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 Meine Mutti-Besuch beim Neurologen

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krebs57
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BeitragThema: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Mo 09 März 2015, 14:44    © krebs57
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Hallo Ihr Lieben,

ich bin nun auch wieder mal hier.

Letzte Woche war ich mit meiner Mutti bei ihrer Neuroligin. Ich sollte auch mit in das Behandlungszimmer gehen. Mutti wollte es so. Das Gespräch mit der Ärztin verlief ruhig. Sie hat Mutti gefragt wie es ihr geht usw. Die Antworten waren wie immer .... "Es ist alles Gut, man muss es halt nehmen wie es ist,  nein ich schlafe nicht viel, ich mach noch alles selbst."
Natürlich konnte die Neurologin das einordnen. Sie hat mir auch so nebenbei noch etwas erklärt.

Als wir dann fertig waren, sollte ich im Wartezimmer warten, da sie noch einen Test mit Mutti machen wollte. Das Ende vom Lied:  Mutti kam total verweint, verwirrt und total am Ende aus dem Zimmer, stürzte ohne Jacke zur Tür und wollte nur noch weg. Ich bin garnicht dazu gekommen zu fragen was das für ein Test war. Die Schwester hat mir nur gesagt das Mutti so traurig ist weil sie das nicht gebracht hat. Sie hat den ganzen Nachmittag geweint und ich wusste nicht was ich machen sollte oder konnte. Sie war einfach nicht zu beruhigen und ablenken.

Für mich ist das immer wieder unklar, das sie das wirklich noch so merkt.... und ich ihr dann eigentlich nichts erwiedern kann.

Wie kann ich lernern damit umzugehen, ich weiss nicht was ich da machen kann.

Seit diesem Nachmittag weint Mutti wieder sehr oft. 

Liebe Grüße Petra
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gisela
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Mo 09 März 2015, 16:34    © gisela
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liebe Petra

keine schöne Situation, für deine Mama und auch für dich nicht. ich hatte das mit meiner Mama auch. da sitzen dann menschen die ihre Fachlichkeit abspulen und leider nicht sensibel genug sind sich vor augen zu halten, dass sie gerade einem vor sich sitzenden menschen seine Unzulänglichkeiten vor augen halten.
meine Mama merkt auch noch gut, das das was sie kann immer weniger wird, und ich kann mich noch gut an einen arztbesuch erinnern, wo sie nach mehreren Sachen gefragt wurde, die sie eben nicht beantworten konnte. sie wurde zunehmend trauriger ( ist doch klar, stell dir vor, du bist in ´ner Prüfung und der prüfer sagt ständig falsch, nein stimmt nicht etc, da würdest auch am liebsten rausrennen)und auch ich hatte danach ne menge arbeit ihr ihr Selbstwertgefühl zurück zu geben. habe mir dann danach einen anderen Neurologen gesucht, der echt super sensibel ist gerade in testsituationen.
arztbesuch sind für demente eh schon aufregend, unsere Eltern sind eine Generation, für die Ärzte noch die "götter in weiss " sind , und so wollen sie dort eine möglichst gute Figur machen. und wenn dich dann so ein "Gott in weiss" testet und du versagst....................niederschmetternd.
ich bin mittlerweile dazu übergegangen mich auch in testsituationen nicht aus dem zimmer schicken zu lassen, denn ich weiss am besten, wann es für meine Mama kritisch wird und ich eingreifen muss. und von diesem recht mache ich dann auch gebrauch.


lieben gruß
gisela
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 07:37    © lucky
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Ich war bei Omas Test dabei. Es hat ihr auch nichts ausgemacht. Sie hat auch nicht mehr realisiert, dass sie alles falsch gemacht hat.

Es war für sie eher eine Abwechslung wie ein Spielenachmittag oder so.
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krebs57
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 07:48    © krebs57
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Hallo Gisela,

ja mit einem neuen Neurologern ist das nicht einfach.

Wir hatten erst vor kurzem die Situation, dass wir auch für meinen Vati einen brauchten. da hab ich hier in unserer Stadt versucht einen zu finden der ihn aufnimmt, u.a. auch die von meiner Mutti. Ich hatte gedacht das ich beide da unterbinge. Fehlanzeige... Also fahren wir mit meinem Vati jetzt in eine andere Stadt, 30 km weg.

Blos gut (oder auch nicht), dass Mutti nun erst in einem halben Jahr wieder zur Kontrolle muss.

Ich hatte auch mit der Neurologin darüber gesproche, ob es sinnvoll ist Mutti ab und an in eine Tagesstätte zu bringen, damit sie unter Leute kommt. Das hat die Neurologing für nicht so gut gehalten. Ich kann das auch verstehen, denn immer wenn Mutti woanders ist, wird sie unruhig und will nach Hause.

Zu Hause liegt sie  nur auf dem Sofa oder sucht meinen Vati wenn er mal aus dem Zimmer geht. Sie ist völlig antriebslos, möchte aber trotzdem immer was helfen. Wenn ich bei den beiden bin, versuche ich sie auch mit einzubeziehen, doch ich merke das sie ganz schnell an ihre Grenzen kommt. 
Wenn ich sie z.B. das Geschirr wegräumen lasse, steht sie vor dem Schrank und weiss einfach nicht was sie machen soll. Das ist schon sehr traurig für sie und auch für mich. Ich zeige ihr dann wie bzw. was wohin gehört. Das geht zwei bis 3x gut und dann weiss sie wieder nicht mehr in welches Fach z.B. die Gabeln rein kommen. 

Ich bin einfach nur froh, dass sie beide noch zusammen sind. Auch wenn es nicht einfach ist, da auch mein Vati oft hilflos ist.

Liebe Grüße
Petra
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krebs57
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 07:53    © krebs57
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Hallo Lucky,

Mutti merkt das sie die Test und auch sonst nichts mehr alleine kann.

Sie ist bei der Ärztin aus der Praxis gestürmt und hat mir sofort gesagt: Warum musste ich hierher und ich geh hier auch nicht wieder hin. Und ich war die Böse, weil ich sie dahin gebracht habe....

Und das ist etwas was ich nicht wirklich verstehe:  Es geht nichts mehr, aber das merkt sie...

LB Gruß Petra
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Kassandra
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 08:06    © Kassandra
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Hallo Petra,

anscheinend ist die Krankheit deiner Mutter noch in einem Anfangsstadium.

Vielleicht kannst du im Gespräch mit deiner Mutter erklären, dass diese Untersuchung nötig war, um sie so lange wie möglich fit zu halten. Sage ihr, dass sie dir total wichtig sei und du nur das Beste für sie willst.

Abgesehen davon würde ich die Ärztin kontaktieren und mit ihr besprechen, wie solche oder ähnliche Untersuchungen weniger schmerzhaft für deine Mutter gestaltet werden kann.

Liebe Grüsse

Kassandra
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dirtsa66
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 08:23    © dirtsa66
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Hallo ihr Lieben,

bei meiner Mama war es so dass bei den test aber auch wirklich nie und niemand je gesagt hätte dass etwas falsch sei oder nicht gestimmt hätte. Wenn man sie nach der Jahreszeit gefragt hat und sie die falsche Antwort gegeben hat wurde trotzdem gesagt, sehr gut, danke schön. Sie wurde nie korrigiert. Natürlich hat sie gemerkt, dass ihr manche Dinge nicht einfielen, aber was sie wirklich alles falsch beantwortet hat war ihr nicht bewusst.

Alles Liebe
Astrid






Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender
und erleichtert das Unglück - Marcus Tullius Cicero
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 08:51    © lucky
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Weitere Tests sind ja nicht erforderlich. Ich bezweifle sowieso, ob diese Tests notwendig sind und ob und wem sie was bringen.

Am meisten bringen sie dem, der sie abrechnen kann.
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Kassandra
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 10:03    © Kassandra
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dirtsa66 schrieb:
Hallo ihr Lieben,

bei meiner Mama war es so dass bei den test aber auch wirklich nie und niemand je gesagt hätte dass etwas falsch sei oder nicht gestimmt hätte. Wenn man sie nach der Jahreszeit gefragt hat und sie die falsche Antwort gegeben hat wurde trotzdem gesagt, sehr gut, danke schön. Sie wurde nie korrigiert. Natürlich hat sie gemerkt, dass ihr manche Dinge nicht einfielen, aber was sie wirklich alles falsch beantwortet hat war ihr nicht bewusst.

Alles Liebe
Astrid

Das finde ich sehr einfühlsam!
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gisela
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Di 10 März 2015, 18:11    © gisela
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liebe petra

ja das verstehe ich, es ist nicht einfach einen guten neurologen zu finden.

meine mama macht auch so sachen wie deine.wenn sie z.b. einkäufe wegpackt,steht der zucker im kühlschrank, und die seife bei den gewürzen. ich warte dann meistens, bis sie nicht in der küche ist und räume eben alles an seinen richtigen platz, ohne, das sie merkt, dass sie was falsch gemacht hat.


wenn deine neurologin meint eine tagespflege wär nichts für deine mama, vielleicht kannst du eine betreuungskraft organisieren, die zu deinen eltern nach hause kommt ?
wenn deine mama eine pflegestufe hat MIT eingeschränkter alltagskompetenz gibt es von der krankenkasse einen betrag der für solche betreuungen zur verfügung steht. hab ich für meine mama auch gemacht.eine nette frau, die 1x die woche kommt und mit mama das macht, was mama gerne möchte.kaffeekränzchen, spazieren gehen, einfach nur reden u.ä.
gewohntes umfeld für mama, aber trotzdem abwechslung vom alltag


lieben gruß
gisela
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Netti
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Mi 11 März 2015, 12:54    © Netti
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Liebe Gisela

Ich finde es sehr schade  wie mit deiner Mutti umgegangen wurden ist man geht eigentlich davon aus das ein Neurologe sich mit den Umgang von Demenzerkrankten aus kennt.
Es ist für deine Mutter eine unerträgliche erfahrung gewesen die es nicht besser macht. Das schwinden der Fähigkeiten ist schon übel genug da muss man nicht noch
die Erkrankten damit konfrontieren.
Sei deiner Mutti eine Stütze gib ihr Sichheit und Geborgenheit Verständniss nimm sie im Arm zeige ihr das du bei ihr bist und Gemeinsam schaffen wir das.

Ganz viel Kraft
Liebe Grüsse Netti
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krebs57
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 20 März 2015, 08:43    © krebs57
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Guten Morgen Ihr Lieben,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten, wenn auch etwas verspätet. Beim nächsten Besuch bei der Neurologin werde ich keine Tests mehr zulassen, bzw. darauf bestehen, dass ich dabei bin. Wenn ich dann merke, dass es wieder so läuft breche ich das ab.

Doch nun habe ich seit gestern eine andere Sorge, fühle mich schlecht und weiss auch das ich nicht richtig gehandelt hab.

Ich hatte einen s.... schlechten Tag auf Arbeit und gestern war wieder Badetag.

Schon als ich kam hat Mutti nur geweint, weshalb ... das kann sie mir nicht sagen. Wir haben dann Kaffee getrunken und anschließend gebadet. Es war für mich gestern sehr schlimm. Immer nur Weinen und auf Vati schimpfen, immer wieder die Aussage das sie ja immer alles gemacht hat, jetzt aber keiner für sie da ist. Sie nichts mehr kann usw.

Ich habe dann noch in der Küche sauber gemacht und Mutti war um Flur und hat wieder nur geweint, geschimpt und gesagt das sie garnicht versteht war ich sage bzw. es nicht hört.

Ja und dann ist es passiert, ich hab sie auch ziemlich laut angefahren. "Jetzt ist aber mal Schluss, weißt du eigentlich wie weh es mir tut, wenn ich euch so sehe?" Sie war sofort ruhig und hat mich mit großen Augen angesehen. Mir war sofort klar, dass es falsch war von mir, sie hat doch garnicht verstanden was ich will oder?

Ich hab sie in den Arm genommen, mich bei meinem Vati entschuldigt. Sie konnte mich garnicht wirklich hören, denn die Batterien der Hörgeräte waren leer.

Beide haben so geweint als ich gehen musste.


Ich weiss mir keinen Rat mehr, wie ich da noch helfen soll und kann. Es wird alles abgelehnt wenn es um den Pflegedienst oder Essen auf Rädern geht.

Danke fürs zuhören.

Petra
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lucky
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 20 März 2015, 10:07    © lucky
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Es ist definitiv die schwerste Phase der Krankheit. Und es ist ganz doof-schwer, den richtigen Moment abzupassen, ab dem man das Ruder übernimmt.
Wenn die Eltern oder Du noch nicht so weit seid, lasst alles laufen, wie es läuft.

Die Betreuung für Deine Eltern hast Du schon (Vollmacht zum Beispiel)?

Wir haben Oma ja machen lassen, bis sich Krankenhausaufenthalte wegen Austrocknung und Stürzen häuften.

So lange war sie auch sehr aggressiv.
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Hopeful
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 20 März 2015, 12:56    © Hopeful
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Ach du Liebe Petra! trösten ...quäle dich bitte nicht!

Es ist passiert,sacken lassen und dazu lernen trösten

Wir sind Menschen und keine Roboter!!!!!!!

Mir ist es auch passiert und nicht nur einmal peinlich

....manchmal brauchen wir "Luft"zum weiter machen trösten


Ich kann mich Luckys Post nur anschliessen...bei meiner Mama war es genau so verdutzt


Schick dir ein Riesen Kraftpaket von Herzen I love you

Gib acht auf DICH!!!!!!!!

LG Hopeful






LG Hopeful

Die Hoffnung möcht`ich nie verlieren!
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gisela
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 20 März 2015, 14:58    © gisela
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liebe Petra
fühl dich mal gedrückt.
so wie hopeful schon schrieb..........wir sind auch nur menschen.
ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, der sämtliche Situationen jederzeit locker wegstecken kann.
manchmal denke ich unsere Eltern denken wir sind unbegrenzt belastbar. mir ist auch schon mal ein "Mama jetzt reichts aber" herausgerutscht und hinterher tats mir dann auch leid, aber es hat die luft gereinigt. wenn ich nichts gesagt hätte, hätt sies eh gemerkt, denn demente menschen haben sehr feine Antennen für sowas.
hast du mal abklären lassen, ob deine Mama zur Demenz vielleicht auch noch eine Depression hat ? (das wäre kein Einzelfall)

die betreuungskraft für meine Mama hab ich übrigens auch nur mit einem "trick" in die Wohnung bekommen. ich hab sie als meine Freundin vorgestellt die mich ab und zu besuchen kommt. anfänglich sassen wir gemeinsam zusammen, später hat sie dann geklingelt und gefragt ob ich da bin (war ich natürlich nicht) und hat dann gesagt sie würde gerne auf mich warten und solange mit Mama einen Kaffee trinken.
mittlerweile ist es nicht mehr MEINE "Freundin" ;-)

Demenz erfordert immer wieder Kreativität.

ich wünsch dir ganz viel kraft

lieben gruß
gisela
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 20 März 2015, 22:42    © Bine_aus_MUC
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Liebe Petra,

auch ich kann eine ähnliche Situation bei der Neurologin bestätigen. Meine Mutter wollte eigentlich nicht hin, ist aber mir zu liebe mitgegangen. Ich war beim Test dabei und mußte von der Neurologin auch hören wie Sie 3x zu meiner Mutter gesagt hat "ach, sie wollen ja gar nicht kommen". DANKE - dachte ich nur. Beim EEG war sie dann alleine drin und kam nach einer halben Stunde raus und sah aus wie "Einer folg übers Kukuksnest". Das ist jetzt ein Jahr her und seit dem ist die Neurologin gestorben und auch jeder andere Neurologe.

Meine Mutter ist körperlich sehr sehr fit, hat einen starken Bewegungsdrang und geht bis zu 3 Studen täglich alleine im Ort spazieren. Diese Woche am Montag hatte Sie einen "Anfall" komplett verkrampfter und schüttelnder Körper und dazu hyperventiliert (Das hatte sie schon öffter aber nicht so stark). Das habe ich mir das eine halbe Stunde angesehen und dann die 112 gewählt. Nachdem der Sani da war hat Sie sich relativ schnell beruhigt. Einer der Sanis spach sehr gut mit Ihr und meinte Sie hätte eine Panikattake und es wäre gut wenn sie zum Psychater ginge oder in eine Gesprächsgruppe (er wußte nicht das Sie dement ist). Daraufhin habe ich wieder einmal einen Versuch gestartet Sie in eine Demenzgruppe zu bekommen. Habe am nächste Tag gleich angerufen und die zuständige Damen hat am drauffolgen Tag gleich bei Ihr angerufen. Gestern war Sie dann das erste mal bei der Demenzgruppe und gestern Abend als ich bei Ihr war hat Sie ganz positiv davon erzählt und gesagt Sie würde wieder hin gehen. Heute hat sich alles gedreht und Sie hat mich vorhin am Telefon beschuldigt ich würde sie zwingen da hin zu gehen und das Sie da nicht mehr hin will. Die Leute sind alle so alt (um die 80 sagt sie) Sie ist 76 Jahr also auch kein Jungspunt. Dann können die alle nicht mehr so gut und schnell und viel laufen wie Sie und außerdem wäre Sie noch nicht so dement (das hat sie gleich 2x gesagt).
Eigentlich erwähnt sie nie das Sie dement ist, nein sie ist gesund kann alles alleine und natürlich auch immernoch Autofahren. 
Ich wurde wirklich böse von ihr beschimpft und hab mich eigentlich schon so gefreut das jetzt vielleicht endlich auch eine Entlastung für mich beginnen könnte. War wohl nix. Tja, ich werde wohl wieder meinen Kontakt etwas zurück fahren müssen, nicht mehr jeden Tag anrufen und noch 3-4x in der Woche zu Ihr gehen und Essen gehen. Sie meinte es würde genügen wenn ich einmal im Monat vorbei komme - bullshit! Dabei habe ich viele Bemühungen schon reduziert weil sie sich immer gleich gegängelt und bevormundet fühlt. Ich sage auch nichts mehr übers Autofahren, soll Sie nur halb blind und mit Demenz Autofahren, vom Staat ist das ja auch so gewollt das man nicht tun kann.

Wie du siehst Petra ist auch bei anderen einiges los und man kommt immer wieder an seine Grenzen. Ich versuche wieder mal loszulassen, wie schon so oft und sicher nicht das letzte mal. Ich wünsche Dir auch etwas mehr gelassenheit.

Lieben Gruß
Bine






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krebs57
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Do 26 März 2015, 14:26    © krebs57
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Hallo Ihr Lieben,

Danke für eure Antworten, es tut einfach gut mit jemdnem zu reden der solche Situationen kennt. 

Gestern war Putz- und Badenachmittag und es lief wieder einigermaßen ruhig ab. Mutti weint fast nur noch wenn man mit ihr alleine ist, ist Vati in der Nähe "beherrscht" sie sich. Tja den Grund kenne ich auch, denn seine Geduld ist am Ende. Seine Krankeit macht uns auch noch sehr zu schaffen. Nun musste er heute zur Knochnemarkpunktion und übernächste Woche zur Chemo (ambulant).

Heute war zum Glück mein Bruder zuhause und für übernächste  Woche haben wir für diese Zeit eine Betreuerin gefunden, die dann mit Mutti spazieren geht oder eben nur mit ihr redet, Bilder anschaut ....
Da haben wir uns durchgesetzt...

Doch wenn er selbst zuhause ist, dann will er das einfach nicht.

Gestern hat mir Mutti gesagt, dass sie einfach weglaufen will. Ich hab ihr geantwortet, dass sie mir wenigsten sagen soll wo sie hin will. Da hat sie erst gelacht und dann wieder geweint und gesagt ich würde sie ja dann in die "Klapse" stecken.... Na toll....

Ich glaube schon, dass Mutti manchmal noch weiss was sie sagt, obwohl sie kaum noch einen zusammenhängenden Satz sprechen kann, ihr fehlen einfach die Wörter. 

Heute gehe ich mit Ihr zum Friseur, denn sie hat ja bald ihren 79. Geburtstag.... das weiss sie nicht mehr, denn soooo alt ist sie ja noch nicht. 

Danke fürs Lesen und für eure Ratschläge.
Petra
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Netti
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Do 26 März 2015, 16:01    © Netti
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Hallo Petra

Ihr ja ganz schön viel um die Ohren und allen es recht zu machen ist nicht einfach.
Aber ich möchte dir mal einen Tipp geben wenn deine Mutti weint sprich Sie darauf an und sage( Oh Mutti du bist ja so traurig zeit lassen um zu antworten
nächster Satz es ist auch alles nicht so einfach kurze pause für dich und Vati Pause da weiss man manchmal nicht wie das noch weiter gehen soll Pause da ist man richtig verzweifelt Pause
Aber wir ich die Petra deine Tochte und dein Sohn der......... sind für euch da Pause und gemensam werden wir das schon schaffen gemeinsam sind wir stark.
Und eins lass dir gesagt sein sie haben jeden ein neues alter nicht korrigieren sondern sagen na das ist ja ein schönes alter .
Nicht streiten denn du verlierst immer streiten ist sinnlos zeit und tut euch und euren Lieben auch nicht gut.
Wenn du fragen haben solltest schreibe sie ruhig auf ich helfe gern mit meinen erfahrungen.

Mfg Netti
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BeitragThema: Re: Meine Mutti-Besuch beim Neurologen
Fr 27 März 2015, 07:24    © krebs57
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Guten Morgen Netti,

gestern war ich ja mit Mutti bei Friseur.

Ich hab nur gestaunt... sie unterhält sich mit der Friseurin "ganz normal"... sagt zusammenhängende, auch sinnvolle Sätze.

Kaum sind wir dort raus, weint sie wieder und bringt nichts mehr zusammen.

Ich versuche schon ruhig zu bleiben und nicht mit ihr zu streiten, doch so was macht mich dann doch unsicher. 

Na ja, es geht sicherlich vielen so, dass man sich das nicht erklären kann. Für mich ist das eine Zerreissprobe, weil ich dann denke sie macht uns teilweise was vor um Aufmerksamkeit zu erhalten. Entschuldigt bitte meine Gedankengänge, doch manchmal hane ich wirklich das Gefühl es ist so, denn jetzt ist nicht nur Mutti krank, sondern auch noch der Vati... und da dreht sich halt auch vieles um ihn.

Ich versuche für Beide da zu sein und wir werden es auch gemeinsam schaffen.

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende.

Petra
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Meine Mutti-Besuch beim Neurologen

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