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 Frontotemporale Demenz

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njina
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BeitragThema: Frontotemporale Demenz
Di 17 Okt 2017, 14:21    © njina
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So, nach etlichen UNtersuchungen und Krankenhausaufenthalten hat die Neurologin nun gesagt, dass es sich um eine mittelschwere bis schwere Demenz handelt.
Die genaue Form kann sie aber erst in 4Wochen sagen, dann sind erst die Ergebnisse da. Aber sie geht von der Frontotemporalen Demenz aus.
Sie ist oft agressiv, aber sie kann mit Hilfe immer noch einiges im Haushalt machen. Wenn ihre Kinder da sind, ist sie meist fröhlich. Sie weiß nicht mehr wie man sich wäscht oder die Haare wäscht,aber mit Hilfe klappt das auch ganz gut.

Wer hat damit Erfahrungen gemacht? Auf was müssen wir uns gefasst machen?
Wie schnell geht es bis man ins letzte Stadium kommt?
Hören die Personen wirklich auf zu sprechen?
Kann man irgendwie entgegen wirken oder hinuaszögern, dass sie ihre Familie "vergisst"?
Zb mit einem Fotobuch und Texten dazu?

Was könnt ihr mir als Hilfe mit auf den Weg geben?
Ich bin über jede Antwort dankbar.

Ach ja meine Mama ist erst 59 und die ersten Symptome zeigten sich vor knapp3-4Jahren, mit Verdacht auf Depressionen.

Das MRT zeigt auch eine 8mm erhebung, aber es weiß keiner ob es ein Tumor ist oder ob es von der Demenz kommt.
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kamia
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BeitragThema: Re: Frontotemporale Demenz
Di 17 Okt 2017, 14:30    © kamia
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Liebe Grüße
Karin




Mein Herz erkennt dich......
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gisela
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BeitragThema: Re: Frontotemporale Demenz
Di 17 Okt 2017, 20:44    © gisela
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liebe ninja
Wer hat damit Erfahrungen gemacht? Auf was müssen wir uns gefasst machen?

ich habe bei mir auf Station eine Bewohnerin mit ftd  ( früher auch Morbus pick genannt),
hier kannst du gut unter den link den kamia eingestellt hat nachlesen, was alles dazu gehört.
es ist eine der eher seltenen demenzformen und die Veränderung in der Persönlichkeit ist das
eigentliche Problem.

Wie schnell geht es bis man ins letzte Stadium kommt?

das ist sehr unterschiedlich, es ist eine demenzform, die in jüngeren jahren auftritt, aber bei
jedem unterschiedlich im verlauf. es gibt menschen wo es recht zügig geht, aber ich hatte
auch schon Bewohner, die mehrere jahre bei uns lebten, bis es fortschreitend ins letzte stadium ging

Hören die Personen wirklich auf zu sprechen?

ja, ab einem gewissen Zeitpunkt ist das Sprachzentrum betroffen, anfänglich werden worte anderweitig eingesetzt,
beispielsweise sagt meine Bewohnerin, gib mir den schlüssel, wenn sie einen löffel will, oder ich will die
kissen wieder haben, wenn ihr die socken ausgezogen werden. dieser zustand nimmt immer mehr zu, bis es
irgendwann dazu kommt, dass diese menschen ihre Fähigkeit sich verbal zu äußern verlieren.


Kann man irgendwie entgegen wirken oder hinuaszögern, dass sie ihre Familie "vergisst"?
Zb mit einem Fotobuch und Texten dazu?


ich will es mal so sagen. alles was man versucht macht sinn, denn das bedeutet , man beschäftigt sich mit dem menschen,
und das tut ihm gut. leider ist es bei jeder Demenz so, dass gewisse dinge und auch personen
ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr erinnert werden.
ich habe erst kürzlich mit einer tochter ein Gespräch gehabt, die mir sagte........meine Mama erkennt mich gar nicht mehr,
und sie lächelt sie immer so freundlich an......habe ihr dann angeboten mal das Oberteil meiner Dienstkleidung anzuziehen und
es so zu versuchen. die frau nahm sie wahr als jemand, der täglich zu ihr kommt, so wie wir eben, und lächelte.
das hat der tochter sehr gut getan, als ihre Mama sie anlächelte und ich hab ihr dann gesagt..............
ihre Mama erkennt sie vielleicht nicht mehr als tochter, aber als mensch, der es gut mit ihr meint, und sie wissen, das
es ihre mutter ist und nur das ist wirklich wichtig.

die frau mit der ftd bei uns auf Station hat in ihrem bett 3 kissen, auf denen Fotos von ihr selbst und ihrem mann
sind. die hütet sie z.b. wie ein augapfel, küsst und herzt die kissen, sagt sehr oft, ich geh jetzt zu meinen männern,
sie werden zugedeckt und gestreichelt. sich selbst erkennt sie auf den Bildern allerdings nicht, was aber auch nicht wichtig ist,
wichtig ist nur, dass sie etwas hat, was ihr gut tut.

lieben gruß
gisela






    lieben gruß

                           gisela                        

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.


Ralph Waldo Emerson, US-amerik. Philosoph, 1803 – 1882
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Ulli
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BeitragThema: Re: Frontotemporale Demenz
Mi 18 Okt 2017, 14:01    © Ulli
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Liebe njina,

ich würde dir raten einen Kurs über das Thema Demenz zu besuchen.
Diese werden mittlerweile bei verschiedenen Organisationen angeboten, z.B. Diakonie, Caritas usw. und werden von der BARMER bezahlt - auch wenn du dort nicht versichert bist.

ulli
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