gegen den Tablettendienst und sich ein warmes Mittagessen liefern zu lassen. Lieber hungert sie und wird immer dünner. Wie kann man auch gegen den Willen des Kranken solche Veränderungen herbeiführen? Im Moment wäre ich schon froh, wenn 1x täglich jemand für Tabletten und 1x Essen käme.
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leybkneter
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Di 09 Feb 2016, 19:59    © leybkneter
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In erster Linie, wenn es um eigen oder Fremdgefährdung geht.
Ein Freund von mir, hatte es erst gemacht, nachdem er an seine körperlichen Grenzen kam.
Als ich seinen Vater vor fast 25 Jahren kennenlernte stand er im Flur mit einer dreckigen Unterhose auf dem Kopf und einem Topf auf dem Herd, in dem er seine Wäsche waschen wollte, nur war dort kein Wasser drinnen.

15 Jahre später kam er dann in eine Tagesbetreuung. 
Er hatte sich aber erst dazu durch gerungen, nachdem er das Klo nicht mehr fand und überall  dachte er sei auf Klo.
Mein Freund ist in der Zeit 30 Jahre gealtert. Aber er konnte nicht anders.

Die Frage für dich ist also, wie weit bist du bereit zu gehen?
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leybkneter
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Di 09 Feb 2016, 20:03    © leybkneter
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Der Wille in der Demenz verändert sich, weil sie aufhören, die Zeitfolge hin zu bekommen.
Dann dürften die ersten Gespräche mit den Ärzten folgen, damit sie einer Tagesbetreuung zustimmen können.

Wenn sie genau verstehen würde, weshalb sie die Tabletten einnehmen muss, dann darf deine Mutter ruhig entscheiden, aber sonst werden die Kinder zu den Erwachsenen und müssen auch so entscheiden.
Auch wenn es schwer fällt.
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lucky
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Mi 10 Feb 2016, 08:19    © lucky
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Leoline schrieb:


Der Hausarzt meiner Mutter hat schon im Herbst geraten, mal Pflegeheime zu besichtigen und meine Mutter auf die Warteliste zu setzen. Wie habt Ihr sowas gehandhabt?

Ich bin sicher, meine Mutter wird nie und nimmer freiwillig in ein solches Heim gehen. Sie wehrt sich ja sogar gegen den Tablettendienst und sich ein warmes Mittagessen liefern zu lassen. Lieber hungert sie und wird immer dünner. Wie kann man auch gegen den Willen des Kranken solche Veränderungen herbeiführen? Im Moment wäre ich schon froh, wenn 1x täglich jemand für Tabletten und 1x Essen käme.

Dadurch, dass sie die Tabletten und das Essen verweigert, liegt schon eine Selbstgefährdung vor.

Also ist der Zeitpunkt eigentlich schon überschritten.

Wenn eine häusliche 24-Stunden-Betreuung/Pflege nicht sichergestellt ist, ist es wohl an der Zeit.

Natürlich benötigt man als Angehöriger das Aufenthaltsbestimmungsrecht. 

Ich weiß nicht, ob Ihr das schon habt?

Wenn nicht, seid Ihr noch handlungsunfähig. Dann könnt Ihr sie nur gewähren lassen.
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krebs57
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Do 11 Feb 2016, 13:58    © krebs57
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Hallo Leoline,

gibt es denn deinen Papa noch?

Ich kann jetzt mit meiner Erfahrung sagen, dass wir eventuel zu lange gewartet haben, doch mein Vati lebt noch und hat keine Hilfe für meine Mutti zugelassen. Erst als die Situation ganz erst war und ich den Notarzt rufen musste, kam meine Mutti erst in die Psychatrie und dann von dort aus direkt ins Heim. Mein Bruder hatte sie dort schon vor über einem Jahr angemeldet, ohne das Vati das wusste. Außerdem sollte mein Vati zur Kur (ist er ja jetzt auch) und da hätten wir Mutti eh in die Kurzzeitpflege geben müssen.

Jetzt ist Mutti seit dem 20.01. im Heim und ihr fällt es so unsagbar schwer sich einzugewöhnen, sie weint immer wenn ich sie besuche, sagt mir immer wieder dass sie Angst hat, dass sie da nicht bleiben will und und und. Nach jedem Besuch frage ich mich wieder ob dieser Schritt so richtig war, doch es gab leider keine andere Lösung.

Ich kann nicht beurteilen, ob es nicht besser gewesen wäre sie eher in das Heim zu geben, da ich nicht weiss ob sie sich dann besser eingelebt hätte, wenn sie gemerkt hätte das es doch eigentlich nicht so schlimm ist.  Aber ich denke schon. Die Angestellten dort geben sich sehr viel Mühe, doch wie überall ist halt die Zeit auch begrenzt.

Den richtigen Zeitpunkt für so einen Schritt zu finden ist wohl fast unmöglich, denn wer will schon die Eltern ins Heim geben.

Ich fühle mich schlecht damit und habe Angst davor wie es wird wenn Vati von der Kur zurück kommt.

Ich wünsche dir viel Kraft und vielleicht kann deine Mutti ja erstmal in die Tagespflege gehen.

Lieben Gruß Petra
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peruzzi
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Mi 24 Feb 2016, 11:47    © peruzzi
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Hallo,

auch wir stand vor wenigen Monaten genau vor diesem Problem. Durch einen Trick des Hausarztes wurde unser Vater in ein KH (Psychiartrie) eingewiesen. Dort half uns der soziale Dienst ihn in ein Heim zu tun, obwohl er mit Gewalt sich weigerte und öfter dort ausbüchste. Wäre er später nicht so geschwächt gewesen, hätten wir über das Betreuungsgericht die zwangsweise Unterbringung beantragen müssen.
Er war bis kurz vor seinem Tode immer noch der Meinung, alleine zurecht zu kommen. Dabei hätte er sich noch nicht einmal eine Tasse Kaffee kochen können.
Das mit dem Gewissen ist natürlich eine andere Sache. Aber ich bin der Meinung, wenn die Gesundheit meiner Frau oder meine unter der Pflege leidet, gibt es keinen anderen Ausweg, wie die der Heimunterbringung.
Ich weiß nicht, wie gut es für die Eltern ist, wenn man anfängt wegen der eigenen Überforderung ständig an ihnen herumzunörgeln und oft die Fassung zu verlieren. Das ist für die Kranken sicherlich noch schlimmer, als die Gewöhnung an ein Heim.

LG
Werner
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Theresa
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BeitragThema: Wann ist Zeit für Heimunterbringung
Do 25 Feb 2016, 12:49    © Theresa
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Lieber Werner,

Deine Gedanken finde ich gut.Auch ich hab meinen Mann schon im Heim angemeldet.Er hat Alzheimer im ganz fortgeschrittenen Stadium und braucht Betreuung rund um die Uhr, und meine Kräfte sind am Ende.Leider ist noch kein Platz frei. Auch ich finde, wenn die Gesundheit eines Betreuers so geschwächt es, dass es einfach die Dauerkrise ist, müsste was getan werden, und die Antwort ist wohl das Heim. Und wenn dann der freie Platz für meinen Mann da ist, weiss ich noch nicht, ob ich den Mut habe, die ganze Geschichte durch zuziehen. Aber meine eigene Gesundheit wird mich zwingen.
Mit lieben Grüssen
Theresa






und immer immer wieder geht die Sonne auf sunny
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Fussel
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Do 25 Feb 2016, 21:08    © Fussel
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Die Übernahme in ein Pflegeheim infolge eines Krankenhausaufenthaltes
ist wirklich viel einfacher, vor allem wenn man seinen Pflegefall
nicht schon frühzeitig in vielen andere Heimen angemeldet
hat.

Normalerweise ist es angebracht, seinen Verwandten frühzeitig in
verschiedenen Heimen anzumelden, vor allem auch in dem Heim, von
dem man selbst überzeugt ist und das einem am meißten zu sagt.

Wenn dann ein Platz frei wird, kann man die Aufnahme, noch etwas
verzögern, falls man meint, der
Zeitpunkt wäre noch zu früh.
Dann nimmt der nächste auf der Liste den Platz ein, und
wenn ein Platz frei wird bleibt man auf der Liste. Dh. es wird wenn wieder
ein Platz frei wird angefragt.

Das läßt sich mit den meißten Heimen SO absprechen.

Die Krankenhäuser vermitteln meist zuerst einen Kurzzeitpflegeplatz.
Es ist so, wenn die Behandlung abgeschlossen ist, dann bezahlt die Krankenkasse
den Aufenthalt nicht unendlich weiter, sondern man erhält nach einem gewissen
Zeitpunkt eine Rechnung für den Aufenthalt in der Klinik.
Meine Nachbarin erhielt eine Rechnung über 12 000€, weil mit ihrem Mann
nicht mehr gemacht wurde, als bei einem Pflegefall. Er hatte dort knapp
4 Wochen gelegen.

Die Kurzzeitpflege wird nicht unendlich von der Krankenkasse übernommen und
die Hotelkosten müssen selbst getragen werden.
Für meine Mutter und Schwiegereltern waren das pro Tag Beträge zwischen 35 und 100€
pro Tag.

Die Einrichtungen haben verschiedene Preise, die man vergleichen sollte.
Gleichzeitig zu einem Aufenthalt in der Kurzzeitpflege würde ich beginnen alle
Pflegeheime durchzutelefonieren : Welches einen freien Platz anzubieten hat.

Manche Kurzzeitpflegeheime haben auch Dauerpflegeplätze und die Möglichkeit
den Patienten nach der Kurzzeitpflege zu übernehmen. Es gibt allerdings auch
Pflegeheime die ausschließlich Kurzzeitpatienten haben, und da gibt es keine Möglichkeit
einen Dauerpflegeplatz zu erhalten.

Auch dann bleibt einem nichts anderes übrig als die Heime, die infrage kommen
abzutelefonieren.


Vor allem aber macht die ständige Überforderung den pflegenden Angehörigen
wirklich ernsthaft krank und das müssen keine psychischen Erkrankungen sein,
die sich nach der Pflegezeit manifestieren.

Ich gehe davon aus, daß mein Herzkranker Bruder ohne die Pflege wirklich
länger zu leben gehabt hätte und meine körperlichen Probleme mit der Wirbelsäule
und dem Rheumagelenken hätte sich wirklich verzögert.
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
So 28 Feb 2016, 11:17    © Aphrodite
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Hallo Zusammen!

Mein Mann und ich haben unsere Mutter schon letztes Jahr in unserem Heim vor Ort angemeldet. Wir konnten mit der Heimleitung gut sprechen. Es wird berücksichtigt das wir beide behindert sind.
Wir brauchen nur Bescheid zu geben und dann übernehmen die. Doch das ist im Augenblick nicht
notwendig. Solange es geht ersparen wir ihr das Heim.

Das Problem kenne ich: Meine Mutter will da auch nicht hin. Wir haben ihr aber klipp und klar gesagt
sollte es uns mal schlechter gehen dann muss sie. Uns geht es wirklich super. Oder aber kann sie
wirklich nicht mehr in der Wohnung klar kommen. Das weiß sie.

Ich selber habe im Alter keine Angehörigen mehr und würde auf jeden Fall rechtzeitig ins Heim gehen.
Es kommt auch auf einen selber darauf an was man daraus macht. Ich kenne zwei Heim Bewohner die auch rechtzeitig ins Heim gegangen sind weil sie körperlich nicht mehr klar kommen.

Sie haben diese Entscheidung nicht bereut. Das Leben wurde für sie leichter. Sie sind auch noch klar
im Kopf. Und haben gelernt sich jeden Tag schön zu machen. Das finde ich eine super Einstellung

Ich hoffe später mal genauso damit umgehen zu können und hoffe auch klar im Kopf zu sein.
Liebe Grüße Aphrodite
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peruzzi
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Mo 29 Feb 2016, 07:23    © peruzzi
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Hallo,

leider erntet man bei Freunden, Bekannten und Verwandten nicht immer Respekt, wenn man ein Heim ins Spiel bringt. Warum auf einer Heimunterbringung so ein negativer Ruf lastet ist mir nicht ganz verständlich. Sicher gibt es auch schwarze Schafe. Aber das Personal ist ausgebildet und kümmert sich um die Personen.
Ich ziehe den Hut vor allen Pflegenden, die einen Angehörigen pflegen. Das ist Schwerstarbeit. Aber nicht jeder -und dazu zähle ich mich auch- kann das und kann es auch nicht lernen. Man muss einfach dafür "geboren" sein. Auch wenn es egoistisch klingt. Aber ich möchte meine paar guten Jahre, die mir noch bleiben, nicht mit der Pflege meiner Eltern oder Schwiegereltern verbringen und mich aufpfern. Anders würde es ganz sicher bei meiner Frau aussehen. Da ist die Schmerzgrenze und somit die eigene Leidensfähigkeit wesentlich höher, aber auch nicht unendlich. Hier ist jede Entscheidung individuell zu treffen. 

Meine Schwiegermutter redet auch ständig davon, dass sie ins Heim geht, wenn sie uns zu sehr zur Last fällt. Sie meint, dort wäre sie unter Ihresgleichen. Ich weiss aber nur zu gut, dass wenn es soweit ist, sie sich nicht ganz ohne Gegenwehr ihrem Schicksal fügen würde und es uns auch schwer fallen würde.
Oftmals sagt sie nämlich auch, dass sie doch noch "gut drauf" wäre. Was zum Teil sicherlich auch noch stimmt.Ich glaube, dass sie ein Idealfall für eine häusliche Pflege durch eine Osteuropäerin wäre. Platz hätten wir und sie keine ablehnende Haltung wie mein Vater damals.

Ich hatte für meinen Vater auch eines der besten Heime im Saarland ausgesucht und mich auf die Warteliste setzen lassen. Aber da er ohne seinen Hund erst gar nicht gegangen wäre, mussten wir ein Heim aussuchen, in das er seinen Hund mitnehmen konnte. Nach ein paar Wochen haben wir dann den Hund quasi abgezogen, da er sich nicht mehr um ihn kümmern konnte.
Also wie meine Vorredner schon sagten. In mehreren Heimen anmelden und auf die Warteliste setzen lassen. Nach Hinten kann man sich immer noch schieben lassen.

Einen schönen Wochenbeginn wünscht euch allen

Werner
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bettyford
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BeitragThema: Re: Wann ist Zeit für Heimunterbringung, auch gegen den Willen?
Di 08 März 2016, 23:17    © bettyford
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Bei mir wäre garnicht die Option zuhause zu pflegen gegeben. Ich habe einen Job und zwei Kinder, ich wüsste garnicht wie das gehen soll.

Meine Mutter ist in einem Heim zur Kurzzeitpflegem das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe ich beantragt. Sie ist körperlich noch sehr fit und auch nicht inkontinent. Fummelt aber mit ner Gabel in Steckdosen, isst gefundenes vergammeltes Essen und das Schlimmste: sie geht auf die Strasse und nimmt wildfremde Leute nachhause. Das hatte sich rumgesprochen und so hatte sie regelmässig Besuch von irgendwelchen Banden die ihre Schränke durchwühlt hatten. Einmal sogar hatte sie sich über Schmerzen im Intimbereich beklagt, gleichzeitig immer behauptet mein Vater hätte sie vergewaltigt (der lebt aber garnicht mehr in Deutschland). Ein Besuch beim Frauenarzt eine Woche später ergab nichts. Dann berichtete eine Pflegerin dass bei einem Spaziergang meine Mutter unangenehm vertraut angesprochen hätte, wusste wo sie wohnt...ich kann nochts beweisen, aber da habe ich sie sofort in ein Heim gesteckt. Ich wohnte zu dem Zeitpunkt 300 km von ihr entfernt, jetzt ist sie ganz in meiner Nähe...
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