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 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente

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Bine_aus_MUC
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BeitragThema: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Di 03 Okt 2017, 21:56    © Bine_aus_MUC
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Hallo Ihr Lieben,

es ist tatsächlich über ein Jahr her das ich das letzte Mal geschrieben habe. Seit dem 14. September 2016 ist meine liebe Mutter nun im Pflegeheim. Sie ist immer noch auf der beschützten Station. Das Jahr war von Höhen und Tiefen durchzogen, wobei ich eher die Höhen in der Summe vorne sehe. Ihr Zustand ist immer noch gut, sie ist noch aktiv wenn auch mittlerweile etwas weniger. Ich war sogar  im Juni 4 Tage mit Ihr in der Pfalz im Urlaub mit Begleitung meiner guten Freundin und auch das ging sehr gut. 

In den letzten Wochen/Monaten hat sich jedoch die Situation auf der Station etwas verändert. Es kamen ein paar neue Bewohnerinnen dazu die ein forderndes und auch aggressives Verhalten zeigen. Seit ziemlich vom Anfang an hat meine Mutter eine Bezugsperson unter den Bewohner gefunden die sehr schwierig war und ist. Meine Mutter mittlerweile 79 Jahre und die Mitbewohnerin 93 Jahre. Die Dame kann nicht mehr gut laufen und hat meine Mutter dazu gebracht, das sie fast den ganzen Tag neben ihr sitzt. Wenn jemand kam um meine Mutter für irgendwelche Aktivitäten zu holen wurde die Person (auch ich) böse beschimpft, beim abholen und beim zurückbringen. Auch meiner Mutter hat sie ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet und war ihr dann beleidigt. Das Ganze hat sich bis vor 3 Woche so hochgeschaukelt, daß die Dame mit dem Hackelstecken gedroht hat und meine Mutter sich veranlaßt fühlte sogar körperlich auf´s Pflegepersonal los zu gehen. Man hat ihr dann Tavor 0,5 verschieben jeden Tag Mittags 2 Stück, obwohl mit mir persönlich vereinbart wurde das das Medikament nur bei Notfall eingesetzt wurde. Ich hatte Sie an einem Nachmittag abgeholt und sie konnte fast nicht mehr selbst essen und nur gestützt laufen, unglaublich. 

Darauf hin gab es natürlich ein Riesen Theater und ich war bei der Heimleitung. Der Stand ist, das daß Medikament nicht mehr verabreicht wird, sie jetzt endlich von der Frau getrennt wird und auf eine andere Station kommt (da wird sie schon seit 2 Wochen eingewöhnt und es ist viel ruhiger dort). Die Trennung fordere ich schon seit Monaten. Dann habe ich die Hausärztin gewechselt, die keine Lust hat die Medikamente zu überprüfen und statt einem nachwachsenden Fußnagel einen Nagelpilz diagnostiziert hat. Von der neuen Hausärztin erhoffe ich mir viel, denn die Medikamente müssen dringen überprüft werden. 

Ich bin im Schnitt 2x die Woche im Heim präsent und das kommt nicht immer so gut an. Hilft aber nichts.

Wie habt Ihr denn das mit der Nachjustierung der Medikamente gemacht? 

Vielen Dank schon mal und ganz liebe Grüße
Bine






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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Di 03 Okt 2017, 22:30    © kamia
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Tavor/Lorazepam
Der Wirkstoff gehört zu den Benzodiazepinen und darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden. Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein, da der Wirkstoff schnell abhängig macht. Deshalb sollte die Behandlung, einschließlich der schrittweisen Absetzphase, vier Wochen nicht übersteigen.

Ein Tavorentzug soll schlimmer als ein Alkoholentzug sein!







Liebe Grüße
Karin




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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 03:39    © gisela
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liebe bine
Zitat :
Wie habt Ihr denn das mit der Nachjustierung der Medikamente gemacht? 
ich kann jedem angehörigen/betreuer nur raten sich in regelmäßigen abständen
(mindestens einmal monatlich) das aktuelle medikamentenblatt ausdrucken
zu lassen.
wenn bedarfsverornungen bestehen, würd ich auch das berichtsblatt abfordern, denn da muss IMMER der grund für die gabe einer bedarfsmedikation stehen.
beim tavor hat kamia schon geschrieben, wie gefährlich es ist.
zudem führt es auch zu ungewollten stürzen.

lieben gruß
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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 06:29    © Bine_aus_MUC
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Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich bekomm diese Woche auch wieder das aktuelle Medikamentenblatt und werde dann auch das Berichtsblatt anfordern. Es gibt da einige Medikamente die unbedingt noch geklärt werden müssen wie z.B. Risperidon. Ich finde, das auch mit der Abrechnung immer diese Informationen ebenfalls automatisch beigefügt werden müssten. Ich selber habe keine Kinder und kann mir nicht vorstellen mich ohne wohlwollende Unterstützung einmal freiwillig in ein Heim zu begeben. Man ist wirklich gnadenlos ausgeliefert. 

Ich wünsche Euch einen schönen Tag
Liebe Grüße
Bine






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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 15:53    © kamia
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Bine_aus_MUC schrieb:
Risperidon. Ich finde, das auch mit der Abrechnung immer diese Informationen ebenfalls automatisch beigefügt werden müssten. Ich selber habe keine Kinder und kann mir nicht vorstellen mich ohne wohlwollende Unterstützung einmal freiwillig in ein Heim zu begeben. Man ist wirklich gnadenlos ausgeliefert. 

Ich wünsche Euch einen schönen Tag
Liebe Grüße
Bine
Liebe Bine, auch hier bitte unbedingt klären - läßt sich auch nur schwer( bei uns) ausschleichen ! Große Sturzgefahr und Hallus

kann Risperidon Demenz-/Alzheimer-Patienten bei anhaltender Aggression gegeben werden, und zwar als Kurzzeitbehandlung (bis zu sechs Wochen).. Die Langzeitbehandlung wird als kritisch angesehen, da sich in großen Studien gezeigt hatte, dass sie zu einer erhöhten Sterblichkeit führen kann.

Wenn gar nichts hilft, nur als Notfall-Gabe!







Liebe Grüße
Karin




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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 19:59    © Bine_aus_MUC
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Tja, so etwas habe ich schon befürchtet. Meine Mutter bekommt Risperidon seit August 2016. Sie hat ab und zu in der Früh auch schon Tippelschritte gemacht, das kam mir schon sehr komisch vor. So weit ich, seit neuestem weiß, kommt das von diesem Medikament. Heute habe ich alle Laborberichte und Arztbericht die ca. 2 Jahre vor der Einweisung in die Geronto-Psychatrie gemacht wurden bei Ärzten eingeholt. Nächste Woche fahre ich 1 Woche in den Urlaub, was natürlich wieder super passt. Habe allerdings gleich den Montag drauf einen Termin bei der neuen Hausärztin zur Besprechung. Vor der Einweisung hat meine Mutter keine Medikamente genommen, da wird ein Vergleich zu heute sehr hilfreich sein, hoffe ich. Es ist ein Dilemma, Ihre körperliche Fitness wird ihr jetzt zum Problem. Man Versucht sie still/ruhig zu bekommen, weil meine Mutter durchaus wenn die Aggression in Ihr hochsteigt für´s Pflegepersonal gefährlich bzw. bedrohlich werden kann. Ich hoffe das diese 2 Wochen länger mit den Medikamenten keinen irreversiblen Schäden anrichten. Fühle mich schon schuldig genug. Irgendwie ist mein Urlaub in den letzte Jahren immer zum falschen Zeitpunkt.

Lieben Gruß und Euch einen schönen Abend
Bine






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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 20:21    © Bine_aus_MUC
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Meine Mutter Ende September 2017 mit meiner Brille und ungefärbten Haaren (79).






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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Mi 04 Okt 2017, 22:41    © Amelu
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Wie willst Du das ggf mit dem Risperdon halten? Wie ausschleichen?

Die heftigen Aggressionen zu Beginn der Demenz bei meiner Mutter habe ich homöopathisch komplett in den Griff bekommen! Dazu hatte ich einen sehr guten Homöopathen (der leider nicht mehr lebt), der auf Anhieb erkannt, was genau zu meiner Mutter paßt.

Mutter lebt noch daheim, hat seit ca. 9 Jahren Demenz, seit 6 Jahren kann sie nicht mehr allein (gelassen) werden. Sie ist im Juni diesjahr 100 geworden. Wenn sie in letzter Zeit mehr zum Hinfallen neigt, dann eher deswegen, weil ihr die Knie versagen als daß das vom Kopf aus gesteuert wird. Aber daß sie in diesem Alter gewaltig schwächelt, ist wahrlich nicht verwunderlich. Die paar Schritte, die sie noch packt, kann sie nur mit Hilfe gehen.


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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Do 05 Okt 2017, 09:11    © gisela
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meine mama bekommt auch seit ca einem jahr risperdal. ja, es stimmt, eigentlich ist risperdal nur
für einen 6 wöchigen behandlungszeitraum angedacht , und die anfangsdosis letztes jahr war bei ihr
deutlich zu hoch und sie hatte gangstörungen und war eigentlich noch verwirrter als vorher.
ich hab es vom neurologen reduzieren lassen auf eine menge die ihr ihre vorhandenen
geistigen fähigkeiten lässt, ihre mobilität nicht beeinträchtigt, und dabei trotzdem auf den größten teil
ihrer aggressionen einwirkt. klappt.
das jedes medikament den organismus auf die eine oder andere art schädigt ist richtig, aber für mich ist wichtig,
das größtmögliche wohlbefinden unter erhalt der vorhandenen ressourcen von mama zu erreichen.
ihr wäre nicht geholfen, wenn sie tagtäglich zu jeder uhrzeit ihren aggressionen ausgeliefert wäre.
wichtig für mich ist immer nur, dass ein medikament nicht ohne kontinuierliche beobachtung gegeben wird.
so halte ich das bei mama und auch bei meinen bewohnern

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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Do 05 Okt 2017, 10:19    © kamia
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.... ich will das medikament nicht verteufeln, weiss ich doch wie schwierig der Umgang mit Aggressionen ist.

Wo liegt der Unterschied? Risperidal zu Risperidon







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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Do 05 Okt 2017, 11:34    © gisela
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da gibt es keinen unterschied.
mal heisst es so, mal so, der wirkstoff ist immer der selbe.
wie bei novaminsulvon, dass mal novalgin, mal metamizol, mal novaminsulvon heisst.
kamia schrieb:
ich will das medikament nicht verteufeln
das weiss ich doch karin.
ich wollt ja nur mal meine sicht der dinge mitteilen.
die neurologie/psychiatrie ist eben ein komplexes feld , und was bei dem einen
hilft, muss bei dem anderen nicht genauso helfen, daher muss eben immer genau
abgewogen werden, welchen nutzen ein medikament für den
einzelnen hat.

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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Do 05 Okt 2017, 18:43    © Bine_aus_MUC
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Vielen Dank für Eure Relativierung von Risperidon. Es hat sicher auch seine Daseinsberechtigung, es geht mir in erster Linie um die Überprüfung und ggf. Anpassung der Medikamente. Ja, auch meine Mutter hatte mit schlimmen Aggressionen zu kämpfen...und ich auch mit Ihren. Es ist einfach wichtig verschiedene Meinungen zu hören um dann auch die richtige Entscheidung zu treffen. Man muß immer dran bleiben. Gibt es denn ein Alternative zu Risperidon?






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BeitragThema: Aggressionen!
Fr 06 Okt 2017, 07:48    © greenwood.66
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Als meine Mutter im Heim war und wieder bei mir,hatten wir auch mit diesem Problem zu kämpfen.
Ich sehe in ihr die Ängste,Verzweiflung Ohnmacht hervorbrechen und wir haben das nach 4 Wochen wieder im Griff.
Ich bin der Überzeugung,dass man diese Auswüchse durch Therapeutisches handeln,und wirklich jeder Kontakt ist Teil der Therapie,in den Griff bekommt.
Mir wurde im Heim gesagt,dass jeder Pfleger von ihr schon geschlagen wurde.
Nun ja,ich biete ihr sogar an,dass sie mich schlagen darf,wenn ich etwas falsch mache.
Sie weißt das entsetzt zurück.
"So etwas darf man doch nicht!"
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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Fr 06 Okt 2017, 09:20    © gisela
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lieber andreas
Zitat :
Ich bin der Überzeugung,dass man diese Auswüchse durch Therapeutisches handeln,und wirklich jeder Kontakt ist Teil der Therapie,in den Griff bekommt.
ich hatte meine mama auch 10 jahre bei mir zuhause und es gab am ende aggressionen, die durch
therapien oder kontakte NICHT mehr zu beseitigen waren.
ich glaube nicht, dass man das so pauschalisieren kann.
Zitat :
Nun ja,ich biete ihr sogar an,dass sie mich schlagen darf,wenn ich etwas falsch mache.
Sie weißt das entsetzt zurück.
wenn es so ist, glück für dich.
ich kenne viele demenzkranke, die mit fortschreiten der demenz eben auch diese hemmung
verlieren. meine mama hat mich als kind NIE geschlagen, hatte ich etwas verbockt, war es eher so, 
dass sie mich damit bestrafte weinend auf dem sofa zu sitzen, was mir mehr weh tat, als hätte
sie mir eine ohrfeige gegeben. innerhalb ihrer demenz hat sie dieses verhalten abgelegt und
warf z.b. ihren gehwagen nach mir, oder geschirr, stiess mich oder erhob die hand und schlug dann auch zu.
das hat unser bis dahin immer gutes verhältnis stark belastet.
ich denke, jede einzelne demenz zeigt ein einzelnes verhaltensmuster, auf das einzelnd reagiert werden muss

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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Fr 06 Okt 2017, 10:24    © Bine
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gisela schrieb:

das jedes medikament den organismus auf die eine oder andere art schädigt ist richtig, aber für mich ist wichtig,
das größtmögliche wohlbefinden unter erhalt der vorhandenen ressourcen von mama zu erreichen.
ihr wäre nicht geholfen, wenn sie tagtäglich zu jeder uhrzeit ihren aggressionen ausgeliefert wäre.
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so halte ich das bei mama und auch bei meinen bewohnern
Genau so sehe ich das auch. Es geht doch eigentlich nur noch darum, dass es unseren Angehörigen in der Zeit, die ihnen noch beleibt, gut geht. Und mal ganz ehrlich... was für einen Schaden kann das noch anrichten???

Bine
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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Fr 06 Okt 2017, 14:13    © Amelu
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Ein ganz wichtiger Grund, warum ich von Risperdal oder ähnlichen Mittel weit Abstand genommen hatte, war der, weil alle diese Mittel sedieren und dadurch auch die Muskeln erschlaffen lassen, und das führt zu der gefürchteten Sturzgefahr.
Ich konnte das bei Mutter einfach nicht riskieren, weil sie sonst vielleicht die Treppe runtergepurzelt wäre - eine Horrorvorstellung für mich.

Unruhe und Aggressionen sind auch mit Naturheilmitteln und Homöopathie gut zu behandeln. Und vor der zweiten, gravierenden Nebenwirkung der Neuroleptika hatte ich ebenso Bammel, und zwar daß es nach anfänglicher Besserung des geistigen Verfalls plötzlich um so rapider den Berg runtergeht.

Ein Blick auf die Auflistung der Nebenwirkungen von z.B. Risperidon begründet nach wie vor meine Ablehnung solcher Mittel:

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Risperidon/nebenwirkungen-medikament-10.html


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BeitragThema: Demenz im Endstadium!
Fr 06 Okt 2017, 15:27    © greenwood.66
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Hallo Giselsa.So formulierte die Heimleitung den Stand meiner Mutter.
Du hast recht,unsere Erfolge lassen sich nicht übertragen,aber ich brenne darauf,es in fernerer Zukunft zu versuchen
Auch bei unserem jetzigem Pflegedienst sehe ich Fehler im Umgang mit meiner Mutter.
Sie näheren sich ihr im Glauben,sie würde sie gleich wieder erkennen.
 l.G.greenwood.81 äh .66
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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Fr 06 Okt 2017, 19:27    © kamia
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Amelu schrieb:
Unruhe und Aggressionen sind auch mit Naturheilmitteln und Homöopathie gut zu behandeln.

...wie gern hätte ich das versucht.....leider haben wir keine Möglichkeit zu erfragen wie es um die Befindlichkeit steht..... dieses sei jedoch Notwendig um das richtige Natur - Medikamt zu finden, so der Heilpraktiker.

Was bei uns auch noch unterschiedlich ist: seit 2009 wissen wir von der Erkrankung - niemals sind diese starken Aggressionen aufgetreten. Erst seit der Kurzzeitpflege in 09/2016.

Leider war ICH bisher nicht in der Lage das zu verhindern, egal von welcher Seite ich mich nähere. Ich bespreche alles mit dem Pflegedienst, der sich sehr große Mühe gibt, jedoch die Krankheit ist oft stärker als unser Bemühen.

Bine schrieb:
Und mal ganz ehrlich... was für einen Schaden kann das noch anrichten???

z. B. Knochenbrüche durch Stürze, damit verbundene Narkose - OP und KH aufenthalte ...... die würde ich meinem Mann sehr gerne ersparen







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BeitragThema: Re: 1 Jahr im Pflegeheim / Medikamente
Sa 07 Okt 2017, 10:09    © Bine_aus_MUC
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Hallo Ihr Lieben,

habe jetzt alle Laborberichte und Dokumente zusammen und auch nach meinem kurzen Urlaub gleich einen Termin bei der neuen Hausärztin. Ich sehe dem sehr positiv entgegen. Nächste Woche zieht meine Mutter im Heim um in ein anderes Stockwerk. Ich denke nach ein paar Wochen hat sie sich sicher auch gut eingewöhnt, es ist ja alles sehr ähnlich wie einen Stock tiefer. Wichtig ist, dass sie von der alten Dame getrennt wird um wieder Ruhe einkehren zu lassen.

LG
Bine






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