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 Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln

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Steffi1969
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BeitragThema: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 13:52    © Steffi1969
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Hallo,
meine Mutter ist seit Dezember 2012 nach Krankenhausaufenthalt im Heim. Diagnose: Demenz unbekannter Genese, paranoide Störung.

Nun hätte ich mal eine Frage an euch:

meine Mutter bekam damals in der Psychiatie Melperon Saft und  das wurde vom Neurologen auch unverändert übernommen. Nach 5 Monaten etwa wurde die Dosierung verringert, dann mal wieder erhöht, wieder verringert. Mal melperon Saft, mal Tabletten, mal viel mal wenig, mal was ganz anderes. Und immer die Aussage vom Arzt, an ihrem Zustand wäre nix zu ändern.
Nach genauem Durchsehen der Apothekenrechnungen hab ich jetzt gesehen, daß die letzte Melperon Verschreibung Mitte April/50 Tabletten war. Danach kein demenzmedikament mehr, dafür aber 2 Sachen wegen Parkinson (das hat sie wohl auch noch)

Welche Erfahrungen habt ihr mit Ärzten und Medis gemacht?

Klar dauert es evtl. einige Zeit bis ein Arzt herausfindet welches Medikament in welcher Dosierung richtig ist, aber 31 Monate ständiges Experimentieren? Ich finde das seltsam. Das Heim hat nun in Absprache mit mir einen anderen Neurologen beauftragt, aber bis zum Termin wirds noch dauern.

Das Problem ist, das sie tagsüber oft gar nicht ansprechbar ist und deswegen nun in 3 Wochen zum 2. mal im Krh ist. Nachts ist sie hyperaktiv und will weg. Sie ist auch in den letzten 6 Monaten etwa 6x gestürzt (das sind nur die Stürze, von denen ich seitens des Heims informiert wurde) und hatte mal Platzwunden, mal Brille kaputt, mal blaue Flecken im Gesicht.

Im Krankenhaus meinte eine Schwester, es käme ihr so vor als wäre sie nicht richtig mit den Medis eingestellt. der Arzt (Innere Med.) meint er kann da nix machen oder auf Neuro überweisen solange sie im KRH nicht auffällig ist und er einen Anlaß hat.


Dazu kommt, das sie seit fast 2 Jahren immer wieder eine wunde Stelle am Po hat vom sitzen den ganzen Tag. Im KRH hat man ihr so eine spez. Luftmatratze deswegen ins Bett gelegt.
Gibt es nicht eine Möglichkeit im Heim auch sowas zu bekommen? Bzw. evtl. eher ein "Luftkissen" da es bei ihr ja vom sitzen und nich vom liegen ist? Muß sowas verschrieben werden? wenn ja von wem? Hausarzt?

Ich kenne mich  mit all diesen Sachen noch viel zu wenig aus und hoffe ihr könnt mir helfen.

Danke schonmal im Vorraus.

Steffi
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Marie
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 14:25    © Marie
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Liebe Steffi,

mit der Psychiatrie habe ich zwar gar keine Erfahrung (mein Vater war nie bei einem Psychiater). Vater hat abends vor dem Schlafen gehen zur Beruhigung Melperon bekommen in ganz kleiner Menge. Von den Tabletten haben wir zu Saft gewechselt, weil der sich besser einnehmen ließ. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht (im Gegensatz zu Schlaftabletten, die nicht gewirkt haben und bei jedem Aufstehen zum Sturz führten).

Könnte das, was Du als wunde Stelle bezeichnest, eventuell ein Dekubitus sein? Wenn ja, gibt es dafür von der Kasse nicht nur Spezialkissen sondern auch Spezialmatratzen. Natürlich auch zur Vorbeugung. Für die Behandlung sollte man eine Wundschwester hinzuziehen. Die sind dafür speziell ausgebildet. Mit unseren Pflegeschwestern (die ausgebildete Krankenschwestern waren) habe ich da nicht so gute Erfahrungen gemacht. Erst eine Wundschwester hat's auf die Reihe gebracht. Soll aber nicht heißen, daß es nicht auch Pflegekräfte gibt, die sich damit auskennen.

Soweit meine Erfahrungen.

Ich  daumendrueck   daß ihr bald die nötige Hilfe bekommt.






von Marie
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gisela
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 17:28    © gisela
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liebe steffi

ja, du hast recht..........da wird sehr lange herumexperimentiert.
du könntest beim Neurologen auf eine Einweisung in die Gerontopsychiatrie zum einstellen der Medikamente bestehen.
(bei uns machen das die pflegekräfte schon von selbst in absprache mit den angehörigen, bei den regelmäßigen Visiten, wenn wir merken, dass Medikamente nicht greifen.)
so wie es sich liest hat deine Mama eine tag/nachtumkehr (was bei Demenz nicht unüblich ist), das würde für die pflegekräfte bedeuten, man muss deine Mama am tage beschäftigen (und sie somit am tagschlaf hindern) um den tag nachtrhythmus ggf wieder regulieren zu können.

zum decubitus..........der Hausarzt muss ein Rezept für eine wechseldruckmatratze und ein spezielles Sitzkissen schreiben, die werden dann übers sanitätshaus in die Einrichtungen geliefert, was nicht heisst, dass das personal nicht auch dafür zu sorgen hat, dass deine mutter nicht den ganzen tag sitzt, sondern lagewechsel durchführt (z.b. 2 stündlich deine Mama vom stuhl hoch holen und mit ihr gehen u.ä.).

lieben gruß
gisela
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 17:42    © Steffi1969
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Danke für die Infos.

Da demnächst ein anderer Neurologe kommt, wollte ich mal abwarten was der nun macht. Ich hoffe der hat bald Zeit, die haben ja alle ihre Terminkalender proppevoll. :-(

In der Zwischenzeit will ich mal mit der Hausärztin reden wegen diesen Dekubitus Kissen usw., bzw. sollte meine Mutter weiterhin stürzen oder "nicht ansprechbar" ins Krankenhaus kommen, werd ich auf eine Einweisung auf eine entsprechende Station drängen.

Als 2012 der Verdacht auf Demenz war, wurde sie von der Hausärztin auf die Neurologie eingewiesen, da sie dort nach 7 tagen ausser Rand und Band nachts durchs Haus rannte, kamm sie um 2 Uhr nachts in eine andere Klinik auf die Psychiatrie. Dort bekam sie das Melperon, was ja auch Wirkung zeigte, und der Neurologe, den das Heim hinzuzog, behielt das erstmal bei. Sie war vorher nie bei einem Neurologen und ich wußte auch keinen, daher war ich einverstanden, diesen zu nehmen, da er auch andere Patienten im Heim hat und dort sowieso öfter hinkommt.


Was mir eine Schwester sagte, fand ich auch recht komisch:
Die Hausärztin war letzte Woche dort nachdem sie wieder getaumel und gestürzt war. Sie hat sich die Medikamentenanweisung vom Neurologen zeigen lassen, und meinte wohl kopfschüttelnd, das sie 2 Medis bekäme, die man normal nicht zusammen gibt, und das das Zeug, das sie morgens bekommt müde macht, das Zeug von abends dagegen macht munter.
Da frag ich mich so langsam was dieser Neurologe taugt...
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Steffi1969
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 17:51    © Steffi1969
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hab mir gestern Abend mal die Arbeit gemacht und anhand der Apothekenrechnungen aufgelistet, was sie seit Januar 2013 alles verschrieben bekam:

Jan. 1304.01.2013Melperon 300 ml
 07.01.2013Valsartan98 Stk Fta
 15.01.2013Tannosynt100g
 15.01.2013Nephral50 Stk Fta
 17.01.2013Melperon 300 ml
Feb. 1307.02.2013Melperon 300 ml
 20.02.2013Nephral100 fta
 22.02.2013Melperon 300 ml
Mrz. 1302.03.2013Otriven Spray 
 05.03.2013Melperon 300 ml
 06.03.2013Otriven Spray 
 19.03.2013PVP Jod AL Salbe 
 22.03.2013Melperon 300 ml
 26.03.2013Valsartan98 Fta
Apr. 13   
    
Mai. 1307.05.2013Melperon 300 ml
 08.05.2013Novaminsulfon Lichtenstein30 Fta
Jun. 1312.06.2013Melperon 300ml
 18.06.2013Torasemid30 Tab
Jul. 1310.07.2013Torasemid100 Tab
 18.07.2013Melperon 300ml
 18.07.2013Allevyn Gent 
 25.07.2013Allevyn Gent 
Aug. 1330.07.2013Tannosynt Creme 
 30.07.2013Allevyn Gent 
 21.08.2013Melperon 300ml
Sep. 1304.09.2013Torasemid100 Tab
 11.09.2013Valsartan98 fta
 24.09.2013Melperon 300 ml
Okt. 1315.10.2013Melperon 300 ml
 21.10.2013Algoplaque 
Nov. 1312.11.2013Algoplaque 
 25.11.2013Linola Fett 
 26.11.2013Melperon 300 ml
Dez. 1317.12.2013Melperon 300ml
 18.12.2013Torasemid100 Stk Tab
Jan. 14   
    
Feb. 1411.02.2014Melperon 300 ml
 19.02.2014Urgocell 
Mrz. 1418.03.2014Melperon 300 ml
 26.03.2014Torasemid100 Fta
 26.03.2014Valsartan98 Fta
Apr. 1416.04.2014Melperon 200 ml
Mai. 1406.05.2014Melperon 300 ml
 20.05.2014Perocur Forte10 Stk
Jun. 1424.06.2014Melperon 300 ml
Jul. 1401.07.2014Torasemid100 fta
 15.07.2014Melperon 300 ml
 16.07.2014Melperon 50 FTA
 28.07.2014Melperon 50 fta
 31.07.2014Gazin 
  Lomatuell 
 31.07.2014Decoderm Tri Creme 
Aug. 1406.08.2014Melperon 50 fta
 20.08.2014Melperon 50 FTA
Sep. 1410.09.2014Melperon 50 FTA
 23.09.2014Ambroxol20  tab
Okt. 1408.10.2014Melperon 50 FTA
 14.10.2014Torasemid100 Fta
 21.10.2014Olynth 
 22.10.2014Melperon 50 fta
Nov. 1405.11.2014Melperon 50 FTA
 26.11.2014Melperon 50 FTA
Dez. 1417.12.2014Melperon 100 fta
Jan. 1506.01.2015Levod Pl Bens50 HKP
 14.01.2015Levodopa Bens Ratio100 Tab
 21.01.2015Torasemid100 Fta
 30.01.2015Amantadin20 Fta
Feb. 1518.02.2015Amantadin20 fta
  Melperon 100 fta
 20.02.2014Bronchipret saft 
  Nasenspray 
 24.02.2015Amantadin100 fta
Mrz. 1517.03.2015Perocur Forte10 Hkp
 19.03.2015Dracofoam Schaums 
  Urgoderm 
 25.03.2015Levodopa Bens Ratio100 Tab
Apr. 1531.03.2015Melperon 100 Fta
 14.04.2015Dracofoam Schaums 
 15.04.2015Melperon 50 Fta
 22.04.2015Valsartan98 Fta
 28.04.2015Melperon 50 Fta
 29.04.2015Levodopa / B-Neurax100 Fta
Mai. 1527.05.2015Otriven 
 29.05.2015Dracofoam Schaums 
Jun. 1510.06.2015Torasemid100 Tab
 10.06.2015Amantadin 100 Fta
 19.06.2015Levodopa / B-Neurax100 Tab

In welcher Dosierung sie wann welche Medis bekommt, weiß ich nicht, im Heim findet man selten jemand der sich die Mühe macht das nachzuschlagen und mir Auskunft gibt. Aber es wechselt ja anscheinend eh dauernd.
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Lena
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Di 28 Jul 2015, 21:23    © Lena
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Hallo Steffi.

- Matratze ist Sache des Altenheim...sie müssen dafür sorgen. Setz dich mit der Stationsleitung-Pflegedienstleitung zusammen und verlange eine solche Matratze. Ansonsten...rede mit der Hausleitung.
- Melperon...davon muß sie eine ordentliche Doris bekommen haben, laut den Verschreibungen. ( mein Vater bekam 10 Trpf. abends- um ruhig durchzuschlafen).
-Dracofoam, Algoplaque, Allenyn Gent....ist für die Dekubitusbehandlung, sozusagen ein Pflaster. Wenn sie einen Dekubitus hat..müßte das dokumentiert sein. Wie groß die stelle z B ist. Der Hausarzt gibt genaue Anweisung wie oft das Pflaster gewechselt werden soll.
-Hatte sie öfters mal Schnupfen? Otriven und Olynth....wurden verschrieben.
- Decoderm- nimmt man bei einem Hautpilz.

Die Medikamente können gut für ihre Stürze verantwortlich sein.
- Ach, noch was... einen Medikamentenplan muss in jeder Patientendoku sein. Als Betreuer...darfst du in diese Doku lesen!
So mal als Info für dich. Aber ...Fussel.... kennt sich da viel besser mit Medis aus. scharmant-zwinkernd Also ich würde auch an deiner Stelle noch mal einen anderen Neurologen konsultieren zwecks den ganzen Meddikamenten. Wenn sie denn Parkinson ahben sollte, wäre es vielleicht besser, das sie in einer Klinik für Parkinson Patienten zu machen.
Viel Erfolg wünsche ich dir. umarmung






Liebe Grüße Lena.
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Mi 29 Jul 2015, 06:39    © Fussel
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Das größte Problem dürfte die Parkinsonerkrankung sein.

Ich würde mich ausführlich mit dieser Diagnose beschäftigen, dann
wirst Du sicherlich durch Erfahrungsberichte einiges besser verstehen können,
was mit Deiner Mama vorgeht.

An der Melperonbestellung insbesondere im Heim, kann man nicht immer
festmachen, wie viel Medikamente verbraucht wurden, denn ich denke, daß
das Heim nicht für jeden Patienten immer eine eigene Flasche verwendet.

Das ist natürlich doof, weil man die Rechnungen dafür erhält. Ich denke
aber viele werdend davon ausgehen, daß ab einem bestimmten Betrag sowieso
eine Befreiung erteilt wird.

Ein Beispiel: Wenn so eine Abteilung 10 Patienten hat die Melperon erhalten,
dann hätten die 10 angefangene Flaschen, die zu verschiedenen Zeiten leer
werden.

Der eine verbraucht mehr davon, der andere weniger. Nach 4 Wochen muß die angefangene
Flasche weggeworfen werden....

Das dürfte bei Tropfen und Säften nicht praktikabel sein, wenn man immer
wieder angefangene Flaschen wegwerfen muß, oder aber jeder Patient/Bewohner
eine eigene Flasche geöffnet hat. Die kann man ab einer bestimmtem Menge ja
nicht mehr lagern. Wenn man zb. 30 Patienten hätte die diesen Saft erhalten,
dann müßten 30 angefangene Flaschen gelagert werden von denen etliche
nach einer bestimmten Zeit immer wieder weggeworfen werden müßten.
Salben kann man eher im Zimmer des Patienten lassen, auch Augentropfen
usw. Melperon würde ich dort nicht stehen lassen, damit aus der Flasche
kein kräftiger Zug genommen werden kann.

Anders kann man mit Tabletten umgehen, oder aber mit Medikamenten die sonst
kein anderer Patient erhält.

Das nutzt also eigentlich nichts.
Bei meiner Schwiegermutter mußte ich etliche innerhalb von 14 Tagen
Medikamentenrechnungen begleichen, die nicht leer gewesen sein konnten.
Das gleicht sich mit der Befreiung wieder aus.
Natürlich hört sich das nicht gerecht an und ich war wenig begeistert,
wenn ich in einem Monat 2 mal fast 200€ Zuzahlung leisten mußte.

Allerdings war dadurch der Betrag schneller erreicht, daß die Schwiegermutter
eine Medikamentenbefreiung erhielt.
Das Heim sieht die Patienten eher als Einheit bei den Bestellungen, als
eine Privatperson, die den einzelnen im Blickfeld hat.
Das können nur Annäherungswerte sein, bei Tropfen und Säften, es sei
denn es handelt sich um BTM Medikamente, bei denen für jeden Tropfen
Buch geführt werden muß. Melperon ist in der Regel ein Saft, bei dem
eine Dosis von 5 ml nicht ungewöhnlich ist.

Manche Medikamente wirken erst wenn man sie regelmäßig ein nimmt
und man kann die Wirkung erst nach Monaten beurteilen.
Zb. bei den Rheumamedikamenten, kann man erst nach mindestens
6 Monaten beurteilen, ob ein Medikament Wirkung zeigt.
31 Monate sind etwas lange.

Allerdings wird keiner mit einer Heilung der Parkinsonerkrankung rechnen,
und somit wird die Wirkung des Melperons warscheinlich nicht angezweifelt
werden, oder aber es fällt einem nicht anderes mehr ein.

Die Stürze haben ihre Ursache in der Parkinsonerkrankung.
Das ist eines der Hauptprobleme bei Parkinson.
Das ist mit einer Demenzerkrankung kaum zu vergleichen.
Wer das vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Das Hinfallen hat mit dem Melperon oder anderen Ursachen, weshalb
alte Menschen in der Regel stürzen
leider nicht viel zu tun.
Die werden bei den Bestellungen bei dem Melperon alle Patienten,
die Melperon bekommen zusammenfassen und sich reihum die Rezepte
schreiben lassen. Aber auch wenn zb. ein anderes Medikament
fällig für ein Rezept ist Melperon gleich mit bestellen.

Oftmals haben die Patienten im Heim verschiedene Hausärzte,
und man muß bei Bedarf den Arzt ein Rezept schreiben lassen,
der rasch greifbar ist. Das wäre sehr schwer, für die Menge
Patienten für jedes Medikament andere Ärzte anzukurbeln, und
ist sicherlich auch nicht leistbar in der Personalsituation.

In der Praxis dürfte das so aussehen: Einer schaut: Welche Medikament
brauchen wir um über die nächsten Tage zu kommen ?
Aha es fehlt Melperon: Wir benötigen für 3 Tage 3 Flaschen. Wer erhält
Melperon auf dessen Namen die 3 Flaschen bestellt werden können.
Da nicht immer dasselbe Personal bestellt, dürfte auch das Unsicherheitsfaktoren
bedeuten um die Dosierung anhand der Bestellung nachzuvollziehen.

In einer Klinik bestellt man Medikamente nicht personenbezogen. Da hat
man ständig den Stationsarzt  zur Hand, der das Sammelzrezept unterschreiben
kann. Im Heim ist das leider viel komplizierter.
Ist der Hausarzt nicht greifbar, dann gibt es für den Patienten kein Medikament.

Wenn Du für 30-50 Patienten Medikamente stellst, dann sieht man
ganz schnell wie aufwändig es wäre, wenn man für jeden einzelnen
Medikamente lagern müßte und diese personenbezogen lagern und
stellen muß.
Ich habe ja schon bei meinen Medikamenten ein Lagerungsproblem,
wenn ich die Packungen für 1-3 Monate lagern muß.

Die eine Packung enthält 600 Tabletten, von denen ich nur eine halbe
brauche. Medikamente von denen ich 3 am Tag einnehmen muß, sind
in einer Packung mit höchstens 50 Tabletten...

Einfacher wäre es, wenn man für einen bestimmten Zeitraum, zb.
4 Wochen genau die richtige Menge Medikamente erhalten würde.
Würde ich die punktgenau bestellen, dann wäre ich 3-4 mal pro Monat
wegen Rezepte unterwegs zum Arzt und zur Apotheke. Mich
nervt das ja schon bei einer Person und die Medikamente sind für mich
selbst.
Wenn ich nun noch die Pillen meines Mannes extra bestellen
würde, dann wäre das noch nerviger und unübersichtlicher.
Für eine noch größere Anzahl von Patienten wird das unübersichtlich
und die Fehlerquelle wird bei dem Zeitdruck noch höher.

Außer bei den Nasentropfen, ist die Liste leider nicht aussagekräftig,
um die Menge beurteilen zu können, die Deine Mama tatsächlich
erhalten hat.








Liebe Grüße Christina


Zuletzt von Fussel am Mi 29 Jul 2015, 07:15 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Mi 29 Jul 2015, 06:53    © Fussel
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http://parkinson.gesund.org/beschwerden/kardinalsymptome.htm

Gib mal bei Google Parkinson und Stürze ein, dann wirst Du sicherlich
hunderte Informationen darüber angezeigt bekommen.

Lg Christina
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gisela
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Mi 29 Jul 2015, 08:56    © gisela
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liebe christina

fussel schrieb:
An der Melperonbestellung insbesondere im Heim, kann man nicht immer
festmachen, wie viel Medikamente verbraucht wurden, denn ich denke, daß
das Heim nicht für jeden Patienten immer eine eigene Flasche verwendet.


bei uns in der Einrichtung werden Medikamente NUR bewohnerbezogen bestellt und benutzt

fussel schrieb:
Ein Beispiel: Wenn so eine Abteilung 10 Patienten hat die Melperon erhalten,
dann hätten die 10 angefangene Flaschen, die zu verschiedenen Zeiten leer
werden.

Der eine verbraucht mehr davon, der andere weniger. Nach 4 Wochen muß die angefangene
Flasche weggeworfen werden....


ja, wir haben z.b. mehrere bew die melperon bekommen, und jeder hat seine eigene flasche. wenn ein Bewohner weniger bekommt, werden kleinere flaschen bestellt.

die Tabletten bekommen wir in wochenblistern von der apotheke geliefert, die dann ebenfalls bewohnerbezogen im medikamentenwagen im Dienstzimmer aufbewahrt werden.

fussel schrieb:
Oftmals haben die Patienten im Heim verschiedene Hausärzte,
und man muß bei Bedarf den Arzt ein Rezept schreiben lassen,
der rasch greifbar ist. Das wäre sehr schwer, für die Menge
Patienten für jedes Medikament andere Ärzte anzukurbeln, und
ist sicherlich auch nicht leistbar in der Personalsituation.


wir haben medibestellformulare, dort wird der bedarf für die einzelnen Bewohner eingetragen (bewohnername, medikament, als liste) und an die entsprechenden Hausärzte oder Neurologen gefaxt, die dann ihrerseits die Rezepte an die apotheke schicken, die uns dann beliefert.


würden wir Medikamente von frau x an frau y ausgeben hätte das für unser personal umgehend eine Abmahnung zur folge.


lieben gruß
gisela
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Mi 29 Jul 2015, 09:51    © Lena
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Hallo Gisela,
so kenne ich es auch aus meiner Erfahrung. Aber ich denke...jede Einrichtung handhabt es nach seinem Gusto.

Und in der Regel kommen die Hausärzte einmal die Woche auf Visite. Also kein Problem, Medis verschreiben zu lassen.

Stürze- nach dem mein Vater....sein "Ruhemedikament" nicht mehr einnahm....stürzte er auch nicht mehr. Es war zu hoch dosiert und wurde ohne mein Wissen verabreicht. Durch dieses Medikament...war er tagsüber so lahm, müde, dass er sozusagen über seine eigenen Füße fiel. Nach Heim und Arztwechsel...ging es ihm besser. Jahre später hatte sich seine Demenz verändert und er bekam abends Melperonsaft.

Danke dir Fussel!!!






Liebe Grüße Lena.
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Do 30 Jul 2015, 06:21    © Fussel
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Das Blistern der Medikamente ist eine tolle Sache und eigentlich ist
es schade, daß dieser Service nicht öfters und überall angeboten wird.

Manche Kliniken haben das eingeführt, daß die Medikamente schon
gestellt und eingeschweißt aus der Apotheke kommen.
Das Argument dagegen dürften Personalkosten sein, wie überall;
Für Personal darf ja leider nie viel ausgegeben werden.

Liebe Grüße Fussel
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Do 30 Jul 2015, 07:33    © dirtsa66
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Hallo ihr Lieben,

bei Mama kamen die Medis in einem Wochendosett fertig für jeden Patienten von der Apotheke. Nur wenn was Neues unter der Woche dazu kam wurde das im Heim dazugegeben. Für Tropfen und Säfte gab es für jeden einzelnen Patienten eine eigene Flasche.

Das einzige von dem ich weiß, dass es manchmal von anderen Patientengenommen wurde sind Einlagen. Die Krankenkassen bewilligen nur ein bestimmtes "Kontingent" pro 6 Wochen (und das ist ordentlich knapp bemessen) so wurde schon mal bei den Nachbarn ausgeborgt wenn es sich mal um einen Tag nicht ausging. Das wurde aber wieder ausgeglichen. Ich musste auch immer wieder Einlagen zukaufen. Da hab ich mich auch gefragt, was machen die Leute, die allein sind und niemanden haben der was zukauft.

Alles Liebe
Astrid






Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender
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BeitragThema: Re: Frage wegen Medikamenten und Hilfsmitteln
Do 30 Jul 2015, 21:45    © Steffi1969
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Danke erstmal für eure Antworten.

Soviel ich weiß haben die im Dienstzimmer mehrere Melperonflaschen stehen. die Haben viele kleine Schrankfächer an der einen Wand und auf jedem fach den Namen des Bewohners. darin stehen die Medis. Aber ich müßte mal genauer schauen oder nachfragen.

Mein Bruder und ich haben nächsten Mittwoch um 15 Uhr einen Termin bei der Pflegedienstleitung.

Nach diversen "Vorfällen" die ich nicht unbedingt OK finde wird es Zeit da mal auf den Tisch zu klopfen.

Ich denke ganz oft, ok, es ist wie überall, wenig Personal, viel Arbeit, man kennt das ja....aber manche Sachen gehen gar nicht. Eine gewisse Grundversorgung sollte da sein. Dafür wird das Pflegepersonal bezahlt.

Ich will vor dem termin im Heim noch Rücksprache mit der HÄ halten, damit ich weiß was von ihr verordnet/angewiesen ist.

Mal gespannt was dabei raus kommt
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