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 Demenz-Pflegekonzept Seniorendomizile

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Hannah_
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BeitragThema: Demenz-Pflegekonzept Seniorendomizile
Di 28 Nov 2017, 16:00    © Hannah_
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Hallo zusammen  flower,
wie ich bereits in meiner Vorstellung berichtet habe, bin ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten rund um das Thema "Demenz-Pflege" im Umkreis München. Der Grund dafür ist, dass meine Mutter seit ein paar Monaten an Demenz erkrankt ist und die Krankheit immer weiter vorschreitet. Aktuell lebt sie noch alleine zuhause, aber meinem Mann und mir wird dies schön langsam etwas zu gefährlich... Aus beruflichen und Wohnungs technischen Gründen ist es uns aber leider nicht möglich sie bei uns zuhause aufzunehmen. Uns ist es aber sehr wichtig, dass wir weiterhin die Möglichkeit besitzen, sie regelmäßig besuchen zu können und wünschen uns ein neues Zuhause für sie, an dem sie auch bestens umsorgt wird. Über das Internet sind wir vor kurzem auf das Demenz-Pflegekonzept von https://www.augustinum.de/ aufmerksam worden. Hat denn hiermit schon jemand Erfahrungen gemacht? Oder gibt es im Umkreis München noch andere Seniorendomizile, die ihre Pflege speziell auf Demenz Kranke ausrichten? Und ist es überhaupt sinnvoll Sie in ein Seniorendomizil "zu geben", was speziell auf Demenz Erkrankte ausgerichtet ist? Wir sind um jede Hilfe dankbar! 
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße wünscht Hannah  I love you
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gisela
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BeitragThema: Re: Demenz-Pflegekonzept Seniorendomizile
Di 28 Nov 2017, 17:57    © gisela
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liebe Hannah
Zitat :
Und ist es überhaupt sinnvoll Sie in ein Seniorendomizil "zu geben", was speziell auf Demenz Erkrankte ausgerichtet ist?
das ist nicht so leicht zu beantworten, weil es individuell sehr unterschiedlich sein kann.
demenzkranke in pflegeeinrichtungen auf normalstationen zu integrieren klappt manchmal recht gut,
solange verhaltensauffälligkeiten sich im rahmen der Toleranz für die Mitbewohner bewegen.
wenn allerdings stärkere verhaltensauffälligkeiten auftreten kann es schnell zu eskalationen führen, wenn z.b.
ein demenzkranker sich an den Habseligkeiten der normalen Bewohner bedient, nächtliche Störungen die regel werden ect.
auf dementenbereichen gibt es , oder sollte es zumindest geben, gerontopsychiatrisch geschultes personal, meist ist auch der
personalschlüssel etwas höher, der eine bessere psychosoziale Betreuung gewährleistet, man weiss dort mit
verhaltensauffälligkeiten angemessen umzugehen.
nun kommt es dann natürlich auch auf den schweregrad der Demenz an.
befindet sich die Demenz noch im frühen Anfangsstadium, empfinden demenzkranke es auf einem Bereich in denen
nur demenzkranke liegen es oft als Zumutung, da sie Situationen noch gut erkennen können und mit unverständnis
reagieren, auch aus der angst heraus tagtäglich vor augen geführt zu bekommen, wie sich die Krankheit ggf auch bei ihnen
selbst weiter entwickelt. solche menschen sind erstmal auf einem Bereich mit normalen Bewohnern deutlich besser aufgehoben
wie ich finde.
Zitat :
Der Grund dafür ist, dass meine Mutter seit ein paar Monaten an Demenz erkrankt ist und die Krankheit immer weiter vorschreitet. Aktuell lebt sie noch alleine zuhause, aber meinem Mann und mir wird dies schön langsam etwas zu gefährlich..
gibt es denn Begebenheiten, die eure sorge begründen?
vielleicht reicht es ihr in der Häuslichkeit durch z.b. Pflegedienst, betreuungsdienst,essen auf rädern,nachbarschaftshilfe,
tagespflege das leben zuhause noch für einige zeit zu ermöglichen?
was sagt sie selbst denn dazu? würde sie in ein heim gehen? welche wünsche hat sie selbst?
Zitat :
Über das Internet sind wir vor kurzem auf das Demenz-Pflegekonzept von https://www.augustinum.de/ aufmerksam worden. Hat denn hiermit schon jemand Erfahrungen gemacht?
ich würde mir die Einrichtung in die ich einen angehörigen bringe vorweg immer persönlich ansehen( am besten mit demjenigen zusammen), eindrücke sammeln, und zwar nicht zwingend zu den üblich Besuchszeiten sondern am vormittag oder auch späten nachmittag.
sitzen die menschen am tisch oder in ecken und starren vor sich hin, oder ist leben im haus, finden Aktivitäten statt, wird gelacht,
getröstet, etwas gemeinsam gemacht usw.usw.






    lieben gruß

                           gisela                        


mein Vorbild ?....der Löwenzahn...wenn er es schafft durch Asphalt zu wachsen...kann auch ich scheinbar unmögliches schaffen
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BeitragThema: Re: Demenz-Pflegekonzept Seniorendomizile
Mi 29 Nov 2017, 09:01    © Hannah_
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Liebe Gisela,

vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung.

befindet sich die Demenz noch im frühen Anfangsstadium, empfinden demenzkranke es auf einem Bereich in denen
nur demenzkranke liegen es oft als Zumutung, da sie Situationen noch gut erkennen können und mit unverständnis
reagieren, auch aus der angst heraus tagtäglich vor augen geführt zu bekommen, wie sich die Krankheit ggf auch bei ihnen
selbst weiter entwickelt. solche menschen sind erstmal auf einem Bereich mit normalen Bewohnern deutlich besser aufgehoben
wie ich finde.

< Das ist super zu wissen. Ich möchte meiner Mutter ja wirklich nichts zumuten, was Sie nicht möchte... Ist es denn prinzipiell möglich sie zuerst in einen "normalen" Bereich zu geben und wenn die Krankheit weiterhin vorschreitet sie zu verlegen? Also nehmen wir mal an Sie kommt in ein Seniorenheim, das nicht speziell auf Demenz Kranke ausgerichtet ist und wird schwerer krank. Ist dann eine Verlegung in ein anderes Seniorendomizil so einfach möglich?


gibt es denn Begebenheiten, die eure sorge begründen?
vielleicht reicht es ihr in der Häuslichkeit durch z.b. Pflegedienst, betreuungsdienst,essen auf rädern,nachbarschaftshilfe,
tagespflege das leben zuhause noch für einige zeit zu ermöglichen?
was sagt sie selbst denn dazu? würde sie in ein heim gehen? welche wünsche hat sie selbst?

< Ja solche Begebenheiten gibt es. An "starken" Tagen ist das Leben zuhause für sie sicherlich noch möglich. Da kann sie super lecker alleine kochen, einkaufen gehen, die Wäsche machen usw. An den schwachen Tagen (die seit einigen Wochen leider immer stärker auftreten),  sieht es aber ganz anders aus. Über eine vergessene brennende Kerze am Essenstisch, über einen angelassenen Ofen und angebrannten Plastik Teller auf dem Ofen war schon so ziemlich alles "Klischeehafte" dabei. An manchen Tagen weiß sie nicht mehr welches Jahr wir haben und wie alt sie ist. Dann begibt sie sich früh morgens auf den Weg zur ihrer ehemaligen Schule, da sie denkt, dass sie Unterricht hat.
Sie selbst sagt, dass sie unsere Sorge nicht versteht, da bisher (Gott sei Dank) ja noch nichts Schlimmes passiert sei. Prinzipiell ist sie aber auch nicht abgeneigt in ein Seniorenheim zu gehen. Dies liegt auch daran, dass sie sich schon immer gerne mit Freunden/Bekannten/Gleichaltrigen getroffen hat und sie ja "auch nicht so weit von uns wegkommt" (wir würden ja nach einem Seniorendomizil in unserer Nähe suchen). An anderen Tagen findet sie die Idee dann wiederum überhaupt nicht mehr gut.


ich würde mir die Einrichtung in die ich einen angehörigen bringe vorweg immer persönlich ansehen( am besten mit demjenigen zusammen), eindrücke sammeln, und zwar nicht zwingend zu den üblich Besuchszeiten sondern am vormittag oder auch späten nachmittag.
sitzen die menschen am tisch oder in ecken und starren vor sich hin, oder ist leben im haus, finden Aktivitäten statt, wird gelacht,
getröstet, etwas gemeinsam gemacht usw.usw.

< Danke für den Tipp. So werden wir es vermutlich auch machen!  I love you
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BeitragThema: Re: Demenz-Pflegekonzept Seniorendomizile
Mi 29 Nov 2017, 16:22    © gisela
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liebe Hannah
Zitat :
Das ist super zu wissen. Ich möchte meiner Mutter ja wirklich nichts zumuten, was Sie nicht möchte... Ist es denn prinzipiell möglich sie zuerst in einen "normalen" Bereich zu geben und wenn die Krankheit weiterhin vorschreitet sie zu verlegen? Also nehmen wir mal an Sie kommt in ein Seniorenheim, das nicht speziell auf Demenz Kranke ausgerichtet ist und wird schwerer krank. Ist dann eine Verlegung in ein anderes Seniorendomizil so einfach möglich?
im Idealfall findest du eine Einrichtung, die beides hat. bei uns im heim gibt es normalstationäre pflege, eine offene
dementenabteilung und eine geschlossene.
gibt es jetzt auf der normalpflege einen sehr verhaltensauffälligen Bewohner und es ist ein platz im dementenbereich
frei oder es könnte aus diesem Bereich ein bewohner verlegt werden, weil er z.b. nicht mehr mobil ist, sind umzüge auf eine andere station
in absprache mit den angehörigen problemlos.
Vorteil hier ist, dass sich nicht die Strukturen des hauses ändern sondern "nur" einige  gesichter.






    lieben gruß

                           gisela                        


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