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 Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??

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BeitragThema: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Sa 14 Nov 2009, 20:49    © Admin
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Dieser kurze Film versucht einen kleinen Einblick in die Welt eines dementen Menschen zu geben. Es wird auf eindrückliche Weise gezeigt, wie viele Stimmen zu einem Stimmengewirr verschmelzen. Aber auch wie zwischen einem "leeren Nichts" und aufkommenden Erinnerungsbildern, bis hin zum direkten Angesprochen werden, ein jeweiliger "Szenenwechsel" geschieht. Also eine art Überstimulanz des Gehirns, weil weder das eine noch das andere wirklich herausgefiltert werden kann, geschweige noch lange Gedanklich an etwas konkretem verweilt werden kann.

Dabei werden vom Betroffenen die einen Augenblicke als sehr angenehm empfunden und andere wiederum als unangenehm. Ich finde dieser Film lässt auch ein Stückweit verstehen, warum Demente manchmal so ganz anders auf Begebenheiten reagieren, als was wir erwarten würden....







Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
So 15 Nov 2009, 09:21    © sylvia
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Ursula, das ist wirklich sehr interessant und so können wir besser verstehen und begreifen.

LG Sylvia








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Biggi
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
So 15 Nov 2009, 19:46    © Biggi
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Liebe Ursula,
ich antworte jetzt mal ganz spontan und sage, dass mich dieser Film erschreckt ! Wenn das wirklich so ist, steht das Gehirn ja unter Dauerstrom alles zu sortieren. Man weiss ja vieles, aber aus dieser Perspektive, wenn es so extrem ist, ist es schon der Wahnsinn.
Das Langzeitdedächnis bleibt ja bis zum Schluss, aber das es ständig vermischt wird mit der Realität stelle ich mir sehr verwirrend vor.

Danke für den Beitrag, habe vieles wieder neu verstanden!

LG Biggi







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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Fr 01 Jan 2010, 23:32    © Rudi
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Beängstigend , chaotisch ...
Umso wichtiger ist es , unseren Demenzkranken beizustehen und sie durch dieses Chaos zu begleiten . Wie furchtbar muss es sein , darin alleingelassen zu werden . Denn die Emotionen wie Angst , Vertrauen und Liebe bleiben bei Demenz bis zum Schluss .
Übrigens steht ein Gehirn immer unter unter Dauerstrom , egal ob dement oder gesund .

Gruss Rudi
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Gabika
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Sa 02 Jan 2010, 22:06    © Gabika
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Schlimm! Völlig verwirrend.
Ich verstehe nicht, warum die Demenzkranken nicht versuchen zu erzählen, was in ihnen passiert. Warum ertragen es die Kranken stumm? Fehlt das Vertrauen in die Umwelt, um sich zu öffnen?

lg,
Gabi
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
So 03 Jan 2010, 12:18    © Admin
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Liebe Gabika

Das Hauptproblem liegt eigentlich meist in der fehlenden Wortfindung. Aber auch in der Tatsache, das selbst für Gesunde es mitunter schwer sein kann, gewisse Begebenheiten zu beschreiben. Vorallem wenn wir glauben dass das Gegenüber nicht ansatzweise dasselbe schon erlebt hat und somit nicht wirklich verstehen kann was wir meinen. Vielleicht sogar noch schlimmer - uns eventuell für verrückt erklären könnte. Wie oft schweigen wir Gesunden, weil wir glauben das uns das Gegenüber sowieso nicht verstehen kann? Um so wieviel schwieriger wird dies für Demente, mit einer Krankheit, die in aller Munde von - keine Heilungschancen, Entmündigung und der Angst nicht mehr ernst genommen zu werden bekannt ist. Sprich, über das eigene Schicksal irgendwann andere bestimmen werden? Ich fürchte viele Demente (im Anfangsstadium) haben Angst, das wenn sie über ihre Krankheit reden würden, sie (aus ihrer Sicht) sich nur noch früher für "Unzurechnungsfähig" erklären täten. Manchmal wird auch desshalb Schweigen und Rückzug als bester Schutz gesehen, damit ja nichts auffällt. Oder wenn dies unvermeidlich ist auch Angriff als Verteidigung.

Das Erik sich mir gegenüber so über seine Krankheit geöffnet hatte, um mich besser verstehen zu lassen, hatte lediglich mit unserer Vorgeschichte zu tun. Besser gesagt in welcher, seiner Lebenssituation wir uns damals kennen lernten. Niemandem sonst, hatte er sich so Offengelegt, erst recht nicht seinen "Nächsten" gegenüber. Die einen seiner Nächsten wollte er mit allen Mitteln schützen, und Anderen wiederum konnte er nicht vertrauen.

Noch ein weiterer Gedanke dazu: Um Dinge die wir nicht Verstehen, doch irgendwie vernünftig Einordnen zu können setzt ein gewisses abstraktes Denken voraus. Gerade da haben wir aber schon wieder das nächste Problem bei Demenz. So spielt sich das Empfinden, des eigenen Erlebens, zwar sehr stark auf der Gefühlsebene ab, kann sich aber nur schwer anders, als durch spontane Reaktionen ausdrücken. Darum wird das beachten der Körpersprache so wichtig. Sowohl unsere eigenen Körpersprache, wie auch die unserer lieben Dementen.

Lieber Rudi

Rudi schrieb:
Übrigens steht ein Gehirn immer unter unter Dauerstrom , egal ob dement oder gesund .
Sicher steht ein Gehirn immer unter Dauerstrom, da hast du absolut recht. Aber Gesunde können selektiv denken, also unwesentliches ausblenden, um sich auf wesentliches konzentrieren zu können. Dies ist im verlaufe einer Demenz immer weniger möglich. Sprich, alle Eindrücke kommen gleich stark an, was oft zu einer absoluten Überreizung führt. Das positive an der ganzen Tragik ist nur, das sich wenigstens dann das Hirn manchmal wie ausklinkt. Erik hat dies als aufkommenden Nebel beschrieben. Das waren Augenblicke, wo er für mich einen nachdenklichen Eindruck machte, wenn ich ihn aber fragte was er denke, er nur sagte nichts, es ist einfach nur leer. Für ihn waren solche Augenblicke eigentlich Erholung pur, wenn ich ihn in Ruhe liess und wartete bis "der Nebel" wieder vorbei war. Nur musste ich dies leider auch erst verstehen lernen.

Aus verschiedenen Gründen finde ich persönlich den Film eigentlich nicht nur beängstigend. Beängstigend für Demente ist eher, wenn sie etwas unbedingt möchten, wo sie nicht mehr verstehen können, warum ihnen etwas verweigert wird (fehlende Krankheitseinsicht). Oder wenn sie sich nicht verstanden fühlen. Wenn z.B der Wunsch kommt nach Hause zu gehen, und sie (aus unserer Sicht) verständlicherweise daran gehindert werden müssen u.s.w. Ein Trost ist nur, das für den Moment wo von dem Wunsch wieder abgelenkt werden kann, auch der Leidensdruck wieder weg ist. Ein Trost ist auch, das in freudigen, schönen Augenblicke das Traurige in dem Moment zu 100% vergessen ist. Oft sind es wir Gesunden die schöne Augenblicke durch dauernd schmerzliche Erinnerungen betrüben lassen. Aus diesen und noch vielen anderen Gründe sehe ich eine Demenz nicht nur als Grausam an, sondern sie hat in ihrer Tragik wenigstens auch etwas Humanes in sich. Bedingung es sind liebe, einfühlsame Menschen für sie da, die ihnen möglichst die notwendige Geborgenheit vermitteln können.

Das sind einfach so meine Gedanken dazu.

Liebe Grüsse euch allen

eure Ursula






Liebe Grüsse
 

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maxmoritz
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
So 03 Jan 2010, 13:48    © maxmoritz
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er hat mir so manche Erklärung fürdie Mimik gegeben.

Moni
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BeitragThema: Demenz-Erkrankung - ja oder nein???
Fr 14 Mai 2010, 15:10    © Kämpfer
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Hallo,

nachfolgend schildere ich Euch meine Geschichte aus meiner Sicht. Vielleicht könnt Ihr dabei wertvolle Hinweise für den Umgang mit Betroffenen aus Eurem Umfeld gewinnen.

Erstmal die Fakten:
Ich bin 1958 geboren, also heute 52 Jahre alt.
Bis Mitte 2006 war ich erfolgsreicher Vertriebsleiter bei einer Bank.
Ab Mitte 2006 baute ich leistungsmässig stark ab und ließ mich freiwillig von meiner Bank in der Hierarchie eine Stufe herabsetzen.
März 2007: verhinderter Hinterwandinfarkt durch 2-fache Stentimplantation.
Mai 2007: Rückkehr in den Job nach dem Motto, zwar noch nicht 100% fit, aber das kommt sicher noch, der Job hatte mir immer Spaß gemacht.
Mai 2007 - September 2007: Immer wieder fällt mir das Arbeiten schwer. Es merkt keiner, habe ja ein Einzelbüro. Da fällt es auch nicht auf, daß ich zunehmend stundenweise stupide auf meinen Laptop starre. Im gleichen Zeitraum fällt eine schwere Erkrankung einer naher Angehörigen.
Ende September 2007: Wortwahlprobleme bei einer Kundenberatung und "feuchte" Aussprache. Zusammenbruch und Einweisung in die Psychatrie. Wochenlanger Aufenthalt und viele Untersuchungen, CCT, MRT und Lumbalpunktion. Werde mit einem valiumähnlichen Präparat ruhiggestellt.
Mitte Nov. 2007: fühle mich total hilflos, Autofahrten mit mehr als 80km /h werden zur Qual, Geselligkeit und das Erzählen der fast erwachsenen Kinder nach der Schulrückkunft sind für mich nicht länger als 5 Minuten zu ertragen. Ich werde an die nächste Uniklinik überwiesen.
Dez. 2007: In der Uni-Klinik wird eine PET-Aufnahme des Gehirns vorgenommen.
Jan. 2008: Diagnosebesprechung: Demenz im frühen bis mittleren Stadium. Aricept und Melperon werden verschrieben.
Bis Ende Feb. 2008: Melperon verursachte mir Sehprobleme. Von Aricept spürte ich nichts. Baute aber immer weiter ab, besonders morgens nach meiner Medikamenteneinnahme. Dazu gehörte auch ein Magenschoner, den ich schon nach der Stentimplantation ein Jahr vorher verschrieben bekommen habe. Im Dunst meiner damaligen Wahrnehmung und meines Kampfeswillens habe ich diesen Magenschoner erstmal abgesetzt. Siehe da: ich fühlte mich geistig wieder viel frischer, konnte Internetaufgaben fürs Gehirn altersgemäß sehr gut lösen, konnte wieder selber Auto fahren. So bin ich zur Hausärztin. Demenz-Medikamente wurden daraufhin abgesetzt, eine Reha beantragt, da jetzt vermutet wurde, daß keine Demenz sondern ein Burn-Out vorlag. In der Reha wurden Tests gemacht hinsichtlich der Intelligenz. Das waren für mich Zahlenspielchen für Kinder. Hatte ich doch einen Lebtag mit Zahlen in komplexer Form im Beruf zu tun. Aber man bescheinigte mir im Abschlußbericht überdurchschnittliche Intelligenz.
Nach der bewilligten Reha habe ich wieder einen Neueinstieg in meinem alten Beruf versucht. Die Seminare waren für mich kein Problem - war ja alles Altbekanntes. In der Praxis war es dann fatal. Die begann genau in der Zeit der Finanz- und Bankenkrise. Im Vertriebsaußendienst gab es nur Hauen und Stechen. Darauf führe ich auch heute noch mein Scheitern beim Wiedereinstieg zurück. Das gab dann zuhause zusätzliche Probleme. War ich doch bis dahin quasi Alleinverdiener einer 4-köpfigen Familie. Es folgt eine angedachte Trennung auf Zeit, die von meiner Frau zur endgültigen Scheidung genutzt wurde. Mit kleinen Nebenjobs versuch ich seitdem, meine Existenz aufzubessern. Im Umgang mit Behörden und offizieller Post fühle ich mich überfordert und reagiere mit Agressivität. Aber wehren gegen falsche Bescheide - das habe ich Lusche bis heute nicht fertiggebracht. Dazu habe ich einfach keine Nerven. Aber auch im Umgang mit früheren Freunden und Familienmitgliedern bin ich nicht gerade zimperlich. Fühle mich im Stich gelassen, weil nicht mehr als fromme Sprüche rüberkamen.
Habe dann eine neue Frau Ende letzten Jahres kennengelernt, die mir Zuneigung und Wärme gab, obwohl es ihr insbesondere finanziell nicht gut geht. Seit Monaten versuche ich, einen Job zu finden. Bisher keinen Erfolg. Das Familiengericht fragt immer schriftlich bei mir an, ob mir die Scheidungsfolgen bewusst wären. Ja nu, es gab damals eine schriftliche Trennungsvereinbarung, die zwar zu meinem finanziellen Nachteil ging, aber ich hab sie nun mal unterschrieben.
Jetzt will ich zu meiner neuen Partnerin ziehen und habe drei entsprechende Angebote für einen Umzugs-LKW eingeholt. Diese habe ich der Behörde zwecks Kostenübernahme vorgelegt und das günstigste Angebot wurde bewiligt und die Kosten dafür auf mein Konto überwiesen. Nach dieser Zusage wollte das Vermiet-Unternehmen plötzlich viel mehr für den LKW. Habe telefoniert und argumentiert - aber die Aussage war sehr schwammig. Ob ich jetzt den LKW bekomme, steht in den Sternen. Mach ich denn alles falsch?
Ich fühle mich schlichtweg mit Allem überfordert - weiß heute nicht, wie es weitergehen soll. An manchen Tagen fühle ich mich fit und bringe auch intellektuelle Leistungen für meinen kleinen Nebenjob als kleiner Autor, an anderen Tagen vermag ich kaum das Aufzufassen, was meine Gesprächspartner mitteilen. Dann sind auch oft Nächte vorausgegangen mit Schlaflosigkeit und unzusammenhängenden Gedanken, vor allem verwirrende Angstgedanken über die Zukunft.

Ich weiß nicht, wo ich jetzt stehe und was mit mir passieren wird. Ich will das alles nicht.
Sollte es neue Erkenntnisse geben und ich in der Lage sein, Euch diese hier zu posten, werde ich dies gern tun. Meine Seele schmerzt und weiß, ich bin nicht mehr der, der ich vor Mitte 2006 einmal war.

Herzliche Grüsse
Euer "Kämpfer"
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Fr 14 Mai 2010, 15:28    © sylvia
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Herzlich Willkommen Kämpfer,
magst Deinen Vornamen nennen
Du hast eine bewegte Geschichte hinter dir, wenn ich überlege, ich bin auch so jung wie Du.

Hast viele Fehlschläge einstecken müssen und dich etwas selbst überschätzt, indem Du zu früh arbeiten gingst.
Bist öfter falsch verstanden worden, was sehr schade ist und auch weh tut und verletzt.

Bei sovielen Problemen kann man nicht mehr der "Alte" sein. Schau nach vorn, versuche glücklich mit Deiner neuen Frau zu werden, dann heilt auch die Seele.


Du bist keine Lusche, es ist stark und zeigt Grösse hier alles niederzuschreiben.

Alles Gute.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Fr 14 Mai 2010, 15:58    © Biggi
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Hallo Kämpfer und herzlich Willkommen bei uns im Forum.

Ehrlich gesagt, fehlten mir beim ersten Durchlesen deines Beitrages die Worte. Ich kann dir wirklich nur meinen grössten Respekt aussprechen, dass du deine bestimmt sehr tragische Geschichte hier vorträgst und uns teilhaben lässt. Danke für deinen Mut!

Es freut mich für dich, dass du eine neue glückliche Beziehung gefunden hast. Diese macht die Probleme zwar nicht wett, aber ich denke zu zweit ist vieles leichter zu ertragen.

Schön, dass du uns gefunden hast, und hier sind immer offene Ohren und Herzen, die zuhören und teilhaben.

Alles Gute und viel Kraft wünscht
Biggi







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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
So 16 Mai 2010, 10:11    © Admin
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Lieber Kämpfer

Ich schliesse mich hier den Worten der Anderen an. Mich hat deine Geschichte sehr beeindruckt und im ersten Moment hat sie mir die Sprache verschlagen. Innerhalb weniger Jahre, hast du eine Odyssee durchgemacht die man so eindrücklich und persönlich geschrieben selten zu lesen bekommt. Ich danke dir dafür.

Aus ganzem Herzen wünsche ich dir, das die Diagnose Burn-Out sich bei dir nun als Definitv erweist. Aus eigener Erfahrung weiss ich wie Burn-Out, viele demenzielle Symptome zeigen kann und dementsprechend auch Angst macht. Auch wenn es sich bei mir Schlussentlich "nur" um 2 intensive Jahre handelte, in denen ich vieles nicht mehr weiss was da alles gelaufen ist.....Ich bin damals nicht zum Arzt gegangen, dafür war meine Angst einfach zu gross. In der Zwischenzeit, 5 Jahre später, bin ich nun auf dem Besserungsweg, auch wenn mich immer noch vieles Überfordert. Damals sagte mir eine liebe Person, das es in etwa gleich viel Zeit braucht um aus einem Burn-Out zu kommen, wie es Zeit brauchte um in dieses rein zu rutschen. Heute, Rückblickend gebe ich dieser Aussage recht. Zumindest für mich scheint sich dies zu bestätigen....

So wünsche ich dir aus ganzem Herzen, das es auch für dich wieder schrittweise Aufwärts gehen darf. Auch wenn es seine Zeit braucht und Geduld dabei so eine Sache für sich ist . Deine neue, liebevolle und einfühlsame Beziehung wird dir - so denke ich - eine grosse Hilfe dabei sein. Ich sende dir dazu viele liebe Gedanken und......Bleibe weiterhin ein Kämpfer, es lohnt sich.

Es würde mich sehr freuen, wenn du uns hier weiterhin auf dem Laufenden hälst. Bis zum nächsten Lebenszeichen, wünsche ich dir alles Liebe, eine grosse portion Zuversicht, Hoffnung und viel Liebe die dazu die notwendige Kraft schenkt.

Liebe Grüsse von einer mitfühlenden Ursula






Liebe Grüsse
 

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BeitragThema: Ich kann nicht mehr....
Mi 19 Mai 2010, 11:04    © Kämpfer
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.....alles mach ich falsch, alles läuft schief. Ich geh morgen ins Krankenhaus. Hoffentlich halten die mich da, sonst weiss ich nicht mehr weiter..........bin kein Kämpfer mehr. Gebe auf, habe keinen Mut mehr. Sorry - tut mir leid..........
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sylvia
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mi 19 Mai 2010, 13:54    © sylvia
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Lieber Kämpfer,
so sollte man nie denken. Glaubt man es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Halte durch, Du bist stark, sonst hättest Dich hier nicht gemeldet. Das ist Grösse.

Alles Gute.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mi 19 Mai 2010, 16:54    © Gissi
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Hallo lieber Kämpfer,
nachdem was du schon alles durchgemacht hast,solltest du gerade jetzt nicht aufgeben..
Ich denke die meisten hier haben auch schon das Gefühl gehabt vor einer Wand zu stehen wo es nicht mehr weiter geht... Aber es gibt immer einen Weg wo es weiter geht...
Ich hoffe du kommst in gute ärtzliche Betreuung damit du wieder Mut fassen kannst,würde mich freuen dann wieder hier von dir zu lesen............






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Lebe mit der Zeit...
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LG Gissi
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BeitragThema: Danke!
Mi 19 Mai 2010, 19:53    © Kämpfer
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Ich danke Euch für Eure Anteilnahme und menschliche Zuwendung, die ich hier erfahre. Aber ich merke, wie ich immer weniger mit Dingen, mit denen alle meine Mitmenschen konfrontiert werden können, klarkomme und mich auch nicht mehr wehren mag. Hab die letzten zwei Wochen frische Brötchen aus den Schweinetüten von Supermärkten gefunden. Waren auch mal leckere Teilchen dabei. Aber bei mir häuft sich Post, mit der ich nicht umgehen kann. Finde vieles sehr ungerecht, mag aber nicht zu irgendwelchen Anwälten laufen. Hab ich keine Kraft dazu.
Freue mich aber über Eure lieben Zeilen. Kann mit Zahlen und Schreiben gut umgehen, habe noch zeitweise kleine Artikel im Internet über textbroker geschrieben, über all die Themen, die mir liegen und wo ich von früher Erfahrungen habe oder mein Wissen einbringen konnte. Aber das wird auch immer anstrengender. So komm ich in einer Stunde schreiben auf 2 Euro Honorar. Aber ich hab wenigstens meinen Gehirnschmalz bewegt.
Ihr seid wirklich gute Menschen - sehr selten heute! Werde mich gern wieder melden, wenn es mir möglich ist, auch um meine Erfahrungen mitzuteilen. Ich möchte dann irgendwie noch von Nutzen sein für andere Betroffene.

Liebe Grüsse
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mi 19 Mai 2010, 20:49    © Biggi
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Lieber Kämpfer,
auch wenn du dich nicht mehr so nennen magst, bitte halte durch. Deine Geschichte geht mir sehr zu Herzen. Ich vermag mich nicht in deine Situation zu versetzen, das kann ich nicht. Doch gibt es so viele Hilfsmöglichkeiten, die man mit Sicherheit nur schwerlich annehmen möchte, aber schon entlastend seien können.

Lass uns weiter teilhaben an deiner Geschichte und ich hoffe, du tust es. ( Jetzt schenke ich einem Mann auch mal Blumen.... )

LG Biggi







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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Do 20 Mai 2010, 08:21    © sylvia
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Moin Kämpfer,
ich hab hier mal ein paar Tipps vielleicht ist es hilfreich und regt zum nachdenken an:

http://www.zeitzuleben.de/artikel/persoenlichkeit/selbstbewusstsein.html

Alles Gute.

LG Sylvia








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maxmoritz
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Do 20 Mai 2010, 21:32    © maxmoritz
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Hallo Kämpfer,

ich habe gerade erst Deinen Beitrag gelesen.
Zu Allererst danke ich Dir das Du auch mich an Deinem Leben ein klein bisserl teilnehmen lässt indem Du schreibst.

Dann möchte auch ich anmerken das ein echtes Burn Out nicht mal ebenso wieder verschwinden. Sondern es wirklicher Arbeit bedarf es zu verscheuchen.

Dann Deine neue Liebe, Klasse ich hätte gerne meine neue auch jetzt. Sofort bitte.!!!!

Und das mit deinem wenigen Geld. Nicht so wild. Hast Du Dir unterstützung mal vorgstellt?
Es ist natürlich dann auch wieder etwas für sich tun, und ich meine zwischen Deinen Zeilen gelesen zu haben das DU Dir das verbietest. Warum???

Ich bin absolut gespannt wieder von Dir zu lesen. Und auch mich interessiert Dein Name.

Ich schicke Dir hiermit schon mal eine riese Portion Kraft und Willen!

LG Moni






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flower Ich grüße alle Foris flower
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Sa 22 Mai 2010, 15:31    © Babs2105
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Ich habe den Film heute erst gesehen und habe richtig Angst bekommen !
Ich habe nun viel über Demenz gelernt und lerne durch "meine Demente" täglich mehr und neues, aber dieser Film lässt mich nun die An Demenz erkrankte Menschen besser zu verstehen.

@ Kämpfer ... ich habe großen Respekt und Hochachtung vor Dir.
Es hier so mitzuteilen zegt uns, daß Du gegen diesen "Feind" kämpfst und gibst nicht so schnell auf.
Ich hoffe diese Krankheit kommt nur sehr langsam auf Dich zu und daß Du noch viele klare Gedanken hast.
Es tut mir sehr leid, daß das Schicksal bei Dir so früh zugeschlagen hat.
Aber manchmal ist das Leben einfach so, wir haben keine Wahl.






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Kämpfer
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BeitragThema: 6 Wochen Klinik........und die Tau-Proteine vermehren sich..
Mo 05 Jul 2010, 18:25    © Kämpfer
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Hallo zusammen,

bin seit dem WE wieder zuhause. Ergebnis nach 6 Wo. Krankenhausaufenthalt: Die Werte des Tau-Proteins haben sich seit der letzten Lumbal-Punktion um 75 Punkte erhöht. Beta-Amyloid-Werte sind ebenfalls auffällig. Klare Sache also.

Herzliche Grüsse
Euer Kämpfer
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sylvia
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mo 05 Jul 2010, 18:33    © sylvia
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Gute Besserung Kämpfer.

LG Sylvia








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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mo 05 Jul 2010, 20:01    © Biggi
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Hallo lieber Kämpfer,
schön von dir zu hören!

Zwar verstehe ich deine aufgeführten Diagnosen nicht so wirklich, aber ich denke sie haben dir Aufschluss gebracht...

Ich hoffe, du versuchst damit zu leben und berichtest uns weiter.

LG Biggi, die hofft, dass du weiter kämpfst...







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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Mo 05 Jul 2010, 21:31    © Admin
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Lieber Kämpfer

Es tut mir unsäglich leid, dass das Bestätigt zu sein scheint, wo wir hofften das es nicht eintreffen soll. Was soll ich dazu sagen.....Als "nur" Anghörige im Zusammenhang mit Demenz, kann ich selbst mit bestem Willen mir dennoch nur Ansatzweise vorstellen, wie sich diese Diagnose in deinem Inneren auswirkt. Dennoch hoffe ich, das du weiter Kämpfst. Um möglichst viel doppelt - nein dreifach, oder vierfach so Intensiv zu leben. Vielleicht dürfen wir hier ein stückweit Wegbegleiter sein. Vielleicht, wenn du den grössten Schock überstanden hast, magst du uns auch mit in deine Tiefen nehmen und uns weiterhin an deinem Leben (soweit möglich) teilnehmen. Du würdest damit vielen, zu einem besseren Verständnis verhelfen. Aus meiner Sicht wäre dies von unschätzbarem Wert. Vielleicht wäre dies auch für dich selber, wenigstens eine kleine Hilfe? Eine wichtige Aufgabe wäre es allemal.

Ich sende dir viele liebe, soweit nur möglich auch mitfühlende Gedanken.

Eine nachdenkliche Ursula






Liebe Grüsse
 

"Trauer ist ein Teil des Lebens, aber sie darf nicht das ganze Leben werden."
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BeitragThema: Re: Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??
Di 06 Jul 2010, 13:08    © albiette
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Lieber Kämpfer,

auch von mir erst einmal ein verspätetes Hallo.

Ich kann mich den Worten von Ursula nur anschließen.

Du hast uns Deinen richtigen Namen (noch) nicht verraten, vielleicht solltest Du aber auch nur bei diesem Namen bleiben.
Denn es lohnt sich immer zu kämpfen.

Es wäre wirklich wunderbar von Dir, wenn Du weiterhin in unserer Runde bleibt, vielleicht lernen wir dann einiges noch besser zu verstehen.

Ganz liebe Grüße und wenn Du magst laß Dich

Angela
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BeitragThema: Gebe gern meine Erfahrungen hier preis
Di 07 Sep 2010, 18:42    © Kämpfer
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Hallo zusammen,

hab mal wieder die Power, mich an den PC zu setzen und hier meine Erfahrungen zu posten. Endberichte liegen jetzt vor - es ist definitiv kein Alzheimer. Verdacht auf Morbus Pick.
Ich selbst lebe jetzt mit folgenden Problemen: ich habe Ideen. Nach wie vor. Aber bei allem gibt es ja zwangsläufige Pausen. Die könnte ich ja mit der Umsetzung einer zweiten oder gar dritten Idee ausfüllen. Da macht mein Kopf nicht mehr mit. Auch ist es übel, wenn ich morgens (obwohl ich ausschlafen konnte), beim Frühstück das Radio läuft. Spricht meine Partnerin mich dann an, nehme ich zwar wahr, daß da ein anderes akustischen Signal von ihr ausging - den Sinn dessen, was sie sagte, verstehe ich dabei nicht. Da frage ich dann nach: Was hast Du gerade gesagt?
Früher bin ich gern stundenlang durch den Wald über Stock und Stein spaziert. Da bin ich heute nassgeschwitzt und nach zwei Stunden ziemlich malat. Und all das bekomm ich bei vollem Bewusstsein mit. Ich koche auch gerne, schon seit langem. Aber wenn ich mal ein neues Rezept ausprobiere, brauche ich absolute Ruhe und viel viel Zeit. Sonst fang ich an nervlich zu flattern und bring alles durcheinander. Deshalb gelingen mir die besten Sachen, wenn ich alleine bin. Auch wenn es viel mehr Zeit braucht als früher.

Ich verstehe die "Sch"-Krankheit mittlerweile immer besser. Habt ihr auch Demenz-Kranke in Eurem Umfeld, schaut bitte, was sie früher gern gemacht haben und evtl. heute noch können. So gebt ihr ein wenig Selbstbewusstsein zurück. Denn dies ist das, worunter ich auch am meisten zu leiden habe. Gottlob habe ich eine Partnerin, die mich da voll unterstützt.

Ich danke für Eure Zuschriften und hoffe, Euch hin und wieder über meine weitere Entwicklung informieren zu können.

Herzliche Grüsse
Euer Kämpfer

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Was könnte im Kopf eines Demenzkranken vorgehen??

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