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 Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?

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Mollchen
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BeitragThema: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 15:43    © Mollchen
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Ich hatte meine Geschichte ja schon etwas vorgestellt...es ging um meine Mutter, die derzeit im Pflegeheim ist, sich aber vorstellt, nach einer Runde Krankengymnastik oder zwei, wieder so hergestellt zu sein, dass sie wieder zu Hause wohnen kann.

Die neue Ärztin hat nun einen Termin bei dem nächstgelegenen Neurologen gemacht, auch um eine eventuelle Demenz abzuklären.
Meine Frage wäre: kann das ein Neurologe auf jeden Fall herausfinden? Ihr habt ja sicherlich Erfahrung damit.

Der Punkt ist, dass meine Mutter, wenn sie will, sehr vernünftig und charmant sein kann. Ihre schwierigen Seiten kann sie kurzfristig sehr gut verbergen.
Und ich gehe davon aus, dass sie auch über Demenz schon einiges gehört hat, da sie immer gerne anspruchsvolle Sendungen im TV geschaut hat...
Kann man einen Neurologen austricksen?

Die Ärztin hatte auch vorgeschlagen, vielleicht sollte man es mal mit Antidepressiva versuchen.
Aber wenn meine Mutter alles ablehnt - was ich befürchte - was kann man da tun?

Ich drehe mich fortwährend, den ganzen Tag im Kreis...ihr merkt es sicher.
Ich habe heute zum hundertsten Mal meinen Antrag für eine Betreuung durchgelesen und immer noch nicht abgeschickt...

Mollchen
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gisela
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BeitragThema: Re: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 16:24    © gisela
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liebe mollchen

ein guter Neurologe ist nicht so leicht "auszutricksen". da deine Mama noch im Pflegeheim ist, und sich so ein multiprofessionelles Team von ärzten und pflegekräften um deine Mama kümmert, fliessen sämtliche Beobachtungen sämtlicher seiten in die Beurteilung mit ein. wichtig sind dabei auch deine Beobachtungen über deine Mama, deswegen wäre es auch gut, wenn du bei diesem Termin vielleicht dabei bist, oder den pflegekräften deine Beobachtungen vor dem Termin mitteilst, damit diese sie weiterleiten.
da es verschiedene arten von Demenz gibt, wird der Neurologe ggf noch weitere Untersuchungen in betracht ziehen, wie z.b.ein ct o.ä.

mollchen schrieb:
Der Punkt ist, dass meine Mutter, wenn sie will, sehr vernünftig und charmant sein kann. Ihre schwierigen Seiten kann sie kurzfristig sehr gut verbergen

du sagst es schon.............kurzfristig. viele demente können kurzfristig eine gute Fassade aufrecht erhalten, aber in längeren Gesprächen mit den richtigen fragen bröckelt diese Fassade sehr schnell (was ein guter Neurologe den betreffenden aber nicht merken lässt)

mollchen schrieb:
Ich habe heute zum hundertsten Mal meinen Antrag für eine Betreuung durchgelesen und immer noch nicht abgeschickt...

kleine hilfe
mach dir mal einen zettel mit dem für und wider, den du dann schwarz auf weiss vor dir liegen hast,
vielleicht hilft dir das etwas bei der Entscheidung.
und nochmal........du musst nicht ALLE Bereiche abgeben.

ich z.b. würde für meine Mama NIEMALS die Gesundheitsfürsorge abgeben, wenn es so wäre, denn nur ICH weiss, was sie möchte und ich möchte nicht, dass z.b. ein betreuer, der meine Mama nicht kennt entscheidet, dass sie z.b. künstlich ernährt wird.

ganz lieben gruß
gisela






    lieben gruß

                           gisela                        


mein Vorbild ?....der Löwenzahn...wenn er es schafft durch Asphalt zu wachsen...kann auch ich scheinbar unmögliches schaffen
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Mollchen
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BeitragThema: Re: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 16:59    © Mollchen
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Liebe Gisela,

danke für deine Antwort!

Eigentlich ist meine Entscheidung gerade in der letzten Stunde gefallen.
Ich hatte mit meiner Mutter wieder mal eine Diskussion am Telefon, um Wohnung, Kündigung, Pflegeheim, Einzelzimmer...
Irgendwann sagte sie dann zu mir: "Wenn du so weitermachst, habe ich irgendwann keine Lust auf nichts mehr - und weisst du, was ich damit meine???"

Und da dachte ich, jetzt ist das Fass übergelaufen.

Wenn sie nun beginnt, mit Suizid zu drohen, ist bei mir Ende.
Ich fülle nun das Formular nochmal aus und schicke es ab.

Das mit der Gesundheitsfürsorge werde ich bedenken.

Mollchen
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gisela
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BeitragThema: Re: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 17:14    © gisela
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ich glaube, das ist eine für dich gute Entscheidung und
ich wünsche dir, dass du dann wieder etwas zur ruhe kommen kannst
lieben gruß
gisela






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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 18:01    © Aphrodite
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Hallo Mollchen!

Au Mann deine Mutter ist nicht ohne. Es ist die richtige Entscheidung wenn du das mit
dem Betreuer machst. Kannst du den Kontakt für eine Weile unterbrechen auch Telefon
damit du zur Ruhe kommst? Denn das ist Stress pur für dich.

Wie sieht es für dich mit Fachlicher Hilfe aus? Psychologe? Ein Psychologe kann
dich seelisch aufbauen und ich glaube das brauchst du dringend.
Ich gehe diesen Weg gerade selber. Mein Mann und ich sind beide behindert.
Körperlich. Wir kriegen den Stress doppelt ab. Da wir nur die Hälfte an Kraft
zur Verfügung haben was ein Gesunder hat. Ich kann dir das nur empfehlen.

Vielleicht bekommst du auch unter diesen Umständen eine Kur damit du mal
dich aufbauen kannst. Deine Mutter ist ja gut versorgt.

Ich drücke dir die Daumen das du weiter die Kraft hast den Weg zu gehen.

Wie sieht es bei dir mit Freunden aus? Hast du Menschen an denen du dich
wenden kannst? Ich kann und sogar verteilen. Ist was habe ich sofort zwei
Mann hinter mir. Doch habe ich mich entschlossen jetzt selber was für mich
zu tun.

Kopf Hoch nicht unterkriegen lassen.
Liebe Grüße Aphrodite
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Mollchen
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BeitragThema: Re: Kann ein Neurologe immer erkennen "was los ist"?
Do 03 Sep 2015, 18:56    © Mollchen
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Liebe Aphrodite,

ja, das ist richtig. Meine Mutter hat es immer schon wunderbar beherrscht, mich emotional unter Druck zu setzen, um ihre Ziele zu erreichen.
Eigentlich ging es mir dahingehend nur gut, wenn ich gar keinen Kontakt zu ihr hatte.

Über das Thema Psychologe/Therapie mache ich mir in letzter Zeit auch vermehrt Gedanken.
Ich habe als junge Frau schon mehrere "Therapie-Abschnitte" (Einzel, Gruppe, etc.) absolviert, was mir damals schon geholfen hat. Irgendwann dachte ich dann, jetzt kriege ich es alleine gebacken.
Aber das Thema Mutter kommt immer wieder hoch.

Auch über eine Kur habe ich schon nachgedacht. Haupthinderungsgrund war für mich bisher unser Hund, weil ich nicht weiss, wo wir den tagsüber unterbringen sollen, da mein Mann arbeitet. Aber vielleicht gibt es da ja doch Möglichkeiten.

Ja, ich habe Freunde/innen - zwar nicht viele, die mit diesem Thema umgehen können, aber es gibt sie.

Jetzt, wo ich den Brief ans Amtsgericht eingeworfen habe, geht es mir schon etwas besser nickend 

Mollchen
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