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 Demenz schreitet voran

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kati66
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BeitragThema: Demenz schreitet voran
Sa 07 Jan 2017, 18:35    © kati66
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Hallo liebe Forianer,

erst einmal wünsche ich allen hier ein Frohes Neues Jahr und wünsche viel Kraft und gute Gesundheit.

Ich war vor längerer Zeit schon einmal hier und hatte über meine Mutter berichtet. Meine Mutter leidet an Demenz und hat im letzten Jahr extrem abgebaut. Nachdem es über Weihnachten richtig gut war, sie sehr "klar" war und mit großem Appetit gegessen hat, kam es gestern zum Zusammenbruch. Ich wurde Am Abend über den Hausnotruf informiert und fand sie dann sich übergebend und völlig entkräftet im Bad vor. Sie wurde dann mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht und liegt dort mit Verdacht auf Norovirus, da auch noch Durchfall hinzu kam.

Man mag kaum glauben, wie schnell Menschen abbauen können. Sie liegt nun da und kann kaum sprechen, ihr Gebiß passte heute morgen kaum, man muss sich anstrengen, um sie zu verstehen. Sie wirkt so klein und hilflos, ist aber der Meinung, dass alles gut ist. Leider ist dem nicht so, aber sie ist, trotz ihrer Krankheit immer gut drauf und freundlich. Der Leidende bin ich  pale Wobei ich mal mehr und mal weniger traurig bin, denn ich haben einen tollen Mann an meiner Seite, der mich unterstützt und außerdem auch einen sehr guten Pflegedienst, der sehr hilfreich ist. 

Irgendwie habe ich die Situation kommen sehen und glaube auch noch nicht, dass es ein Norovirus ist, Ergebnis kommt eh erst Montag. Ich nenne solche Zusammenbrüche immer "Demenzschübe", nach diesen ist die Krankheit wieder ein wenig schlimmer.

Diesmal fing es damit an, dass sie nicht trinken wollte, da ich immer die Wasserflaschen kennzeichne kann ich sehen, was sie in meiner Abwesenheit trinkt, leider ist es zu wenig. Sie war immer noch mobil und lief mit ihrem Rollator durchs Haus in dem sie wohnt. In dieser Woche fand ich sie oft schlafend auf ihrem Sofaplatz vor, sie wirkte lustlos und war anders als sonst. Als ich ihr sagte, dass ich mir Sorgen mache, meinte sie ihr geht es gut und alles ist ok. Auch dem Pflegedienst fiel auf, dass sie so müde uns still war, aber die Vitalparameter waren soweit ok. Nun ja nun kam es dann gestern Abend eben zum besagten Zusammenbruch.

Ich bin mir nicht sicher, ob meine Mutter nun nach dem Krankenhausaufenthalt weiter allein leben kann und werde mich wohl mit einer Heimunterbringung anfreunden müssen. Ich arbeite zwar nur halbtags und bin jeden Mittag bei ihr, der Pflegedienst kommt morgens und abends. Aber die Zeit dazwischen ist sie dann allein. Bisher war das auch kein Problem, aber, wenn sie nun bettlägerig bleibt, hätte ich keine Ruhe mehr. Wir haben da auch schon oft darüber gesprochen und sie ist auch nicht abgeneigt, ich würde trotzdem jeden Tag hin gehen. Trotz allem habe ich aber ein schlechtes Gewissen, wäre aber auch immer in Unruhe, wenn sie in Ihrer Wohnung liegen würde. Blöde Situation. Wie geht es euch mit solchen Entscheidungen, wie sind die Pflegesituationen bei euch. 

Danke fürs zu hören, bzw. lesen, ich weiß hier sind Gleichgesinnte.

LG Kati
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SandyV
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BeitragThema: Demez schreitet voran
Sa 07 Jan 2017, 19:23    © SandyV
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Liebe Kati,

ich kann gut verstehen, dass Dir der Gedanke, Deine Mama in ein Heim geben zu müssen, nicht behagt.

Meine Mutter ist seit einem Krankenhausaufenthalt im Oktober 2016 in einem Heim untergebracht, zunächst Kurzzeitpflege, jetzt voll stationär.

Mir war bei dieser Entscheidung auch nicht wohl, zumal meine Mutter immer sagte, dass sie niemals in ein Heim möchte, sondern zu Hause gepflegt werden will.

Das ist aber leider unmöglich. Ich selbst wohne zu weit von meiner Mutter entfernt, so dass ich mich nicht kümmern kann. Einen Pflegedienst hat sie ebenfalls konsequent abgelehnt.

Ich denke, dass meine Entscheidung richtig war, zumal sie vor kurzem schon wieder ins Krankenhaus musste. Wäre sie nach wie vor allein in ihrer Wohnung gewesen, hätte wieder mal niemand mitbekommen, wie schlecht es ihr ging und sie wäre eventuell allein in ihrer Wohnung verstorben. Der Gedanke wäre nicht auszudenken. Im Pflegeheim haben sie rechtzeitig gemerkt, dass es meiner Mutter schlecht ging und sie sofort ins Krankenhaus eingeliefert. Das ist der Punkt, der es mir leichter macht, mich damit abzufinden, dass meine Mutter jetzt im Heim ist. Dass sie versorgt ist und jemand da ist, der sich um sie kümmert und im Ernstfall schnell gehandelt wird.

Vielleicht können Dir meine Erfahrungen etwas helfen mit der Situation umzugehen und die richtige Entscheidung für Deine Mutter zu treffen. Ich wünsche es Dir.

Liebe Grüße, Sandy
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kati66
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BeitragThema: Re: Demenz schreitet voran
Sa 07 Jan 2017, 19:27    © kati66
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Hallo Sandy,

danke für deine Antwort. Ich tröste mich damit, dass meine Mama ja einverstanden ist. Und ich werde immer für sie da sein.

Alles Gute für dich und deine Mama
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