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 Schwiegermutter mit der Pflege überfordert

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Aura
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BeitragThema: Schwiegermutter mit der Pflege überfordert
Mi 07 Jun 2017, 10:34    © Aura
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Hallo liebe Community,
ich möchte hiermit kurz unseren Familienfall schildern:
Mein Schwiegervater (*1939) ist vor ca. 5 Jahren an Alzheimer erkrankt und
anfangs war die Pflege für meine Schwiegermutter (*1941) auch durchführbar.
Doch im Laufe der Erkrankung wurde mein Schwiegervater immer aggressiver,
zudem ist er körperlich extrem agil und dadurch ständig in Bewegung.
Eine Unterbringung in einem Heim wird von ihm kategorisch abgelehnt.

Meine Schwiegermutter ist in der Zwischenzeit so erschöpft (sie steht quasi
vor einem Burnout), daß sie mittlerweile eine zwangsweise Unterbringung an-
strebt und hat damit einhergehend auch die Betreuung beantragt.
Ein Termin vor Ort mit einer Amtsärztin und einer Sozialarbeiterin fand bereits
statt und bei diesem Termin wurde meiner Schwiegermutter eröffnet, daß kein
ausreichender Grund für eine zwangsweise Unterbringung vorliegt.

Die Amtsärztin gab zur Auskunft, daß mein Schwiegervater nur zwangsweise
eingewiesen werden kann, wenn er Fremdverschulden verursacht, in der Form,
als daß er handgreiflich wird bzw. jemanden gesundheitlich in Gefahr bringt.

Meine Schwiegermutter ist über diese Auskunft nicht nur enttäuscht, sondern
fix und fertig.

Wir - also die Kinder - sind momentan selbst ratlos und wissen nicht, was wir
nun tun sollen.

Anmerkung: Meine Schwiegermutter strebt die Betreuung an, da sie insbes.
das Bestimmungsrecht über den Aufenthalt (Aufenthaltsbestimmungsrecht)
meines Schwiegervaters haben möchte.

Meine Frage in die Runde:
Warum findet die schlechte gesundheitliche Situation meiner Schwiegermutter
bei der Entscheidungsfindung keine Beachtung? Soweit wir alle wissen, kann
niemand zur Pflege eines Angehörigen gezwungen werden.

In der Hoffnung auf Hilfe grüßt euch die Aura
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gisela
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BeitragThema: Re: Schwiegermutter mit der Pflege überfordert
Mi 07 Jun 2017, 15:01    © gisela
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liebe Aura
aura schrieb:
Die Amtsärztin gab zur Auskunft, daß mein Schwiegervater nur zwangsweise
eingewiesen werden kann, wenn er Fremdverschulden verursacht, in der Form,
als daß er handgreiflich wird bzw. jemanden gesundheitlich in Gefahr bringt.
sprechen wir hier jetzt über den wunsch einer geschlossenen Unterbringung?

für eine "normale" Heimeinweisung braucht man eigentlich keinen Amtsarzt.
wenn deine schwiegermutter die Betreuung für deinen schwiegervater hat, mit
aufenthaltsbestimmung ect, ist es ihr sehr wohl möglich ihren mann in ein heim
umziehen zu lassen. allerdings nur auf eine normalpflege oder auch OFFENE dementenbetreuung.
für die geschlossene Unterbringung ist immer eine richterliche verfügung notwendig.

lieben gruß
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BeitragThema: Re: Schwiegermutter mit der Pflege überfordert
Mi 07 Jun 2017, 15:06    © Aura
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Danke Gisela fürs Antworten.

Meine Schwiegermutter MUSS meinen Schwiegervater in einer
geschlossenen Einrichtung unterbringen, da die Gefahr des Aus-
büchsens besteht. Und ja, es braucht dafür einen richterlichen
Beschluss auf der Grundlage des Gutachtens eines Amtsarztes.

LG Aura
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BeitragThema: Re: Schwiegermutter mit der Pflege überfordert
Mi 07 Jun 2017, 15:16    © gisela
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liebe Aura
es gebe die Möglichkeit sich vom Hausarzt oder behandelnden Neurologen
eine prophylaktische notfalleinweisung ausstellen zu lassen. tritt dieser notfall dann ein, kann
man einen Krankentransport rufen ,mit hinweis, dass ein psychiatrischer
notfall besteht und eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik erforderlich ist.
mit dem krankenhauspersonal kann man dann eine geschlossene Unterbringung
in einem heim beantragen (natürlich erfolgt auch hier wieder eine Begutachtung
des betroffenen durch einen richter und Amtsarzt, aber man steht nicht allein da sondern
hat das klinikpersonal zur seite)
dieses Procedere musste ich vor einem jahr bei meiner Mama leider durchführen.
allerdings wurde sie in der Klinik so gut mit Medikamenten eingestellt, dass nach dem
Aufenthalt im Krankenhaus eine Verlegung auf eine OFFENE dementenabteilung
ohne weiteres möglich war, ohne, dass sie durch die Medikamente etwas von ihrer
Mobilität einbüßen musste.

lieben gruß
gisela






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BeitragThema: Re: Schwiegermutter mit der Pflege überfordert
Mi 07 Jun 2017, 15:26    © Aura
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Danke Gisela, deine Ausführungen erscheinen sehr hilfreich.
Ich werde das mit meinem Männe mal besprechen.

Nebenher: Mein Schwiegervater lehnt jegliche Medikamentierung
ab! Er hatte mal Medikamente bekommen, die haben ihn schläfrig
gemacht (das war ja positiv), allerdings konnte er den Urin nicht
mehr halten (negativer Effekt), so daß meine Schwiegermutter
dieses Medikament absetzen ließ.
Rückblickend hat aber meine Schwiegermutter einsehen müssen,
daß das damalige Medikament trotz der Nebenwirkung (Einnässen)
den Schwiegervater händelbar gemacht hatte.

Weiteres Problem: Meine Schwiegermutter nimmt Impulse und
Hilfsangebote von Außen nicht auf (Alters-Starrsinn?). Bisher
hat sie ALLE Entscheidungen allein getroffen, so auch alles
komplett allein in die Wege geleitet.

Wir Kinder versuchen sie zwar zu unterstützen und halten auch
engen Kontakt, doch Einfluss nehmen können wir so gut wie
gar nicht.

LG Aura
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